Pinterest kindersicher einstellen

Plattform zum Entdecken und Sammeln von Bildern und Ideen.

Pinterest Inc. · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. Pinterest fällt in diese Kategorie, daher Schwellen unter 13 rot, ab 13 nur als begleitetes, privates Konto mit Elternpasscode.

Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)
JAMES-Studie 2024 (ZHAW)

Mädchen sind Trendsetterinnen bei sozialen Netzwerken und nutzen Pinterest, TikTok, Instagram und BeReal deutlich stärker als Jungen. Pinterest ist damit vor allem bei Mädchen verbreitet, was die Themen Körperbild und Vergleichsdruck besonders relevant macht.

Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)
Pro Juventute

Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, klare Regeln und Bildschirmzeit vereinbaren und den Einstieg gemeinsam begleiten.

Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)

Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 7 erledigt
1 Elternpasscode einrichten Wichtig

Mit einem vierstelligen Elternpasscode sperren Eltern bestimmte Einstellungen im Teen-Konto, sodass das Kind sie nicht ohne Zustimmung lockern kann. Geschützt sind unter anderem personalisierte Werbung, Video-Empfehlungen (Autoplay), die Nutzung der Daten für Werbung und KI-Training sowie soziale Berechtigungen wie Erwähnungen. Einstellungen, die den Schutz erhöhen, kann das Kind weiterhin ohne Passcode ändern.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes · Eine E-Mail-Adresse eines Elternteils · Ein vierstelliger Passcode, den das Kind nicht kennt

  1. Melde dich gemeinsam mit dem Kind auf dessen Konto an
  2. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  3. Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
  4. Wechsle zu «Kontoverwaltung»
  5. Öffne den «Elternpasscode» (parental passcode)
  6. Lege den vierstelligen Passcode fest
  7. Hinterlege die E-Mail-Adresse eines Elternteils
  8. Wähle aus, welche Einstellungen der Passcode schützen soll (Werbung, Video-Empfehlungen, Datennutzung, soziale Berechtigungen)

So prüfst du es: Die geschützten Einstellungen lassen sich im Konto des Kindes nur noch nach Eingabe des Passcodes ändern.

Die hinterlegte E-Mail-Adresse wird gebraucht, um den Passcode zu ändern oder zurückzusetzen. Der Passcode läuft automatisch ab, wenn das Kind laut Geburtsdatum 18 wird. Pinterest bietet keine vollständige Elternaufsicht wie ein Family Center, der Passcode schützt nur die genannten Einstellungen.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
2 Privates Profil prüfen und behalten Wichtig

Bei einem privaten Profil sehen nur bestätigte Follower die Pins und Pinnwände des Kindes, und das Profil ist nicht über die Suche auffindbar. Konten von unter 18-Jährigen sind standardmässig privat. Bei unter 16-Jährigen lässt sich das Profil gar nicht auf öffentlich stellen, ab 16 kann das Kind zwischen privat und öffentlich wählen.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes

  1. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne oben rechts das Menü oder die Einstellungen
  3. Wechsle zu «Privatsphäre und Daten» oder «Kontoverwaltung»

So prüfst du es: Das Profil steht auf privat, und «Profil in Suchmaschinen ausblenden» ist aktiv.

Bei 16- und 17-Jährigen kann das Kind das Profil selbst auf öffentlich stellen. Über den Elternpasscode lässt sich diese Änderung sperren. Auch bei privatem Profil können Inhalte über Screenshots weitergegeben werden.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
3 Nachrichten und Kontaktaufnahme einschränken Wichtig

Begrenzt, wer dem Kind Nachrichten schicken kann. Bei unter 16-Jährigen können nur gegenseitige Follower Nachrichten senden und empfangen, die zuvor über einen persönlichen Profil-Link bestätigt wurden. Dieser Link läuft nach 3 Tagen ab oder sobald 5 neue Follower dazukommen. So können Fremde keinen Erstkontakt aufbauen.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes

  1. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die Einstellungen
  3. Wechsle zu «Soziale Berechtigungen» (social permissions)
  4. Stelle möglichst restriktiv ein, wer Nachrichten senden darf
  5. Blockiere bei Bedarf einzelne Konten über das Drei-Punkte-Menü im Profil

So prüfst du es: Unter «Soziale Berechtigungen» steht bei den Nachrichten die gewählte, restriktive Einstellung.

Kommentare unter selbst erstellten Pins sind bei unter 18-Jährigen automatisch ausgeschaltet. Über die sozialen Berechtigungen lässt sich zusätzlich festlegen, wer das Kind erwähnen darf. Diese Einstellungen können über den Elternpasscode gesperrt werden.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
4 Personalisierte Werbung und Datennutzung ausschalten Wichtig

Reduziert, wie stark Pinterest das Verhalten des Kindes für Werbung auswertet. Standardmässig nutzt Pinterest auch Aktivitäten von Partner-Webseiten (Besuche ausserhalb von Pinterest) für Werbung. Diese Optionen lassen sich in den Datenschutzeinstellungen abschalten.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes

  1. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die Einstellungen
  3. Wechsle zu «Privatsphäre und Daten»
  4. Deaktiviere den Schalter bei «Infos von besuchten Webseiten verwenden»
  5. Deaktiviere den Schalter bei «Partner-Infos verwenden»
  6. Deaktiviere den Schalter bei «Werbung über Pinterest»
  7. Deaktiviere den Schalter bei «Aktivität für Werbeberichte»
  8. Speichere die Änderungen (in der App teils automatisch)

So prüfst du es: Unter «Privatsphäre und Daten» stehen alle vier Schalter beziehungsweise Häkchen auf Aus.

Bei Teenagern ist personalisierte Werbung ohnehin eingeschränkt. Über den Elternpasscode lässt sich zusätzlich sperren, dass die Daten für Werbung oder das Training der KI-Werkzeuge von Pinterest genutzt werden. Werbung verschwindet dadurch nicht ganz, wird aber weniger auf das Kind zugeschnitten.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
5 Heikle Inhalte melden und den Feed steuern Wichtig

Pinterest zeigt über die Startseite und die Suche laufend Empfehlungen von fremden Konten. Genau hier besteht das Risiko, dass ein Kind über verwandte Pins in Richtung Diät-, Essstörungs- oder Selbstverletzungs-Inhalte gezogen wird. Wer unpassende Pins ausblendet und meldet, trainiert den Feed auf weniger ähnliche Inhalte. Der Startseiten-Feed lässt sich zusätzlich über den Feed-Tuner an Themen anpassen.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Pinterest-Konto des Kindes

  1. Tippe bei einem unpassenden Pin oben rechts auf die drei Punkte
  2. Wähle «Pin ausblenden»
  3. Gib den Grund an
  4. Wähle bei problematischen Inhalten stattdessen «Pin melden» und die passende Kategorie
  5. Öffne optional in den Einstellungen den Feed-Tuner (angezeigte Themen) und entferne unerwünschte Themen

So prüfst du es: Der ausgeblendete Pin verschwindet aus dem Feed, und ähnliche Inhalte erscheinen seltener.

Sucht ein Kind gezielt nach Begriffen rund um Selbstverletzung, Suizid oder Essstörungen, blendet Pinterest Ergebnisse aus und zeigt Hilfeangebote. Diese Filter sind aber nie lückenlos. Pinterest hat im Fall Molly Russell (UK) eingeräumt, dass solche Inhalte auf der Plattform erreichbar waren. Ein begleitendes Gespräch bleibt darum wichtig.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
6 Benachrichtigungen und Nutzungszeit begrenzen Wichtig

Pinterest kann durch endloses Scrollen viel Zeit binden. Weniger Benachrichtigungen und feste Zeitfenster helfen, die Nutzung im Rahmen zu halten. Pinterest zeigt Teenagern teils Erinnerungen, während der Schulzeit eine Pause einzulegen, steuert die Bildschirmzeit aber nicht selbst.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes

  1. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die Einstellungen
  3. Wechsle zu «Benachrichtigungen»
  4. Schalte unnötige Push-Mitteilungen aus
  5. Lege zusätzlich in der iOS-Bildschirmzeit ein Tageslimit für Pinterest fest («Einstellungen»«Bildschirmzeit»«App-Limits»)

So prüfst du es: Die unnötigen Push-Mitteilungen sind ausgeschaltet, und das Gerät zeigt das gesetzte App-Limit für Pinterest an.

Pinterest selbst bietet kein hartes Zeitlimit in der App. Ein wirksames Limit wird am besten über die Bildschirmzeit des Geräts (iOS-Bildschirmzeit oder Android-Digital Wellbeing) gesetzt.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026
7 Konto deaktivieren oder löschen Wichtig

Wenn Pinterest nicht mehr genutzt werden soll, lässt sich das Konto vorübergehend deaktivieren (pausieren, jederzeit reaktivierbar) oder dauerhaft löschen (nach einer Frist unwiderruflich). Vor dem Löschen können die eigenen Daten heruntergeladen werden.

Das brauchst du: Zugang zum Pinterest-Konto des Kindes · Zugriff auf die hinterlegte E-Mail-Adresse für die Bestätigung

  1. Tippe unten rechts auf das Profilbild
  2. Öffne die Einstellungen
  3. Wechsle zu «Kontoverwaltung»
  4. Wähle «Konto deaktivieren» (dauerhaftes Löschen am zuverlässigsten über den Desktop-Browser)

So prüfst du es: Das Profil ist nach dem Deaktivieren nicht mehr aufrufbar; das dauerhafte Löschen bestätigt Pinterest per E-Mail.

Beim Löschen werden Profil, Pinnwände und persönliche Daten nach einer Frist (laut Berichten rund 7 Tage, innerhalb derer eine Reaktivierung noch möglich ist) dauerhaft entfernt. Vor dem Löschen die eigenen Daten über Einstellungen, Privatsphäre und Daten, Daten herunterladen sichern.

Quelle: help.pinterest.com geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Unter 13 bewusst entscheiden
13 ist die rechtliche Grenze des Anbieters, keine Reifeempfehlung. Zwischen 13 und 18 verlangen die AGB zudem die Erlaubnis der Eltern. Vor einem eigenen Konto die Reife des Kindes einschätzen, wie es Pro Juventute empfiehlt.
Über Diät-, Körper- und Essstörungs-Inhalte sprechen
Pinterest ist stark auf Bilder ausgerichtet und zeigt viele idealisierte Körper-, Fitness- und Diätinhalte. Über verwandte Pins kann ein Kind in problematische Richtungen gezogen werden. Gemeinsam einordnen, dass vieles inszeniert ist, und offen über Körperbild und Druck reden.
Über Selbstverletzung und wo es Hilfe gibt sprechen
Der Fall Molly Russell zeigt, dass auf Pinterest Inhalte zu Selbstverletzung und Suizid kursierten. Mit dem Kind besprechen, dass es solche Inhalte melden und ausblenden soll, und wo es Hilfe findet (zum Beispiel Pro Juventute Beratung 147).
Über Kontaktaufnahme durch Fremde sprechen
Auch wenn Nachrichten bei unter 16-Jährigen stark eingeschränkt sind, mit dem Kind vereinbaren, keine unbekannten Kontakte anzunehmen und unangenehme Nachrichten zu melden oder zu blockieren.
Bildschirmzeit gemeinsam vereinbaren
Statt nur zu sperren feste Regeln aushandeln, zum Beispiel kein Handy im Schlafzimmer und mediafreie Zeiten, wie es Pro Juventute und Jugend und Medien empfehlen. Pinterest bindet durch endloses Scrollen leicht viel Zeit.

Gut zu wissen

Teen-Konten sind vieles automatisch, aber es gibt kein Family Center
Konten von unter 18-Jährigen sind standardmässig privat, unter 16 nicht auf öffentlich umstellbar, mit eingeschränkten Nachrichten und ausgeschalteten Kommentaren unter eigenen Pins. Anders als bei Instagram oder TikTok gibt es aber keine umfassende Elternaufsicht, sondern nur den Elternpasscode für einzelne Einstellungen.
Was tun: Elternpasscode gemeinsam einrichten und die wichtigsten Einstellungen (Werbung, Datennutzung, Video-Empfehlungen, soziale Berechtigungen) schützen.
Das Rabbit-Hole-Risiko bei Empfehlungen
Pinterest ordnet Inhalte über verwandte Pins und den Startseiten-Feed. Dokumentierte Fälle und der Fall Molly Russell (UK) zeigen, dass Kinder so in Richtung Essstörungs- und Selbstverletzungs-Inhalte gelangen konnten. Pinterest hat Schutzmassnahmen und Hilfe-Einblendungen bei sensiblen Suchbegriffen eingeführt, lückenlos sind sie aber nicht.
Was tun: Unpassende Pins konsequent ausblenden und melden, den Feed über den Feed-Tuner steuern und das Gespräch über heikle Inhalte suchen.
Falsches Alter hebt den Schutz auf
Wer bei der Anmeldung ein höheres Alter angibt, erhält kein Teen-Konto und verliert die automatischen Schutzmassnahmen wie das private Profil und die eingeschränkten Nachrichten.
Was tun: Gemeinsam mit dem korrekten Geburtsdatum anmelden, damit die altersgerechten Schutzmassnahmen greifen.
Standardmässig fliessen auch Daten von anderen Webseiten ein
Pinterest nutzt standardmässig Aktivitäten von Partner-Webseiten (Besuche ausserhalb von Pinterest) für Werbung. Das lässt sich in den Datenschutzeinstellungen abschalten und über den Elternpasscode sperren.
Was tun: In Privatsphäre und Daten die Optionen zur Nutzung von externen Aktivitäten und Partner-Infos deaktivieren.
Bei Mädchen besonders verbreitet
Laut JAMES-Studie 2024 nutzen Mädchen Pinterest deutlich stärker als Jungen und sind Trendsetterinnen bei sozialen Netzwerken. Damit sind Themen wie Körperbild, Schönheitsideale und Vergleichsdruck hier besonders relevant.
Was tun: Gezielt über idealisierte Bilder, Inszenierung und Körperbild sprechen und einordnen, dass vieles nicht echt ist.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Pinterest ist eine visuelle Entdeck- und Sammelplattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer Bilder und Videos (Pins) finden, auf eigenen Pinnwänden (Boards) sammeln und teilen. Der Fokus liegt auf Inspiration zu Themen wie Mode, Rezepte, Deko, Reisen und Hobbys, es gibt aber auch Nachrichten und Kommentare. Ein Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus, zwischen 13 und 18 nur mit Zustimmung eines Elternteils. Konten von unter 18-Jährigen sind standardmässig privat, bei unter 16-Jährigen lässt sich das Profil nicht auf öffentlich stellen. Nachrichten sind bei unter 16-Jährigen auf gegenseitige Follower beschränkt, und Kommentare unter selbst erstellten Pins sind bis 18 automatisch ausgeschaltet. Eltern können über einen vierstelligen Elternpasscode bestimmte Einstellungen (unter anderem personalisierte Werbung, Video-Empfehlungen und Datennutzung) sperren.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke. Die 13 Jahre sind das Mindestalter aus den Nutzungsbedingungen von Pinterest, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung, insbesondere für personalisierte Werbung und die Verwendung von Aktivitätsdaten

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 1.1.2025) gilt hier nicht, da Pinterest kein Film- oder Videospielangebot ist. Eine Altersverifikation ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die Altersangabe bei der Anmeldung beruht auf Selbstauskunft.