Kein Bildschirm unter 3, Internet ab etwa 9 begleitet. Grafari wird ab Kindergarten/1. Klasse (Phonics) bzw. ab der 2. Klasse (Orthografie) eingesetzt, also früher als die Internet-ab-9-Marke; das ist bei einem eng geführten, werbefreien Lernwerkzeug ohne Kontaktrisiken vertretbar, sofern Schule oder Eltern die Nutzung begleiten und die Trainingszeit begrenzt bleibt.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Grafari (ehemals Dybuster Orthograph) kindersicher einstellen
Rechtschreib-Lernprogramm aus einem ETH-Spin-off.
- bis 5 Jahre Nicht empfohlen Was passt mit 5?
- ab 6 Jahre Altersgerecht Was passt mit 6?
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Pro Juventute empfiehlt altersabhängige Bildschirmzeit-Richtwerte (etwa 6 bis 9 Jahre rund 30 bis 45 Minuten pro Tag) und Begleitung statt reiner Zeitkontrolle. Auch Lern-App-Zeit ist Bildschirmzeit; die kurzen Grafari-Einheiten (rund 10 bis 20 Minuten, 2 bis 3 Mal pro Woche gemäss Anbieter) passen gut in diese Richtwerte.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Constructor for Schools (ehemals Dybuster) ist im Educa Navigator als Anwendung für Schweizer Schulen erfasst und Edulog-Partner: Die Lernprogramme arbeiten multisensorisch, passen sich individuell an und wurden mit Lehrpersonen, Neuropsychologinnen und Informatikern der Universität und ETH Zürich entwickelt; die Wirksamkeit bei Legasthenie und Dyskalkulie ist belegt.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Zugang klären: Schullizenz nutzen oder privates Eltern-Abo einrichten Wichtig
Grundlage für alles Weitere. Nutzt die Schule Grafari, hat das Kind bereits ein Login der Schule, und die Schullizenz erlaubt in der Regel auch das Üben zuhause; ein zusätzliches privates Abo ist dann unnötig. Nur wenn die Schule Grafari nicht einsetzt, richten Eltern ein eigenes Familien-Abo mit Eltern-Login und Kind-Login ein.
Das brauchst du: Ein Computer oder Tablet mit Browser · Kontakt zur Lehrperson für die Frage nach der Schullizenz
- Frage zuerst bei der Lehrperson nach, ob die Schule eine Grafari-Lizenz hat und ob das Kind das Schul-Login auch zuhause nutzen darf (Institutionslizenzen erlauben laut Anbieter die Nutzung in der Schule und zuhause)
- Wähle, falls die Schule keine Lizenz hat, auf constructor.tech das Familien-Angebot (es gibt eine dreitägige kostenlose Testphase und Abos für 3, 6 oder 12 Monate; die frühere Anbieter-Website dybuster.ch ist offline)
- Richte das Abo ein. Dabei entstehen zwei Zugänge: ein Eltern-Login für das Constructor Cockpit (Verwaltung und Coach) und ein Kind-Login für das Training
- Lass das Kind sich für das Training unter schools.constructor.app mit seinem eigenen Benutzernamen und Passwort anmelden (der frühere Zugang go.dybuster.com ist offline)
So prüfst du es: Das Kind kann sich unter schools.constructor.app mit seinem Benutzernamen und Passwort anmelden und das Training starten.
Preisangaben auf der Constructor-Elternseite lauten auf US-Dollar (240 pro Jahr, 150 pro 6 Monate, 99 pro 3 Monate, Stand 07.08.2026, direkt auf constructor.tech/products/learning/grafari-o/parents geprüft); ein separater Schweizer-Franken-Preis wird nicht ausgewiesen. Das Abo verlängert sich je nach Angebot automatisch, darum Kündigungsbedingungen vor Abschluss prüfen.
2 Lernfortschritt im Coach anschauen (Eltern und Lehrpersonen) Eltern oder Lehrperson, je nach Konto Wichtig
Bei einem Schulkonto stellt das oft die Lehrperson ein. Bei einem privaten Konto machst du es selbst.
Der Coach ist das Begleit-Werkzeug zu Grafari: Die Lernübersicht zeigt Übungszeit und Lernfortschritt jedes Kindes, die Lernanalyse zeigt Lernverhalten, Schwierigkeiten und die erreichten Kompetenzen. Eltern und Lehrpersonen sehen so, ob das Üben trägt, ohne daneben sitzen zu müssen.
Das brauchst du: Ein Eltern- bzw. Lehrpersonen-Login für das Constructor Cockpit
- Melde dich im Constructor Cockpit mit deinem eigenen Eltern- bzw. Lehrpersonen-Konto an (nicht mit dem Kinder-Login)
- Öffne den Coach
- Wähle das Profil des Kindes. Alle Angaben zum Kind stehen jetzt in der «Lernübersicht»
- Sieh dir Übungszeit und Fortschritt an; die «Verbesserte Lernanalyse» zeigt Lernverhalten und Schwierigkeiten samt einer Darstellung der Kompetenzen
- Besprich den Fortschritt regelmässig gemeinsam mit dem Kind, nicht als heimliche Kontrolle
So prüfst du es: Im Coach siehst du Übungszeit und Lernfortschritt des Kindes.
Wichtig, weil viele Anleitungen im Netz noch den alten Coach beschreiben: Constructor hat den Coach überarbeitet und dabei Funktionen entfernt. Die hier zitierte Quelle nennt ausdrücklich «Lernende vergleichen» und die «Detailansicht der Lernenden» mit Kalender und Diagrammen zu Lernzeit und Übungen als nicht mehr verfügbar. Seit der Überarbeitung führt ein einziger Coach alle Produkte zusammen, Grafari, Orthograph und Calcularis. Bei reinen Schulkonten sehen Eltern den Coach nur, wenn die Schule ihnen einen Zugang einrichtet; sonst die Lehrperson um den Lernbericht bitten. Die englischen Namen der Lernanalyse sind Produktnamen: Constructor übersetzt sie auch in der deutschen Dokumentation nicht. Eine französische und eine italienische Fassung dieser Seite gibt es nicht (geprüft am 11.09.2026, beide antworten mit 404).
3 Module zuweisen und Lerneinstellungen personalisieren Eltern oder Lehrperson, je nach Konto Wichtig
Bei einem Schulkonto stellt das oft die Lehrperson ein. Bei einem privaten Konto machst du es selbst.
Grafari passt sich automatisch an, lässt sich aber zusätzlich steuern: Im Coach können einzelnen Kindern oder Gruppen bestimmte Grafari-Module zugewiesen und die Lerneinstellungen personalisiert werden (z. B. passend zum Stand beim Erstlesen oder bei der Rechtschreibung). So übt das Kind am richtigen Ort und wird weder über- noch unterfordert.
Das brauchst du: Ein Eltern- bzw. Lehrpersonen-Login für das Constructor Cockpit
- Melde dich im Constructor Cockpit mit dem Eltern- bzw. Lehrpersonen-Login an
- Öffne den Grafari Coach
- Wähle das Kind (bzw. die Gruppe) aus
- Aktiviere unter der Modul-Zuweisung die passenden Grafari-Module (Anbieter-Anleitung mit Video in der Wissensdatenbank)
- Passe in den Lerneinstellungen das Programm bei Bedarf für das einzelne Kind weiter an
So prüfst du es: Die zugewiesenen Module sind im Coach beim Kind hinterlegt; nach einigen Trainings zeigt der Coach, ob der Schwierigkeitsgrad passt.
Im Zweifel die Standard-Einstellungen belassen: Das adaptive System ist der Kern des Programms und wählt Wörter und Übungen selbst nach dem Lernverhalten aus. Manuelle Eingriffe nur, wenn Lehrperson oder Fachperson (z. B. Logopädie) es empfehlen.
4 Trainingszeit dosieren: kurze Einheiten, 2 bis 3 Mal pro Woche Wichtig
Grafari wirkt über Regelmässigkeit, nicht über Dauer. Der Anbieter empfiehlt 2 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche; eine Einheit dauert je nach Modul etwa 10 bis 12 Minuten, danach stoppt das geführte Training automatisch und fragt, ob das Kind aufhören oder weitermachen will. Feste, kurze Übungsfenster verhindern, dass aus dem Fördertraining ein ermüdender Drill wird.
Das brauchst du: Ein eingerichtetes Kind-Login für das Training · Ein Eltern- bzw. Coach-Zugang für den Blick auf die Übungszeiten
- Vereinbare mit dem Kind 2 bis 3 feste Zeitfenster pro Woche (z. B. Dienstag und Donnerstag nach dem Zvieri), wie es der Anbieter-Leitfaden empfiehlt
- Lass das Kind im geführten Training üben. Nach Ablauf der Modul-Trainingszeit stoppt das Programm von selbst
- Mache das Aufhören beim automatischen Stopp zur Regel und lass das Kind nicht regelmässig weiterklicken
- Brich die Einheit bei sichtbarer Ermüdung oder Frust ab und fahre am nächsten geplanten Termin weiter
So prüfst du es: Im Coach zeigen die Übungszeiten regelmässige, kurze Einheiten über die Wochen; wichtig ist die Regelmässigkeit, nicht möglichst viele Minuten pro Tag.
Ältere Dybuster-Materialien nennen 15 bis 20 Minuten pro Einheit; die aktuellen Anbieter-Angaben (10 Minuten für Modul 3, 12 Minuten für Module 4 und 5, 2 bis 3 Einheiten pro Woche) stammen aus der Constructor-Wissensdatenbank. Eine harte technische Zeitsperre für Eltern ist nicht belegt; die Begrenzung läuft über das geführte Training und die Absprache.
5 Logins datensparsam anlegen (Pseudonym oder Edulog) Eltern oder Lehrperson, je nach Konto Wichtig
Bei einem Schulkonto stellt das oft die Lehrperson ein. Bei einem privaten Konto machst du es selbst.
Für das Training braucht Grafari keinen vollen Klarnamen. Wer die Konten anlegt (Lehrperson oder Eltern), kann Pseudonyme oder Vorname plus Initiale verwenden. An vielen Schweizer Schulen läuft die Anmeldung zudem über Edulog: Dann meldet sich das Kind mit seinem Edulog-Pseudonym an, und der Anbieter erhält von vornherein weniger Personendaten.
Das brauchst du: Zugang zum Constructor Cockpit, in dem die Kind-Konten angelegt werden
- Verwende beim Anlegen des Kind-Kontos im Cockpit ein Pseudonym oder den Vornamen mit Initiale statt des vollen Namens
- Hinterlege keine private E-Mail-Adresse des Kindes
- Setze für jedes Kind ein eigenes, sicheres Passwort und bewahre die Zugangsdaten sicher auf
- Frage an der Schule nach, ob die Anmeldung über Edulog läuft. Falls ja, nutzt das Kind sein Edulog-Pseudonym für den Zugang
- Frage bei Schulkonten mit vollem Klarnamen die Lehrperson, ob ein Pseudonym oder der Vorname reicht
So prüfst du es: Im Konto des Kindes erscheint nur ein Pseudonym bzw. der Vorname mit Initiale, und es ist keine private E-Mail-Adresse des Kindes hinterlegt.
Constructor for Schools war einer der ersten Edulog-Dienstleister; die Anmeldung mit dem Edulog-Pseudonym ist im Educa Navigator dokumentiert. Ob die Oberfläche beim privaten Familien-Abo bestimmte Pflichtfelder verlangt, war aus Such-Snippets nicht abschliessend ersichtlich und ist beim Einrichten zu prüfen.
6 Konto und Daten löschen (Abo-Ende oder Schuljahresende) Wichtig
Nach dem Ende des Trainings müssen die Lernverlaufsdaten des Kindes nicht beim Anbieter bleiben. Die Datenschutz- und Sicherheitsseite im Constructor Cockpit hält ausdrücklich fest, dass jede Nutzerin und jeder Nutzer das Recht hat, alle gespeicherten Personendaten einzusehen, korrigieren und vollständig löschen zu lassen.
Das brauchst du: Die Zugangsdaten zum Abo bzw. der Kontakt zum Support oder zur Lehrperson
- Verlange beim privaten Abo nach der Kündigung beim Anbieter (Support von Constructor for Schools bzw. Dybuster) die vollständige Löschung des Kind-Kontos und der Lernverlaufsdaten
- Bitte beim Schulkonto die Lehrperson oder die schulische ICT-Verantwortliche, nicht mehr benötigte Konten am Schuljahresende zu löschen
- Sichere vorher bei Bedarf den Lernstandsbericht aus dem Coach (z. B. für Logopädie oder schulpsychologischen Dienst)
- Bewahre die Löschbestätigung des Anbieters auf
So prüfst du es: Du hast eine Löschbestätigung des Anbieters erhalten.
Das Löschrecht ist in der Cockpit-Datenschutzseite dokumentiert, der genaue Weg (Selbstbedienung im Cockpit oder Anfrage an den Support) und allfällige Aufbewahrungsfristen waren aus Such-Snippets nicht ersichtlich und sind zu verifizieren.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzGrafari (früher Dybuster Orthograph) ist ein wissenschaftlich entwickeltes Rechtschreib-Lernprogramm der früheren Dybuster AG, einem ETH-Spinoff aus Zürich, das seit der Übernahme 2021 zur Constructor Group (Schaffhausen) gehört und als Constructor for Schools auftritt. Das Programm trainiert die Rechtschreibung multisensorisch: Buchstaben werden mit Farben, Formen und Tönen verknüpft, das Training läuft in kurzen Spielen (Farbspiel, Silben-/Graphspiel, Schreib-Lernspiel) und passt sich automatisch dem Lernstand des Kindes an. Es eignet sich besonders bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS/Legasthenie). Die Nutzung ist browserbasiert (Computer und Tablet), der Zugang läuft über das Constructor Cockpit unter schools.constructor.app, an vielen Schweizer Schulen auch über den Edulog-Schul-Login. Für die Nutzungsrechte gilt die Software-Lizenz (EULA) der Dybuster AG im Constructor Cockpit: Schulen erwerben Institutionslizenzen (Nutzung in der Schule und zuhause), Familien können ein privates Abo abschliessen. Laut der Datenschutz- und Sicherheitsseite im Cockpit gelten das Schweizer Datenschutzgesetz und die DSGVO, es wird keine Werbung angezeigt, und Nutzende haben das Recht auf Einsicht, Berichtigung und vollständige Löschung ihrer Daten. Wichtig für Eltern mit älteren Unterlagen: Die frühere Dybuster AG ist vollständig in der Constructor Technology AG aufgegangen, alle dybuster.ch-Seiten und der alte Zugang go.dybuster.com sind offline; massgebend sind ausschliesslich constructor.tech und schools.constructor.app.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung eines Rechtschreib-Lernprogramms. Auch der Anbieter nennt kein bekanntes AGB-Mindestalter; die Konten werden von Schule oder Eltern angelegt. Ein AGB-Alter wäre ohnehin eine Vertragsregel des Anbieters, keine Schweizer Rechtsvorschrift.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): relevant, weil Logins und detaillierte Lernverlaufsdaten von Kindern bearbeitet werden. Der Anbieter erklärt in der Cockpit-Datenschutzseite die Anwendung des Schweizer Datenschutzgesetzes und der DSGVO.
- Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule: Für Schulen gilt kantonales Schuldatenschutzrecht; die Schule bleibt für die Bearbeitung der Schülerdaten verantwortlich. Constructor for Schools ist im Educa Navigator erfasst und Edulog-Partner, was die datensparsame Anmeldung mit Edulog-Pseudonym ermöglicht.
Das JSFVG (Jugendschutz bei Filmen und Videospielen) ist hier nicht anwendbar: Grafari ist ein Lernprogramm, die spielerischen Elemente (Farbspiel, Silbenspiel) sind Teil der Lernmethode und kein eigenständiges Videospiel-Angebot mit Alterskennzeichnungspflicht. Rechtlich relevant sind bei Grafari vor allem die Kinderdaten (Logins, Lernverlauf), nicht die Alterskontrolle. Es gibt keinen Chat, keinen Kontakt zu Fremden, keine In-App-Käufe durch Kinder und keinen offenen Feed.