Instagram kindersicher einstellen

Soziales Netzwerk von Meta für Fotos, Videos und Nachrichten.

Meta Platforms · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. Instagram fällt klar in diese Kategorie, daher Schwellen unter 13 rot, ab 13 nur als begleitetes Konto für Jugendliche mit Elternaufsicht.

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Jugend und Medien (nationale Plattform des Bundes)

Privatsphäre-Einstellungen regelmässig prüfen, weil Updates frühere Anpassungen zurücksetzen können. Profile sollten nicht öffentlich sein, und Eltern sollten den Einstieg begleiten.

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Pro Juventute

Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, klare Regeln und Bildschirmzeit vereinbaren und den Einstieg gemeinsam begleiten.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 7 erledigt
1 Elternaufsicht im Family Center einrichten Wichtig

Verbindet das Elternkonto mit dem Konto des Kindes. Eltern sehen die Nutzungszeit, wem das Kind folgt und wer ihm folgt, können Tageslimits und eine Auszeit setzen und müssen bei unter 16-Jährigen einer Lockerung der Schutzmassnahmen zustimmen. Nachrichteninhalte bleiben privat.

Das brauchst du: Ein eigenes Instagram-Konto (der Elternteil muss mindestens 18 sein) · Das Handy des Kindes, damit es die Einladung annehmen kann

  1. Öffne in Instagram dein eigenes Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Wähle «Aufsicht» (Family Center)
  5. Tippe auf «Einladung erstellen» und sende die Einladung an dein Kind
  6. Lass dein Kind die Einladung innerhalb von 48 Stunden annehmen. Beide müssen zustimmen

So prüfst du es: Unter «Aufsicht» wird das Konto deines Kindes angezeigt, und du siehst dort dessen Nutzungszeit.

Der Elternteil muss mindestens 18 Jahre alt sein und selbst ein Instagram-Konto haben. Ein Kind kann nur von einer Person beaufsichtigt werden, ein Elternteil kann bis zu fünf Konten beaufsichtigen. Die Einrichtung geht auch im Family Center von Meta unter familycenter.meta.com.

2 Konto auf privat stellen (bei Jugendlichen standardmässig) Wichtig

Nur bestätigte Follower sehen Beiträge, Storys und Reels. Bei Konten für Jugendliche (unter 18) ist privat seit September 2024 voreingestellt. Trotzdem nachprüfen, da Updates Einstellungen ändern können.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Kontoschutz» oder «Privatsphäre des Kontos»
  5. Aktiviere «Privates Konto»

So prüfst du es: Der Schalter bei «Privates Konto» steht auf Ein.

Bei unter 16-Jährigen lässt sich diese Schutzmassnahme nur mit Zustimmung eines Elternteils über die Aufsicht aufheben. 16- und 17-Jährige können sie selbst ändern.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026
3 Wer kann Nachrichten senden einschränken Wichtig

Verhindert, dass Fremde dem Kind Direktnachrichten schicken. Bei Konten für Jugendliche ist standardmässig eingestellt, dass nur Personen schreiben können, denen das Kind folgt oder mit denen es bereits in Kontakt steht.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Nachrichten und Story-Antworten» oder «Privatsphäre der Nachrichten»
  5. Beschränke, wer Nachrichtenanfragen senden darf, möglichst auf «Niemand» oder «Nur gefolgte Personen»

So prüfst du es: Unter «Nachrichten und Story-Antworten» bzw. «Privatsphäre der Nachrichten» wird die gewählte Einschränkung angezeigt.

Erwachsene, denen das Kind nicht folgt, können bei Konten für Jugendliche keine Nachrichten beginnen. Diese Grundeinstellung trotzdem prüfen.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026
4 Wer kann Kommentare schreiben und anstössige Wörter ausblenden Wichtig

Begrenzt, wer unter Beiträge kommentieren darf, und filtert automatisch beleidigende Wörter und Nachrichtenanfragen heraus. Bei Konten für Jugendliche ist der versteckte Wörter-Filter aktiv.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Versteckte Wörter»
  5. Aktiviere «Anstössige Wörter und Ausdrücke verbergen»
  6. Lege unter «Kommentare» fest, wer kommentieren darf (zum Beispiel nur Follower)

So prüfst du es: Der Schalter bei «Anstössige Wörter und Ausdrücke verbergen» steht auf Ein, und unter «Kommentare» ist die gewählte Einschränkung gesetzt.

Der Filter für versteckte Wörter ist bei Konten für Jugendliche standardmässig aktiv. Zusätzlich lassen sich eigene Begriffe ergänzen.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026
5 Markierungen und Erwähnungen einschränken Wichtig

Steuert, wer das Kind in Beiträgen markieren oder mit @ erwähnen darf. Bei Konten für Jugendliche können standardmässig nur Personen markieren oder erwähnen, denen das Kind folgt.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Markierungen und Erwähnungen»
  5. Wähle bei «Wer kann dich markieren» die Option «Personen, denen du folgst» oder «Niemand»
  6. Wähle bei «Wer kann dich erwähnen» ebenfalls «Personen, denen du folgst» oder «Niemand»

So prüfst du es: Unter «Markierungen und Erwähnungen» steht bei beiden Punkten die gewählte Einschränkung.

Verhindert, dass Fremde das Kind in fremde Beiträge ziehen und so sichtbar machen.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026
6 Sensible Inhalte begrenzen (Inhaltsempfehlungen) Wichtig

Reduziert, welche heiklen Inhalte in Erkunden und Reels empfohlen werden. Konten für Jugendliche sind automatisch in der strengsten Stufe und seit Oktober 2025 zusätzlich auf einen PG-13-ähnlichen Filter eingestellt.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Vorgeschlagene Inhalte» oder «Kontrolle über sensible Inhalte»
  5. Wähle die strengste Stufe («Weniger»)

So prüfst du es: Bei der Kontrolle über sensible Inhalte ist die Stufe «Weniger» ausgewählt.

Bei unter 18-Jährigen ist die strengste Stufe voreingestellt. Filter sind nie perfekt, ein begleitendes Gespräch bleibt wichtig.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026
7 Schlummermodus und Nutzungszeit nutzen Wichtig

Erinnert nach 60 Minuten täglich daran, die App zu schliessen, und schaltet nachts (zwischen 22 und 7 Uhr) Benachrichtigungen stumm. Über die Aufsicht lässt sich zusätzlich ein Tageslimit oder eine Auszeit setzen.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Instagram-Konto

  1. Öffne in der Instagram-App des Kindes das Profil
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Öffne «Einstellungen und Aktivität»
  4. Öffne «Deine App-Aktivität» oder «Verbrachte Zeit»
  5. Stelle das Tageslimit und die Erinnerung zum Pausieren ein

So prüfst du es: Unter «Deine App-Aktivität» bzw. «Verbrachte Zeit» werden das gesetzte Tageslimit und der Schlummermodus angezeigt.

Bei Konten für Jugendliche sind die 60-Minuten-Erinnerung und der nächtliche Schlummermodus standardmässig aktiv. Eltern können über das Family Center ein Tageslimit setzen, das die Nutzung danach blockiert.

Quelle: help.instagram.com geprüft 17.06.2026

Was ihr besprechen solltet

Unter 13 bewusst entscheiden
13 ist die rechtliche Grenze des Anbieters, keine Reifeempfehlung. Vor einem eigenen Konto die Reife des Kindes einschätzen, wie es Pro Juventute empfiehlt.
Über öffentliche Sichtbarkeit und Reichweite sprechen
Auch bei privatem Konto können Inhalte über Screenshots oder Follower weitergegeben werden. Gemeinsam besprechen, was man teilt und was online bleibt.
Über Kontaktaufnahme durch Fremde und Grooming sprechen
Über Direktnachrichten, Kommentare und Reels können Fremde Kontakt suchen. Mit dem Kind vereinbaren, Unbekannte nicht anzunehmen und unangenehme Kontakte zu melden.
Über Schönheitsideale, Vergleiche und Druck sprechen
Inszenierte Bilder, Filter und Likes können das Selbstbild belasten. Gemeinsam einordnen, dass vieles bearbeitet und nicht echt ist.
Über Meta AI und KI-Funktionen sprechen
Instagram enthält KI-Funktionen von Meta. Reflektieren, dass Antworten falsch sein können und keine persönlichen Daten eingegeben werden. Ab 2026 schränkt Meta KI-Gespräche für Jugendliche zusätzlich ein.
Bildschirmzeit gemeinsam vereinbaren
Statt nur zu sperren feste Regeln aushandeln, zum Beispiel kein Handy im Schlafzimmer und mediafreie Zeiten, wie es Pro Juventute und Jugend und Medien empfehlen.

Gut zu wissen

Konten für Jugendliche bringen vieles automatisch mit
Seit September 2024 sind alle Konten von unter 18-Jährigen automatisch Konten für Jugendliche: privat, mit gefilterten Nachrichten und Kommentaren, beschränkten Markierungen, strengen Inhaltsfiltern, 60-Minuten-Erinnerung und nächtlichem Schlummermodus. Bei unter 16-Jährigen lassen sich diese Schutzmassnahmen nur mit Elternzustimmung lockern.
Was tun: Prüfen, dass das Konto wirklich als Konto für Jugendliche läuft (korrektes Geburtsdatum) und die Elternaufsicht im Family Center einrichten.
Family Center zeigt nicht alles
Über die Aufsicht sehen Eltern Nutzungszeit, Follower und gefolgte Konten sowie zuletzt kontaktierte Konten (Zeitraum etwa 7 Tage), aber keine Nachrichteninhalte und keinen Suchverlauf. Privatsphäre und Vertrauen des Kindes bleiben so gewahrt.
Was tun: Die Aufsicht als Gesprächsanlass nutzen, nicht als Überwachung. Offen erklären, was man sieht und was nicht.
Falsches Alter hebt den Schutz auf
Wer bei der Anmeldung ein höheres Alter angibt, erhält kein Konto für Jugendliche und verliert die automatischen Schutzmassnahmen. Meta versucht zunehmend, solche Konten über Altersschätzung zu erkennen und herabzustufen.
Was tun: Gemeinsam mit dem korrekten Geburtsdatum anmelden, damit die altersgerechten Schutzmassnahmen greifen.
Reels, Erkunden und Empfehlungen
Über Reels und die Erkunden-Seite zeigt Instagram Inhalte von fremden Konten. Seit Oktober 2025 gilt für Jugendliche ein PG-13-ähnlicher Filter, der heikle Inhalte (Gewalt, Drogen, sexualisierte Inhalte) reduziert. Filter sind aber nie lückenlos.
Was tun: Sensible Inhalte auf die strengste Stufe stellen und mit dem Kind besprechen, wie es unangemessene Inhalte meldet.
Instagram gehört zu Meta und sammelt viele Daten
Instagram sammelt umfangreiche Daten zu Interessen und Verhalten und verknüpft sie mit anderen Meta-Diensten. Bei Konten für Jugendliche ist personalisierte Werbung eingeschränkt, ganz datenfrei ist die Nutzung aber nicht.
Was tun: Datensparsam bleiben, möglichst wenig persönliche Angaben im Profil, und die Privatsphäre-Einstellungen regelmässig prüfen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Instagram ist ein soziales Netzwerk von Meta zum Teilen von Fotos, Videos (Reels), Storys und Nachrichten. Ein Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus. Seit September 2024 werden alle Konten von unter 18-Jährigen automatisch zu Konten für Jugendliche (Teen Accounts): standardmässig privat, mit eingebauten Schutzmassnahmen bei Nachrichten, Kommentaren, Markierungen und sensiblen Inhalten sowie Erinnerungen zur Nutzungszeit und einem nächtlichen Schlummermodus. Jugendliche unter 16 brauchen die Zustimmung eines Elternteils über das Family Center, um diese Schutzmassnahmen zu lockern. Seit Oktober 2025 gilt für alle unter 18 ein PG-13-ähnlicher Inhaltsfilter.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke. Die 13 Jahre sind das Mindestalter aus den Nutzungsbedingungen von Instagram, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht, da Instagram kein Film- oder Videospielangebot ist. Eine Altersverifikation ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die Altersangabe bei der Anmeldung beruht auf Selbstauskunft.