EA Sports FC (ehemals FIFA) kindersicher einstellen

Jährlich neue Fussball-Simulation von EA (früher FIFA).

Electronic Arts · PC, Konsole (PlayStation, Xbox, Nintendo Switch)
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 6 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 16 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Eigene Spielkonsole nicht vor 6, Internet ab etwa 9 nur begleitet, soziale Online-Aktivitäten ab etwa 12. Offline-Fussball gegen Familienmitglieder ist inhaltlich unproblematisch (PEGI 3); Online-Modi und vor allem Ultimate Team mit Kaufdruck und Zufallspacks gehören in den Bereich, der Begleitung und klare Regeln ab etwa 12 verlangt.

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Pro Juventute (Ratgeber Lootboxen und Kostenfallen)

Pro Juventute vergleicht das Pack-Prinzip in FIFA/EA Sports FC wegen des grossen Zufallsfaktors mit Glücksspiel, das für Minderjährige nicht zugänglich sein dürfte. Empfehlung: bei unter 12-Jährigen auf Games mit Lootboxen verzichten oder In-Game-Käufe deaktivieren, Käufe nur mit PIN/Passwort der Eltern, Prepaid-Karten statt hinterlegter Kreditkarte und ein gemeinsam vereinbartes Game-Budget.

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JAMES-/MIKE-Studien (ZHAW)

Die Fussball-Simulation FIFA bzw. EA Sports FC gehört seit Jahren zu den meistgespielten Games der Schweizer Kinder (MIKE, 6-13) und Jugendlichen (JAMES, 12-19), besonders bei Jungen; 2024 führen Brawl Stars, Fortnite und Minecraft die Liste an. Gratis- und In-Game-Kauf-Modelle prägen den Alltag, entsprechend früh treffen Kinder auf die Ultimate-Team-Kaufmechanik.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 6 erledigt
1 EA-Konto mit korrektem Geburtsdatum als Kinder- oder Teen-Konto führen Wichtig

Grundlage für alle EA-seitigen Schutzmechanismen. Nur wenn das echte Geburtsdatum hinterlegt ist, greifen die Automatiken: Unter dem Zustimmungsalter wird das Konto als eingeschränktes Kinderkonto geführt (keine sozialen Funktionen, keine Ausgaben), von 13 bis 17 als Teen-Konto mit Ausgabenlimit 0.

Das brauchst du: Ein Gerät mit Webbrowser · Eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, auf die du als Elternteil Zugriff behältst · Das echte Geburtsdatum des Kindes

  1. Öffne ea.com, um das EA-Konto gemeinsam zu erstellen, oder myaccount.ea.com, um bei einem bestehenden Konto das hinterlegte Geburtsdatum zu prüfen
  2. Lege bei Kindern unter 13 das Konto selbst als Elternteil an. EA führt es dann automatisch als eingeschränktes Kinderkonto und holt deine Zustimmung ein
  3. Gib bei 13- bis 17-Jährigen das korrekte Geburtsdatum an
  4. Wähle E-Mail-Adresse und Passwort so, dass du als Elternteil Zugriff behältst
  5. Aktiviere die Anmeldebestätigung (Zwei-Faktor)

So prüfst du es: Unter myaccount.ea.com ist das echte Geburtsdatum des Kindes hinterlegt, und das Konto wird als Kinder- bzw. Teen-Konto geführt.

Viele Familien spielen EA Sports FC schlicht über das Konto eines Elternteils. Dann sind alle EA-Alterssicherungen (Ausgabenlimit 0, eingeschränkte soziale Funktionen) wirkungslos und hinterlegte Zahlungsmittel direkt erreichbar. Der genaue Ablauf der Kinderkonto-Erstellung liess sich nicht direkt auf help.ea.com verifizieren (Abruf blockiert) und stammt aus Suchresultaten; vor Veröffentlichung gegenprüfen.

Quelle: help.ea.com geprüft 04.07.2026
2 EA-Familienkonto einrichten und Ausgabenlimits setzen Wichtig

Verbindet das Teen-Konto des Kindes mit dem Elternkonto. Erst darüber lassen sich das standardmässige Ausgabenlimit von 0 bewusst steuern (getrennt für Spiele/Erweiterungen und In-Game-Inhalte wie FC Points), Spielzeitvorgaben machen und der wöchentliche Familien-Aktivitätsbericht per E-Mail aktivieren.

Das brauchst du: Die EA App auf einem PC · Dein eigenes EA-Konto als Elternteil · Die E-Mail-Adresse des Teen-EA-Kontos deines Kindes

Desktop
  1. Starte die EA App auf dem PC
  2. Melde dich mit deinem Eltern-Konto an
  3. Öffne das Menü oben links (☰ drei Striche)
  4. Wähle «Einstellungen»
  5. Öffne «Family Playtime» (Familien-Spielzeit)
  6. Scrolle zu «Family Management»
  7. Wähle «Add Teen Account»
  8. Gib die E-Mail-Adresse des Teen-EA-Kontos ein
  9. Sende die Einladung
  10. Lass dein Kind die Einladung bestätigen
  11. Lege danach die beiden Ausgabenlimits fest: eines für Spiele und Erweiterungen, eines für In-Game-Inhalte (FC Points). Belasse sie im Zweifel bei 0
  12. Setze die Spielzeit-Vorgaben für Wochentage und Wochenende

So prüfst du es: Unter «Family Management» erscheint das Teen-Konto deines Kindes mit den gesetzten Limits, und der wöchentliche «Family Activity Report» kommt automatisch per E-Mail.

Die Verwaltung läuft über die EA App auf dem PC, wirkt aber kontobasiert. Wichtige Lücke kennen: Das EA-Ausgabenlimit greift bei Käufen über EA. Kauft das Kind FC Points direkt im PlayStation Store, Microsoft Store oder Nintendo eShop, entscheiden die dortigen Familieneinstellungen. Sichere darum immer beide Ebenen ab (siehe Konsolen-Einstellung). Ob das EA-Limit Konsolen-Store-Käufe miterfasst, liess sich aus den Suchresultaten nicht abschliessend belegen.

Quelle: help.ea.com geprüft 04.07.2026
3 FC Playtime aktivieren: Limits für Spielzeit, Matches, Packs und FC Points Wichtig

Das eingebaute Kontrollwerkzeug von EA Sports FC zeigt, wie viel Zeit im Spiel steckt, wie viele Matches gespielt und wie viele Packs geöffnet sowie FC Points gekauft wurden. Für genau diese Werte lassen sich Wochenlimits setzen. Das wirkt direkt an der Lootbox-Mechanik von Ultimate Team an.

Das brauchst du: Das EA-Konto des Kindes mit Zugangsdaten · Zugang zum Spiel auf Konsole oder PC bzw. zur Companion- oder Web-App

  1. Lade die EA Sports FC Companion App
  2. Melde dich mit dem EA-Konto des Kindes an
  3. Öffne die Einstellungen
  4. Wähle den Punkt «Playtime»
  5. Aktiviere «Enable Playtime»
  6. Lege die Wochenlimits für Packs und FC Points fest

So prüfst du es: Unter «Playtime» werden Spielzeit, Matches, geöffnete Packs und gekaufte FC Points samt der gesetzten Wochenlimits angezeigt; beim Erreichen eines Limits erscheint eine Meldung.

Zwei Grenzen kennen: Erstens sind die Limits Erinnerungen im Konto des Kindes. Beim Erreichen erscheint eine Meldung, das Kind kann sie aber selbst wieder ändern, wenn es das Konto-Passwort kennt. FC Playtime ersetzt darum keine Eltern-Kontrolle, sondern macht das Verhalten sichtbar und zum Gesprächsanlass. Zweitens zählt Playtime nur Packs, die mit FC Points oder Münzen geöffnet wurden; Belohnungspacks (z. B. aus Squad Building Challenges) erscheinen nicht.

Quelle: help.ea.com geprüft 04.07.2026
4 Käufe auf Konsolen- und Store-Ebene absichern Wichtig

FC Points werden meist direkt über den PlayStation Store, Microsoft Store oder Nintendo eShop gekauft und umgehen damit die EA-Einstellungen. Die Familieneinstellungen der Konsole sind darum die wichtigste Sperre gegen ungewollte Ausgaben.

Das brauchst du: Zugriff auf das Eltern- bzw. Familienkonto der jeweiligen Plattform · Das Passwort bzw. die PIN des Elternkontos

  1. Nutze in der EA App das Familienkonto mit Ausgabenlimit
  2. Aktiviere bei Steam den Familienmodus mit PIN
  3. Hinterlege keine Kreditkarte im Konto des Kindes

So prüfst du es: Im Konto des Kindes ist kein Zahlungsmittel mehr hinterlegt, und ein Kauf im Store verlangt das Passwort bzw. die Freigabe der Eltern.

Genau über solche Store-Käufe entstehen die dokumentierten Kostenfallen: Beratungsstellen berichten von vier- bis fünfstelligen Beträgen durch In-Game-Käufe, und Pro Juventute empfiehlt ausdrücklich Prepaid-Lösungen und Passwort-Pflicht für jeden Kauf. Da EA Sports FC selbst Geld kostet, ist oft bereits ein Zahlungsmittel im Konto hinterlegt. Entferne es nach dem Spielkauf wieder.

Quelle: www.projuventute.ch geprüft 04.07.2026
5 Voice-Chat und Kommunikation mit Fremden einschränken Wichtig

In den Klub-Modi (Pro Clubs/Drop-in) und über Partys kann das Kind mit fremden Mitspielenden sprechen. Der Voice-Chat lässt sich im Spiel deaktivieren; auf Konsolen steuern zusätzlich die Familieneinstellungen der Plattform, ob das Kind überhaupt mit anderen kommunizieren darf. Diese Vorgaben übernimmt das EA-Spiel.

Das brauchst du: Zugriff auf die Familieneinstellungen der Konsole bzw. des PCs · Das Gerät, auf dem das Kind spielt

  1. Öffne im Spiel das EA-Connect-Menü
  2. Wähle unten den Chat-Bereich
  3. Wähle «Voice-Chat deaktivieren»
  4. Entziehe zusätzlich in den Windows-Einstellungen die Mikrofonberechtigung für das Spiel, wenn gar kein Sprachchat gewünscht ist

So prüfst du es: Im EA-Connect- bzw. Chat-Menü ist der Voice-Chat deaktiviert, und die Kommunikationssperre aus den Konsolen-Familieneinstellungen gilt auch im Spiel.

EA bestätigt offiziell: Wird die Kommunikation in den Konsolen-Familieneinstellungen abgeschaltet, gilt das auch im EA-Spiel. Bei Kinderkonten unter dem Zustimmungsalter sperrt EA soziale Funktionen von sich aus. In den klassischen Modi (Anstoss, Karriere, Ultimate Team gegen Fremde) gibt es keinen offenen Text-Chat mit Gegnern. Das Kontaktrisiko ist deutlich kleiner als bei Fortnite oder Roblox und konzentriert sich auf Klub-Modi und Plattform-Partys.

Quelle: help.ea.com geprüft 04.07.2026
6 Pack-Wahrscheinlichkeiten gemeinsam anschauen Wichtig

Keine Sperre, aber ein Aufklärungswerkzeug: EA zeigt im Ultimate-Team-Store für jedes Pack die Wahrscheinlichkeiten der Inhaltskategorien an. Wer mit dem Kind gemeinsam nachschaut, macht sichtbar, wie klein die Chance auf die Wunschkarte wirklich ist (oft unter 1 Prozent). Das ist das beste Gegenmittel gegen den Noch-ein-Pack-Sog.

Das brauchst du: EA Sports FC mit Zugang zu Ultimate Team · Zeit für ein gemeinsames Gespräch mit dem Kind

  1. Öffne in Ultimate Team den Store
  2. Wähle bei einem Pack «Pack-Wahrscheinlichkeiten anzeigen»
  3. Geh die Werte gemeinsam mit deinem Kind durch

So prüfst du es: Im Store werden für das gewählte Pack die Wahrscheinlichkeiten der Inhaltskategorien in Prozent angezeigt.

Die angezeigten Prozentwerte gelten für Kategorien (z. B. Spieler mit Gesamtwertung 90+), nicht für einzelne Karten. Die Chance auf eine bestimmte Wunschkarte ist laut EA oft deutlich unter 1 Prozent. Die Werte ändern sich mit jedem Content-Update.

Quelle: www.ea.com geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Über Packs und die Nähe zum Glücksspiel sprechen
Packs funktionieren wie Lose: Man zahlt, ohne zu wissen, was drin ist, und die Wunschkarte ist extrem selten. Pro Juventute vergleicht das Prinzip ausdrücklich mit Glücksspiel, Belgien hat den Verkauf von FIFA Points deshalb gestoppt. Dem Kind die Mechanik altersgerecht erklären (seltene Belohnung in Aussicht, fast immer Enttäuschung) und gemeinsam die Pack-Wahrscheinlichkeiten im Store anschauen.
Über FC Points, Budget und sozialen Druck sprechen
In Ultimate Team entsteht Druck, mit Geld nachzuhelfen: Wer gute Karten hat, gewinnt eher, und in der Schule wird verglichen, wer welches Team hat. Ein festes Game-Budget vereinbaren (z. B. Guthabenkarte statt Kreditkarte), klarmachen, dass gekaufte Packs meist Verlustgeschäfte sind, und besprechen, dass ein starkes Team auch spielend (über Münzen und Belohnungen) aufgebaut werden kann.
Über den Jahres-Zyklus sprechen
Jeden Herbst erscheint ein neues EA Sports FC, und das mühsam aufgebaute (oder teuer bezahlte) Ultimate Team verliert seinen Wert, weil es nicht ins neue Spiel übernommen wird. Vor dem Kauf des neuen Teils gemeinsam bilanzieren: Wie viel Zeit und Geld steckt im alten Team, und lohnt sich das Investieren in Packs, wenn alles nach einem Jahr wieder bei null beginnt?
Über Frust, Toxizität und Pausen sprechen
Online-Partien in Ultimate Team und Pro Clubs sind kompetitiv; Niederlagen in letzter Minute, provozierendes Jubeln der Gegner und ruppiger Ton im Klub-Voice-Chat gehören dazu. Besprechen, wie sich Frust anfühlt, wann ein Controller besser zur Seite gelegt wird und dass Beleidigungen gemeldet und stummgeschaltet werden können.
Über Coin-Seller und Konto-Betrug sprechen
Angebote für billige Ultimate-Team-Münzen oder geschenkte FC Points ausserhalb des Spiels sind Betrug oder verstossen gegen die EA-Regeln. Es drohen Phishing, Kontodiebstahl und die Sperrung des Kontos. Vereinbart, dass Login-Daten nie weitergegeben werden, und aktiviert die Anmeldebestätigung (Zwei-Faktor) fürs EA-Konto gemeinsam.

Gut zu wissen

PEGI 3 heisst nicht unbedenklich
EA Sports FC 26 trägt PEGI 3, weil die Kennzeichnung nur den Inhalt bewertet (keine Gewalt, keine Angst-Szenen). Kaufdruck und Lootbox-Mechanik flossen bisher nicht in die Altersstufe ein, nur in den Zusatzhinweis In-Game-Käufe inklusive zufälliger Objekte. Genau das ändert PEGI: Ab Juni 2026 erhalten neu eingereichte Spiele mit bezahlten Zufallsobjekten standardmässig mindestens PEGI 16. Der nächste FC-Teil dürfte also deutlich höher eingestuft werden.
Was tun: Die 3 nicht als Freigabe für Kleinkinder lesen. Für die Familienentscheidung zählt Ultimate Team: Wer das Spiel einem Kind gibt, gibt ihm auch den Pack-Shop. Beim Erscheinen von FC 27 auf die neue PEGI-Einstufung achten.
Packs sind Lootboxen und rechtlich umstritten
Ultimate-Team-Packs sind der bekannteste Lootbox-Fall überhaupt: Belgien stufte sie als Glücksspiel ein, worauf EA dort 2019 den Verkauf von FIFA Points einstellte. In den Niederlanden kassierte das oberste Verwaltungsgericht eine Millionenbusse zwar wieder, die Debatte läuft aber europaweit. In der Schweiz ist die Einordnung unter das Geldspielgesetz ungeklärt und politisch hängig.
Was tun: Nicht auf den Gesetzgeber warten: Kaufsperren auf Konsolen-Ebene setzen, FC-Playtime-Limits nutzen und die Mechanik mit dem Kind besprechen, wie es Pro Juventute empfiehlt.
Ausgabenlimit 0 bremst Teen-Konten
EA-Konten von 13- bis 17-Jährigen können standardmässig nichts ausgeben; das Limit lässt sich nur ändern, wenn Eltern das Konto in ihr EA-Familienkonto aufnehmen und es aktiv erhöhen. Die Bremse wirkt aber nur, wenn das Kind wirklich mit einem Teen-Konto und nicht mit dem Konto eines Elternteils spielt.
Was tun: Prüfen, mit welchem EA-Konto zu Hause gespielt wird. Falls es das Elternkonto ist: eigenes Teen-Konto fürs Kind anlegen und den Spielstand-Neustart als Preis für den besseren Schutz akzeptieren.
FC Playtime muss man aktiv einschalten
Das Kontroll- und Limit-Werkzeug FC Playtime ist standardmässig deaktiviert und muss im Spiel unter Datenschutz-Einstellungen (Playtime-Nutzungsdaten teilen) eingeschaltet werden. Die Limits sind zudem Erinnerungen, keine harten Sperren, und Belohnungspacks werden nicht mitgezählt.
Was tun: FC Playtime gemeinsam mit dem Kind aktivieren und die Wochenwerte regelmässig zusammen anschauen. Sie sollen als Gesprächsgrundlage dienen, nicht als Überwachung. Harte Grenzen zusätzlich über Konsolen-Familieneinstellungen setzen.
FC Mobile ist ein anderes Spiel
Auf dem Smartphone gibt es EA Sports FC Mobile. Das separate Gratis-Spiel hat eigene In-App-Käufe und eine eigene Pack-Mechanik, die nicht über die Konsolen-Einstellungen abgedeckt ist. Die EA Sports FC Companion App wiederum ist kein Spiel, sondern der Ultimate-Team-Verwaltungszugang, über den auch Packs geöffnet und FC Points ausgegeben werden können.
Was tun: Auf dem Handy des Kindes In-App-Käufe über Google Family Link bzw. Apple Bildschirmzeit absichern und wissen, dass Ultimate Team über die Companion App auch unterwegs erreichbar ist.
Jedes Jahr ein neues Spiel, der Fortschritt verfällt
EA Sports FC erscheint jährlich neu (FC 26 im September 2025, Vollpreis-Titel). Das Ultimate Team samt gekaufter Inhalte wird nicht in den Nachfolger übernommen. Wer jedes Jahr wechselt, beginnt beim Team wieder bei null. Das erzeugt einen wiederkehrenden Kauf- und Investitionszyklus, den es so bei Fortnite oder Minecraft nicht gibt.
Was tun: Nicht jedes Jahr automatisch den neuen Teil kaufen; die Vorjahresversion bleibt lange spielbar. Vor Pack-Ausgaben daran erinnern, dass der Gegenwert nach rund einem Jahr faktisch verfällt.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

EA Sports FC (bis 2022 FIFA) ist die jährlich neu erscheinende Fussball-Simulation von Electronic Arts, aktuell EA Sports FC 26 (September 2025) für PlayStation, Xbox, Nintendo Switch und PC. Anders als Fortnite kostet das Spiel selbst Geld; das Geschäftsmodell dreht sich zusätzlich stark um den Modus Ultimate Team, in dem man mit der Kaufwährung FC Points sogenannte Packs mit zufälligem Inhalt öffnet (Lootbox-Prinzip). Für ein eigenes EA-Konto gilt: mindestens 13 Jahre (bzw. das Zustimmungsalter des Landes); Eltern können für Jüngere ein eingeschränktes Kinderkonto anlegen. Bei 13- bis 17-Jährigen (Teen-Konten) ist das Ausgabenlimit standardmässig 0 und kann nur über ein EA-Familienkonto der Eltern angepasst werden. Eltern und Erziehungsberechtigte haften laut Nutzungsvereinbarung für die Handlungen ihrer minderjährigen Kinder bei der Nutzung der EA-Dienste.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein allgemeines gesetzliches Mindestalter für das Spielen. Massgebend für den Jugendschutz ist in der Schweiz die Alterskennzeichnung des Spiels: EA Sports FC 26 trägt PEGI 3 mit dem Hinweis auf In-Game-Käufe inklusive zufälliger Objekte (Packs). Die 13 Jahre für ein eigenes EA-Konto sind das AGB-Alter des Anbieters, keine Schweizer Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): verpflichtet zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle bei Videospielen. Für EA Sports FC gilt in der Schweiz die PEGI-Kennzeichnung, aktuell PEGI 3. Achtung: PEGI hat sein System im März 2026 überarbeitet; ab Juni 2026 neu eingereichte Spiele mit bezahlten Zufallsobjekten (Lootboxen) erhalten standardmässig mindestens PEGI 16. Bereits klassifizierte Titel wie FC 26 behalten ihre Einstufung, der Nachfolger dürfte deutlich höher eingestuft werden.
  • Geldspielgesetz (BGS): Ob Packs/Lootboxen rechtlich Glücksspiel sind, ist in der Schweiz nicht abschliessend geklärt; ein förmlicher Entscheid fehlt. Das Thema ist politisch hängig (u. a. Interpellation 22.3541), Belgien hat den Verkauf von FIFA Points bereits 2019 gestoppt.
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten, relevant wegen Kontodaten, Kaufhistorie und der Kinder-/Teen-Kontenregelung.

Drei Ebenen sauber trennen: Erstens die gesetzlich relevante Alterskennzeichnung PEGI 3, die nur den Inhalt bewertet (kein Blut, keine Gewalt), nicht aber Kaufdruck und Lootbox-Mechanik. Zweitens das AGB-Konto-Alter von 13. Drittens unsere Empfehlung, die wegen Ultimate Team deutlich über PEGI 3 liegt; die PEGI-Reform 2026 (Zufallsobjekte neu mindestens PEGI 16) bestätigt diese Einschätzung.