Snapchat kindersicher einstellen

Foto- und Video-Messaging-App mit verschwindenden Nachrichten.

Snap Inc. · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 18 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. Snapchat ist ein offenes soziales Netzwerk mit Standortfunktion und Kontakt durch Fremde, daher die Schwellen unter 12 rot, ab 13 (Mindestalter) nur begleitet und mit engen Einstellungen.

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Jugend und Medien (nationale Plattform des Bundes)

Soziale Netzwerke wie Snapchat sind laut Nutzungsbedingungen erst ab 13 erlaubt. Diese Grenze schützt vor unangemessenen Inhalten, unerwünschten Kontakten und problematischer Werbung. Kontroll- und Schutzeinstellungen helfen, ersetzen aber das Gespräch über Risiken nicht. Aktive Begleitung durch die Eltern ist entscheidend.

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Pro Juventute

Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen und Apps mit dem Kind gemeinsam einrichten und begleiten.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 8 erledigt
1 Family Center einrichten (für 13 bis 18) Wichtig

Von Eltern begleitete Aufsicht. Eltern sehen, mit wem das Kind in den letzten sieben Tagen Snaps und Chats ausgetauscht hat (ohne Inhalte), erhalten eine Bildschirmzeit-Übersicht und können My AI für das Kind deaktivieren. Das Kind muss die Einladung annehmen.

Das brauchst du: Dein eigenes Snapchat-Konto auf deinem Handy · Das Handy des Kindes zum Annehmen der Einladung

  1. Erstelle ein eigenes Snapchat-Konto, falls du noch keines hast
  2. Füge das Kind als Freund hinzu und lass dich vom Kind gegenseitig hinzufügen
  3. Tippe auf dein Profil (Bitmoji oben links)
  4. Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
  5. Öffne «Family Center» oder gib oben in der Suche «Family Center» ein
  6. Tippe auf «Einladen»
  7. Wähle das Konto des Kindes aus der Freundesliste
  8. Lass das Kind die Einladung auf seinem Gerät annehmen

So prüfst du es: Im «Family Center» erscheint das Konto deines Kindes, und du siehst die Kontakte der letzten sieben Tage sowie die Bildschirmzeit-Übersicht.

Family Center zeigt keine Nachrichteninhalte und ersetzt das Gespräch nicht. Es funktioniert nur, wenn das Kind sein echtes Alter (13 bis 18) angegeben hat und die Einladung annimmt. Es ersetzt die Privatsphäre-Einstellungen unten nicht, diese am besten gemeinsam mit dem Kind setzen.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
2 My AI (KI-Chatbot) über Family Center deaktivieren Wichtig

Schaltet den fest eingebauten KI-Chatbot My AI für das Kind ab, damit dieser Nachrichten des Kindes nicht mehr verarbeitet oder beantwortet.

Das brauchst du: Family Center ist eingerichtet und mit dem Kind verbunden · Dein Handy mit deinem Snapchat-Konto

  1. Öffne dein Profil
  2. Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
  3. Öffne «Family Center»
  4. Wähle das Konto des Kindes
  5. Wähle den Bereich «Einstellungen»
  6. Deaktiviere den Schalter bei «My AI»
  7. Tippe im Hinweisfenster auf «Deaktivieren»

So prüfst du es: Der Schalter bei «My AI» steht auf Aus; dem Kind antwortet My AI nur noch mit dem Hinweis, dass es abgeschaltet wurde.

Nach dem Deaktivieren antwortet My AI dem Kind nur noch mit dem Hinweis, dass es abgeschaltet wurde. Ohne Family Center kann man My AI nicht vollständig entfernen (nur Snapchat+-Abonnenten können es aus der Chat-Übersicht ausblenden). Frühere Chats lassen sich unter Einstellungen, Datenschutz-Einstellungen, Daten löschen, My-AI-Daten löschen entfernen.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
3 Snap Map: Geistmodus (Ghost Mode) aktivieren Wichtig

Verbirgt den Standort des Kindes auf der Snap Map, damit niemand sehen kann, wo es sich aufhält.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto

  1. Tippe auf der Startseite unten links auf das Standort-Symbol, um die Snap Map zu öffnen
  2. Öffne oben rechts die Einstellungen der Snap Map (Zahnrad)
  3. Aktiviere den «Geistmodus» (Ghost Mode)
  4. Wähle die Dauer: «3 Stunden», «24 Stunden» oder «Bis ich es ausschalte»

So prüfst du es: Der Schalter beim «Geistmodus» steht auf Ein; der Standort des Kindes ist für andere auf der Snap Map nicht mehr sichtbar.

Im Geistmodus ist der Standort für andere unsichtbar, Snap selbst kennt ihn weiterhin. Empfehlung für Kinder: Geistmodus dauerhaft (Bis ich es ausschalte) aktivieren. Die Snap Map lässt sich nicht komplett entfernen, der Geistmodus ist der wirksamste Schutz.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
4 Wer kann mich kontaktieren auf Freunde beschränken Wichtig

Legt fest, dass nur bestätigte Freunde dem Kind Snaps und Chats senden oder es anrufen können. Verhindert Kontakt durch Fremde.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto

  1. Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
  2. Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
  3. Tippe im Bereich «Datenschutz-Einstellungen» (Privacy Controls) auf «Kontaktiere mich» (Contact Me)
  4. Wähle «Freunde» statt «Jeder»

So prüfst du es: Bei «Kontaktiere mich» ist «Freunde» ausgewählt.

Standardmässig können nur Freunde kontaktieren, das aber unbedingt prüfen. So erreichen Fremde das Kind nicht direkt mit Snaps oder Anrufen.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
5 Wer kann meine Story sehen einschränken Wichtig

Stellt sicher, dass die Story des Kindes nur von bekannten Freunden gesehen wird, nicht von allen.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto

  1. Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
  2. Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
  3. Tippe im Bereich «Datenschutz-Einstellungen» auf «Story ansehen» (View My Story)
  4. Wähle «Meine Freunde» oder «Benutzerdefiniert» (einzelne Kontakte ausschliessen)

So prüfst du es: Bei «Story ansehen» ist «Meine Freunde» oder die benutzerdefinierte Auswahl gesetzt.

Standardmässig sehen nur hinzugefügte Freunde die Story. Unter 16-Jährige können Stories und Spotlight-Videos seit Juni 2026 nur noch mit bestätigten Freunden teilen; öffentliche Profile sind ab 16 mit Schutzmassnahmen möglich, der volle Zugang gilt ab 18.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 14.07.2026
6 Quick Add (Freundschaftsvorschläge) deaktivieren Wichtig

Verhindert, dass das Profil des Kindes anderen über gemeinsame Freunde und Kontakte als Vorschlag angezeigt wird. Reduziert, dass Fremde das Kind finden und hinzufügen.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto

  1. Öffne das Profil (Bitmoji oben links)
  2. Öffne oben rechts die Einstellungen (Zahnrad)
  3. Tippe im Bereich «Datenschutz-Einstellungen» auf «In Quick Add anzeigen» (See Me in Quick Add)
  4. Entferne den Haken bei «In Quick Add anzeigen»

So prüfst du es: Der Haken bei «In Quick Add anzeigen» ist entfernt.

Quick Add schlägt das Profil anderen Personen vor, auch solchen, die das Kind nicht kennt. Ausschalten verringert ungewollte Freundschaftsanfragen deutlich.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
7 Standortteilung mit Apps und System prüfen Wichtig

Begrenzt zusätzlich auf Geräteebene, wann Snapchat überhaupt auf den Standort zugreifen darf.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne die Geräte-Einstellungen
  2. Scrolle zu Snapchat und tippe darauf
  3. Tippe auf «Standort»
  4. Wähle «Beim Verwenden der App» oder «Nie»
  5. Schalte «Genauen Standort» je nach Bedarf aus

So prüfst du es: In den Geräte-Einstellungen steht die Standort-Berechtigung von Snapchat auf der gewählten Option.

Ergänzt den Geistmodus. Auch wenn Snapchat keinen Standort darf, bleiben die übrigen Funktionen nutzbar.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026
8 Personen blockieren und melden Wichtig

Schützt das Kind vor belästigenden, fremden oder unangemessenen Kontakten und meldet Missbrauch an Snapchat.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit angemeldetem Snapchat-Konto

  1. Tippe auf das Profil der Person
  2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte (Freundschaft verwalten)
  3. Wähle «Melden» oder «Blockieren»
  4. Halte zum Melden von Inhalten (Snap, Story, Spotlight) den Inhalt gedrückt oder tippe auf die drei Punkte
  5. Wähle «Melden»
  6. Gib einen Grund an
  7. Sende die Meldung ab

So prüfst du es: Die blockierte Person ist aus der Freundesliste entfernt und kann keinen Kontakt mehr aufnehmen.

Blockieren entfernt die Person aus der Freundesliste und unterbindet weiteren Kontakt. Dem Kind erklären, dass Melden und Blockieren erlaubt und richtig ist, nicht Petzen.

Quelle: help.snapchat.com geprüft 17.06.2026

Was ihr besprechen solltet

Unter 13 bewusst entscheiden
13 ist die rechtliche Grenze der Nutzungsbedingungen, keine Reifeempfehlung. Jugend und Medien empfiehlt, vor einem eigenen Konto die Reife des Kindes einzuschätzen und es aktiv zu begleiten.
Über verschwindende Nachrichten sprechen
Snaps verschwinden scheinbar, lassen sich aber per Screenshot oder mit einem zweiten Gerät dauerhaft festhalten. Mit dem Kind besprechen: Nichts senden, was nicht öffentlich werden dürfte. Was einmal geteilt ist, ist nicht mehr zurückzuholen.
Über Kontakt durch Fremde und Grooming sprechen
Über Quick Add und offene Einstellungen können Fremde Kinder finden und ansprechen. Vereinbaren, nur Personen hinzuzufügen, die das Kind im echten Leben kennt, und bei seltsamen Anfragen sofort zu den Eltern zu kommen.
Über den Standort auf der Snap Map sprechen
Die Snap Map zeigt den genauen Aufenthaltsort. Erklären, warum der Geistmodus wichtig ist und dass man den Standort nicht mit allen teilt, auch nicht mit oberflächlichen Bekannten.
Über My AI sprechen
Der KI-Chatbot ist fest in der App und wirkt wie ein Freund. Gemeinsam reflektieren, dass es eine Maschine ist, dass Antworten falsch sein können und dass keine persönlichen Daten, Fotos oder Standorte preisgegeben werden.

Gut zu wissen

Verschwindende Nachrichten sind nicht wirklich weg
Snaps und Chats verschwinden scheinbar nach kurzer Zeit, Stories nach 24 Stunden. Empfänger können sie jedoch per Screenshot oder mit einem zweiten Gerät festhalten, und Snap kann bestimmte Daten ebenfalls speichern.
Was tun: Mit dem Kind klar besprechen, dass nichts wirklich vergänglich ist und keine sensiblen Bilder oder Angaben gesendet werden sollten.
Snap Map zeigt den genauen Standort
Standardmässig kann Snapchat den Aufenthaltsort auf der Snap Map anzeigen. Wer den Standort teilt, verrät unter Umständen sehr genau, wo das Kind wohnt oder sich gerade befindet.
Was tun: Den Geistmodus (Ghost Mode) dauerhaft aktivieren und zusätzlich die Standortberechtigung der App auf dem Gerät einschränken.
Quick Add macht Kinder für Fremde auffindbar
Quick Add schlägt das Profil anderen über gemeinsame Freunde, Telefonkontakte und weitere Signale vor. So können auch unbekannte Personen das Kind finden und hinzufügen, ein Einfallstor für Kontakt durch Fremde und Grooming.
Was tun: In Quick Add anzeigen ausschalten und mit dem Kind vereinbaren, nur bekannte Personen als Freunde hinzuzufügen.
My AI ist fest eingebaut
Der KI-Chatbot My AI steht oben in der Chat-Übersicht und wirkt wie ein persönlicher Freund. Er sammelt, was man ihm schreibt, und kann falsche oder unpassende Antworten geben.
Was tun: Über Family Center deaktivieren (für 13 bis 18) und mit dem Kind besprechen, dass es eine Maschine ist und keine persönlichen Daten erhalten soll. Frühere My-AI-Daten lassen sich in den Einstellungen löschen.
Family Center zeigt keine Inhalte
Family Center zeigt Eltern nur, mit wem das Kind in den letzten sieben Tagen Kontakt hatte, plus eine Bildschirmzeit-Übersicht, nicht aber die Inhalte der Nachrichten. Es funktioniert nur mit der Zustimmung des Kindes und korrektem Alter.
Was tun: Family Center als Begleitung verstehen, nicht als Überwachung, und das Gespräch über Erlebnisse und Risiken aktiv suchen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Snapchat ist eine Foto- und Video-Messaging-App. Nachrichten (Snaps) und Stories verschwinden nach kurzer Zeit oder nach 24 Stunden. Ein Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus. Bekannte Funktionen sind Snaps und Chats, Stories, die Karte Snap Map mit Standortteilung, die Freundschaftsvorschläge Quick Add sowie der fest eingebaute KI-Chatbot My AI. Für Teenager von 13 bis 18 gibt es das Family Center: Eltern verbinden ihr Konto mit dem des Kindes und sehen, mit wem das Kind in den letzten sieben Tagen Snaps und Chats ausgetauscht hat (ohne Inhalte), sehen eine Bildschirmzeit-Übersicht und können My AI für das Kind deaktivieren. Verschwindende Inhalte lassen sich per Screenshot trotzdem festhalten.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke oder Messenger. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Snapchat, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht, da Snapchat kein Film- oder Videospielangebot im Sinne des Gesetzes ist. Massgeblich für die Datenbearbeitung ist das revDSG.