Google Gemini kindersicher einstellen

KI-Assistent von Google für Fragen, Texte und Bilder.

Google · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 9 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 16 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

Jugend und Medien (nationale Plattform des Bundes)

KI-Tools verlangen oft keine wirksame Altersprüfung, dadurch haben auch jüngere Kinder leicht Zugang zu Systemen, die nicht für sie gedacht sind. Kinder sollen verstehen, dass am anderen Ende kein Mensch sitzt, Antworten falsch sein können und persönliche Daten (Name, Alter, Wohnort, Interessen) nicht eingegeben werden sollen. Eltern sollen die Nutzung aktiv begleiten und Antworten gemeinsam kritisch prüfen.

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BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Internet ab etwa 9 nur begleitet, eigenständigere Online-Nutzung ab etwa 12. Gemini hat keine Kontakt- oder Kaufrisiken wie soziale Netzwerke, dafür Risiken bei Inhalten, Falschinformationen, Datenschutz und emotionaler Bindung. Besonderheit: Auf Android-Handys ist Gemini oft schon vorinstalliert und als Assistent aktiv, die Frage stellt sich also auch ohne bewusste Installation.

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Pro Juventute (Jugendstudie 2026) und ZHAW (JAMES-Studie 2024)

KI-Tools sind bei Schweizer Jugendlichen Alltag: Rund 71 Prozent haben Erfahrung mit ChatGPT und ähnlichen Tools, ein Drittel nutzt sie mindestens wöchentlich, und jeder zehnte Jugendliche wendet sich bei persönlichen Problemen an KI-Tools. Pro Juventute warnt vor der digitalen Echokammer, die echte Hilfe verzögern kann. Das gilt für Gemini genauso wie für ChatGPT.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Gemini für das Kinderkonto in Family Link prüfen und steuern Wichtig

Eltern entscheiden in Family Link, ob ein beaufsichtigtes Kinderkonto (unter 13) Gemini nutzen darf, und können den Zugang jederzeit abschalten. In der Schweiz sind die Gemini-Apps für beaufsichtigte Konten laut Google-Hilfe derzeit gar nicht verfügbar; den Schalter trotzdem kennen und auf Aus prüfen lohnt sich, weil Google den Zugang schrittweise und je nach Land öffnet.

Das brauchst du: Dein Elterngerät mit der Family Link App · Ein mit Family Link beaufsichtigtes Google-Konto des Kindes

  1. Öffne die Family Link App auf deinem iPhone oder iPad
  2. Wähle dein Kind aus
  3. Tippe auf «Steuerung» (englisch «Controls»)
  4. Wähle «Gemini»
  5. Wähle «Gemini-Apps»
  6. Schalte «Gemini-Apps» aus oder ein

So prüfst du es: In Family Link zeigt «Gemini-Apps» den von dir gewählten Zustand; steht der Schalter auf Aus, kann sich das Kind weder in der Gemini App noch in Gemini im Web anmelden.

Wird Gemini abgeschaltet, kann sich das Kind weder in der Gemini App auf Android noch in Gemini im Web anmelden. Wo der Zugang für Kinder verfügbar ist, benachrichtigt Google die Eltern bei der ersten Nutzung, und die Chats von Kinderkonten werden laut Google nicht zum Training der KI-Modelle verwendet. Eltern können die Unterhaltungen des Kindes über Family Link aber nicht mitlesen. Menüwege stammen aus der Google-Hilfe (Suchresultate) und sind vor Veröffentlichung in der App gegenzuprüfen.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
2 Gemini-Apps-Aktivität abschalten oder automatisch löschen lassen Wichtig

Steuert, ob die Unterhaltungen im Google-Konto gespeichert, zur Personalisierung genutzt und von menschlichen Prüfern zur Verbesserung der KI gelesen werden dürfen. Für Jugendliche die wichtigste Datenschutz-Einstellung: abschalten oder mindestens die automatische Löschung auf 3 Monate stellen.

Das brauchst du: Das Gerät des Jugendlichen mit angemeldetem Google-Konto (oder ein Browser mit diesem Login)

  1. Öffne die Gemini App (oder die Google App mit Gemini)
  2. Tippe oben auf das Profilbild oder die Initiale
  3. Wähle «Gemini-Apps-Aktivität»
  4. Tippe auf «Ausschalten» oder stelle die automatische Löschung auf 3 Monate

So prüfst du es: Unter «Gemini-Apps-Aktivität» steht die Aktivität auf Aus, oder bei «Automatisch löschen» ist die Frist von 3 Monaten hinterlegt.

Auch bei ausgeschalteter Aktivität speichert Google Unterhaltungen bis zu 72 Stunden, um den Dienst bereitzustellen. Chats, die bereits von menschlichen Prüfern gesichtet wurden, bleiben bis zu drei Jahre gespeichert und verschwinden nicht durch das Löschen des Verlaufs. Darum gilt unabhängig von dieser Einstellung: keine vertraulichen oder persönlichen Angaben eingeben.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
3 Korrektes Geburtsdatum im Google-Konto sicherstellen (Teen-Schutz) Wichtig

Gemini erkennt Minderjährige am Geburtsdatum des Google-Kontos und schaltet dann automatisch die Teen-Schutzmassnahmen ein: strengere Inhaltsregeln, Filter dagegen, dass die KI sich als Mensch ausgibt oder schädliche Rollen spielt, ein Einführungsprogramm zu KI-Kompetenz und die automatische Faktenprüfung (Double-Check) bei der ersten Faktenfrage. Ein falsches (zu hohes) Geburtsdatum hebelt all das aus.

Das brauchst du: Zugang zum Google-Konto des Kindes (Gerät oder Login-Daten)

  1. Öffne eine Google App (z. B. Gmail) und tippe auf das Profilbild
  2. Wähle «Google-Konto verwalten»
  3. Wechsle zum Tab «Persönliche Daten»
  4. Prüfe das Geburtsdatum und korrigiere es falls nötig

So prüfst du es: Unter «Persönliche Daten» steht das echte Geburtsdatum des Kindes.

Die Teen-Schutzmassnahmen greifen automatisch, Eltern können sie nicht einzeln konfigurieren. Google räumt selbst ein, dass die Filter nicht perfekt sind und Kinder auf unerwünschte Inhalte stossen können. Common Sense Media stufte Gemini für Kinder und Teens 2025 trotz Filtern als hohes Risiko ein, weil es im Kern ein Erwachsenenprodukt mit aufgesetzten Schutzmassnahmen ist.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
4 Gemini als Standard-Assistent auf dem Android-Gerät des Kindes deaktivieren Wichtig

Auf neuen Android-Handys ersetzt Gemini schrittweise den Google Assistant und ist über Gesten, die Power-Taste oder Hey Google jederzeit erreichbar, auch ohne dass die App bewusst geöffnet wird. Auf dem Gerät eines jüngeren Kindes lässt sich Gemini als Assistent abschalten, damit das Kind nicht beiläufig mit der KI chattet.

Das brauchst du: Das Android-Gerät des Kindes

Android
  1. Öffne die Einstellungen des Android-Geräts
  2. Wähle «Apps»
  3. Wähle «Standard-Apps»
  4. Tippe auf «Digitaler Assistent» (bzw. «Assistent-App»)
  5. Wähle «Kein Assistent» (oder, falls angeboten, «Google Assistant» statt Gemini)
  6. Öffne zusätzlich die Gemini App und tippe auf das Profilbild
  7. Prüfe unter «Einstellungen», ob Gemini als Assistent aktiv ist
  8. Deaktiviere oder lösche die Gemini App bei Bedarf

So prüfst du es: Unter «Digitaler Assistent» ist «Kein Assistent» (bzw. nicht Gemini) ausgewählt, und Gemini öffnet sich nicht mehr über die Power-Taste oder die Assistent-Geste.

Das Löschen der Gemini App allein genügt nicht immer: Gemini kann trotzdem als Standard-Assistent eingestellt bleiben, darum die Assistent-Einstellung separat prüfen. Die genauen Menünamen unterscheiden sich je nach Hersteller (z. B. Samsung, Pixel). Auf beaufsichtigten Geräten kann zusätzlich in Family Link die Gemini App blockiert werden.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
5 Verbundene Apps trennen (Zugriff auf Nachrichten, Telefon, WhatsApp) Wichtig

Seit Mitte 2025 kann Gemini auf Android mit anderen Apps interagieren, unter anderem Telefon, Nachrichten und WhatsApp, laut Googles eigener Ankündigung teils unabhängig davon, ob die Gemini-Apps-Aktivität ein- oder ausgeschaltet ist. Wer nicht will, dass die KI auf dem Gerät des Kindes Nachrichten liest oder verschickt, trennt diese Verbindungen.

Das brauchst du: Das Android-Gerät des Kindes mit der Gemini App (oder ein Browser mit dem Login des Kontos)

  1. Öffne die Gemini App
  2. Tippe auf das Profilbild oder die Initiale
  3. Öffne «Verbundene Apps» (bzw. «Apps»)
  4. Deaktiviere die Schieberegler bei nicht gewünschten Apps, z. B. «Telefon», «Nachrichten», «WhatsApp», «Google Workspace»

So prüfst du es: Unter «Verbundene Apps» stehen die Schieberegler der getrennten Apps auf Aus.

Die Liste der verfügbaren Apps wächst laufend, darum nach Android-Updates erneut prüfen. Interaktionen von Gemini mit verbundenen Apps können von Google gespeichert werden; die Kombination aus abgeschalteter Aktivität und getrennten Apps ist die datensparsamste Einstellung.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Gemini kann überzeugend falsch liegen
Google warnt selbst in der App, dass Gemini Fehler machen kann, auch bei Angaben zu Personen. Mit dem Kind vereinbaren, wichtige Angaben mit einer zweiten Quelle zu prüfen, und gemeinsam die eingebaute Double-Check-Funktion ausprobieren, die Antworten mit der Google-Suche abgleicht. Am besten zusammen ein Beispiel suchen, bei dem die KI falsch liegt.
Die KI ist kein Mensch und kein Freund
Gemini klingt menschlich und ist auf dem Handy immer dabei. Bei Minderjährigen filtert Google zwar Aussagen, mit denen sich die KI als Person mit Gefühlen ausgibt, trotzdem altersgerecht erklären: Die KI berechnet Texte, fühlt nichts und eignet sich nicht als Kummerkasten. Jeder zehnte Schweizer Jugendliche wendet sich laut Pro Juventute bei Problemen an KI-Tools; dem Kind Alternativen nennen: Eltern, Vertrauensperson, Pro Juventute 147.
Keine persönlichen Daten in den Chat
Gemini-Chats werden standardmässig im Google-Konto gespeichert und können von menschlichen Prüfern gelesen werden; geprüfte Chats bleiben bis zu drei Jahre erhalten. Klare Regel vereinbaren: keine vollen Namen, Adressen, Fotos, Passwörter oder Angaben zu Gesundheit und Familie eingeben, auch nicht über andere.
Der Assistent hört aufs ganze Handy
Mit dem Kind anschauen, wo Gemini auf seinem Gerät überall drinsteckt: als Assistent auf der Power-Taste, in der Google-Suche, in Gmail und mit Zugriff auf Nachrichten-Apps. Gemeinsam durchgehen, welche Verbindungen es wirklich braucht, und den Rest abschalten. Das macht die KI vom unsichtbaren Mitbewohner zum bewusst genutzten Werkzeug.
Hausaufgaben: Werkzeug statt Abkürzung
Gemini kann erklären, strukturieren und Ideen liefern, fertige Texte abgeben bringt aber nichts fürs Lernen. Regeln festlegen: KI zum Verstehen und Üben ja, zum Abschreiben nein. Nachfragen, ob die Schule Gemini über Workspace for Education einsetzt und welche Regeln dort gelten.

Gut zu wissen

Gemini ist oft schon auf dem Handy, ohne dass es jemand installiert hat
Auf neuen Android-Geräten ersetzt Gemini schrittweise den Google Assistant und ist über die Power-Taste, Gesten oder Hey Google erreichbar. Kinder kommen so mit der KI in Kontakt, ohne dass Eltern eine App installiert oder freigegeben haben.
Was tun: Auf dem Gerät des Kindes prüfen, ob Gemini als Standard-Assistent aktiv ist, und ihn bei jüngeren Kindern deaktivieren. Bei beaufsichtigten Geräten die Gemini App zusätzlich in Family Link blockieren.
In der Schweiz kein Gemini für Kinderkonten, anders als in den USA
Google hat 2025 den Zugang für unter 13-Jährige mit Family-Link-Konto in einigen Ländern geöffnet, dort können Eltern ihn in Family Link ein- und ausschalten. Laut Google-Hilfe sind die Gemini-Apps für beaufsichtigte Konten im EWR, im UK und in der Schweiz aber nicht verfügbar. Berichte über die Kinder-Öffnung stammen meist aus den USA und gelten hier nicht eins zu eins.
Was tun: Sich nicht auf die Sperre verlassen: Sie ist ein Produktentscheid von Google und kann sich ändern. Den Gemini-Schalter in Family Link im Blick behalten und diese Seite auf Aktualisierungen prüfen.
Keine Eltern-Aufsicht wie bei ChatGPT
Für Teenkonten (ab 13) bietet Google keine verknüpfte Eltern-Steuerung mit Inhaltsfiltern, stillen Zeiten oder Krisen-Benachrichtigungen. Family Link kann Gemini nur für beaufsichtigte Konten unter 13 komplett ein- oder ausschalten. Die Teen-Schutzmassnahmen hängen allein vom Geburtsdatum im Konto ab.
Was tun: Beim Einrichten des Kontos auf das korrekte Geburtsdatum achten und die Begleitung über Gespräche und Geräteeinstellungen (Bildschirmzeit, App-Limits) organisieren statt über Gemini selbst.
Menschen können die Chats lesen
Zur Verbesserung der KI lässt Google einen Teil der Unterhaltungen von menschlichen Prüfern (auch bei Dienstleistern) lesen. Geprüfte Chats bleiben bis zu drei Jahre gespeichert, auch wenn der Verlauf gelöscht wird, laut Google vom Konto getrennt. Selbst bei ausgeschalteter Aktivität speichert Google Chats bis zu 72 Stunden.
Was tun: Die Gemini-Apps-Aktivität im Konto des Jugendlichen abschalten oder auf 3 Monate stellen und die Familienregel verankern: nichts eingeben, was kein Fremder lesen dürfte.
Fachleute stufen Gemini für Kinder und Teens als hohes Risiko ein
Common Sense Media bewertete im September 2025 sowohl die Kinder- als auch die Teen-Version von Gemini als hohes Risiko: Beide seien im Kern das Erwachsenenprodukt mit zusätzlichen Filtern, könnten trotzdem ungeeignete Inhalte liefern (Sex, Drogen, unsichere Ratschläge zur psychischen Gesundheit) und behandelten alle Altersstufen gleich. Google selbst räumt ein, dass die Filter nicht perfekt sind.
Was tun: Filter als Unterstützung sehen, nicht als Garantie. Nutzung altersgerecht begleiten und mit dem Kind vereinbaren, dass es verstörende Antworten zeigt statt verschweigt.
Gemini in der Schule läuft nach anderen Regeln
Über Google Workspace for Education können Schulen Gemini für Schülerinnen und Schüler ab 13 freischalten. Dort gelten strengere Inhaltsregeln für Minderjährige, und die Chats werden laut Google weder von Menschen geprüft noch zum Training der Modelle verwendet. Ob und wie Gemini eingesetzt wird, entscheidet die Schule über ihre Admin-Konsole.
Was tun: Bei der Schule nachfragen, ob Gemini oder NotebookLM freigeschaltet sind und welche Regeln gelten. Das Schulkonto nicht für private Chats verwenden lassen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Gemini ist der KI-Assistent von Google: Er beantwortet Fragen, schreibt Texte, erzeugt Bilder und ersetzt auf Android-Geräten schrittweise den Google Assistant, ist also oft schon vorinstalliert. Die Nutzung läuft über das Google-Konto und untersteht den allgemeinen Google-Nutzungsbedingungen samt Zusatzbedingungen für generative KI. Mindestalter für ein eigenes Konto: 13 Jahre in der Schweiz. Bei 13- bis 17-Jährigen erkennt Google das Alter am Konto-Geburtsdatum und schaltet automatisch eine Teen-Erfahrung mit strengeren Inhaltsregeln, einem Einführungsprogramm zu KI-Kompetenz und einer automatischen Faktenprüfung (Double-Check) bei der ersten Faktenfrage ein. Für Kinder unter 13 mit Family-Link-Konto hat Google den Zugang 2025 in einigen Märkten geöffnet (Eltern können ihn in Family Link ein- und ausschalten), in der Schweiz, im EWR und im UK ist er für beaufsichtigte Konten laut Google-Hilfe aber nicht verfügbar. Eine Eltern-Aufsicht wie bei ChatGPT (Inhaltsfilter einstellen, stille Zeiten, Krisen-Benachrichtigungen) gibt es bei Gemini nicht: Family Link kann den Zugang nur ganz ein- oder ausschalten.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von KI-Assistenten in der Schweiz. Die 13 Jahre sind das Mindestalter für ein eigenes Google-Konto aus den Nutzungsbedingungen von Google, keine Schweizer Rechtsvorschrift. Auch die Nichtverfügbarkeit für beaufsichtigte Kinderkonten in der Schweiz ist eine Anbieter-Entscheidung, kein Schweizer Verbot.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): regelt die Bearbeitung von Personendaten. Relevant, weil Gemini-Chats sehr persönliche Angaben enthalten können, standardmässig im Google-Konto gespeichert und teils von Menschen geprüft werden und weil Gemini auf Android auf weitere Apps wie Nachrichten zugreifen kann.
  • JSFVG ist nicht anwendbar: Das Bundesgesetz über den Jugendschutz bei Film und Videospielen erfasst KI-Assistenten nicht, Gemini ist weder Game noch Film-Streaming.

Sauber trennen: Erstens gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Altersvorschrift für KI-Assistenten. Zweitens sind das Mindestalter 13 und die Sperre für beaufsichtigte Konten in der Schweiz Vertrags- und Produktentscheide von Google, unter anderem wegen europäischer Regulierung. Drittens gilt für den Umgang mit den eingegebenen Daten das revidierte Datenschutzgesetz. Der EU AI Act gilt in der Schweiz nicht direkt.