Discord kindersicher einstellen

Chat-, Sprach- und Videoplattform, ursprünglich aus der Gaming-Welt.

Discord Inc. · iOS, Android, Web, PC
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 16 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Internet ab etwa 9 nur begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Discord ist ein soziales Netzwerk mit offenen Servern, unmoderierten Direktnachrichten und Sprachchats mit Fremden, liegt also klar im Bereich der sozialen Netzwerke. Zusammen mit dem AGB-Alter von 13 heisst das: vor 13 kein eigenes Konto, ab 13 nur mit eingerichteten Schutzeinstellungen und Begleitung.

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Jugend und Medien (sexuelle Übergriffe im Netz)

In Chats, Foren und Online-Games können Erwachsene leicht und anonym Kontakt zu Kindern aufnehmen (Cybergrooming). Eltern sollen Profile gemeinsam einrichten, besprechen, mit wem das Kind private Nachrichten austauschen darf, und vereinbaren, dass auf Nachrichten Unbekannter nicht geantwortet und übergriffiges Verhalten blockiert und gemeldet wird.

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Pro Juventute (Cybergrooming)

Täter nutzen soziale Netzwerke und Games, um Vertrauen zu Kindern aufzubauen. Laut JAMES-Studie haben rund 30 Prozent der 16- bis 17-Jährigen schon mindestens einmal Cybergrooming erlebt. Pro Juventute empfiehlt, Privatsphäre-Einstellungen so restriktiv wie möglich zu setzen und Kinder zu sensibilisieren, nichts Privates preiszugeben.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Direktnachrichten von Serverfremden filtern (Nachrichtenanfragen) Wichtig

Sorgt dafür, dass Nachrichten von Personen, mit denen das Kind nicht befreundet ist, nicht direkt im Posteingang landen, sondern zuerst in einem separaten Anfrage-Ordner. Das ist die wichtigste Bremse gegen ungebetene Kontaktversuche durch Fremde.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto

  1. Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Wähle «Privatsphäre und Sicherheit» (Privacy & Safety)
  4. Wähle bei «Direktnachrichten-Filter» die strengste Stufe «Direktnachrichten von allen filtern», mindestens aber «Direktnachrichten von Nicht-Freunden filtern»

So prüfst du es: Unter «Privatsphäre und Sicherheit» steht der «Direktnachrichten-Filter» auf der gewählten Stufe; Nachrichten von Fremden landen neu im Ordner «Nachrichtenanfragen» und lassen sich dort ablehnen, ohne dass der Absender es sieht.

Bei Teen-Konten ist der Filter für Nicht-Freunde standardmässig aktiv. Wichtig: Der Filter verhindert Nachrichten nicht, er sortiert sie nur vor. Zusätzlich die Direktnachrichten von Servermitgliedern deaktivieren (eigene Einstellung unten). Bezeichnungen können je nach Sprache und Version abweichen.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026
2 Direktnachrichten von Servermitgliedern deaktivieren Wichtig

Verhindert, dass beliebige Mitglieder gemeinsamer Server dem Kind private Nachrichten schicken können. Auf grossen, offenen Servern sind das oft Tausende Fremde. Nach der Umstellung können nur noch bestätigte Freunde Direktnachrichten senden.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto

  1. Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
  4. Deaktiviere den Schalter «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben»
  5. Bestätige beim Hinweis, dass die Einstellung auch für bestehende Server gelten soll

So prüfst du es: Der Schalter bei «Direktnachrichten von Servermitgliedern erlauben» steht auf Aus; nur noch bestätigte Freunde können dem Kind Direktnachrichten senden.

Die Einstellung lässt sich zusätzlich pro Server setzen: Servernamen antippen bzw. anklicken, dann Privatsphäre-Einstellungen und dort Direktnachrichten deaktivieren. Das ist nützlich, wenn Nachrichten aus dem privaten Klassen- oder Vereinsserver erlaubt bleiben sollen, aus grossen öffentlichen Servern aber nicht.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026
3 Filter für sensible Medieninhalte auf Blockieren stellen Wichtig

Lässt Discord Bilder und Videos, die als sexuell explizit erkannt werden, blockieren oder unkenntlich machen, bevor das Kind sie sieht. Wirkt in Direktnachrichten und auf Servern.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto

  1. Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Wähle «Privatsphäre und Sicherheit»
  4. Gehe zum Abschnitt «Sensible Medieninhalte»
  5. Wähle bei Direktnachrichten von Fremden «Blockieren» (nicht nur «Weichzeichnen»)
  6. Wähle auch bei Servermitgliedern «Blockieren»

So prüfst du es: Im Abschnitt «Sensible Medieninhalte» stehen alle Kategorien auf «Blockieren».

Bei Konten von Minderjährigen sind die Filter standardmässig aktiv und lassen sich mit den neuen Teen-Standardeinstellungen nicht mehr ganz abschalten; erst eine Altersprüfung als erwachsen gibt das frei. Der Filter erkennt nicht alles: Gewalt, Extremismus und Text-Inhalte erfasst er kaum. Als 18+ markierte Server und Kanäle bleiben für Minderjährige zusätzlich gesperrt, sofern das Geburtsdatum korrekt angegeben ist.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026
4 Freundschaftsanfragen einschränken Wichtig

Legt fest, wer dem Kind Freundschaftsanfragen schicken darf. Je enger die Einstellung, desto schwerer können Fremde eine direkte Verbindung aufbauen, denn Freunde dürfen immer Direktnachrichten senden und sehen mehr vom Profil.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto

  1. Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Wähle «Freundschaftsanfragen» (Friend Requests)
  4. Deaktiviere «Jeder»
  5. Deaktiviere je nach gewünschter Strenge auch «Servermitglieder»

So prüfst du es: Unter «Freundschaftsanfragen» steht der Schalter bei «Jeder» auf Aus.

Sind «Jeder» und «Servermitglieder» deaktiviert, können nur noch Freunde von Freunden Anfragen senden. Mit dem Kind vereinbaren, dass es nur Anfragen von Personen annimmt, die es aus dem echten Leben kennt. Discord zeigt bei Teen-Konten zusätzlich Warnhinweise bei Anfragen von unbekannten Nutzenden an.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026
5 Family Center einrichten (Eltern-Monitoring) Wichtig

Verbindet das Elternkonto mit dem Konto des Jugendlichen. Eltern sehen danach, mit wem das Kind zuletzt geschrieben oder telefoniert hat, welchen Servern es beigetreten ist und welche Freunde neu dazugekommen sind, inklusive wöchentlicher E-Mail-Zusammenfassung. Nachrichteninhalte sehen Eltern bewusst nicht.

Das brauchst du: Beide Handys zur Hand · Ein eigenes Discord-Konto für dich als Elternteil · Das Einverständnis deines Kindes

  1. Erstelle dir ein eigenes Discord-Konto, falls du noch keines hast
  2. Öffne die Discord-App auf deinem Handy
  3. Tippe unten rechts auf dein Profilbild
  4. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  5. Wähle «Family Center»
  6. Aktiviere das Family Center
  7. Wähle «Verbinden» bzw. «QR-Code scannen»
  8. Öffne auf dem Handy deines Kindes «Einstellungen»«Family Center»
  9. Lass dein Kind dort den eigenen QR-Code anzeigen
  10. Scanne den QR-Code mit deinem Handy
  11. Lass dein Kind die Verknüpfungsanfrage bestätigen

So prüfst du es: Im «Family Center» erscheint das Konto deines Kindes mit dem Aktivitäts-Feed, und du erhältst die wöchentliche E-Mail-Zusammenfassung.

Beide Seiten brauchen für die Einrichtung die Mobil-App, und der Teenager muss zustimmen und kann die Verknüpfung jederzeit wieder lösen. Das Family Center ist Information, keine Fernsteuerung: Discord hat 2025 zwar erste Eltern-Steuerungen ergänzt (etwa den Filter für sensible Inhalte anpassen), die meisten Schutzeinstellungen müssen aber direkt am Konto des Kindes gesetzt werden. Umfang der steuerbaren Einstellungen vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026
6 Profil-Privatsphäre: Aktivitätsstatus und Freundesliste verbergen Wichtig

Reduziert, was Fremde über das Kind erfahren. Der Aktivitätsstatus zeigt sonst allen, welches Spiel das Kind gerade spielt und dass es online ist, was Anknüpfungspunkte für gezielte Kontaktaufnahme liefert.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Discord-Konto

  1. Tippe in der Discord-App unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Wähle «Aktivitätsstatus»
  4. Deaktiviere «Aktuelle Aktivität teilen»
  5. Gehe zurück und öffne «Privatsphäre und Sicherheit»
  6. Stelle die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe

So prüfst du es: Der Schalter bei «Aktuelle Aktivität teilen» steht auf Aus, und unter «Privatsphäre und Sicherheit» ist die Sichtbarkeit von Freundesliste und gemeinsamen Servern auf die engste Stufe gestellt.

Zusätzlich mit dem Kind das Profil durchgehen: kein echter Name, kein erkennbares Foto, kein Alter oder Wohnort im Profiltext oder im Benutzernamen.

Quelle: support.discord.com geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Vor 13 klar Nein sagen und erklären warum
Discord erlaubt Konten erst ab 13, und anders als bei kindgerechten Plattformen gibt es keine geschützte Kinderumgebung. Wenn das Kind Discord für ein Game-Team oder die Klasse will, gemeinsam Alternativen prüfen oder die Nutzung auf einen privaten, bekannten Server über das Elterngerät beschränken, bis das Alter passt.
Über Kontaktversuche von Fremden sprechen
Auf offenen Servern und im Sprachchat kommt das Kind schnell mit Unbekannten in Kontakt, Direktnachrichten werden nicht durchgehend moderiert. Vereinbaren: keine persönlichen Daten, keine Fotos, nichts Privates an Online-Bekanntschaften, und bei komischen Nachrichten sofort den Eltern zeigen, ohne Angst vor Vorwürfen. Das ist der wichtigste Schutz gegen Cybergrooming.
Gemeinsam entscheiden, welche Server in Ordnung sind
Server betritt man über Einladungslinks, die überall kursieren. Zusammen anschauen, auf welchen Servern das Kind ist, wer sie betreibt und ob sie moderiert sind. Faustregel: private Server mit bekannten Personen ja, grosse anonyme Server nur nach gemeinsamem Blick darauf.
Über verstörende und extremistische Inhalte reden
Auf schlecht moderierten Servern kursieren auch drastische, pornografische oder extremistische Inhalte, teils als vermeintliche Witze und Memes verpackt. Dem Kind sagen, dass es solche Inhalte melden und blockieren darf und soll, und dass es damit jederzeit zu den Eltern kommen kann.
Warnzeichen ernst nehmen
Hellhörig werden, wenn das Kind plötzlich verheimlicht, mit wem es schreibt, spät nachts im Sprachchat ist, unerwartet Geschenke oder Game-Codes erhält oder eine neue Online-Freundschaft sehr schnell sehr eng wird und geheim bleiben soll. Das sind typische Muster von Grooming.

Gut zu wissen

Discord hat keine klassische Kindersicherung
Anders als etwa bei Roblox oder Nintendo gibt es keine Eltern-PIN und kaum Fernsteuerung. Das Family Center informiert Eltern über Aktivitäten, aber die meisten Schutzeinstellungen muss man direkt am Konto des Kindes setzen, und das Kind kann sie technisch selbst wieder ändern.
Was tun: Einstellungen gemeinsam mit dem Kind setzen und als Familienregel vereinbaren statt heimlich konfigurieren. Beim monatlichen Check kurz gemeinsam prüfen, ob alles noch stimmt.
Offene Server: Einladungslink genügt
Jeder kann Server erstellen, und öffentliche Einladungslinks kursieren in Games, auf YouTube und TikTok. Auf grossen Servern trifft das Kind auf Tausende Unbekannte, die Moderationsqualität hängt allein von den freiwilligen Betreibern ab.
Was tun: Regel vereinbaren: Neuen Servern nur nach Absprache beitreten. Im Family Center wöchentlich schauen, welche Server dazugekommen sind.
Direktnachrichten sind privat und kaum moderiert
Direktnachrichten laufen ausserhalb der Server-Moderation und sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber auch nicht systematisch überwacht. Genau hier verlagern Groomer den Kontakt hin, nachdem sie ein Kind auf einem Server angesprochen haben.
Was tun: Server-DMs deaktivieren, Nachrichtenanfragen-Filter auf die strengste Stufe stellen und dem Kind zeigen, wie man Nutzende meldet und blockiert.
Altersangabe ist bisher leicht zu umgehen
Das Mindestalter 13 wird bei der Registrierung nur per Selbstangabe des Geburtsdatums geprüft. Discord führt seit 2026 weltweit Teen-Standardeinstellungen und schrittweise eine Altersprüfung ein (Gesichts-Altersschätzung oder Ausweis, laut Anbieter primär für den Zugang zu 18+-Inhalten); der globale Rollout wurde auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben.
Was tun: Beim Erstellen des Kontos das echte Geburtsdatum eintragen lassen. Nur so greifen die automatischen Teen-Schutzmechanismen (Inhaltsfilter, gesperrte 18+-Bereiche, DM-Filter). Ein zu hohes Fake-Alter hebelt den ganzen Schutz aus.
NSFW- und extremistische Inhalte existieren auf der Plattform
Es gibt als 18+ markierte Server und Kanäle, und auf schlecht moderierten Servern kursieren auch pornografische, gewalthaltige oder extremistische Inhalte, oft als Memes getarnt. Fachstellen wie der Spieleratgeber NRW empfehlen darum eine bewusste Abwägung und aktive Begleitung statt Verharmlosung.
Was tun: Inhaltsfilter auf Blockieren stellen, korrektes Geburtsdatum sicherstellen (sperrt 18+-Bereiche) und mit dem Kind besprechen, was es bei verstörenden Inhalten tut: melden, blockieren, den Eltern zeigen.
Family Center braucht das Einverständnis des Teenagers
Die Verknüpfung funktioniert nur, wenn der oder die Jugendliche den QR-Code teilt und zustimmt, und sie kann jederzeit wieder gelöst werden. Eltern sehen Kontakte, Server und Anruf-Aktivität, aber bewusst keine Nachrichteninhalte.
Was tun: Das Family Center als gemeinsame Abmachung einführen (Bedingung für die Nutzung), nicht als Überwachung. Die wöchentliche E-Mail-Zusammenfassung als Anlass für Gespräche nutzen, nicht für Kontrollen im Minutentakt.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Discord ist eine Kommunikationsplattform, die Text-, Sprach- und Videochat verbindet und ursprünglich aus der Gaming-Szene stammt. Nutzerinnen und Nutzer organisieren sich in sogenannten Servern mit Themenkanälen, dazu kommen Direktnachrichten und Gruppenchats. Ein Konto setzt laut Nutzungsbedingungen mindestens 13 Jahre voraus (in einzelnen Ländern mehr). Discord ist gratis, das Abo Nitro ist optional. Wichtig: Discord hat keine klassische Kindersicherung. Das Family Center informiert Eltern über Aktivitäten (mit wem das Kind schreibt, welche Server es nutzt), zeigt aber keine Nachrichteninhalte. Seit 2026 führt Discord weltweit Teen-Standardeinstellungen ein: sensible Inhalte werden für Minderjährige gefiltert, 18+-Bereiche sind gesperrt, und bestimmte Einstellungen lassen sich erst nach einer Altersprüfung ändern. Wird ein Konto als unter 13 gemeldet, sperrt Discord es bis zum Altersnachweis.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Discord, keine Schweizer Rechtsvorschrift. Für Messenger und soziale Netzwerke kennt die Schweiz kein gesetzliches Mindestalter.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): regelt die Bearbeitung von Personendaten. Relevant, weil Discord Nachrichteninhalte unverschlüsselt speichert und für die Altersprüfung Gesichts- oder Ausweisdaten über Drittanbieter verarbeiten will.
  • StGB Art. 197 (Pornografie) und Art. 187 (sexuelle Handlungen mit Kindern): strafrechtlich relevant bei NSFW-Inhalten gegenüber Minderjährigen und bei Cybergrooming, unabhängig von der Plattform.

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 1.1.2025) erfasst Discord nicht direkt, weil Discord weder ein Videospiel noch ein Film-Streamingdienst ist, sondern ein Kommunikationsdienst. Es gibt darum keine PEGI- oder FSK-Kennzeichnung für Discord selbst. Massgebend sind die AGB des Anbieters (13 Jahre) und die Empfehlungen der Schweizer Fachstellen, nicht ein Gesetz.