Klapp kindersicher einstellen

Schweizer App für die Kommunikation zwischen Schule und Eltern.

Klapp GmbH (Teil der CM Informatik AG) · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 0 Unsere Empfehlung: Ab 0 altersgerecht Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

Educa Navigator (Fachagentur des Bundes und der Kantone für den digitalen Bildungsraum)

Klapp ist im Educa Navigator erfasst und wurde in mindestens einem Kanton auf Datenschutz-Konformität geprüft. Educa hält aber fest, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung fehlen und Klapp deshalb nicht für jede Art von Daten geeignet ist, insbesondere nicht für besonders schützenswerte Gesundheitsdaten. Das stützt die Kernempfehlung: Klapp für Organisatorisches nutzen, Heikles zurückhalten.

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Jugend und Medien / BAG (nationale Plattform, 3-6-9-12)

Klapp ist ein Eltern-Werkzeug, kein Kinder-Bildschirm, darum greift die Bildschirmzeit-Logik von 3-6-9-12 hier nur am Rand. Der Leitgedanke der offiziellen Empfehlungen lässt sich trotzdem übertragen: bewusst und datensparsam mit den Angaben zum Kind umgehen und mit zunehmendem Alter (Sekundarstufe) das Kind einbeziehen, wenn es ein eigenes Konto erhält.

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Kanton Bern, Datenschutzlexikon für Schulen

Die kantonalen Datenschutz-Hilfen für Schulen führen Klapp als Kommunikationslösung und weisen darauf hin, dass über solche Werkzeuge keine besonders schützenswerten Personendaten laufen sollen. Das deckt sich mit der Praxis vieler Schulen: In der Absenzmeldung genügt der Hinweis krank, medizinische Details gehören nicht hinein.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Sichtbarkeit der eigenen Kontaktdaten im Profil steuern Wichtig

Klapp setzt auf informationelle Selbstbestimmung: In Ihrem Profil legen Sie fest, ob Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer für andere Eltern der Klasse sichtbar sind. Das ist der wichtigste Hebel, damit private Kontaktdaten der Familie nicht ungewollt in der ganzen Klassenliste stehen.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Klapp-App oder ein Browser für das Web-Portal klapp.mobi · Dein von der Schule freigeschaltetes Klapp-Konto

  1. Öffne die Klapp-App
  2. Wechsle unten oder oben rechts zu den «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Öffne «Mein Profil»
  4. Lege bei «E-Mail-Adresse» fest, ob sie für andere Eltern sichtbar ist
  5. Lege bei «Telefonnummer» fest, ob sie für andere Eltern sichtbar ist
  6. Stelle nicht benötigte Angaben auf verborgen
  7. Speichere die Änderungen

So prüfst du es: In der Klassen- bzw. Teilnehmerliste zeigt dein Profil nur noch die Angaben, die du freigegeben hast.

Für die Kommunikation mit der Schule reicht es, wenn die Lehrperson Sie erreicht. Andere Eltern brauchen Ihre privaten Kontaktdaten in der Regel nicht. Genaue Menü-Bezeichnungen können je nach App-Version leicht abweichen und sind vor Veröffentlichung in der App gegenzuprüfen.

Quelle: en.klapp.pro geprüft 04.07.2026
2 Absenzen melden, ohne Gesundheitsdaten preiszugeben Wichtig

Krankmeldungen und Jokertage laufen bei Klapp über die Absenzmeldung. Weil Klapp keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat und laut Educa nicht für besonders schützenswerte Daten gedacht ist, sollten in der Absenz keine Diagnosen oder medizinischen Details stehen. Der Hinweis krank genügt.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Klapp-App oder ein Browser für klapp.mobi · Dein Klapp-Elternkonto

  1. Tippe in der Klapp-App auf «Neu» (Stift-Symbol)
  2. Wähle «Neue Absenz»
  3. Wähle dein Kind aus
  4. Wähle das Datum aus
  5. Wähle die Absenzart aus (z. B. Krankheit oder Jokertag)
  6. Schreibe ins Bemerkungsfeld nur das Nötigste (z. B. krank), ohne Diagnose oder Details zu Krankheit und Behandlung
  7. Sende die Absenz ab

So prüfst du es: Die Absenz ist in Klapp erfasst, und im Bemerkungsfeld steht nichts Medizinisches.

Wenn die Schule für besondere Situationen (z. B. längere Erkrankung, Therapien) mehr wissen muss, dies besser persönlich, telefonisch oder auf einem von der Schule dafür vorgesehenen Weg klären, nicht als Klartext in Klapp. Ob im Bemerkungsfeld ein Pflichttext verlangt wird, ist von Schule zu Schule unterschiedlich und vor Ort zu prüfen.

Quelle: en.klapp.pro geprüft 04.07.2026
3 Benachrichtigungen sinnvoll einstellen (Push und E-Mail) Wichtig

Klapp kann bei neuen Nachrichten sowohl Push-Meldungen als auch zusätzliche E-Mails schicken. In den Kommunikationseinstellungen legen Sie fest, worüber Sie informiert werden. So verpassen Sie wichtige Absenz- oder Schulnachrichten nicht, ohne von doppelten Benachrichtigungen überflutet zu werden.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Klapp-App oder ein Browser für klapp.mobi · Dein Klapp-Konto

  1. Öffne die Klapp-App
  2. Wechsle zu den «Einstellungen» (Zahnrad)
  3. Öffne die «Kommunikationseinstellungen» bzw. «Benachrichtigungen»
  4. Lege fest, ob und wofür Push-Meldungen kommen sollen
  5. Lege fest, ob und wofür zusätzliche E-Mail-Benachrichtigungen kommen sollen
  6. Erlaube zusätzlich in den iOS-Systemeinstellungen unter «Mitteilungen», dass Klapp Mitteilungen senden darf

So prüfst du es: In den «Kommunikationseinstellungen» sind genau die gewünschten Kanäle aktiv, und die nächste Schulnachricht erreicht dich auf dem gewählten Weg.

Wenn Sie ohnehin täglich in die App schauen, können Sie die zusätzlichen E-Mail-Benachrichtigungen deaktivieren, um weniger Kontaktpunkte für Ihre E-Mail-Adresse zu haben. Wichtige Kanäle (z. B. Absenzen, dringende Schulmeldungen) aber aktiviert lassen.

Quelle: help.schule-mewo.ch geprüft 04.07.2026
4 Foto-Freigaben klären und beim Teilen von Bildern zurückhaltend sein Wichtig

Über Klapp verschickt die Schule teils Fotos von Anlässen, und in Klassen-Chats können auch Eltern Bilder teilen. Die eigentliche Foto-Einwilligung (ob und wie das Kind auf Schulfotos erscheinen darf) läuft in der Regel über das Einwilligungsformular der Schule, nicht über einen Schalter in Klapp. Trotzdem entscheiden Sie mit, welche Bilder Ihres Kindes in die App gelangen.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Klapp-App · Eine Ansprechperson an der Schule für die Foto-Einwilligung

  1. Kläre mit der Schule bzw. Lehrperson, welche Foto-Einwilligung gilt und ob sie eingeschränkt oder widerrufen werden kann (meist über das Einwilligungsformular der Schule, nicht in Klapp)
  2. Prüfe vor dem Versenden eigener Fotos in Klapp, ob andere Kinder erkennbar sind
  3. Teile im Zweifel keine Bilder mit fremden Kindern
  4. Beschränke in den iOS-Systemeinstellungen unter «Datenschutz»«Fotos» den Zugriff der Klapp-App auf ausgewählte Fotos statt voller Zugriff

So prüfst du es: Du weisst, welche Foto-Einwilligung bei der Schule hinterlegt ist, und der Fotozugriff der Klapp-App steht in den Systemeinstellungen auf ausgewählte Fotos bzw. Medien.

Foto-Einwilligungen sind in der Schweiz Sache der Schule und richten sich nach kantonalem Datenschutzrecht; sie können in der Regel jederzeit angepasst oder widerrufen werden. Ob Klapp selbst einen Schalter für Foto-Freigaben bietet, konnte aus öffentlichen Quellen nicht belegt werden und ist vor Veröffentlichung zu prüfen. Der sichere Standardweg führt über die Schule.

Quelle: navi.educa.ch geprüft 04.07.2026
5 Konto mit starkem, eigenem Passwort schützen Wichtig

Weil Klapp laut Educa keine Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet, ist das Passwort die einzige Hürde vor den Daten Ihres Kindes und der Klasse. Ein langes, nur für Klapp verwendetes Passwort verhindert, dass ein anderswo geleaktes Passwort auch das Klapp-Konto öffnet.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Klapp-App oder ein Browser für klapp.mobi · Dein bisheriges Klapp-Passwort · Ein Passwort-Manager (empfohlen)

  1. Öffne in der Klapp-App über die «Einstellungen» den Konto- bzw. Sicherheitsbereich (Zahnrad)
  2. Setze ein langes, einzigartiges Passwort, das du nirgends sonst verwendest (idealerweise aus dem Passwort-Manager)
  3. Halte die verknüpfte E-Mail-Adresse für das Zurücksetzen aktuell
  4. Sperre die App auf dem Gerät zusätzlich mit Code, Face ID oder Touch ID

So prüfst du es: Die Anmeldung bei Klapp funktioniert nur noch mit dem neuen Passwort.

Da keine zweite Sicherheitsstufe (2FA) vorhanden ist, ist ein starkes, nicht wiederverwendetes Passwort besonders wichtig. Ob Klapp einen Passwortwechsel direkt in der App anbietet oder dieser über den Web-Login läuft, ist vor Veröffentlichung zu prüfen.

Quelle: navi.educa.ch geprüft 04.07.2026
6 Eigenes Klapp-Konto der oder des Jugendlichen begleiten (Sekundarstufe) Wichtig

Auf der Sekundarstufe erhalten Schülerinnen und Schüler von der Schule teils ein eigenes Klapp-Konto, um Nachrichten und Termine selbst zu sehen. Dann gelten dieselben Grundregeln wie für Erwachsene: eigenes Passwort, sparsame Angaben, respektvoller Umgang im Chat.

Das brauchst du: Das Handy des Jugendlichen mit der Klapp-App · Das von der Schule bereitgestellte Konto bzw. dessen Zugangsdaten

  1. Richte das von der Schule bereitgestellte Konto gemeinsam mit dem Jugendlichen ein
  2. Setze gemeinsam ein eigenes, starkes Passwort
  3. Prüfe im Profil die Sichtbarkeit der Kontaktdaten und verbirg Unnötiges
  4. Besprich, dass Klapp ein Schulkanal ist: sachliche Nachrichten, keine heiklen Inhalte, keine Fotos anderer ohne deren Einverständnis

So prüfst du es: Der oder die Jugendliche kann sich mit dem eigenen Passwort anmelden, und im Profil sind nur die gewünschten Kontaktdaten sichtbar.

Ob und ab welcher Stufe Schülerinnen und Schüler ein eigenes Konto bekommen, entscheidet die Schule. Die Begleitung zielt auf einen guten Umgang mit dem Schulkanal, nicht auf Kontrolle: Am wirksamsten ist es, die Einstellungen gemeinsam anzuschauen.

Quelle: en.klapp.pro geprüft 04.07.2026
7 Konto und Daten beim Schulaustritt löschen lassen Wichtig

Beim Wechsel oder Austritt aus der Schule wird das Konto nicht automatisch von den Eltern gesteuert: Die Schule verwaltet die Konten und deaktiviert sie beim Austritt. Damit keine Daten des Kindes länger als nötig in der App bleiben, lohnt sich die aktive Nachfrage nach Deaktivierung und Löschung.

Das brauchst du: Kontakt zum Sekretariat bzw. zur Schulleitung

  1. Kontaktiere bei Schulwechsel oder Austritt die Schule bzw. das Sekretariat
  2. Verlange die Deaktivierung und Löschung des Kontos
  3. Frage, welche Daten (Nachrichten, Absenzen, Fotos) wie lange aufbewahrt und wann sie gelöscht werden
  4. Entferne die Klapp-App nach bestätigter Deaktivierung vom Gerät

So prüfst du es: Die Schule hat die Deaktivierung des Kontos bestätigt.

Weil Schulen der kantonalen Aufbewahrungspflicht unterliegen, dürfen bestimmte Daten für eine gewisse Frist aufbewahrt werden; das ist kein Fehler der App. Wichtig ist, dass nicht mehr benötigte Konten deaktiviert werden. Die genauen Löschabläufe unterscheiden sich je nach Schule und sind dort zu erfragen.

Quelle: navi.educa.ch geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Was in Klapp über unser Kind steht
Anders als bei den meisten Apps ist hier nicht das Kind der Nutzer, sondern die Eltern. Trotzdem lohnt es sich, mit dem Kind zu besprechen, welche Angaben (Name, Klasse, Absenzen, Fotos von Anlässen) über die Schule in der App laufen und dass man selbst darauf achtet, nur das Nötige preiszugeben.
Keine heiklen Details in Krankmeldungen
Weil Klapp nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt ist und nicht für besonders schützenswerte Daten gedacht ist, gehören Diagnosen und medizinische Details nicht in die Absenzmeldung. In der Familie vereinbaren, dass krank als Angabe reicht und Genaueres nur direkt mit der Lehrperson besprochen wird.
Fotos anderer Kinder
In Klassen-Chats werden schnell Fotos geteilt. Mit dem Kind und in der Familie klären: keine Bilder posten, auf denen fremde Kinder erkennbar sind, ohne dass deren Eltern einverstanden sind. Das gilt auch, wenn Jugendliche auf der Sekundarstufe ein eigenes Konto haben.
Klapp ist ein Schulkanal, kein privater Chat
Gerade wenn Jugendliche ein eigenes Konto bekommen, hilft die Klärung: Klapp ist für schulische Kommunikation da. Sachlich bleiben, keine privaten oder heiklen Inhalte, und im Zweifel überlegen, dass Lehrpersonen und Schule mitlesen können.
Passwort als einziger Schutz
Weil es keine Zwei-Faktor-Authentifizierung gibt, ist das Passwort die einzige Hürde. Besprechen, warum das Klapp-Passwort lang und einzigartig sein soll und nicht weitergegeben wird, gerade beim eigenen Konto der oder des Jugendlichen.

Gut zu wissen

Die Eltern sind die Nutzer, nicht das Kind
Klapp ist eine Schul-Eltern-Kommunikations-App. Der Schutz dreht sich nicht um die Bildschirmzeit eines Kindes, sondern um Daten des Kindes in der App: Name, Klassenliste, Absenzen (teils mit Gesundheitsbezug) und Fotos von Schulanlässen. Wer das versteht, stellt die richtigen Fragen.
Was tun: Kontaktdaten im Profil verbergen, in Absenzen keine medizinischen Details schreiben und beim Teilen von Fotos an fremde Kinder denken.
Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, keine Zwei-Faktor-Authentifizierung
Der Educa Navigator hält fest, dass Klapp weder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung noch Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet und deshalb nicht für jede Art von Daten geeignet ist, insbesondere nicht für besonders schützenswerte Gesundheitsdaten. Für organisatorische Schulkommunikation gilt es als vertretbar.
Was tun: Heikle Inhalte (Diagnosen, familiäre Krisen) nicht über Klapp laufen lassen, sondern direkt mit der Lehrperson klären. Konto mit langem, einzigartigem Passwort schützen.
Sicherheitslücke 2020 (modzero)
2020 zeigten Sicherheitsforscher von modzero, dass grundlegende Sicherheitsprinzipien nicht eingehalten wurden: Empfänger besassen die eindeutigen Kennungen aller Klassenteilnehmer und konnten deren Identität übernehmen. Die Lücke wurde nach der Meldung serverseitig behoben (Ende August 2020). Der Bericht kritisierte auch Datenschutz-Umsetzung.
Was tun: Zeigt, warum ein Schulkanal wie Klapp kein Ort für heikle Daten ist. Die App auf dem aktuellen Stand halten und bei ungewöhnlichem Verhalten die Schule informieren.
Daten in der Schweiz, keine Werbung
Nach Anbieterangaben und Educa hostet Klapp ausschliesslich in der Schweiz (Infomaniak), sammelt keine unnötigen Daten, verkauft keine Daten und schaltet keine Werbung. Im Vergleich zu WhatsApp-Elternchats ist das für die Schulkommunikation ein deutlicher Vorteil. Genau darum wurde Klapp an vielen Schulen als WhatsApp-Ersatz eingeführt.
Was tun: Den Vorteil nutzen und die Schulkommunikation bewusst in Klapp statt in privaten WhatsApp-Gruppen führen, dort aber weiterhin nur Nötiges preisgeben.
Die Schule verwaltet die Konten
Konten werden nicht frei registriert, sondern von der Schule mit einem Code freigeschaltet und beim Austritt deaktiviert. Vieles (Foto-Einwilligung, welche Klassen verbunden sind, welche Daten erfasst werden) entscheidet die Schule, nicht die App. Eltern steuern vor allem ihr Profil, ihre Benachrichtigungen und ihr Verhalten.
Was tun: Bei Fragen zu Foto-Einwilligung, Datenumfang und Löschung die Schule bzw. das Sekretariat ansprechen; das ist der richtige Adressat, nicht der App-Support.
Automatische Übersetzung der Nachrichten
Klapp kann Nachrichten in viele Sprachen automatisch übersetzen (über die Einstellungen, Nachrichten übersetzen). Das hilft fremdsprachigen Eltern, bedeutet aber, dass Nachrichteninhalte durch eine Übersetzungsfunktion laufen. Für organisatorische Schulnachrichten ist das unkritisch.
Was tun: Die Funktion bei Bedarf nutzen, aber wie überall in Klapp keine besonders heiklen Inhalte schreiben, die man ungern maschinell verarbeiten lassen würde.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Klapp ist eine Schweizer Schul-Eltern-Kommunikations-App der Klapp GmbH (gegründet 2017/2018 in Fislisbach AG, heute eigenständiger Teil der CM Informatik AG / CMI). Sie ersetzt an vielen Deutschschweizer Schulen die Kommunikation über WhatsApp und Papierzettel. Lehrpersonen und Schulen versenden darüber Nachrichten, Elternbriefe, Umfragen, Termine und Dateien mit Lesebestätigung, Eltern melden ihr Kind krank oder beziehen einen Jokertag (Absenzmeldung). Nachrichten lassen sich in viele Sprachen automatisch übersetzen. Zugang gibt es als App (iOS, Android) und über das Web-Portal (klapp.mobi). Die Konten werden nicht frei registriert, sondern von der Schule mit einem Registrierungscode freigeschaltet. Nach Anbieterangaben werden alle Daten ausschliesslich in der Schweiz gehostet (Infomaniak), es gibt keine Werbung und keinen Verkauf von Nutzerdaten.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz. Klapp ist ein von der Schule bereitgestelltes Kommunikationswerkzeug, kein frei registrierbares soziales Netzwerk. Ob und wie eine Schule Klapp einsetzt, entscheiden Kanton und Schule, nicht die Eltern und nicht ein AGB-Alter.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): einschlägig, weil in Klapp Personendaten von Kindern verarbeitet werden (Namen, Klassenzugehörigkeit, Absenzen, teils Fotos). Der Anbieter sitzt in der Schweiz und hostet nach eigenen Angaben ausschliesslich in der Schweiz.
  • Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule: Für Schulen gilt kantonales Recht. Klapp wurde laut Educa in mindestens einem Kanton auf die geltenden Datenschutzvorgaben geprüft. Mehrere Kantone (u. a. Bern) führen Klapp in ihren Datenschutz-Hilfen für Schulen.

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 1.1.2025) ist hier nicht einschlägig: Klapp ist weder Film-Streaming noch Videospiel, es gibt keine Alterskennzeichnungspflicht. Rechtlich relevant ist bei Klapp allein der Datenschutz. Für Eltern zentral: Wegen fehlender Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung gehören besonders schützenswerte Daten (Diagnosen, Details zu Krankheiten, heikle familiäre Umstände) nicht in Klapp-Nachrichten oder Absenzmeldungen.