Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. Pinterest fällt in diese Kategorie, daher Schwellen unter 13 rot, ab 13 nur als begleitetes, privates Konto mit Elternpasscode.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Pinterest kindersicher einstellen
Plattform zum Entdecken und Sammeln von Bildern und Ideen.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Mädchen sind Trendsetterinnen bei sozialen Netzwerken und nutzen Pinterest, TikTok, Instagram und BeReal deutlich stärker als Jungen. Pinterest ist damit vor allem bei Mädchen verbreitet, was die Themen Körperbild und Vergleichsdruck besonders relevant macht.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, klare Regeln und Bildschirmzeit vereinbaren und den Einstieg gemeinsam begleiten.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Elternpasscode einrichten Wichtig
Mit einem vierstelligen Elternpasscode sperren Eltern bestimmte Einstellungen im Teen-Konto, sodass das Kind sie nicht ohne Zustimmung lockern kann. Geschützt sind unter anderem personalisierte Werbung, Video-Empfehlungen (Autoplay), die Nutzung der Daten für Werbung und KI-Training sowie soziale Berechtigungen wie Erwähnungen. Einstellungen, die den Schutz erhöhen, kann das Kind weiterhin ohne Passcode ändern.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes · Eine E-Mail-Adresse eines Elternteils · Ein vierstelliger Passcode, den das Kind nicht kennt
- Melde dich gemeinsam mit dem Kind auf dessen Konto an
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Öffne den «Elternpasscode» (parental passcode)
- Lege den vierstelligen Passcode fest
- Hinterlege die E-Mail-Adresse eines Elternteils
- Wähle aus, welche Einstellungen der Passcode schützen soll (Werbung, Video-Empfehlungen, Datennutzung, soziale Berechtigungen)
- Melde dich gemeinsam mit dem Kind auf dessen Konto an
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Öffne den «Elternpasscode» (parental passcode)
- Lege den vierstelligen Passcode fest
- Hinterlege die E-Mail-Adresse eines Elternteils
- Wähle aus, welche Einstellungen der Passcode schützen soll (Werbung, Video-Empfehlungen, Datennutzung, soziale Berechtigungen)
- Melde dich gemeinsam mit dem Kind auf dessen Konto an
- Klicke unten links auf das Menü
- Klicke auf «Einstellungen»
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Öffne den «Elternpasscode»
- Lege den vierstelligen Passcode fest
- Hinterlege die E-Mail-Adresse eines Elternteils
- Wähle die geschützten Einstellungen aus
- Speichere die Auswahl
So prüfst du es: Die geschützten Einstellungen lassen sich im Konto des Kindes nur noch nach Eingabe des Passcodes ändern.
Die hinterlegte E-Mail-Adresse wird gebraucht, um den Passcode zu ändern oder zurückzusetzen. Der Passcode läuft automatisch ab, wenn das Kind laut Geburtsdatum 18 wird. Pinterest bietet keine vollständige Elternaufsicht wie ein Family Center, der Passcode schützt nur die genannten Einstellungen.
2 Privates Profil prüfen und behalten Wichtig
Bei einem privaten Profil sehen nur bestätigte Follower die Pins und Pinnwände des Kindes, und das Profil ist nicht über die Suche auffindbar. Konten von unter 18-Jährigen sind standardmässig privat. Bei unter 16-Jährigen lässt sich das Profil gar nicht auf öffentlich stellen, ab 16 kann das Kind zwischen privat und öffentlich wählen.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten» oder «Kontoverwaltung»
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten» oder «Kontoverwaltung»
- Klicke unten links auf das Menü
- Klicke auf «Einstellungen»
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten»
So prüfst du es: Das Profil steht auf privat, und «Profil in Suchmaschinen ausblenden» ist aktiv.
Bei 16- und 17-Jährigen kann das Kind das Profil selbst auf öffentlich stellen. Über den Elternpasscode lässt sich diese Änderung sperren. Auch bei privatem Profil können Inhalte über Screenshots weitergegeben werden.
3 Nachrichten und Kontaktaufnahme einschränken Wichtig
Begrenzt, wer dem Kind Nachrichten schicken kann. Bei unter 16-Jährigen können nur gegenseitige Follower Nachrichten senden und empfangen, die zuvor über einen persönlichen Profil-Link bestätigt wurden. Dieser Link läuft nach 3 Tagen ab oder sobald 5 neue Follower dazukommen. So können Fremde keinen Erstkontakt aufbauen.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Soziale Berechtigungen» (social permissions)
- Stelle möglichst restriktiv ein, wer Nachrichten senden darf
- Blockiere bei Bedarf einzelne Konten über das Drei-Punkte-Menü im Profil
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Soziale Berechtigungen» (social permissions)
- Stelle möglichst restriktiv ein, wer Nachrichten senden darf
- Blockiere bei Bedarf einzelne Konten über das Drei-Punkte-Menü im Profil
- Klicke unten links auf das Menü
- Klicke auf «Einstellungen»
- Wechsle zu «Soziale Berechtigungen»
- Stelle möglichst restriktiv ein, wer Nachrichten senden und wer das Kind erwähnen darf
- Blockiere bei Bedarf einzelne Konten
So prüfst du es: Unter «Soziale Berechtigungen» steht bei den Nachrichten die gewählte, restriktive Einstellung.
Kommentare unter selbst erstellten Pins sind bei unter 18-Jährigen automatisch ausgeschaltet. Über die sozialen Berechtigungen lässt sich zusätzlich festlegen, wer das Kind erwähnen darf. Diese Einstellungen können über den Elternpasscode gesperrt werden.
4 Personalisierte Werbung und Datennutzung ausschalten Wichtig
Reduziert, wie stark Pinterest das Verhalten des Kindes für Werbung auswertet. Standardmässig nutzt Pinterest auch Aktivitäten von Partner-Webseiten (Besuche ausserhalb von Pinterest) für Werbung. Diese Optionen lassen sich in den Datenschutzeinstellungen abschalten.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten»
- Deaktiviere den Schalter bei «Infos von besuchten Webseiten verwenden»
- Deaktiviere den Schalter bei «Partner-Infos verwenden»
- Deaktiviere den Schalter bei «Werbung über Pinterest»
- Deaktiviere den Schalter bei «Aktivität für Werbeberichte»
- Speichere die Änderungen (in der App teils automatisch)
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten»
- Deaktiviere den Schalter bei «Infos von besuchten Webseiten verwenden»
- Deaktiviere den Schalter bei «Partner-Infos verwenden»
- Deaktiviere den Schalter bei «Werbung über Pinterest»
- Deaktiviere den Schalter bei «Aktivität für Werbeberichte»
- Speichere die Änderungen (in der App teils automatisch)
- Klicke unten links auf das Menü
- Klicke auf «Einstellungen»
- Wechsle zu «Privatsphäre und Daten»
- Entferne das Häkchen bei «Infos von besuchten Webseiten verwenden»
- Entferne das Häkchen bei «Partner-Infos verwenden»
- Entferne das Häkchen bei «Werbung über Pinterest»
- Entferne das Häkchen bei «Aktivität für Werbeberichte»
- Klicke auf «Speichern»
So prüfst du es: Unter «Privatsphäre und Daten» stehen alle vier Schalter beziehungsweise Häkchen auf Aus.
Bei Teenagern ist personalisierte Werbung ohnehin eingeschränkt. Über den Elternpasscode lässt sich zusätzlich sperren, dass die Daten für Werbung oder das Training der KI-Werkzeuge von Pinterest genutzt werden. Werbung verschwindet dadurch nicht ganz, wird aber weniger auf das Kind zugeschnitten.
5 Heikle Inhalte melden und den Feed steuern Wichtig
Pinterest zeigt über die Startseite und die Suche laufend Empfehlungen von fremden Konten. Genau hier besteht das Risiko, dass ein Kind über verwandte Pins in Richtung Diät-, Essstörungs- oder Selbstverletzungs-Inhalte gezogen wird. Wer unpassende Pins ausblendet und meldet, trainiert den Feed auf weniger ähnliche Inhalte. Der Startseiten-Feed lässt sich zusätzlich über den Feed-Tuner an Themen anpassen.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes
- Tippe bei einem unpassenden Pin oben rechts auf die drei Punkte
- Wähle «Pin ausblenden»
- Gib den Grund an
- Wähle bei problematischen Inhalten stattdessen «Pin melden» und die passende Kategorie
- Öffne optional in den Einstellungen den Feed-Tuner (angezeigte Themen) und entferne unerwünschte Themen
- Tippe bei einem unpassenden Pin oben rechts auf die drei Punkte
- Wähle «Pin ausblenden»
- Gib den Grund an
- Wähle bei problematischen Inhalten stattdessen «Pin melden» und die passende Kategorie
- Öffne optional in den Einstellungen den Feed-Tuner (angezeigte Themen) und entferne unerwünschte Themen
- Fahre mit der Maus über einen Pin und klicke auf die drei Punkte
- Wähle «Pin ausblenden»
- Gib den Grund an
- Wähle bei problematischen Inhalten stattdessen «Pin melden»
- Passe im Startseiten-Feed über den Feed-Tuner die angezeigten Themen an
So prüfst du es: Der ausgeblendete Pin verschwindet aus dem Feed, und ähnliche Inhalte erscheinen seltener.
Sucht ein Kind gezielt nach Begriffen rund um Selbstverletzung, Suizid oder Essstörungen, blendet Pinterest Ergebnisse aus und zeigt Hilfeangebote. Diese Filter sind aber nie lückenlos. Pinterest hat im Fall Molly Russell (UK) eingeräumt, dass solche Inhalte auf der Plattform erreichbar waren. Ein begleitendes Gespräch bleibt darum wichtig.
6 Benachrichtigungen und Nutzungszeit begrenzen Wichtig
Pinterest kann durch endloses Scrollen viel Zeit binden. Weniger Benachrichtigungen und feste Zeitfenster helfen, die Nutzung im Rahmen zu halten. Pinterest zeigt Teenagern teils Erinnerungen, während der Schulzeit eine Pause einzulegen, steuert die Bildschirmzeit aber nicht selbst.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Benachrichtigungen»
- Schalte unnötige Push-Mitteilungen aus
- Lege zusätzlich in der iOS-Bildschirmzeit ein Tageslimit für Pinterest fest («Einstellungen»›«Bildschirmzeit»›«App-Limits»)
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Benachrichtigungen»
- Schalte unnötige Push-Mitteilungen aus
- Setze zusätzlich im Android-Digital Wellbeing ein Timer-Limit für Pinterest
So prüfst du es: Die unnötigen Push-Mitteilungen sind ausgeschaltet, und das Gerät zeigt das gesetzte App-Limit für Pinterest an.
Pinterest selbst bietet kein hartes Zeitlimit in der App. Ein wirksames Limit wird am besten über die Bildschirmzeit des Geräts (iOS-Bildschirmzeit oder Android-Digital Wellbeing) gesetzt.
7 Konto deaktivieren oder löschen Wichtig
Wenn Pinterest nicht mehr genutzt werden soll, lässt sich das Konto vorübergehend deaktivieren (pausieren, jederzeit reaktivierbar) oder dauerhaft löschen (nach einer Frist unwiderruflich). Vor dem Löschen können die eigenen Daten heruntergeladen werden.
Das brauchst du: Zugang zum Pinterest-Konto des Kindes · Zugriff auf die hinterlegte E-Mail-Adresse für die Bestätigung
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Wähle «Konto deaktivieren» (dauerhaftes Löschen am zuverlässigsten über den Desktop-Browser)
- Tippe unten rechts auf das Profilbild
- Öffne die Einstellungen
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Wähle «Konto deaktivieren» (dauerhaftes Löschen am zuverlässigsten über den Desktop-Browser)
- Klicke unten links auf das Menü
- Klicke auf «Einstellungen»
- Wechsle zu «Kontoverwaltung»
- Wähle «Konto vorübergehend deaktivieren» oder «Konto löschen»
- Gib den Grund an
- Schliesse den Vorgang per E-Mail-Bestätigung ab
So prüfst du es: Das Profil ist nach dem Deaktivieren nicht mehr aufrufbar; das dauerhafte Löschen bestätigt Pinterest per E-Mail.
Beim Löschen werden Profil, Pinnwände und persönliche Daten nach einer Frist (laut Berichten rund 7 Tage, innerhalb derer eine Reaktivierung noch möglich ist) dauerhaft entfernt. Vor dem Löschen die eigenen Daten über Einstellungen, Privatsphäre und Daten, Daten herunterladen sichern.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzPinterest ist eine visuelle Entdeck- und Sammelplattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer Bilder und Videos (Pins) finden, auf eigenen Pinnwänden (Boards) sammeln und teilen. Der Fokus liegt auf Inspiration zu Themen wie Mode, Rezepte, Deko, Reisen und Hobbys, es gibt aber auch Nachrichten und Kommentare. Ein Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus, zwischen 13 und 18 nur mit Zustimmung eines Elternteils. Konten von unter 18-Jährigen sind standardmässig privat, bei unter 16-Jährigen lässt sich das Profil nicht auf öffentlich stellen. Nachrichten sind bei unter 16-Jährigen auf gegenseitige Follower beschränkt, und Kommentare unter selbst erstellten Pins sind bis 18 automatisch ausgeschaltet. Eltern können über einen vierstelligen Elternpasscode bestimmte Einstellungen (unter anderem personalisierte Werbung, Video-Empfehlungen und Datennutzung) sperren.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke. Die 13 Jahre sind das Mindestalter aus den Nutzungsbedingungen von Pinterest, keine Rechtsvorschrift.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung, insbesondere für personalisierte Werbung und die Verwendung von Aktivitätsdaten
Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 1.1.2025) gilt hier nicht, da Pinterest kein Film- oder Videospielangebot ist. Eine Altersverifikation ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die Altersangabe bei der Anmeldung beruht auf Selbstauskunft.