Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. Snapchat ist ein offenes soziales Netzwerk mit Standortfunktion und Kontakt durch Fremde, daher die Schwellen unter 12 rot, ab 13 (Mindestalter) nur begleitet und mit engen Einstellungen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Snapchat kindersicher einstellen
Foto- und Video-Messaging-App mit verschwindenden Nachrichten.
- bis 12 Jahre Nicht empfohlen Was passt mit 12?
- ab 13 Jahre Nur mit Begleitung Was passt mit 13?
- ab 18 Jahre Altersgerecht Was passt mit 18?
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Soziale Netzwerke wie Snapchat sind laut Nutzungsbedingungen erst ab 13 erlaubt. Diese Grenze schützt vor unangemessenen Inhalten, unerwünschten Kontakten und problematischer Werbung. Kontroll- und Schutzeinstellungen helfen, ersetzen aber das Gespräch über Risiken nicht. Aktive Begleitung durch die Eltern ist entscheidend.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen und Apps mit dem Kind gemeinsam einrichten und begleiten.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Family Center einrichten (für 13 bis 17) Wichtig
Von Eltern begleitete Aufsicht. Eltern sehen, mit wem das Kind in den letzten sieben Tagen Snaps und Chats ausgetauscht hat (ohne Inhalte), erhalten eine Bildschirmzeit-Übersicht, können anstössige Inhalte in Stories und Spotlight einschränken und My AI für das Kind deaktivieren. Das Kind muss die Einladung annehmen.
Das brauchst du: Dein eigenes Snapchat-Konto auf deinem Handy · Das Handy des Kindes zum Annehmen der Einladung
- Erstelle ein eigenes Snapchat-Konto, falls du noch keines hast
- Füge das Kind als Freund hinzu und lass dich vom Kind gegenseitig hinzufügen
- Tippe auf dein Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Öffne «Family Center» oder gib oben in der Suche «Family Center» ein
- Starte im «Family Center» die Einrichtung
- Wähle auf dem Einladungs-Bildschirm das Konto des Kindes aus der Freundesliste
- Sende die Einladung (Send Invitation)
- Lass das Kind die Einladung auf seinem Gerät annehmen
- Erstelle ein eigenes Snapchat-Konto, falls du noch keines hast
- Füge das Kind als Freund hinzu und lass dich vom Kind gegenseitig hinzufügen
- Tippe auf dein Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Öffne «Family Center» oder gib oben in der Suche «Family Center» ein
- Starte im «Family Center» die Einrichtung
- Wähle auf dem Einladungs-Bildschirm das Konto des Kindes aus der Freundesliste
- Sende die Einladung (Send Invitation)
- Lass das Kind die Einladung auf seinem Gerät annehmen
So prüfst du es: Im «Family Center» erscheint das Konto deines Kindes, und du siehst die Kontakte der letzten sieben Tage sowie die Bildschirmzeit-Übersicht.
Family Center zeigt keine Nachrichteninhalte und ersetzt das Gespräch nicht. Es funktioniert nur, wenn das Kind sein echtes Alter (13 bis 17) angegeben hat und die Einladung annimmt. Das Elternkonto muss mindestens 18 Jahre alt sein. Es ersetzt die Privatsphäre-Einstellungen unten nicht, diese am besten gemeinsam mit dem Kind setzen.
2 My AI (KI-Chatbot) über Family Center deaktivieren Wichtig
Schaltet den fest eingebauten KI-Chatbot My AI für das Kind ab, damit dieser Nachrichten des Kindes nicht mehr verarbeitet oder beantwortet.
Das brauchst du: Family Center ist eingerichtet und mit dem Kind verbunden · Dein Handy mit deinem Snapchat-Konto
- Öffne dein Profil
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Öffne «Family Center»
- Wähle das Konto des Kindes
- Scrolle nach unten zum Bereich «Einstellungen»
- Deaktiviere den Schalter bei «My AI»
- Tippe im Hinweisfenster auf «Deaktivieren»
- Öffne dein Profil
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Öffne «Family Center»
- Wähle das Konto des Kindes
- Scrolle nach unten zum Bereich «Einstellungen»
- Deaktiviere den Schalter bei «My AI»
- Tippe im Hinweisfenster auf «Deaktivieren»
So prüfst du es: Der Schalter bei «My AI» steht auf Aus; dem Kind antwortet My AI nur noch mit dem Hinweis, dass es abgeschaltet wurde.
Nach dem Deaktivieren antwortet My AI dem Kind nur noch mit dem Hinweis, dass es abgeschaltet wurde. Ohne Family Center kann man My AI nicht vollständig entfernen (nur Snapchat+-Abonnenten können es aus der Chat-Übersicht ausblenden). Frühere Chats lassen sich in den Einstellungen im Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy) über die Lösch-Optionen für My-AI-Daten entfernen.
3 Snap Map: Geistmodus (Ghost Mode) aktivieren Wichtig
Verbirgt den Standort des Kindes auf der Snap Map, damit niemand sehen kann, wo es sich aufhält.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto
- Tippe auf der Startseite unten links auf das Standort-Symbol, um die Snap Map zu öffnen
- Öffne die Einstellungen der Snap Map (Zahnrad)
- Aktiviere den «Geistmodus» (Ghost Mode)
- Wähle die Dauer: «3 Stunden», «24 Stunden» oder bis zum Ausschalten (Until Turned Off)
- Tippe auf der Startseite unten links auf das Standort-Symbol, um die Snap Map zu öffnen
- Öffne die Einstellungen der Snap Map (Zahnrad)
- Aktiviere den «Geistmodus» (Ghost Mode)
- Wähle die Dauer: «3 Stunden», «24 Stunden» oder bis zum Ausschalten (Until Turned Off)
So prüfst du es: Der Schalter beim «Geistmodus» steht auf Ein; der Standort des Kindes ist für andere auf der Snap Map nicht mehr sichtbar.
Im Geistmodus ist der Standort für andere unsichtbar, Snap selbst kennt ihn weiterhin. Empfehlung für Kinder: Geistmodus dauerhaft (bis zum Ausschalten) aktivieren. Die Snap Map lässt sich nicht komplett entfernen, der Geistmodus ist der wirksamste Schutz.
4 Wer kann mich kontaktieren auf Freunde beschränken Wichtig
Legt fest, dass nur bestätigte Freunde dem Kind Snaps und Chats senden oder es anrufen können. Verhindert Kontakt durch Fremde.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf die Einstellung, wer dich kontaktieren kann (Contact Me)
- Wähle die Option, dass nur Freunde dich kontaktieren können
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf die Einstellung, wer dich kontaktieren kann (Contact Me)
- Wähle die Option, dass nur Freunde dich kontaktieren können
So prüfst du es: Bei der Einstellung, wer dich kontaktieren kann (Contact Me), ist die Option für Freunde ausgewählt.
Standardmässig können nur Freunde kontaktieren, das aber unbedingt prüfen. Die frühere Option, dass jeder kontaktieren kann, gibt es für normale Konten nicht mehr. So erreichen Fremde das Kind nicht direkt mit Snaps oder Anrufen.
5 Wer kann meine Story sehen einschränken Wichtig
Stellt sicher, dass die Story des Kindes nur von bekannten Freunden gesehen wird, nicht von allen.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf den Bereich für Privatsphäre und Daten (My Privacy & Data)
- Tippe auf die Einstellung, wer deine Story sehen kann (Who Can View My Story)
- Wähle «Meine Freunde» oder «Benutzerdefiniert» (einzelne Kontakte ausschliessen)
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf den Bereich für Privatsphäre und Daten (My Privacy & Data)
- Tippe auf die Einstellung, wer deine Story sehen kann (Who Can View My Story)
- Wähle «Meine Freunde» oder «Benutzerdefiniert» (einzelne Kontakte ausschliessen)
So prüfst du es: Bei der Einstellung, wer deine Story sehen kann (Who Can View My Story), ist «Meine Freunde» oder die benutzerdefinierte Auswahl gesetzt.
Standardmässig sehen nur hinzugefügte Freunde die Story; die Option, dass jeder die Story sieht, hat Snapchat entfernt. Unter 16-Jährige können Stories und Spotlight-Videos seit Juni 2026 nur noch mit bestätigten Freunden teilen; öffentliche Profile sind ab 16 mit Schutzmassnahmen möglich, der volle Zugang gilt ab 18.
6 Freundschaftsvorschläge «Freunde finden» (früher Quick Add) deaktivieren Wichtig
Verhindert, dass das Profil des Kindes anderen über gemeinsame Freunde und Kontakte als Vorschlag angezeigt wird. Reduziert, dass Fremde das Kind finden und hinzufügen.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf den Bereich für Privatsphäre und Daten (My Privacy & Data)
- Tippe auf die Einstellung, wer dich in «Freunde finden» sieht (Who Can See Me In Find Friends)
- Schalte aus, dass du in «Freunde finden» erscheinst
- Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
- Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
- Scrolle nach unten zum Bereich für App und Datenschutz (App & Privacy)
- Tippe auf den Bereich für Privatsphäre und Daten (My Privacy & Data)
- Tippe auf die Einstellung, wer dich in «Freunde finden» sieht (Who Can See Me In Find Friends)
- Schalte aus, dass du in «Freunde finden» erscheinst
So prüfst du es: Du erscheinst nicht mehr in «Freunde finden»; die Änderung kann bis zu 72 Stunden dauern.
«Freunde finden» (früher Quick Add) schlägt das Profil anderen Personen vor, auch solchen, die das Kind nicht kennt. Ausschalten verringert ungewollte Freundschaftsanfragen deutlich.
7 Standortteilung mit Apps und System prüfen Wichtig
Begrenzt zusätzlich auf Geräteebene, wann Snapchat überhaupt auf den Standort zugreifen darf.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes
- Öffne die Geräte-Einstellungen
- Scrolle zu Snapchat und tippe darauf
- Tippe auf «Standort»
- Wähle «Beim Verwenden der App» oder «Nie»
- Schalte «Genauen Standort» je nach Bedarf aus
- Öffne die Geräte-Einstellungen
- Tippe auf «Apps»
- Wähle Snapchat
- Öffne «Berechtigungen»›«Standort»
- Wähle «Nur bei App-Nutzung zulassen» oder «Nicht zulassen»
So prüfst du es: In den Geräte-Einstellungen steht die Standort-Berechtigung von Snapchat auf der gewählten Option.
Ergänzt den Geistmodus. Auch wenn Snapchat keinen Standort darf, bleiben die übrigen Funktionen nutzbar.
8 Personen blockieren und melden Wichtig
Schützt das Kind vor belästigenden, fremden oder unangemessenen Kontakten und meldet Missbrauch an Snapchat.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto
- Tippe auf das Profil der Person
- Tippe oben rechts auf die drei Punkte (Freundschaft verwalten)
- Wähle «Melden» oder «Blockieren»
- Halte zum Melden von Inhalten (Snap, Story, Spotlight) den Inhalt gedrückt oder tippe auf die drei Punkte
- Wähle «Melden»
- Gib einen Grund an
- Sende die Meldung ab
- Tippe auf das Profil der Person
- Tippe oben rechts auf die drei Punkte (Freundschaft verwalten)
- Wähle «Melden» oder «Blockieren»
- Halte zum Melden von Inhalten den Inhalt gedrückt oder tippe auf die drei Punkte
- Wähle «Melden»
- Gib einen Grund an
- Sende die Meldung ab
So prüfst du es: Die blockierte Person ist aus der Freundesliste entfernt und kann keinen Kontakt mehr aufnehmen.
Blockieren entfernt die Person aus der Freundesliste und unterbindet weiteren Kontakt. Dem Kind erklären, dass Melden und Blockieren erlaubt und richtig ist, nicht Petzen.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzSnapchat ist eine Foto- und Video-Messaging-App. Nachrichten (Snaps) und Stories verschwinden nach kurzer Zeit oder nach 24 Stunden. Ein Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus. Bekannte Funktionen sind Snaps und Chats, Stories, die Karte Snap Map mit Standortteilung, die Freundschaftsvorschläge Freunde finden (früher Quick Add) sowie der fest eingebaute KI-Chatbot My AI. Für Teenager von 13 bis 17 gibt es das Family Center: Eltern verbinden ihr Konto mit dem des Kindes und sehen, mit wem das Kind in den letzten sieben Tagen Snaps und Chats ausgetauscht hat (ohne Inhalte), sehen eine Bildschirmzeit-Übersicht, können anstössige Inhalte in Stories und Spotlight einschränken und My AI für das Kind deaktivieren. Verschwindende Inhalte lassen sich per Screenshot trotzdem festhalten.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke oder Messenger. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Snapchat, keine Rechtsvorschrift.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung
Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht, da Snapchat kein Film- oder Videospielangebot im Sinne des Gesetzes ist. Massgeblich für die Datenbearbeitung ist das revDSG.