Netflix kindersicher einstellen

Video-Streamingdienst mit Filmen und Serien.

Netflix, Inc. · iOS, Android, Web, Smart-TV, Konsole
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 18 Unsere Empfehlung: Ab 6 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 18 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (Meilensteine 6 bis 10 Jahre)

Bildschirmzeit und Inhalte an das Alter anpassen und begleiten. Für jüngere Kinder eignet sich ein eigenes Kinderprofil mit altersgerechten Inhalten.

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Jugend und Medien (Meilensteine 10 bis 14 Jahre, Begleiten statt verbieten)

Ältere Kinder und Jugendliche brauchen ein Profil mit passender Altersfreigabe statt Zugriff auf das Erwachsenenprofil. Inhalte gemeinsam auswählen und über Gesehenes sprechen, gerade bei Serien und Filmen mit Gewalt, Angst oder sexuellen Inhalten. Altersfreigaben sind eine Orientierung, ersetzen aber das Gespräch nicht.

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Pro Juventute

Eigene Profile mit altersgerechten Einstellungen einrichten, Konto- und Kinderprofile mit PIN schützen, damit Kinder nicht zufällig auf das Erwachsenenprofil oder ungeeignete Titel zugreifen.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 7 erledigt
1 Kinderprofil einrichten (Netflix Kids-Umgebung) Wichtig

Eigenes Profil für kleine Kinder mit vereinfachter Oberfläche, das nur ausdrücklich für Kinder gedachte Titel und Games zeigt. Kinder können darüber nicht auf Kontoeinstellungen zugreifen oder sich separat einloggen.

Das brauchst du: Zugang zum Netflix-Konto (Kontopasswort) · Ein Handy mit der Netflix-App oder ein Browser

  1. Tippe in der App unten rechts auf «Mein Netflix»
  2. Tippe oben auf den Profilnamen
  3. Tippe auf «Profile verwalten» (Stiftsymbol)
  4. Wähle «Neues Profil hinzufügen»
  5. Gib einen Namen ein
  6. Aktiviere die Option «Für Kinder» bzw. «Kinderprofil» und bestätige

So prüfst du es: Beim Öffnen des neuen Profils erscheint die vereinfachte Kinder-Oberfläche, und es werden nur ausdrücklich für Kinder gedachte Titel angezeigt.

Das Hauptprofil des Kontos kann nicht nachträglich zu einem Kinderprofil gemacht werden. Die Altersfreigabe eines automatisch als Kinderprofil angelegten Profils lässt sich später nicht mehr erhöhen; dafür muss das Profil gelöscht und neu angelegt werden. Nach Änderungen empfiehlt Netflix, das Profil zu wechseln oder sich ab- und wieder anzumelden, damit die Einstellung wirksam wird.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
2 Altersfreigabe-Einschränkung pro Profil festlegen (für ältere Kinder und Jugendliche) Wichtig

Für Profile ausserhalb der Netflix Kids-Umgebung lässt sich eine Altersfreigabestufe festlegen, ab der Titel nicht mehr angezeigt werden, zum Beispiel 13+ oder 16+ für ein Jugendlichen-Profil.

Das brauchst du: Das Netflix-Kontopasswort · Ein Handy mit der Netflix-App oder ein Browser

  1. Tippe auf «Mein Netflix»
  2. Tippe oben auf den Profilnamen
  3. Wähle «Profile verwalten»
  4. Wähle das gewünschte Profil zum Bearbeiten
  5. Tippe auf «Altersfreigabe-Einschränkung»
  6. Tippe auf «Altersfreigabe»
  7. Bestätige mit dem Kontopasswort
  8. Lege die gewünschte Stufe fest

So prüfst du es: Im Profil werden nur noch Titel bis zur gewählten Freigabestufe angezeigt.

Die verfügbaren Stufenbezeichnungen können je nach Land des Kontos leicht abweichen. Sobald eine Stufe gesetzt ist, werden nur noch Titel bis zu dieser Freigabe angezeigt.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
3 Einzelne Titel für ein Profil blockieren Wichtig

Sperrt bestimmte Filme oder Serien gezielt für ein Profil, unabhängig von der allgemeinen Altersfreigabestufe.

Das brauchst du: Ein Webbrowser · Das Netflix-Kontopasswort

  1. Nimm die Einstellung im Webbrowser vor. Die Titelblockierung für Kinderprofile ist laut Netflix nur dort vorgesehen und in der App teilweise nur für Nicht-Kinderprofile verfügbar

So prüfst du es: Die blockierten Titel stehen unter «Titel-Einschränkungen» in der Liste und werden im Profil nicht mehr angezeigt.

Für Kinderprofile funktioniert das gezielte Blockieren einzelner Titel zuverlässig nur über den Webbrowser.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
4 Profil mit eigener PIN sperren (Profilsperre) Wichtig

Schützt ein einzelnes Profil, etwa das Erwachsenenprofil, mit einer eigenen vierstelligen PIN, damit Kinder es nicht öffnen können.

Das brauchst du: Das Netflix-Kontopasswort · Eine vierstellige PIN, die das Kind nicht kennt

  1. Tippe auf «Mein Netflix»
  2. Tippe oben auf den Profilnamen
  3. Wähle «Profile verwalten»
  4. Wähle das gewünschte Profil
  5. Tippe auf «Profilsperre»
  6. Wähle «Profilsperre einrichten»
  7. Gib zur Bestätigung dein Netflix-Passwort ein
  8. Lege eine vierstellige PIN fest

So prüfst du es: Beim Öffnen des gesperrten Profils verlangt Netflix die vierstellige PIN.

Die Profilsperre ersetzt die frühere, kontoweite Einzel-PIN für 18+-Inhalte. Nach einer Umstellung auf profilweise Kindersicherung lässt sich nicht mehr zu einer einzigen PIN fürs ganze Konto zurückwechseln. Bei vergessener PIN hilft PIN vergessen im Login-Dialog oder die Verwaltung über netflix.com/account.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
5 Automatische Vorschau beim Durchstöbern deaktivieren Wichtig

Verhindert, dass beim Blättern durch das Angebot automatisch Video- und Ton-Vorschauen laufen, was Kinder ungewollt mit Ausschnitten aus nicht altersgerechten Titeln konfrontieren kann.

Das brauchst du: Ein Webbrowser mit Anmeldung im Netflix-Konto

  1. Nimm die Einstellung im Webbrowser vor. In der mobilen App ist sie nicht verfügbar

So prüfst du es: Beim Blättern durch das Angebot starten keine Video- und Ton-Vorschauen mehr, auf allen Geräten des Profils.

Die Einstellung wirkt geräteübergreifend für das Profil, sobald sie im Web gesetzt wurde. Auf Smart-TVs und in Apps lässt sie sich nicht direkt ändern, ist dort aber trotzdem wirksam, wenn zuvor im Browser deaktiviert.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
6 Automatisches Abspielen der nächsten Folge deaktivieren Wichtig

Verhindert, dass nach einer Folge automatisch die nächste startet, und reduziert so den Sog zum Weiterschauen (Bingewatching).

Das brauchst du: Ein Webbrowser mit Anmeldung im Netflix-Konto

  1. Nimm die Einstellung im Webbrowser vor. In der mobilen App ist sie nicht verfügbar

So prüfst du es: Nach dem Ende einer Folge startet die nächste nicht mehr automatisch.

Wie bei der Vorschau-Einstellung gilt die Änderung geräteübergreifend für das Profil, auch wenn sie nur im Browser gesetzt werden kann.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026
7 Titelverlauf ansehen und löschen Wichtig

Zeigt, was über ein Profil geschaut wurde, und erlaubt das Löschen einzelner Einträge oder des ganzen Verlaufs. Nützlich, um Empfehlungen zu korrigieren oder Einsicht in die Nutzung zu erhalten.

Das brauchst du: Zugang zum Netflix-Konto

  1. Tippe auf «Mein Netflix»
  2. Tippe unten auf «Mehr»
  3. Wähle «Konto»
  4. Wähle das Profil
  5. Wähle «Titelverlauf ansehen»
  6. Entferne einzelne Einträge über das Symbol daneben

So prüfst du es: Die gelöschten Einträge erscheinen nicht mehr im Titelverlauf des Profils.

Der Titelverlauf beeinflusst die Empfehlungen, die Netflix dem Profil zeigt. Für Kinderprofile bietet Netflix keine verhaltensgesteuerte Werbung an, unabhängig vom Verlauf.

Quelle: help.netflix.com geprüft 03.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Über Altersfreigaben und Ausnahmen sprechen
Altersfreigabestufen sind eine grobe Orientierung. Mit dem Kind besprechen, warum bestimmte Filme oder Serien (noch) nicht infrage kommen, auch wenn Gleichaltrige sie schon schauen.
Gemeinsam schauen und über Gesehenes reden
Gerade bei Themen wie Gewalt, Angst, Beziehungen oder riskantem Verhalten in Serien hilft es, Inhalte einzuordnen und Fragen des Kindes aufzugreifen.
Über Bingewatching und Bildschirmzeit sprechen
Autoplay der nächsten Folge ist bewusst auf langes Weiterschauen ausgelegt. Gemeinsam Regeln vereinbaren, wie viele Folgen am Stück in Ordnung sind.
Über den Wechsel zwischen Profilen sprechen
Wenn mehrere Profile auf einem Gerät verfügbar sind, klären, dass das Kind nur sein eigenes Profil nutzt und nicht versucht, gesperrte Profile zu öffnen.

Gut zu wissen

Automatisch angelegte Kinderprofile lassen sich nicht nachträglich hochstufen
Wurde ein Profil direkt als Kinderprofil (Netflix Kids-Umgebung) angelegt, kann die Altersfreigabe später nicht erhöht werden.
Was tun: Für ältere Kinder von Anfang an ein reguläres Profil mit passender Altersfreigabe-Einschränkung statt eines Kinderprofils anlegen, oder das Kinderprofil löschen und neu einrichten, sobald mehr Freigabe gewünscht ist.
Vorschau- und Autoplay-Einstellungen nur im Web änderbar
Automatische Vorschauen beim Durchstöbern und automatisches Abspielen der nächsten Folge lassen sich nicht direkt in der Mobil-App oder auf dem Smart-TV umstellen, nur über netflix.com im Browser, wirken dann aber geräteübergreifend.
Was tun: Die Einstellungen einmal über einen Webbrowser (auch am PC oder Smartphone-Browser) für jedes Profil setzen.
Titel blockieren funktioniert bei Kinderprofilen nur im Web
Das gezielte Sperren einzelner Filme oder Serien für ein Kinderprofil ist laut Netflix zuverlässig nur über den Webbrowser möglich.
Was tun: Kritische Einzeltitel über netflix.com in den Profileinstellungen blockieren, nicht nur in der App suchen.
Profilsperre hat die alte, kontoweite 18+-PIN abgelöst
Früher gab es nur eine einzige PIN fürs ganze Konto für Erwachseneninhalte. Mit der Profilsperre lässt sich jedes Profil einzeln schützen, ein Rückwechsel zur alten Einzel-PIN ist nach der Umstellung nicht mehr möglich.
Was tun: Für jedes schützenswerte Profil, insbesondere das Erwachsenenprofil, eine eigene Profilsperre mit PIN einrichten und die PIN nicht mit dem Kind teilen.
Keine verhaltensbasierte Werbung in Kinderprofilen
Netflix bietet für Kinderprofile ausdrücklich keine verhaltensgesteuerte Werbung an, unabhängig vom Titelverlauf.
Was tun: Trotzdem den Titelverlauf gelegentlich gemeinsam ansehen, um zu sehen, was tatsächlich geschaut wurde.
Ein Konto, mehrere Profile, gemeinsamer Haushalt
Netflix beschränkt die Nutzung eines Kontos grundsätzlich auf einen Haushalt. Kinder nutzen typischerweise ein eigenes Profil innerhalb des Familienkontos der Eltern, nicht ein eigenes Konto.
Was tun: Für jedes Kind ein eigenes, altersgerecht eingestelltes Profil anlegen statt mehrere Kinder ein Profil teilen zu lassen, damit Altersfreigaben und Verlauf stimmen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Netflix ist ein Video-Streamingdienst mit einem Konto pro Haushalt und mehreren Profilen darin. Mitglied und Vertragspartner muss volljährig sein, Kinder nutzen den Dienst über eigene Profile innerhalb des Familienkontos. Für Kinder gibt es eigene Kinderprofile mit vereinfachter, kindgerechter Oberfläche (Netflix Kids-Umgebung), zusätzlich lassen sich für jedes Profil individuelle Altersfreigabe-Einschränkungen setzen oder einzelne Titel blockieren. Profile können mit einer eigenen vierstelligen PIN gesperrt werden. Netflix verzichtet bei Kinderprofilen bewusst auf verhaltensbasierte Werbung.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter für die reine Mitnutzung über ein Profil. Die 18 Jahre sind das Vertrags-/Kontoinhaber-Mindestalter von Netflix, keine Schweizer Rechtsvorschrift für die Bildschirmnutzung selbst.

Relevante Gesetze
  • JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): verpflichtet Anbieter von Filmen und Videospielen, auch Streaming-/Abrufdienste, zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle. Netflix ist als klassischer Video-on-Demand-Anbieter mit durchgängiger Alterskennzeichnung pro Titel (ALLE, 7+, 10+, 13+, 16+, 18+) und Verpflichtung zur Alterskontrolle bei Erwachseneninhalten unmittelbarer vom JSFVG betroffen als offene, nutzergenerierte Plattformen.
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): für die Bearbeitung von Personendaten bei der Kontonutzung, insbesondere bei Kinderprofilen.

Gesetz und Anbieter-AGB sind zu trennen: Die 18 Jahre betreffen den Vertrag mit Netflix, nicht ein staatliches Mindestalter für Kinder, die über ein Profil im Familienkonto schauen. Das JSFVG verlangt von Netflix, Inhalte altersgerecht zu kennzeichnen und den Zugang zu Erwachseneninhalten zu kontrollieren; die konkrete Umsetzung im Elternalltag erfolgt über Kinderprofile, Altersfreigabe-Einschränkungen und Profilsperren.