Calcularis kindersicher einstellen

Mathematik-Lernprogramm für Zahlenräume und die Grundrechenarten.

Constructor Technology / Constructor for Schools (ehemals Dybuster AG, ETH-Spinoff Zürich; heute Teil der Constructor Group, Schaffhausen) · Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 0 Unsere Empfehlung: Ab 6 altersgerecht Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Internet ab etwa 9 Jahren und nur begleitet. Calcularis wird ab der 1. Klasse eingesetzt, also früher; das ist als eng geführtes, risikoarmes Lernwerkzeug in Schule oder Elternhaus vertretbar, weil es keinen Chat, keine Käufe und keinen offenen Feed gibt. Auch Lernprogramm-Zeit ist aber Bildschirmzeit und gehört in die vereinbarten Zeitfenster.

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Pro Juventute (Bildschirmzeit)

Pro Juventute empfiehlt altersabhängige Bildschirmzeit-Richtwerte (etwa 6 bis 9 Jahre rund 30 bis 45 Minuten pro Tag) und Begleitung statt reiner Zeitkontrolle. Die vom Anbieter empfohlene Calcularis-Dosis von rund 20 Minuten pro Einheit, 3-mal pro Woche, passt gut in diese Richtwerte, wenn sie als Teil der gesamten Bildschirmzeit gezählt wird.

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HfH (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik), Reihe Wissen, was wirkt

Die HfH ordnet Calcularis als adaptives, niederschwelliges Lernprogramm ein, das gemäss Studien kurzfristige Fortschritte insbesondere bei der Subtraktion und der mentalen Zahlenverarbeitung bewirken kann. Das stützt den Einsatz als Fördertool, ersetzt aber keine fachliche Abklärung bei Verdacht auf Dyskalkulie.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Zugang klären: Schulkonto (Cockpit/Edulog) oder privates Familien-Abo Wichtig

Grundlage für alles Weitere. Nutzt das Kind Calcularis über die Schule, verwaltet die Lehrperson Konto, Lizenz und Einstellungen, und das Kind meldet sich im Constructor Cockpit an, in vielen Kantonen mit dem Edulog-Pseudonym. Für zuhause gibt es separat Familien-Abos mit eigenem Elternzugang. Eltern sollten wissen, welcher Fall vorliegt, denn davon hängt ab, wer Einstellungen ändern, Berichte sehen und am Ende die Löschung verlangen kann.

Das brauchst du: Ein Computer oder Tablet mit Browser · Die Zugangsdaten des Kindes (Benutzername/Passwort oder Edulog-Schul-Login)

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  1. Frage bei der Lehrperson nach, ob das Kind Calcularis über die Schule nutzt und wie es sich anmeldet (Benutzername/Passwort oder Edulog)
  2. Öffne für die Anmeldung schools.constructor.app (der frühere Zugang go.dybuster.com ist seit der Umstellung auf Constructor offline)
  3. Gib die Zugangsdaten des Kindes ein; wähle bei Edulog den Edulog-Knopf und verwende das Schul-Login
  4. Starte das Training über die Kachel Calcularis im Cockpit (direkt: schools.constructor.app/calcularis/training/?lang=de-ch)
  5. Schliesse auf der Anbieter-Website (constructor.tech, Produktseite Calcularis für Eltern) ein Familien-Abo ab und lege dabei ein eigenes Eltern-Konto im Cockpit an, falls das Kind zusätzlich oder nur privat trainieren soll
  6. Sprich bei paralleler Schul- und Privatnutzung mit der Lehrperson ab, welches Konto gilt, damit der Lernstand nicht auf zwei Konten zersplittert

So prüfst du es: Das Kind kann sich anmelden, und das Training startet über die Kachel Calcularis im Cockpit.

Die Anmeldewege (Cockpit-Login mit Benutzername/Passwort des Kindes, Edulog-Zugang) sind in der offiziellen Constructor-Support-Datenbank und in kantonalen Anleitungen (z. B. Appenzell Ausserrhoden) dokumentiert. Die genauen Bezeichnungen im Cockpit können sich mit Updates ändern und sind mit einem echten Konto gegenzuprüfen.

2 Lernfortschritt im Coach verfolgen und automatische Berichte aktivieren Wichtig

Das Begleitprogramm Coach ist das Eltern- und Lehrpersonen-Fenster in das Training: Die Übersicht zeigt den Fortschritt durch die Zahlenräume und die Arbeitszeit, der Kalender zeigt, an welchen Tagen und wie lange trainiert wurde, und die Aufgaben-Ansicht zeigt, wie viele Aufgaben gelöst und wie viele davon richtig waren. Zusätzlich lassen sich in der Administration Berichte und Zertifikate in regelmässigen Abständen automatisch zustellen. So begleiten Eltern das Üben, ohne daneben sitzen zu müssen.

Das brauchst du: Ein eigenes Eltern- bzw. Lehrpersonen-Konto im Constructor Cockpit

Web
  1. Melde dich im Constructor Cockpit mit deinem eigenen Eltern- bzw. Lehrpersonen-Konto an (nicht mit dem Kinder-Login)
  2. Öffne den Calcularis Coach (Kachel im Cockpit bzw. schools.constructor.app/calcularis/coach/)
  3. Wähle das Profil des Kindes
  4. Schau dir die Bereiche Übersicht, Kalender und Aufgaben an
  5. Aktiviere in den Administrations-Einstellungen die automatische Zustellung von Berichten und Zertifikaten, falls gewünscht
  6. Schau die Berichte regelmässig gemeinsam mit dem Kind an, nicht als heimliche Kontrolle

So prüfst du es: Im Coach siehst du Fortschritt, Trainingstage und gelöste Aufgaben des Kindes; falls aktiviert, werden Berichte und Zertifikate automatisch zugestellt.

Coach-Ansichten (Übersicht, Kalender, Aufgaben) und automatische Berichte/Zertifikate sind im offiziellen Eltern-Begleitheft von Dybuster und in der Constructor-Support-Datenbank beschrieben. Constructor hat den Coach überarbeitet (einheitlicher Coach für alle Produkte mit Learning Board); die genauen Menünamen darum mit einem echten Konto gegenprüfen. Bei reinen Schulkonten sehen Eltern den Coach nur, wenn die Schule ihnen einen Zugang einrichtet; sonst die Lehrperson um den Lernbericht bitten.

3 Trainingsdosierung festlegen: kurze, regelmässige Einheiten statt Marathon Wichtig

Calcularis wirkt über Regelmässigkeit, nicht über Dauer. Der Anbieter und die Studien empfehlen Einheiten von 15 bis 20 Minuten, 3- bis 4-mal (in den Studien bis 5-mal) pro Woche über etwa 3 bis 4 Monate. Längere Sitzungen bringen wenig Zusatznutzen und erschöpfen das Kind; das Programm selbst führt durch die Einheit und beendet geführte Trainings nach der vorgesehenen Zeit.

Das brauchst du: Dein Eltern- bzw. Lehrpersonen-Konto mit Zugang zum Coach

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  1. Vereinbare mit dem Kind feste Trainingsfenster, z. B. 3-mal pro Woche 20 Minuten vor dem Znacht
  2. Öffne im Coach (Eltern- bzw. Lehrpersonen-Konto) die Trainings- bzw. Lerneinstellungen des Kindes
  3. Prüfe, welche Trainingsdauer pro Einheit hinterlegt ist
  4. Kontrolliere im Kalender des Coach wöchentlich, ob die Einheiten stattgefunden haben, statt das Kind beim Üben zu überwachen
  5. Zieh nach etwa 4 Monaten Bilanz (Fortschritts-Übersicht im Coach) und entscheide, ob eine Pause oder eine weitere Trainingsphase sinnvoll ist

So prüfst du es: Im Kalender des Coach erscheinen die vereinbarten Einheiten als absolvierte Trainingstage.

Die Empfehlung kurzer, regelmässiger Einheiten (15-20 Minuten, mehrmals pro Woche, über rund 4 Monate) ist auf den Grundlagen-Seiten des Anbieters und in den Studienbeschreibungen dokumentiert. Dass Lehrpersonen im Coach Lerneinstellungen der Kinder anpassen können, ist in der Support-Datenbank belegt; ob die Länge einer geführten Trainingseinheit dort im Detail einstellbar ist und wie die Option genau heisst, war aus den Snippets nicht abschliessend ersichtlich und ist mit einem echten Konto zu prüfen.

4 Kinder-Logins datensparsam anlegen (Pseudonym statt voller Name) Wichtig

Beim Anlegen der Lernenden werden Vorname, Nachname und Benutzername erfasst, und das Programm speichert dauerhaft Lernstände und Trainingszeiten. Je weniger direkt identifizierende Daten hinterlegt sind, desto kleiner der Schaden, falls Daten je ungewollt zugänglich würden. Edulog verfolgt mit dem pseudonymisierten Schul-Login dasselbe Prinzip.

Das brauchst du: Zugang zur Kontoverwaltung: als Lehrperson die Lizenz- bzw. Klassenverwaltung, als Eltern das Familien-Abo

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  1. Trage beim Anlegen des Kinderkontos (Lehrperson in der Lizenz- bzw. Klassenverwaltung, Eltern im Familien-Abo) nur den Vornamen plus Anfangsbuchstaben des Nachnamens oder ein Pseudonym ein
  2. Wähle einen Benutzernamen, der keinen Rückschluss auf den vollen Namen zulässt
  3. Hinterlege keine private E-Mail-Adresse des Kindes; lass Berichte an die Eltern-Adresse schicken
  4. Nutze den Edulog-Zugang, wo die Schule Edulog anbietet
  5. Bewahre die Passwörter sicher auf und teile sie nicht in Chats

So prüfst du es: Im Profil des Kindes stehen nur ein Pseudonym oder der abgekürzte Name und keine private E-Mail-Adresse.

Dass beim Zuweisen von Lizenzen Vorname, Nachname und Benutzername erfasst werden, ist in der Constructor-Support-Datenbank dokumentiert; dass Lehrpersonen Passwörter und Profildaten der Lernenden im Coach ändern können, ebenfalls. Ob das Feld Nachname zwingend ausgefüllt werden muss, war aus den Snippets nicht ersichtlich. Beim Schuleinsatz bleibt die Schule nach kantonalem Datenschutzrecht und revDSG für die Schülerdaten verantwortlich; die Namenspraxis dort bestimmt die Lehrperson, Eltern können ein Pseudonym anregen.

5 Konto und Trainingsdaten am Ende der Nutzung löschen lassen Wichtig

Nach Ablauf des Abos oder am Schuljahresende bleiben Konto und Lernstände sonst bestehen. Der Anbieter räumt in seiner Datenschutzerklärung ausdrücklich das Recht ein, Auskunft über alle gespeicherten Personendaten zu erhalten und die vollständige Löschung zu verlangen (Right to erasure). Eltern und Schulen sollten dieses Recht aktiv nutzen, statt Kinderdaten auf Vorrat liegen zu lassen.

Das brauchst du: Zugang zum Coach, falls du vorher Berichte oder Zertifikate sichern willst

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  1. Sichere vorher bei Bedarf den letzten Lernbericht oder das Zertifikat aus dem Coach
  2. Bitte beim Familien-Abo den Anbieter (Support über support.constructor.tech) nach Ende der Trainingsphase schriftlich um Löschung des Kinderkontos und aller Trainingsdaten
  3. Bitte beim Schulkonto die Lehrperson oder die schulische ICT-Verantwortliche, am Schuljahresende nicht mehr benötigte Konten löschen zu lassen
  4. Bewahre die Löschbestätigung des Anbieters auf

So prüfst du es: Du hast eine schriftliche Löschbestätigung des Anbieters beziehungsweise der Schule erhalten.

Das Lösch- und Auskunftsrecht ist in der englischsprachigen Datenschutzerklärung des Anbieters (How We Handle Data) dokumentiert. Ob es im Cockpit eine Selbstlösch-Funktion gibt oder ob die Löschung nur per Anfrage läuft, war aus den öffentlich einsehbaren Snippets nicht ersichtlich und ist zu verifizieren.

Was ihr besprechen solltet

Üben ohne Druck: kurze Einheiten, kein Nachsitzen am Bildschirm
Calcularis ist auf 15 bis 20 Minuten pro Einheit ausgelegt. Mit dem Kind vereinbaren, dass nach der Einheit wirklich Schluss ist, auch wenn es gerade gut läuft, und dass ein verpasster Tag kein Drama ist. Rechnen üben soll sich nicht wie Strafe anfühlen, sonst verliert das beste Programm seine Wirkung.
Rechenschwäche und Selbstwert: Das Kind ist nicht dumm
Kinder mit Rechenschwäche erleben in der Schule viele Misserfolge; die Calcularis-Studien zeigen, dass gezieltes Training auch die Mathe-Angst senken kann. Dem Kind erklären, dass sein Gehirn Zahlen anders verarbeitet und das Training genau dafür gebaut ist, und Fortschritte betonen statt Fehler. Bei Verdacht auf Dyskalkulie gehört eine fachliche Abklärung dazu, das Programm ersetzt sie nicht.
Fortschritte gemeinsam anschauen statt heimlich kontrollieren
Der Coach zeigt Eltern Trainingstage, gelöste Aufgaben und Fortschritt durch die Zahlenräume. Am meisten bringt es, diese Übersicht regelmässig zusammen mit dem Kind anzuschauen und Erfolge zu feiern. Heimliches Kontrollieren untergräbt das Vertrauen und macht aus dem Lernwerkzeug ein Überwachungsinstrument.
Schule und Elternhaus absprechen
Nutzt das Kind Calcularis in der Schule, bestimmt die Lehrperson Konto, Lizenz und Trainingsplan. Mit der Lehrperson klären: Soll zuhause zusätzlich trainiert werden, mit welchem Konto, und wer schaut in den Coach? Doppelte Trainingspläne oder zwei parallele Konten überfordern das Kind und zersplittern den Lernstand.

Gut zu wissen

Wer hinter Calcularis steht: ETH-Spinoff, heute Constructor
Calcularis wurde ab 2010 von Informatikern der ETH Zürich mit Neuropsychologinnen und Neuropsychologen der Universität Zürich (u. a. rund um den Kinder- und Jugendpsychiater Michael von Aster) entwickelt und von der Dybuster AG (ETH-Spinoff, Zürich) vertrieben, die auch Orthograph/Grafari und das Schreiblabor anbietet. Die Dybuster AG ist inzwischen vollständig in der Constructor Technology AG aufgegangen (zwischenzeitlich Alemira), das Produkt gehört heute zu Constructor Technology / Constructor for Schools der Constructor Group (Schaffhausen). Der Zugang läuft ausschliesslich über das Constructor Cockpit unter schools.constructor.app; alle dybuster.ch-, dybuster.de- und dybuster.com-Seiten sowie der frühere Zugang go.dybuster.com sind offline (eigene Prüfung am 07.08.2026: DNS löst auf, aber kein Server antwortet).
Was tun: Bei Anleitungen und Bewertungen darauf achten, dass Dybuster, Alemira und Constructor dasselbe Produkt meinen, und für aktuelle Angaben ausschliesslich die Constructor-Seiten (constructor.tech, support.constructor.tech, schools.constructor.app) verwenden. Wer noch ein bestehendes Abo hat oder die alte Website sucht: Das Abo läuft über Constructor weiter, bei Fragen hilft der Support unter support.constructor.tech.
Wirksamkeit ist wissenschaftlich untersucht, mit realistischen Erwartungen
Calcularis gehört zu den wenigen Lernprogrammen mit publizierten Wirksamkeitsstudien: In einer Untersuchung mit 68 Kindern (7 bis 11 Jahre, 5-mal pro Woche 20 Minuten über 6 bis 8 Wochen) verbesserte die Calcularis-Gruppe Subtraktion und Zahlenraumverständnis deutlich stärker als die Vergleichsgruppen, und die Mathe-Angst nahm ab. Eine weitere Studie zeigte nach 12 Wochen rund 30 Prozent genauere Zahlenstrahl-Aufgaben und 45 Prozent mehr richtig gelöste Plus- und Minus-Aufgaben. Die HfH ordnet die Effekte als kurzfristige Fortschritte insbesondere bei Subtraktion und mentaler Zahlenverarbeitung ein.
Was tun: Das Training als das nehmen, was die Studien zeigen: ein wirksames Übungswerkzeug bei regelmässiger Nutzung über Wochen bis Monate, kein Wundermittel und kein Ersatz für guten Unterricht.
Bei Dyskalkulie geeignet, aber kein Therapie-Ersatz
Calcularis wird gezielt bei Rechenschwäche und Dyskalkulie eingesetzt und wurde in Zusammenarbeit mit der Dyskalkulie-Forschung (u. a. Kinderspital Zürich) evaluiert. Es ersetzt aber weder die fachliche Abklärung (Schulpsychologie, Kinderarzt, spezialisierte Stellen) noch eine allenfalls nötige Lerntherapie; auch der Anbieter positioniert es als Training, das Fördermassnahmen ergänzt.
Was tun: Bei anhaltenden, gravierenden Rechenproblemen zuerst eine Abklärung über die Schule oder eine Fachstelle anstossen und Calcularis als begleitendes Training einsetzen, nicht als einzige Massnahme.
Kinderdaten und Logins: revDSG, Edulog und Löschrecht
Das Programm speichert Lernstände, Fehler und Trainingszeiten des Kindes dauerhaft. Der Anbieter erklärt, Schweizer Datenschutzrecht und DSGVO einzuhalten, benennt laut Cockpit-Datenschutzseite den Geschäftsführer der früheren Dybuster AG persönlich als Datenschutzbeauftragten und garantiert Auskunfts- und Löschrechte. Die Anwendung ist Edulog-Partner, das Kind kann sich also an vielen Schulen mit einem Pseudonym anmelden. Der genaue Serverstandort der Trainingsdaten ist öffentlich nicht eindeutig dokumentiert.
Was tun: Logins datensparsam anlegen, wo möglich Edulog nutzen, am Ende der Nutzung die Löschung verlangen und beim Schuleinsatz die Prüfung durch die schulische Datenschutzstelle (PICTS) voraussetzen.
Lizenzen und Kosten: Schule meist gratis fürs Kind, privat als USD-Abo
An Schulen läuft Calcularis über Schulhauslizenzen (Preis nach Schülerzahl), für die Familie fallen dann keine Kosten an. Privat gibt es Familien-Abos direkt bei Constructor (constructor.tech/products/learning/calcularis/parents) mit einer dreitägigen kostenlosen Testphase und drei Laufzeiten: rund 99 US-Dollar für 3 Monate, 150 US-Dollar für 6 Monate oder 240 US-Dollar für 12 Monate (Stand 07.08.2026). Ein separater Schweizer-Franken-Preis wird nicht ausgewiesen; die alte Schnupper-Abo-Angabe von 39 Euro/3 Monate auf der früheren dybuster.de-Seite gilt nicht mehr. Dazu existieren Lizenzen für Lernzentren. Es gibt keine In-App-Käufe, die das Kind selbst auslösen könnte.
Was tun: Vor einem Privat-Abo bei der Lehrperson nachfragen, ob die Schule bereits eine Lizenz hat und ob das Kind damit auch zuhause trainieren darf; die kostenlose Testphase nutzen, bevor man sich länger bindet, und die automatische Verlängerung des Abos beachten.
In der Deutschschweiz verbreitet und schulisch etabliert
Die Lernprogramme der früheren Dybuster AG sind laut Anbieter an über 600 Schulen im Einsatz (über 25000 Kinder jährlich mit Calcularis), im Educa Navigator erfasst und Gegenstand offizieller Lehrpersonen-Weiterbildungen, etwa der Stadt Winterthur. Mehrere Kantone dokumentieren den Edulog-Zugang. Calcularis ist browserbasiert und läuft ohne Installation auf Computern und Tablets, in mehreren Sprachen inklusive Schweizer Französisch.
Was tun: Sich an der Schule des Kindes erkundigen, ob Calcularis dort bereits eingesetzt wird, bevor privat etwas angeschafft wird, und Erfahrungen der Lehrperson für die Einstellung der Trainingsdosis nutzen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Calcularis ist ein Mathematik-Lernprogramm, das Kinder beim Aufbau der Zahlenräume (0-10, 0-20, 0-100, 0-1000) und der Grundoperationen (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division) unterstützt. Es wurde ab 2010 von Informatikern der ETH Zürich zusammen mit Neuropsychologinnen und Neuropsychologen der Universität Zürich entwickelt und arbeitet multisensorisch (Zahlen als Ziffern, Blöcke und Farben) und adaptiv: Nach jeder Eingabe berechnet das Programm den Wissensstand neu und wählt die nächste Übung. Anbieter ist Constructor Technology bzw. Constructor for Schools, die frühere Dybuster AG (ETH-Spinoff, Zürich), seit der Übernahme Teil der Constructor Group (Schaffhausen). Das Training läuft im Browser über das Constructor Cockpit unter schools.constructor.app, an vielen Schweizer Schulen auch mit dem Edulog-Schul-Login. Lizenzen gibt es für Schulen (Schulhauslizenz nach Schülerzahl), Familien (Abos mit dreitägiger kostenloser Testphase, gestaffelt nach Laufzeit) und Lernzentren. Eltern und Lehrpersonen verfolgen den Lernfortschritt im Begleitprogramm Coach. Wichtig für Eltern mit älteren Unterlagen: Die frühere Dybuster AG ist vollständig in der Constructor Technology AG aufgegangen, alle dybuster.ch-, dybuster.de- und dybuster.com-Seiten sowie der alte Zugang go.dybuster.com sind offline; massgebend sind ausschliesslich constructor.tech und schools.constructor.app.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter. Auch der Anbieter nennt kein bekanntes AGB-Mindestalter; das Programm ist für Schulkinder ab der 1. Klasse gedacht und wird über Schul- oder Elternkonten verwaltet. Ein AGB-Alter wäre ohnehin eine Vertragsregel des Anbieters, keine Schweizer Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): relevant, weil Logins, Lernstände und Trainingsdaten von Kindern bearbeitet werden. Der Anbieter erklärt, das Schweizer Datenschutzgesetz und die EU-DSGVO einzuhalten.
  • Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule: Für Schulen gilt kantonales Recht; die Schule bleibt für die Bearbeitung der Schülerdaten verantwortlich. Die Anwendung ist im Educa Navigator erfasst und Edulog-Partner, mehrere Kantone (z. B. Appenzell Ausserrhoden, Bern) dokumentieren den Edulog-Zugang.

Das JSFVG (Jugendschutz bei Filmen und Videospielen) ist hier nicht anwendbar: Calcularis ist ein Lernprogramm, kein Videospiel- oder Streaming-Angebot mit Alterskennzeichnungspflicht. Rechtlich relevant ist vor allem der Datenschutz (Kinderdaten und Lernstände), nicht die Alterskontrolle. Es gibt keinen Chat mit Fremden, keine In-App-Käufe durch Kinder und keinen offenen Feed.