ANTON kindersicher einstellen

Lern-App für Schulfächer, von der Vorschule bis etwa 10 Jahre.

solocode GmbH · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 0 Unsere Empfehlung: Ab 6 altersgerecht, ab 4 mit Begleitung Zuletzt geprüft 16.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Kein Bildschirm unter 3, Internet ab etwa 9 begleitet. ANTON hat keinen offenen Chat, keine Kontaktmöglichkeit durch Fremde und keine Kaufanreize im Spielgeschehen, darum kann eine begleitete Nutzung ab Schuleintritt vertretbar sein, früher als bei sozialen Netzwerken oder offenen Spieleplattformen. Auch Lern-App-Zeit ist aber Bildschirmzeit und gehört in die vereinbarten Zeitfenster.

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Pro Juventute (Bildschirmzeit)

Pro Juventute empfiehlt altersabhängige Bildschirmzeit-Richtwerte (etwa 6 bis 9 Jahre rund 30 bis 45 Minuten pro Tag) und betont Begleitung statt reiner Zeitkontrolle. Belohnungssysteme in Apps können die innere Lernmotivation verdrängen, wenn Lernen nur noch für Punkte und Spiele passiert.

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Educa Navigator (Fachagentur des Bundes und der Kantone für den digitalen Bildungsraum)

ANTON ist im Educa Navigator als Anwendung für Schweizer Schulen erfasst und wurde in mindestens einem Kanton auf Datenschutz-Konformität geprüft. Das stützt die Einordnung als schultaugliches Werkzeug, ersetzt aber nicht die bewussten Einstellungen zu Spielen und Pseudonymen.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 6 erledigt
1 Elterngruppe einrichten und das Kind verknüpfen Wichtig

Grundlage für alle Steuerungen. ANTON hat keine klassischen Elternkonten: Eltern erstellen ein kostenloses Konto vom Typ Lehrkraft, legen eine Gruppe an und fügen das Konto des Kindes hinzu. Erst dann können sie Spiele sperren, die Münzvergabe einschränken, Aufgaben zuweisen und den Lernfortschritt sehen.

Das brauchst du: Dein eigenes Handy oder ein Computer mit der ANTON-App bzw. anton.app · Der Anmelde-Code des Kindes, falls es schon ein ANTON-Konto hat

  1. Öffne die ANTON-App
  2. Erstelle ein eigenes Konto
  3. Wähle bei der Rollenwahl «Lehrkraft»
  4. Lege in deinem Konto eine neue Gruppe an (z. B. Familie)
  5. Füge das bestehende Konto des Kindes über dessen Anmelde-Code zur Gruppe hinzu oder lege für das Kind direkt in der Gruppe ein neues Konto an

So prüfst du es: Das Kind erscheint in der Gruppenübersicht deines Kontos.

Nutzt das Kind ANTON bereits über die Schule, zuerst mit der Lehrperson absprechen: Das Schulkonto gehört organisatorisch der Schule, und die Lehrperson kann dort bereits Spiele und Münzen steuern. Für zuhause kann ein separates privates Konto sinnvoll sein. Erweiterte Familienfunktionen (bis 5 Profile) gibt es im Bezahlpaket ANTON-Plus Familie. Genaue Menü-Bezeichnungen vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen. Die ANTON-FAQ beantwortet die Frage «Wie kann ich mir als Mutter/Vater ein Elternkonto erstellen?» genau mit diesem Weg über das Lehrkräfte-Konto; ein separater Konto-Typ existiert nicht.

Quelle: anton.app geprüft 07.08.2026
2 Spiele sperren oder zeitweise einschränken Wichtig

Der wichtigste Hebel gegen das bekannteste ANTON-Problem: Kinder üben nur noch, um Münzen für die Spiele zu sammeln. Über die Gruppe lassen sich die Spiele ganz deaktivieren oder für bestimmte Zeiträume sperren (z. B. während der Hausaufgabenzeit).

Das brauchst du: Dein Eltern-Konto mit der Rolle «Lehrkraft» · Das Kind ist bereits mit deiner Gruppe verknüpft

  1. Melde dich mit deinem Eltern-Konto an (Rolle «Lehrkraft»)
  2. Öffne die Gruppe des Kindes
  3. Gehe zu den Gruppen-Einstellungen
  4. Wähle den Punkt «Spiele sperren»
  5. Deaktiviere die Spiele dauerhaft oder lege eine Sperrzeit fest

So prüfst du es: In den Gruppen-Einstellungen ist bei «Spiele sperren» die Sperre beziehungsweise die gewählte Sperrzeit hinterlegt.

Die Sperre wirkt auf die Mitglieder der Gruppe. Bei Schulkonten setzt die Lehrperson diese Einstellung für die Klasse, Eltern können sie dort nicht selbst ändern, sondern sprechen die Lehrperson darauf an. Genaue Menü-Bezeichnung vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.

Quelle: anton.app geprüft 04.07.2026
3 Münzvergabe auf sinnvolle Fächer und Stufen begrenzen Wichtig

Verhindert den bekannten Münzen-Trick: Kinder lösen absichtlich viel zu leichte Aufgaben unter ihrem Niveau, um schnell Münzen für Spiele zu sammeln. In der Gruppe lässt sich festlegen, für welche Fächer und Klassenstufen es überhaupt Münzen gibt.

Das brauchst du: Dein Eltern-Konto mit der Rolle «Lehrkraft» · Das Kind ist bereits mit deiner Gruppe verknüpft

  1. Melde dich mit deinem Eltern-Konto an
  2. Öffne die Gruppe des Kindes
  3. Öffne in den Gruppen-Einstellungen den Bereich für Münzen beziehungsweise Belohnungen
  4. Lege fest, für welche Fächer und Klassenstufen Münzen vergeben werden (z. B. nur die aktuelle Klassenstufe des Kindes)

So prüfst du es: In den Gruppen-Einstellungen sind nur noch die gewählten Fächer und Klassenstufen für die Münzvergabe hinterlegt.

Sinnvolle Kombination: Münzen nur für die aktuelle Klassenstufe plus gepinnte Aufgaben. So lohnt sich das Absacken auf zu leichte Übungen nicht mehr. Genaue Menü-Bezeichnung vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.

Quelle: anton.app geprüft 04.07.2026
4 Anmelde-Code sichern und Konto zusätzlich schützen Wichtig

Der persönliche Anmelde-Code (8 Zeichen oder QR-Code) ist der Schlüssel zum Konto: Wer ihn kennt, kann sich auf jedem Gerät als das Kind anmelden. Ein sicher aufbewahrter Code und, wo vorhanden, ein zusätzliches Passwort schützen Konto und Lernstand.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind mit seinem Konto angemeldet ist

  1. Öffne am Konto des Kindes die Einstellungen
  2. Lass den Anmelde-Code anzeigen
  3. Lege den Code zu Hause sicher ab. Bewahre ihn weder im Schulthek auf noch teile ein Foto davon in Chats
  4. Prüfe, ob in den Konto-Einstellungen ein Passwort oder eine E-Mail-Verknüpfung als zusätzlicher Schutz angeboten wird
  5. Aktiviere diesen zusätzlichen Schutz, falls er angeboten wird
  6. Vereinbare mit dem Kind, den Code niemandem weiterzugeben

So prüfst du es: Der Anmelde-Code liegt sicher bei dir. Falls angeboten, ist das Konto zusätzlich mit Passwort oder E-Mail-Verknüpfung geschützt.

Die Code-Anmeldung ist bequem, aber schwächer als ein Login mit Passwort: Es gibt keine zweite Sicherheitsstufe. Mehrere schulische Anleitungen empfehlen ausdrücklich, nach der Anmeldung per Code das Passwort und den Nutzernamen in den Kontoeinstellungen zu ändern, damit nur Eltern und Kind Zugriff haben. Eine offizielle Bestätigung dieser Option direkt auf anton.app war weiterhin nicht abrufbar (403) und ist vor Veröffentlichung dort zu prüfen.

Quelle: anton.app geprüft 16.07.2026
5 Pseudonym statt Klarname verwenden Wichtig

ANTON funktioniert vollständig ohne Klarnamen, E-Mail oder Telefonnummer. Ein Fantasiename schützt das Kind, falls Daten je wieder ungewollt einsehbar würden, wie beim Sicherheitsvorfall 2021. Genau das empfahl auch die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich für den Schulgebrauch.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind mit seinem Konto angemeldet ist

  1. Öffne am Konto des Kindes die Einstellungen
  2. Trage beim Namen statt Vor- und Nachname ein Pseudonym oder nur den Vornamen ohne Nachnamen ein
  3. Erfasse im Profil keine Schule, keinen Ort und keine Kontaktdaten

So prüfst du es: Im Profil des Kindes steht nur noch das Pseudonym oder der Vorname, ohne Schule, Ort oder Kontaktdaten.

Bei Schulkonten legt oft die Lehrperson die Namen an. Wenn dort der volle Klarname steht, lohnt sich die Nachfrage, ob Vorname oder Pseudonym reicht. Für die Lernfunktion spielt der Name keine Rolle.

Quelle: anton.app geprüft 04.07.2026
6 Aufgaben pinnen und Lernfortschritt begleiten Wichtig

Über die Gruppe lassen sich gezielt Übungen anpinnen, die dem Kind prominent angezeigt werden. So bestimmen Eltern oder Lehrperson, was geübt wird, statt das Kind durch den Münz-Anreiz zu den einfachsten Aufgaben zu lenken. Der Lernfortschritt ist in der Gruppenansicht sichtbar.

Das brauchst du: Dein Eltern-Konto mit der Rolle «Lehrkraft» · Das Kind ist bereits mit deiner Gruppe verknüpft

  1. Melde dich mit deinem Eltern-Konto an
  2. Öffne die Gruppe des Kindes
  3. Wähle das gewünschte Fach und die Klassenstufe
  4. Tippe bei der gewünschten Übung auf die Pin-Funktion

So prüfst du es: Die angepinnte Übung wird dem Kind prominent angezeigt, und in der Gruppenansicht siehst du später, welche Übungen es bearbeitet hat.

Die Einsicht in den Lernstand ist ein Werkzeug zur Begleitung, keine Überwachung: Am meisten bringt es, die Ergebnisse gemeinsam mit dem Kind anzuschauen statt heimlich zu kontrollieren.

Quelle: anton.app geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Über Münzen und Spiele sprechen
Die Spiele in ANTON sind der Motor der App und zugleich ihr grösster Kritikpunkt. Mit dem Kind klären: Erst wird geübt, die Spiele sind Zugabe, nicht Ziel. Wenn das Kind nur noch für Münzen lernt oder absichtlich zu leichte Aufgaben löst, ist das ein Signal, die Spiele zu sperren oder die Münzvergabe zu begrenzen.
Lern-App-Zeit ist auch Bildschirmzeit
Weil ANTON nach Schule aussieht, rutscht die Nutzung leicht aus den Bildschirmzeit-Regeln heraus. Gemeinsam festlegen, dass ANTON in die vereinbarten Zeitfenster gehört, gerade weil die Spiele darin die Nutzungsdauer verlängern können.
Anmelde-Code ist wie ein Hausschlüssel
Wer den Code kennt, kann sich als das Kind anmelden und dessen Lernstand sehen oder verändern. Mit dem Kind vereinbaren, den Code nicht an Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben und nicht in Chats zu teilen.
Was in der Gruppe sichtbar ist
Lehrperson oder Eltern sehen in der Gruppe den Lernfortschritt. Dem Kind offen erklären, wer was sieht und warum. Das schafft Vertrauen und nimmt der Einsicht den Beigeschmack der Überwachung.
Schulkonto und Privatkonto auseinanderhalten
Nutzt das Kind ANTON in der Schule, gelten dort die Regeln der Lehrperson (z. B. gesperrte Spiele). Besprechen, ob zuhause dasselbe Konto weiterverwendet wird und welche Regeln dann gelten, oder ob ein separates privates Konto mit eigenen Einstellungen sinnvoller ist.

Gut zu wissen

Starke Gamification: Üben für den Dopaminkick
Richtige Antworten geben Münzen, Münzen schalten Spiele und Avatar-Extras frei. Die NZZ berichtete über Kritik von Fachleuten: Kinder lösen teils absichtlich Aufgaben unter ihrem Niveau, nur um schnell Münzen zu sammeln, und eine Kinder- und Jugendpsychiaterin warnt vor suchtähnlichen Mechanismen und dem Verlust der inneren Lernmotivation.
Was tun: Spiele über die Elterngruppe sperren oder zeitlich begrenzen, Münzvergabe auf die aktuelle Klassenstufe beschränken und beobachten, ob das Kind für den Inhalt oder für die Belohnung übt.
Datenschutzvorfall 2021
Im März 2021 machte eine Sicherheitslücke Daten von Tausenden Schülerinnen und Schülern abrufbar (Namen, Schule, Gruppen- und Klassenzugehörigkeit, Lernstände, Login-Daten). Der Anbieter schloss die Lücke innert Stunden nach Bekanntwerden. Die Zürcher Datenschutzbeauftragte hielt laut Medienberichten fest: Mit Pseudonymen und ohne Kontaktdaten wären bei einem solchen Vorfall keine heiklen Personendaten betroffen.
Was tun: Konsequent mit Pseudonym oder nur Vornamen arbeiten und keine Schule, keinen Ort und keine Kontaktdaten im Profil erfassen. Bei Schulkonten die Namenspraxis der Lehrperson erfragen.
Anmelde-Code statt Passwort
Die Anmeldung läuft über einen persönlichen 8-Zeichen-Code oder QR-Code, standardmässig ohne Passwort und ohne zweite Sicherheitsstufe. Das ist kindgerecht einfach, bedeutet aber: Wer den Code hat, hat das Konto.
Was tun: Code sicher aufbewahren, mit dem Kind das Nicht-Weitergeben vereinbaren und prüfen, ob das Konto zusätzlich mit Passwort oder E-Mail geschützt werden kann.
Datensparsam und werbefrei
Unabhängige Prüfungen (u. a. Kuketz-Blog) bescheinigen ANTON einen datensparsamen Umgang: keine Werbung, kein Datenverkauf, keine Google-, Facebook- oder Amazon-Tracker, Server in der EU. Das Datenschutzkonzept entstand mit schulischen Datenschutzbeauftragten. Im Vergleich zu vielen Gratis-Apps ist das ein grosser Pluspunkt.
Was tun: Trotzdem nur die nötigsten Angaben erfassen. Die App braucht weder Klarnamen noch E-Mail, um zu funktionieren.
Eltern steuern über die Lehrkraft-Rolle
ANTON kennt keine eigenen Elternkonten. Der offizielle Weg für Eltern ist ein kostenloses Konto in der Lehrkraft-Rolle mit eigener Gruppe. Erweiterte Gruppenfunktionen und Offline-Lernen gibt es im Bezahl-Abo ANTON-Plus (rund 10 Euro pro Jahr, Familienpaket mit bis zu 5 Profilen rund 20 Euro).
Was tun: Für die Grundfunktionen (Spiele sperren, Münzen begrenzen, Aufgaben pinnen) reicht das Gratis-Konto. ANTON-Plus nur bei Bedarf abschliessen.
Schulkonto: Die Lehrperson hat die Hand drauf
Bei Nutzung über die Schule verwaltet die Lehrperson die Gruppe und deren Einstellungen, inklusive Spiele-Sperre während der Schulzeit. Eltern können diese Einstellungen nicht selbst ändern. Auch zuhause gelten dann die Einstellungen des Schulkontos.
Was tun: Mit der Lehrperson klären, welche Regeln für das Schulkonto gelten, und bei abweichenden Wünschen für zuhause ein separates privates Konto mit eigener Elterngruppe erwägen.
Elternkonto ist keine eigene Kontoart
Die ANTON-FAQ hat tatsächlich eine eigene Frage «Wie kann ich mir als Mutter/Vater ein Elternkonto erstellen?». Die Antwort bestätigt aber genau den bereits beschriebenen Weg: «Derzeit gibt es bei ANTON keine speziellen Elternkonten. Eltern können sich jedoch ein Lehrkräfte-Nutzerkonto und dann eine Gruppe erstellen, zu der sie das Nutzerkonto ihres Kindes hinzufügen.» Elternkonto ist also nur der umgangssprachliche Name für dieses Vorgehen, keine eigene Kontoart mit anderem Funktionsumfang. Das löst die am 16.07.2026 offen gelassene Frage nach einem separaten Eltern-Kontotyp auf: Es gibt keinen. Laut FAQ sind Spiele sperren, Münzvergabe einschränken und Aufgaben pinnen im kostenlosen Konto enthalten und setzen keine ANTON-Plus-Mitgliedschaft voraus. ANTON-Plus-Familie ergänzt vor allem eine ausführlichere Report-Funktion für den Lernfortschritt.
Was tun: Wie bisher beschrieben vorgehen: eigenes Konto mit Rolle Lehrkraft anlegen, Gruppe erstellen, Kind hinzufügen. Für Spiele sperren, Münzen begrenzen oder Aufgaben pinnen ist kein Bezahl-Abo nötig.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

ANTON ist eine Lern-App der Berliner solocode GmbH für Vorschule bis etwa 10. Klasse mit Übungen in Deutsch, Mathematik und weiteren Fächern. Die Grundversion ist kostenlos und werbefrei, das Bezahl-Abo ANTON-Plus schaltet Offline-Lernen, mehr Spiele und erweiterte Gruppenfunktionen frei (rund 10 Euro pro Jahr und Kind, Familienpaket rund 20 Euro für bis zu 5 Profile). Ein Konto braucht weder Klarnamen noch E-Mail-Adresse, die Anmeldung läuft über einen persönlichen Anmelde-Code oder QR-Code. Richtig gelöste Aufgaben geben Münzen, mit denen Kinder Spiele freischalten und den Avatar gestalten können. Lehrpersonen und Eltern können über Gruppen Aufgaben zuweisen, Spiele sperren und die Münzvergabe einschränken.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung einer Lern-App. Auch der Anbieter nennt kein AGB-Mindestalter, die App richtet sich an Schulkinder. Massgebend ist die Einschätzung der Eltern beziehungsweise bei Schulnutzung die Regeln der Schule und des Kantons.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): relevant, weil die App Lernstände und Profildaten von Kindern verarbeitet und der Anbieter in Deutschland sitzt (Datenbearbeitung in der EU).
  • Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule: Für Schulen gilt kantonales Recht. Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hielt fest, dass ANTON in der Schule nutzbar ist, wenn mit Pseudonymen gearbeitet wird und keine Kontaktdaten oder Schulnamen erfasst werden.

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen) ist hier nach unserer Einschätzung nicht einschlägig: ANTON ist eine Lern-App, die Mini-Spiele sind Belohnungen innerhalb der App und kein eigenständiges Videospiel-Angebot mit Alterskennzeichnungspflicht. Rechtlich relevant ist bei ANTON vor allem der Datenschutz, nicht die Alterskontrolle. Wichtig für Eltern: Ob die Schule ANTON einsetzen darf, entscheidet der Kanton beziehungsweise die Schule, nicht der Anbieter.