KI-Tools verlangen oft keine Altersprüfung, dadurch haben auch jüngere Kinder leicht Zugang zu Systemen, die sie nicht verstehen und die nicht für sie gedacht sind, etwa weil Schutzfilter fehlen. Für Kinder ist zudem nicht immer klar, dass am anderen Ende kein Mensch sitzt. Eltern sollen sich informieren und altersgerecht mit dem Kind über KI sprechen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)ChatGPT kindersicher einstellen
KI-Chatbot, der Fragen beantwortet, Texte schreibt und Bilder erzeugt.
- bis 8 Jahre Nicht empfohlen Was passt mit 8?
- ab 9 Jahre Nur mit Begleitung Was passt mit 9?
- ab 16 Jahre Altersgerecht Was passt mit 16?
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Internet ab etwa 9 nur begleitet, eigenständigere Online-Nutzung ab etwa 12. ChatGPT hat keine Kontakt- oder Kaufrisiken wie soziale Netzwerke, dafür Risiken bei Inhalten, Falschinformationen und emotionaler Bindung. Darum: gemeinsame, begleitete Nutzung ab dem Primarschulalter möglich, ein eigenes Konto erst ab dem AGB-Alter 13 mit Elterneinwilligung und verknüpftem Elternkonto.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)KI ist bei Schweizer Jugendlichen Alltag: Rund 71 Prozent haben Erfahrung mit ChatGPT und ähnlichen Tools, ein Drittel nutzt sie mindestens wöchentlich. Jeder zehnte Jugendliche wendet sich bei persönlichen Problemen an KI-Tools. Pro Juventute wertet das als niederschwelligen ersten Schritt, warnt aber vor der digitalen Echokammer, die echte Hilfe verhindern kann.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Elternkonto mit dem Teenkonto verknüpfen (Kindersicherung) Wichtig
Grundlage für alle Eltern-Steuerungen. Erst wenn das Elternkonto mit dem Konto des Jugendlichen verknüpft ist, können Eltern Inhaltsfilter, stille Zeiten, Datenverwendung und Funktionen steuern und Sicherheitsbenachrichtigungen erhalten. Mit der Verknüpfung erhält das Teenkonto automatisch zusätzliche Inhalts-Schutzmassnahmen.
Das brauchst du: Ein eigenes ChatGPT-Konto (Elternkonto) · E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Jugendlichen · Der Jugendliche muss die Einladung in seinem Konto annehmen
- Melde dich in der ChatGPT-App mit dem Elternkonto an
- Tippe auf das Profilsymbol
- Öffne die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf «Familienmitglied hinzufügen»
- Gib die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Jugendlichen ein
- Gib an, dass es sich um dein Kind handelt
- Lass den Jugendlichen die Einladung in seinem Konto annehmen. Sie kommt per E-Mail oder SMS
- Melde dich in der ChatGPT-App mit dem Elternkonto an
- Tippe auf das Profilsymbol
- Öffne die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf «Familienmitglied hinzufügen»
- Gib die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Jugendlichen ein
- Gib an, dass es sich um dein Kind handelt
- Lass den Jugendlichen die Einladung in seinem Konto annehmen
- Melde dich auf chatgpt.com mit dem Elternkonto an
- Klicke unten links auf das Profilsymbol
- Öffne die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Wähle «Familienmitglied hinzufügen»
- Gib die E-Mail-Adresse des Jugendlichen ein und gib an, dass es sich um dein Kind handelt
- Lass den Jugendlichen die Einladung annehmen
So prüfst du es: Nach dem Annehmen der Einladung erscheint der Jugendliche unter «Familienmitglied hinzufügen».
Die Verknüpfung funktioniert auch umgekehrt: Der Jugendliche kann in seinen eigenen Einstellungen unter Kindersicherung die Eltern einladen. Ein Teenkonto kann nur mit einem Elternteil verknüpft sein. Der Jugendliche kann die Verknüpfung jederzeit selbst aufheben, die Eltern werden dann benachrichtigt. Menübezeichnungen können je nach Sprache und App-Version abweichen.
2 Inhaltsfilter prüfen: Sensible Inhalte reduzieren Wichtig
Aktiviert zusätzliche Schutzmassnahmen gegen sensible und nicht altersgerechte Antworten, unter anderem gegen drastische Gewaltdarstellungen, sexuelle oder romantische Rollenspiele, Darstellungen von Selbstverletzung, gefährliche Mutproben und extreme Schönheitsideale. Bei Teenkonten ist der Filter standardmässig eingeschaltet und sollte eingeschaltet bleiben.
Das brauchst du: Verknüpftes Eltern- und Teenkonto (siehe die Einstellung zur Kontoverknüpfung)
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe unter «Familienmitglied hinzufügen» auf den Namen des Jugendlichen
- Prüfe «Sensible Inhalte reduzieren» und lass es aktiviert
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe unter «Familienmitglied hinzufügen» auf den Namen des Jugendlichen
- Prüfe «Sensible Inhalte reduzieren» und lass es aktiviert
- Öffne am Elternkonto auf chatgpt.com die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Klicke unter «Familienmitglied hinzufügen» auf den Namen des Jugendlichen
- Prüfe «Sensible Inhalte reduzieren» und lass es aktiviert
So prüfst du es: Der Schalter bei «Sensible Inhalte reduzieren» steht auf Ein.
Der Jugendliche kann diesen Filter nicht selbst ausschalten, solange die Teen-Schutzmassnahmen gelten. Der Filter ist keine Garantie: Tests von Journalistinnen und Journalisten zeigten, dass sich Schutzmassnahmen mit geschickten Fragen teilweise umgehen lassen. Das Gespräch über Inhalte bleibt darum wichtig.
3 Sicherheitsbenachrichtigungen einrichten (Krisensignale) Wichtig
Eltern werden in eng begrenzten Fällen benachrichtigt, wenn Systeme und geschulte Prüfteams von OpenAI Anzeichen erkennen, dass sich der Jugendliche ernsthaft selbst gefährden könnte. Die Meldung enthält nicht den Chat-Wortlaut, sondern den Hinweis auf mögliche Selbstverletzungs- oder Suizidgedanken sowie Gesprächstipps von Fachleuten.
Das brauchst du: Verknüpftes Eltern- und Teenkonto (siehe die Einstellung zur Kontoverknüpfung)
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Öffne den Bereich «Sicherheitsbenachrichtigungen»
- Wähle die gewünschten Kanäle: E-Mail, SMS und/oder Push-Mitteilung
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Öffne «Sicherheitsbenachrichtigungen»
- Wähle die Kanäle: E-Mail, SMS und/oder Push-Mitteilung
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Klicke auf den Namen des Jugendlichen
- Öffne «Sicherheitsbenachrichtigungen»
- Lege die Kanäle fest (E-Mail, SMS, Push)
So prüfst du es: Unter «Sicherheitsbenachrichtigungen» sind die gewählten Kanäle aktiviert.
Standardmässig kontaktiert OpenAI die Eltern bei Anzeichen akuter Not über alle Kanäle, sofern sie sich nicht abgemeldet haben. Sind Eltern nicht erreichbar und besteht laut System eine glaubwürdige unmittelbare Gefahr, behält sich OpenAI vor, Notfalldienste zu kontaktieren. Diese Benachrichtigungen sind ausdrücklich kein Ersatz für professionelle Hilfe. Seit Juli 2026 benachrichtigt OpenAI Eltern zusätzlich, wenn das verknüpfte Teenkonto wegen gewaltbezogener Aktivität gesperrt wird. In der Schweiz: Pro Juventute 147 (Telefon, SMS, Chat) für Kinder und Jugendliche.
4 Chats des Jugendlichen nicht fürs Modelltraining verwenden Wichtig
Verhindert, dass die Unterhaltungen des Jugendlichen zur Verbesserung der OpenAI-Modelle verwendet werden. Wichtig, weil Jugendliche Chatbots oft sehr persönliche Dinge anvertrauen (Schule, Gefühle, Gesundheit, Familie).
Das brauchst du: Verknüpftes Eltern- und Teenkonto (siehe die Einstellung zur Kontoverknüpfung)
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Schalte «Das Modell für alle verbessern» aus
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Schalte «Das Modell für alle verbessern» aus
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Klicke auf den Namen des Jugendlichen
- Schalte «Das Modell für alle verbessern» aus
So prüfst du es: Der Schalter bei «Das Modell für alle verbessern» steht auf Aus.
Ohne Elternverknüpfung findet sich die gleiche Option im eigenen Konto unter Einstellungen, Datenkontrollen (Data Controls). Grundregel fürs Gespräch mit dem Kind: keine echten Namen, Adressen, Fotos oder Gesundheitsangaben in Chats eingeben, unabhängig von dieser Einstellung.
5 Stille Zeiten festlegen (Quiet hours) Wichtig
Legt Zeitfenster fest, in denen ChatGPT vom Teenkonto aus nicht genutzt werden kann, zum Beispiel nachts oder während der Hausaufgabenzeit. Hilft gegen nächtliche Dauergespräche mit dem Chatbot.
Das brauchst du: Verknüpftes Eltern- und Teenkonto (siehe die Einstellung zur Kontoverknüpfung)
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Wähle «Ruhezeiten»
- Lege eine Startzeit und eine Endzeit fest, zum Beispiel 21:00 bis 07:00 Uhr
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Wähle «Ruhezeiten» und lege eine Startzeit und eine Endzeit fest
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Klicke auf den Namen des Jugendlichen
- Wähle «Ruhezeiten» und lege eine Startzeit und eine Endzeit fest
So prüfst du es: Unter «Ruhezeiten» wird das gesetzte Zeitfenster angezeigt; während dieser Zeit kann der Jugendliche ChatGPT mit seinem Konto nicht nutzen.
Ruhezeiten sperren nur das verknüpfte ChatGPT-Konto, nicht andere KI-Apps oder die abgemeldete Nutzung im Browser. Es lässt sich jeweils nur ein Zeitfenster festlegen. Für eine geräteweite Nachtruhe zusätzlich die Bildschirmzeit von iOS oder Google Family Link nutzen.
6 Sprachmodus, Bildgenerierung und Memory einschränken Wichtig
Eltern können einzelne Funktionen für das Teenkonto abschalten: den Sprachmodus (gesprochene Gespräche mit der KI), die Bildgenerierung und die Memory-Funktion (ChatGPT merkt sich Angaben aus früheren Chats). Das Abschalten von Memory reduziert die Personalisierung und damit auch die Gefahr, dass sich der Chatbot wie ein vertrauter Freund anfühlt.
Das brauchst du: Verknüpftes Eltern- und Teenkonto (siehe die Einstellung zur Kontoverknüpfung)
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Schalte «Sprachmodus», «Bildgenerierung» und «Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen» einzeln ein oder aus
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Tippe auf den Namen des Jugendlichen
- Stelle «Sprachmodus», «Bildgenerierung» und «Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen» einzeln ein
- Öffne am Elternkonto die Einstellungen
- Wähle «Kindersicherung»
- Klicke auf den Namen des Jugendlichen
- Stelle «Sprachmodus», «Bildgenerierung» und «Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen» einzeln ein
So prüfst du es: Die Schalter bei «Sprachmodus», «Bildgenerierung» und «Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen» stehen auf der gewählten Position.
Welche Funktionen sinnvoll sind, hängt vom Kind ab: Der Sprachmodus macht Gespräche persönlicher und bindender, die Bildgenerierung kann für die Schule nützlich sein. Gemeinsam entscheiden und die Wahl dem Kind erklären.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzChatGPT ist ein KI-Chatbot, der Fragen beantwortet, Texte schreibt, Bilder erzeugt und Gespräche führt. Die Basisversion ist gratis, Abos schalten stärkere Modelle frei. Laut Nutzungsbedingungen von OpenAI muss man mindestens 13 Jahre alt sein, unter 18 braucht es die Erlaubnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten. Seit Ende September 2025 gibt es eine Kindersicherung: Eltern können ihr Konto mit dem Teenkonto verknüpfen und dann Inhaltsfilter, Ruhezeiten, Sprachmodus, Bildgenerierung, Memory und die Verwendung der Chats fürs Modelltraining steuern sowie in eng begrenzten Fällen Sicherheitsbenachrichtigungen erhalten, wenn das System Anzeichen akuter Selbstgefährdung erkennt. Mitlesen können Eltern die Unterhaltungen nicht. Seit August 2026 firmiert das Angebot für 13- bis 17-Jährige weltweit als eigenes «ChatGPT-Erlebnis für Jugendliche» mit zusätzlichen, über die Kindersicherung steuerbaren Funktionen wie einem Lernmodus (Study Mode) für Hausaufgaben. Seit Januar 2026 rollt OpenAI in den USA zusätzlich eine Altersschätzung aus, die vermutet minderjährige Konten automatisch in diese geschützte Jugend-Erfahrung versetzt; in der EU startete das laut OpenAI erst Ende August 2026, eine Schweizer Angabe dazu fehlt bislang.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von KI-Chatbots in der Schweiz. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von OpenAI, keine Schweizer Rechtsvorschrift. Auch die Pflicht zur Elterneinwilligung für unter 18-Jährige stammt aus den AGB des Anbieters.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): regelt die Bearbeitung von Personendaten. Relevant, weil Chats sehr persönliche Angaben enthalten können und weil OpenAI Eingaben von Gratis-Konten standardmässig fürs Modelltraining verwenden kann.
- JSFVG ist nicht anwendbar: Das Bundesgesetz über den Jugendschutz bei Film und Videospielen erfasst KI-Chatbots nicht, ChatGPT ist weder Game noch Film-Streaming.
Wichtig ist die Trennung: Erstens gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Altersvorschrift für KI-Chatbots; ein von Schweizer Jugendpsychiatern gefordertes Verbot für unter 16-Jährige ist eine Forderung, kein geltendes Recht. Zweitens ist das Mindestalter 13 eine Vertragsbedingung von OpenAI. Drittens gilt für den Umgang mit den eingegebenen Daten das revidierte Datenschutzgesetz. Der EU AI Act gilt in der Schweiz nicht direkt.