Internet ab etwa 9 nur begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Discord ist ein soziales Netzwerk mit offenen Servern, unmoderierten Direktnachrichten und Sprachchats mit Fremden, liegt also klar im Bereich der sozialen Netzwerke. Zusammen mit dem AGB-Alter von 13 heisst das: vor 13 kein eigenes Konto, ab 13 nur mit eingerichteten Schutzeinstellungen und Begleitung.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Discord kindersicher einstellen
Chat-, Sprach- und Videoplattform, ursprünglich aus der Gaming-Welt.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
In Chats, Foren und Online-Games können Erwachsene leicht und anonym Kontakt zu Kindern aufnehmen (Cybergrooming). Eltern sollen Profile gemeinsam einrichten, besprechen, mit wem das Kind private Nachrichten austauschen darf, und vereinbaren, dass auf Nachrichten Unbekannter nicht geantwortet und übergriffiges Verhalten blockiert und gemeldet wird.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Täter nutzen soziale Netzwerke und Games, um Vertrauen zu Kindern aufzubauen. Laut JAMES-Studie haben rund 30 Prozent der 16- bis 17-Jährigen schon mindestens einmal Cybergrooming erlebt. Pro Juventute empfiehlt, Privatsphäre-Einstellungen so restriktiv wie möglich zu setzen und Kinder zu sensibilisieren, nichts Privates preiszugeben.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Direktnachrichten von Serverfremden filtern (Nachrichtenanfragen) Wichtig
Sorgt dafür, dass Nachrichten von Personen, mit denen das Kind nicht befreundet ist, nicht direkt im Posteingang landen, sondern zuerst in einem separaten Anfrage-Ordner. Das ist die wichtigste Bremse gegen ungebetene Kontaktversuche durch Fremde.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit» (Privacy & Safety)
- Wähle bei «Direktnachrichten-Filter» die strengste Stufe «Direktnachrichten von allen filtern», mindestens aber «Direktnachrichten von Nicht-Freunden filtern»
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Wähle bei «Direktnachrichten-Filter» die strengste Stufe «Direktnachrichten von allen filtern», mindestens «Direktnachrichten von Nicht-Freunden filtern»
- Melde dich auf discord.com an
- Klicke unten links auf die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle den «Direktnachrichten-Filter» auf die strengste Stufe «Direktnachrichten von allen filtern»
- Klicke in der Discord-App unten links auf die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle den «Direktnachrichten-Filter» auf die strengste Stufe «Direktnachrichten von allen filtern»
So prüfst du es: Unter «Privatsphäre und Sicherheit» steht der «Direktnachrichten-Filter» auf der gewählten Stufe; Nachrichten von Fremden landen neu im Ordner «Nachrichtenanfragen» und lassen sich dort ablehnen, ohne dass der Absender es sieht.
Bei Teen-Konten ist der Filter für Nicht-Freunde standardmässig aktiv. Wichtig: Der Filter verhindert Nachrichten nicht, er sortiert sie nur vor. Zusätzlich die Direktnachrichten von Servermitgliedern deaktivieren (eigene Einstellung unten). Bezeichnungen können je nach Sprache und Version abweichen.
2 Direktnachrichten von Servermitgliedern deaktivieren Wichtig
Verhindert, dass beliebige Mitglieder gemeinsamer Server dem Kind private Nachrichten schicken können. Auf grossen, offenen Servern sind das oft Tausende Fremde. Nach der Umstellung können nur noch bestätigte Freunde Direktnachrichten senden.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Deaktiviere den Schalter «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben»
- Bestätige beim Hinweis, dass die Einstellung auch für bestehende Server gelten soll
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Deaktiviere den Schalter «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben»
- Bestätige, dass die Einstellung für alle bestehenden Server übernommen wird
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Deaktiviere «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben»
- Bestätige die Übernahme für bestehende Server
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Deaktiviere «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben»
- Bestätige die Übernahme für bestehende Server
So prüfst du es: Der Schalter bei «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben» steht auf Aus; nur noch bestätigte Freunde können dem Kind Direktnachrichten senden.
Die Einstellung lässt sich zusätzlich pro Server setzen: Servernamen antippen bzw. anklicken, dann Privatsphäre-Einstellungen und dort Direktnachrichten deaktivieren. Das ist nützlich, wenn Nachrichten aus dem privaten Klassen- oder Vereinsserver erlaubt bleiben sollen, aus grossen öffentlichen Servern aber nicht.
3 Filter für sensible Medieninhalte auf Blockieren stellen Wichtig
Lässt Discord Bilder und Videos, die als sexuell explizit erkannt werden, blockieren oder unkenntlich machen, bevor das Kind sie sieht. Wirkt in Direktnachrichten und auf Servern.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Gehe zum Abschnitt «Sensible Medieninhalte»
- Wähle bei Direktnachrichten von Fremden «Blockieren» (nicht nur «Weichzeichnen»)
- Wähle auch bei Servermitgliedern «Blockieren»
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Öffne den Abschnitt «Sensible Medieninhalte»
- Stelle alle Kategorien auf «Blockieren»
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Öffne den Abschnitt «Sensible Medieninhalte»
- Stelle alle Kategorien auf «Blockieren»
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
- Öffne den Abschnitt «Sensible Medieninhalte»
- Stelle alle Kategorien auf «Blockieren»
So prüfst du es: Im Abschnitt «Sensible Medieninhalte» stehen alle Kategorien auf «Blockieren».
Bei Konten von Minderjährigen sind die Filter standardmässig aktiv und lassen sich mit den neuen Teen-Standardeinstellungen nicht mehr ganz abschalten; erst eine Altersprüfung als erwachsen gibt das frei. Der Filter erkennt nicht alles: Gewalt, Extremismus und Text-Inhalte erfasst er kaum. Als 18+ markierte Server und Kanäle bleiben für Minderjährige zusätzlich gesperrt, sofern das Geburtsdatum korrekt angegeben ist.
4 Freundschaftsanfragen einschränken Wichtig
Legt fest, wer dem Kind Freundschaftsanfragen schicken darf. Je enger die Einstellung, desto schwerer können Fremde eine direkte Verbindung aufbauen, denn Freunde dürfen immer Direktnachrichten senden und sehen mehr vom Profil.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Freundschaftsanfragen» (Friend Requests)
- Deaktiviere «Jeder»
- Deaktiviere je nach gewünschter Strenge auch «Servermitglieder»
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Freundschaftsanfragen»
- Deaktiviere «Jeder»
- Deaktiviere bei Bedarf auch «Servermitglieder»
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Freundschaftsanfragen»
- Deaktiviere «Jeder»
- Deaktiviere bei Bedarf auch «Servermitglieder»
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Freundschaftsanfragen»
- Deaktiviere «Jeder»
- Deaktiviere bei Bedarf auch «Servermitglieder»
So prüfst du es: Unter «Freundschaftsanfragen» steht der Schalter bei «Jeder» auf Aus.
Sind «Jeder» und «Servermitglieder» deaktiviert, können nur noch Freunde von Freunden Anfragen senden. Mit dem Kind vereinbaren, dass es nur Anfragen von Personen annimmt, die es aus dem echten Leben kennt. Discord zeigt bei Teen-Konten zusätzlich Warnhinweise bei Anfragen von unbekannten Nutzenden an.
5 Family Center einrichten (Eltern-Monitoring) Wichtig
Verbindet das Elternkonto mit dem Konto des Jugendlichen. Eltern sehen danach, mit wem das Kind zuletzt geschrieben oder telefoniert hat, welchen Servern es beigetreten ist und welche Freunde neu dazugekommen sind, inklusive wöchentlicher E-Mail-Zusammenfassung. Nachrichteninhalte sehen Eltern bewusst nicht.
Das brauchst du: Beide Handys zur Hand · Ein eigenes Discord-Konto für dich als Elternteil · Das Einverständnis deines Kindes
- Erstelle dir ein eigenes Discord-Konto, falls du noch keines hast
- Öffne die Discord-App auf deinem Handy
- Tippe unten rechts auf dein Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Family Center»
- Aktiviere das Family Center
- Wähle «Verbinden» bzw. «QR-Code scannen»
- Öffne auf dem Handy deines Kindes «Einstellungen»›«Family Center»
- Lass dein Kind dort den eigenen QR-Code anzeigen
- Scanne den QR-Code mit deinem Handy
- Lass dein Kind die Verknüpfungsanfrage bestätigen
- Erstelle dir ein eigenes Discord-Konto, falls du noch keines hast
- Öffne die Discord-App auf deinem Handy
- Tippe unten rechts auf dein Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Family Center»
- Aktiviere das Family Center
- Öffne auf dem Handy deines Kindes «Einstellungen»›«Family Center»
- Lass dein Kind dort den eigenen QR-Code anzeigen
- Scanne den QR-Code mit deinem Handy
- Lass dein Kind die Verknüpfungsanfrage bestätigen
- Nimm die Einrichtung mit QR-Code in der mobilen App vor. Im Browser ist sie nicht möglich
- Öffne nach der Verknüpfung die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Family Center»
- Prüfe dort den Aktivitäts-Feed (neue Freunde, Server, kontaktierte Nutzende)
- Nimm die Einrichtung mit QR-Code in der mobilen App vor
- Öffne nach der Verknüpfung die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Family Center»
- Prüfe dort den Aktivitäts-Feed
So prüfst du es: Im «Family Center» erscheint das Konto deines Kindes mit dem Aktivitäts-Feed, und du erhältst die wöchentliche E-Mail-Zusammenfassung.
Beide Seiten brauchen für die Einrichtung die Mobil-App, und der Teenager muss zustimmen und kann die Verknüpfung jederzeit wieder lösen. Das Family Center ist Information, keine Fernsteuerung: Discord hat 2025 zwar erste Eltern-Steuerungen ergänzt (etwa den Filter für sensible Inhalte anpassen), die meisten Schutzeinstellungen müssen aber direkt am Konto des Kindes gesetzt werden. Umfang der steuerbaren Einstellungen vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.
6 Profil-Privatsphäre: Aktivitätsstatus und Freundesliste verbergen Wichtig
Reduziert, was Fremde über das Kind erfahren. Der Aktivitätsstatus zeigt sonst allen, welches Spiel das Kind gerade spielt und dass es online ist, was Anknüpfungspunkte für gezielte Kontaktaufnahme liefert.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Aktivitätsstatus»
- Deaktiviere «Aktuelle Aktivität teilen»
- Gehe zurück und öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe
- Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Aktivitätsstatus»
- Deaktiviere «Aktuelle Aktivität teilen»
- Gehe zurück und öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Aktivitätsstatus»
- Deaktiviere «Aktuelle Aktivität teilen»
- Öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe
- Öffne die «Benutzereinstellungen» (Zahnrad)
- Wähle «Aktivitätsstatus»
- Deaktiviere «Aktuelle Aktivität teilen»
- Öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
- Stelle die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe
So prüfst du es: Der Schalter bei «Aktuelle Aktivität teilen» steht auf Aus, und unter «Privatsphäre und Sicherheit» ist die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe gestellt.
Zusätzlich mit dem Kind das Profil durchgehen: kein echter Name, kein erkennbares Foto, kein Alter oder Wohnort im Profiltext oder im Benutzernamen.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzDiscord ist eine Kommunikationsplattform, die Text-, Sprach- und Videochat verbindet und ursprünglich aus der Gaming-Szene stammt. Nutzerinnen und Nutzer organisieren sich in sogenannten Servern mit Themenkanälen, dazu kommen Direktnachrichten und Gruppenchats. Ein Konto setzt laut Nutzungsbedingungen mindestens 13 Jahre voraus (in einzelnen Ländern mehr). Discord ist gratis, das Abo Nitro ist optional. Wichtig: Discord hat keine klassische Kindersicherung. Das Family Center informiert Eltern über Aktivitäten (mit wem das Kind schreibt, welche Server es nutzt), zeigt aber keine Nachrichteninhalte. Seit 2026 führt Discord weltweit Teen-Standardeinstellungen ein: sensible Inhalte werden für Minderjährige gefiltert, 18+-Bereiche sind gesperrt, und bestimmte Einstellungen lassen sich erst nach einer Altersprüfung ändern. Wird ein Konto als unter 13 gemeldet, sperrt Discord es bis zum Altersnachweis.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Discord, keine Schweizer Rechtsvorschrift. Für Messenger und soziale Netzwerke kennt die Schweiz kein gesetzliches Mindestalter.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): regelt die Bearbeitung von Personendaten. Relevant, weil Discord Nachrichteninhalte unverschlüsselt speichert und für die Altersprüfung Gesichts- oder Ausweisdaten über Drittanbieter verarbeiten will.
- StGB Art. 197 (Pornografie) und Art. 187 (sexuelle Handlungen mit Kindern): strafrechtlich relevant bei NSFW-Inhalten gegenüber Minderjährigen und bei Cybergrooming, unabhängig von der Plattform.
Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 1.1.2025) erfasst Discord nicht direkt, weil Discord weder ein Videospiel noch ein Film-Streamingdienst ist, sondern ein Kommunikationsdienst. Es gibt darum keine PEGI- oder FSK-Kennzeichnung für Discord selbst. Massgebend sind die AGB des Anbieters (13 Jahre) und die Empfehlungen der Schweizer Fachstellen, nicht ein Gesetz.