Minecraft kindersicher einstellen

Sandbox-Spiel: Welten aus Blöcken bauen, erkunden und überleben.

Mojang Studios / Microsoft · iOS, Android, PC, Konsole
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 16 Unsere Empfehlung: Ab 12 altersgerecht, ab 6 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Eigene Spielkonsole nicht vor 6, Internet ab etwa 9 nur begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Minecraft im Einzelspieler-Modus ist ein klassisches Spiel und ab dem Konsolenalter denkbar; der Multiplayer mit Chat auf öffentlichen Servern gehört dagegen in den begleiteten Internet-Bereich ab etwa 9 und sollte erst später und schrittweise geöffnet werden.

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Pro Juventute (Computerspiele: Zahlen und Fakten)

Games gehören fest zum Alltag von Schweizer Kindern. Pro Juventute empfiehlt, auf die PEGI-Kennzeichnung zu achten, Kinder beim Spielen zu begleiten, In-Game-Käufe und Kaufanreize aktiv anzusprechen und klare Zeitregeln zu vereinbaren.

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ZHAW MIKE-Studie 2021 und JAMES-Studie 2024

Minecraft gehört gemäss MIKE-Studie zu den beliebtesten Games der 6- bis 13-Jährigen in der Schweiz und bleibt laut JAMES-Studie auch bei den 12- bis 19-Jährigen unter den meistgespielten Titeln. Die Frage ist für viele Familien also nicht ob, sondern wie sicher gespielt wird.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 7 erledigt
1 Microsoft-Familiengruppe mit Kinderkonto einrichten Wichtig

Grundlage für alle Schutzeinstellungen. Erst mit einem elternverwalteten Kinderkonto in der Microsoft-Familiengruppe können Eltern Multiplayer, Chat, Käufe und Bildschirmzeit für Minecraft steuern. Bei Kinderkonten sind Multiplayer und Kommunikation standardmässig gesperrt, bis Eltern sie freigeben.

Das brauchst du: Ein eigenes Microsoft-Konto als Elternkonto · Das echte Geburtsdatum des Kindes · Je nach Land eine Kreditkarte für die Verifikation der Zustimmung

Web
  1. Melde dich mit deinem eigenen Microsoft-Konto (Elternkonto) auf family.microsoft.com an
  2. Wähle «Familienmitglied hinzufügen»
  3. Erstelle ein Kinderkonto mit dem echten Geburtsdatum des Kindes oder füge ein bestehendes Konto hinzu
  4. Erteile die elterliche Zustimmung, wenn Microsoft danach fragt (je nach Land mit Verifikation, etwa per Kreditkarte)
  5. Melde das Kind in Minecraft mit diesem Kinderkonto an, nicht mit dem Elternkonto

So prüfst du es: Auf family.microsoft.com erscheint das Kind als Mitglied deiner Familiengruppe, und Minecraft ist beim Kind mit dem Kinderkonto angemeldet.

Das echte Geburtsdatum verwenden. Wird das Kind als erwachsen angegeben, greifen keine der folgenden Schutzeinstellungen. Die Familiengruppe gilt für Java und Bedrock Edition gleichermassen, weil beide das Microsoft-Konto nutzen.

Quelle: www.minecraft.net geprüft 04.07.2026
2 Multiplayer, Server und Clubs freigeben oder sperren Wichtig

Steuert, ob das Kind überhaupt mit anderen online spielen kann: Realms, Freundes-Welten und öffentliche Server. Bei Kinderkonten ist Multiplayer standardmässig aus. Wer nur Einzelspieler erlaubt, schaltet damit das grösste Kontaktrisiko komplett ab.

Das brauchst du: Das Elternkonto (Microsoft-Konto) mit Passwort · Ein Kinderkonto in der Microsoft-Familiengruppe

Web
  1. Melde dich mit dem Elternkonto auf account.xbox.com/settings an
  2. Wähle oben das Profil des Kindes aus
  3. Wechsle zum Reiter «Online-Sicherheit» («Online Safety»)
  4. Stelle «Du kannst Multiplayer-Spielen beitreten» («You can join multiplayer games») auf «Zulassen» oder «Blockieren»
  5. Stelle «Du kannst mit Personen ausserhalb von Xbox spielen» («You can play with people outside of Xbox») für strengen Schutz auf «Blockieren» (steuert den Zugang zu Dritt-Servern wie Hypixel)
  6. Setze «Du kannst Clubs erstellen und beitreten» («You can create and join clubs») für Realms-Einladungen bewusst
  7. Speichere die Änderungen
  8. Melde das Kind in Minecraft ab und wieder an

So prüfst du es: Unter «Online-Sicherheit» stehen die Schalter auf den gewählten Werten; steht Multiplayer auf «Blockieren», kann das Kind in Minecraft keinem Online-Spiel beitreten.

Diese Xbox-Einstellungen gelten plattformübergreifend für Bedrock und Java, auch auf Switch, PlayStation, Handy und PC, weil sie am Microsoft-Konto hängen. Empfehlung: Multiplayer erst ab etwa 9 und zuerst nur mit bekannten Freunden (eigene Realm oder LAN-Welt), öffentliche Dritt-Server deutlich später. Bezeichnungen können je nach Sprache und Version abweichen, vor Veröffentlichung gegenprüfen.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
3 Chat und Kommunikation mit Fremden einschränken Wichtig

Bestimmt, wer das Kind per Text, Sprache oder Einladung kontaktieren kann. Der Text-Chat auf Servern ist das Hauptkontaktrisiko in Minecraft, weil dort Fremde mitschreiben.

Das brauchst du: Das Elternkonto (Microsoft-Konto) mit Passwort · Ein Kinderkonto in der Microsoft-Familiengruppe

Web
  1. Melde dich mit dem Elternkonto auf account.xbox.com/settings an
  2. Wähle das Profil des Kindes aus
  3. Wechsle zum Reiter «Datenschutz» («Privacy»)
  4. Stelle «Andere können mit Sprache, Text oder Einladungen kommunizieren» («Others can communicate with voice, text, or invites») auf «Blockieren» oder «Nur Freunde»
  5. Speichere die Änderungen
  6. Melde das Kind in Minecraft neu an

So prüfst du es: Unter «Datenschutz» steht die Kommunikations-Einstellung auf dem gewählten Wert; bei «Blockieren» funktioniert der Spiel-Chat in Bedrock nicht mehr.

Auf Blockieren funktioniert der Spiel-Chat in Bedrock nicht mehr, das Kind kann aber weiterhin spielen. Nur Freunde begrenzt den Chat auf bestätigte Xbox-Freunde. Achtung: Auf Dritt-Servern der Java Edition greift diese Filterung nur eingeschränkt, dort gelten die Regeln des Serverbetreibers.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
4 Käufe, Minecoins und Marketplace absichern Wichtig

Verhindert unbeabsichtigte Käufe. In der Bedrock Edition wirbt der Marketplace prominent für Skins, Welten und Add-ons, bezahlt mit Minecoins, die echtes Geld kosten.

Das brauchst du: Das Elternkonto der Microsoft-Familiengruppe · Zugriff auf das Gerät bzw. den Store, über den das Kind kauft

  1. Öffne in den iOS-Einstellungen «Bildschirmzeit», falls das Kind über den App Store kauft
  2. Wähle «Beschränkungen»«Käufe im iTunes und App Store»
  3. Stelle «In-App-Käufe» auf «Nicht erlauben» oder aktiviere bei Familienfreigabe die Kaufanfragen

So prüfst du es: Bei einem Kaufversuch verlangt der jeweilige Store zuerst deine Bestätigung oder blockiert den Kauf.

Minecoins und Marketplace gibt es nur in der Bedrock Edition; die Java Edition hat keinen Marketplace. Käufe können je nach Plattform über den Microsoft Store, App Store, Google Play oder den Konsolen-Store laufen, darum sowohl das Microsoft-Konto als auch den Store des Geräts absichern.

Quelle: www.minecraft.net geprüft 04.07.2026
5 Chat direkt im Spiel ausblenden Wichtig

Blendet den Text-Chat im Spiel komplett aus, ohne den Multiplayer zu sperren. Nützlich, wenn das Kind mit Freunden spielen darf, aber keine Chat-Nachrichten sehen soll.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind Minecraft spielt

  1. Tippe in Minecraft auf die Einstellungen
  2. Öffne die «Chat-Einstellungen»
  3. Blende den Chat aus

So prüfst du es: Im Spiel werden keine Chat-Nachrichten mehr angezeigt.

Das Kind kann diese Einstellung selbst wieder ändern, sie ersetzt also die Konto-Einstellung nicht, sondern ergänzt sie. In der Java Edition lassen sich seit Version 1.19.1 zudem einzelne Spielende über den Sozialinteraktionen-Bildschirm stummschalten und unangemessene Chat-Nachrichten melden.

Quelle: help.minecraft.net geprüft 04.07.2026
6 Java Edition: Server bewusst wählen und freigeben Wichtig

Die Java Edition (nur PC) hat weniger eingebaute Elternkontrollen als Bedrock. Öffentliche Java-Server werden von Dritten betrieben, mit eigenen Regeln und eigener (oder keiner) Moderation. Wer den Serverzugang steuert, steuert das Risiko.

Das brauchst du: Der PC mit der Java Edition · Das Elternkonto für die Freigaben über die Xbox-Einstellungen

Desktop
  1. Lass den Multiplayer für das Kinderkonto zunächst gesperrt (Standard) und gib ihn nur bewusst über die Xbox-Einstellungen frei
  2. Lege gemeinsam mit dem Kind fest, welche Server erlaubt sind
  3. Wähle nur Server mit aktiver Moderation und Kinderfokus
  4. Nutze für das Spielen mit Freunden eine eigene Realm oder einen privaten Server mit Whitelist. Nur eingeladene Personen können dort beitreten
  5. Installiere Mods und Ressourcenpakete nur gemeinsam und nur aus etablierten Quellen wie CurseForge oder Modrinth

So prüfst du es: Solange der Multiplayer gesperrt ist, erscheint beim Beitrittsversuch die Meldung «Multiplayer ist deaktiviert»; nach der Freigabe stehen in der Serverliste nur die gemeinsam vereinbarten Server.

Bei Kinderkonten ist der Zugang zu Multiplayer und Dritt-Servern standardmässig blockiert und die Fehlermeldung Multiplayer ist deaktiviert erscheint; das ist gewollt und sollte nur bewusst geändert werden. Mods aus dubiosen Quellen sind ein bekanntes Einfallstor für Schadsoftware.

Quelle: help.minecraft.net geprüft 04.07.2026
7 Spielzeit begrenzen Wichtig

Minecraft hat kein natürliches Ende, Bau-Projekte ziehen sich gern in die Länge. Ein Zeitrahmen auf Konto- oder Geräteebene hilft, das Spielen in einem gesunden Rahmen zu halten.

Das brauchst du: Das Elternkonto der jeweiligen Familien-App · Zugriff auf das Gerät des Kindes

  1. Öffne in den iOS-Einstellungen «Bildschirmzeit»«App-Limits»
  2. Wähle «Limit hinzufügen»
  3. Wähle Minecraft aus
  4. Lege die tägliche Zeit fest

So prüfst du es: In der jeweiligen Familien-App wird das gesetzte Limit angezeigt; nach Ablauf lässt sich Minecraft ohne Freigabe nicht weiterspielen.

Besser als ein hartes Abschalten mitten im Bau-Projekt funktioniert oft die Regel, nach dem Limit noch speichern und aufhören zu dürfen. Feste Zeitfenster vor dem Schlafen freihalten.

Quelle: www.minecraft.net geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Über Fremde auf Servern sprechen
Auf öffentlichen Servern schreiben Unbekannte im Chat mit, die Moderation ist Sache des Serverbetreibers. Mit dem Kind vereinbaren: keine persönlichen Daten (Name, Wohnort, Schule) preisgeben, keinen Kontakt ausserhalb des Spiels und sich sofort melden, wenn etwas komisch wirkt.
Über Minecoins und Kaufanreize sprechen
Der Marketplace der Bedrock Edition bewirbt Skins und Welten direkt im Spiel, bezahlt mit Minecoins, die echtes Geld kosten. Gemeinsam besprechen, dass nichts spontan gekauft wird, und die Kaufbestätigung durch die Eltern als feste Regel erklären.
Über Mods und Downloads sprechen
Gerade in der Java Edition locken Mods, Skins und Cheat-Tools von Drittseiten. Dahinter steckt teils Schadsoftware. Vereinbaren, dass Downloads nur gemeinsam und nur aus etablierten Quellen erfolgen, und erklären, warum kostenlos oft nicht harmlos heisst.
Über Spielzeit und Projekte sprechen
Minecraft hat kein Spielende, ein Bauwerk ist nie ganz fertig. Statt starrer Abbruch-Kommandos besser gemeinsam Etappen definieren: Was willst du heute fertig bauen? Das reduziert Konflikte und lehrt Selbststeuerung.
Sich die Welt des Kindes zeigen lassen
Minecraft hat viel kreatives und sogar schulisches Potenzial (Bauen, Planen, Redstone-Logik). Wer sich regelmässig Welten und Bauwerke zeigen lässt oder mitspielt, bleibt im Gespräch und merkt früh, wenn sich etwas verändert, etwa neue Server oder neue Mitspielende.

Gut zu wissen

Java und Bedrock sind zwei verschiedene Spiele
Die Bedrock Edition (Handy, Tablet, Konsolen, Windows) ist voll in die Microsoft/Xbox-Elterneinstellungen eingebunden und hat den Marketplace mit Minecoins. Die Java Edition (nur PC) hat keinen Marketplace, dafür eine offene Mod- und Server-Szene und weniger eingebaute Elternkontrollen.
Was tun: Zuerst klären, welche Edition das Kind spielt. Für jüngere Kinder ist Bedrock wegen der durchgehenden Elternsteuerung meist die bessere Wahl.
Einzelspieler ist der sichere Kern
Ohne Multiplayer gibt es in Minecraft keinen Kontakt mit Fremden und kaum Risiken. Die meisten Gefahren (Chat, Grooming-Versuche, unpassende Inhalte) entstehen erst auf Servern mit fremden Spielenden.
Was tun: Multiplayer für junge Kinder gesperrt lassen (bei Kinderkonten die Voreinstellung) und erst schrittweise öffnen: zuerst private Welten mit Freunden, viel später öffentliche Server.
Öffentliche Server werden nicht von Mojang betrieben
Grosse Server wie Hypixel sind Angebote von Drittfirmen mit eigenen Regeln, eigener Moderation und eigenen Datenschutzbestimmungen. Die PEGI-7-Kennzeichnung des Spiels sagt nichts über das aus, was im Chat solcher Server passiert.
Was tun: Die Xbox-Einstellung Du kannst mit Personen ausserhalb von Xbox spielen bewusst setzen. Server gemeinsam auswählen und sich zeigen lassen, wo das Kind spielt.
Marketplace und Minecoins schaffen Kaufanreize
In der Bedrock Edition ist der Marketplace prominent im Hauptmenü platziert und bewirbt Skins, Welten und Add-ons. Bezahlt wird mit Minecoins, deren Umrechnung in echtes Geld für Kinder schwer durchschaubar ist.
Was tun: Kaufbestätigung (Ask to Buy) in der Microsoft-Familiengruppe aktivieren und zusätzlich den Store des Geräts (App Store, Google Play, Konsole) mit Kaufsperre oder Passwortpflicht absichern.
Mods aus Drittquellen können Schadsoftware enthalten
Besonders in der Java Edition laden viele Kinder Mods, Skins und Maps von beliebigen Webseiten. Gefälschte Mod-Downloads und Cheat-Tools sind ein bekanntes Einfallstor für Schadsoftware und Kontodiebstahl.
Was tun: Downloads nur gemeinsam und nur aus etablierten Quellen (z. B. CurseForge, Modrinth, offizieller Marketplace). Dem Kind erklären, dass es nie Passwörter auf Drittseiten eingibt.
Kinderkonto-Sperren wirken zuerst wie ein Fehler
Bei einem korrekt eingerichteten Kinderkonto erscheint im Spiel die Meldung, Multiplayer sei deaktiviert. Viele Anleitungen im Netz erklären, wie man das komplett aufhebt. Die Sperre ist aber der gewollte Schutzmechanismus.
Was tun: Die Meldung als Ausgangspunkt nehmen und über account.xbox.com/settings nur genau das freigeben, was dem Alter entspricht, statt pauschal alles auf Zulassen zu stellen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Minecraft ist ein Sandbox-Spiel, in dem Kinder Welten aus Blöcken bauen, erkunden und überleben. Es gibt zwei technisch getrennte Versionen: die Bedrock Edition (Smartphones, Tablets, Konsolen, Windows) mit Marketplace und Minecoins sowie die Java Edition (nur PC) mit offener Mod-Szene. Beide setzen ein Microsoft-Konto voraus. Für Kinder unter der Altersgrenze des Landes (Schweiz laut Microsoft-Länderliste: 16) muss das Konto von einem Elternteil in einer Microsoft-Familiengruppe verwaltet werden; bei Kinderkonten sind Multiplayer und Chat standardmässig eingeschränkt und müssen von den Eltern aktiv freigegeben werden. Käufe im Marketplace laufen über Minecoins, die mit echtem Geld gekauft werden.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein allgemeines gesetzliches Mindestalter für das Spielen. Die Kontogrenze (Schweiz laut Microsoft-Länderliste: 16 für ein selbstverwaltetes Microsoft-Konto) ist eine AGB-Regel des Anbieters, keine Schweizer Rechtsvorschrift. Massgebend für den Jugendschutz ist in der Schweiz die Alterskennzeichnung des Spiels: Minecraft trägt PEGI 7.

Relevante Gesetze
  • JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): verpflichtet zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle bei Videospielen, auch online. Minecraft ist als Videospiel davon erfasst.
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten, relevant beim Microsoft-Konto des Kindes und bei der elterlichen Zustimmung.

Zwei Ebenen sauber trennen: Erstens die Alterskennzeichnung des Spiels, in der Schweiz gilt PEGI, Minecraft ist mit PEGI 7 gekennzeichnet (leichte, unrealistische Fantasy-Gewalt). PEGI bewertet aber nur die Spielinhalte, nicht den offenen Online-Teil: Chat und Verhalten anderer Spielender auf Servern sind von der Kennzeichnung nicht erfasst. Zweitens die AGB-Kontogrenze von Microsoft, die nur regelt, ab wann ein Konto ohne Elternverwaltung möglich ist. In Deutschland ist Minecraft von der USK ab 6 Jahren freigegeben, was die Einschätzung als vergleichsweise mildes Spiel stützt.