Internet ab etwa 9 begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Spotify ist ein Audiodienst mit offenen Social- und Teilfunktionen; begleitetes Hören eignet sich früher, ein eigenes Konto erst mit dem AGB-Mindestalter und Begleitung. Da Spotify in der Schweiz kein Kinderangebot führt, heisst begleitet hier: über das Konto der Eltern.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Spotify kindersicher einstellen
Streamingdienst für Musik, Podcasts und Hörbücher.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Mediennutzung an Reife und Begleitung knüpfen, nicht allein am Alter. Inhalte und Funktionen mit dem Kind gemeinsam einordnen, datensparsam und kontrolliert beginnen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Explizite Inhalte sperren Wichtig
Mit E markierte Titel (anstössige Inhalte) werden blockiert und in Playlists ausgegraut.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Konto, über das das Kind hört (bei jüngeren Kindern das Konto der Eltern)
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Inhalte und Darstellung»
- Schalte unter «Inhaltseinstellungen» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte erlauben» aus
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Inhalte und Darstellung»
- Schalte unter «Inhaltseinstellungen» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte erlauben» aus
- Nimm die Einstellung in der mobilen App vor. Im Web Player ist sie nur eingeschränkt verfügbar
So prüfst du es: Der Schalter bei «Unangemessene Inhalte erlauben» steht auf Aus; mit E markierte Titel werden übersprungen und lassen sich nicht abspielen.
Die Einstellung gilt für alle Geräte des Kontos. Hört das Kind über das Konto der Eltern, gilt die Sperre also auch für sie selbst. Der Menüweg wurde am 07.08.2026 auf iOS nachvollzogen; auf Android können die Bezeichnungen leicht abweichen.
2 Explizite Inhalte für ein Family-Mitglied sperren Wichtig
Als Verwalterin oder Verwalter des Premium Family Abos sperrst du explizite Inhalte für das Konto des Kindes. Anders als den Schalter im Konto selbst kann das Kind diese Sperre nicht eigenständig aufheben.
Das brauchst du: Ein Premium Family Abo · Das Kind ist mit einem eigenen Konto Mitglied des Abos, was das Mindestalter von 13 voraussetzt · Dein Gerät mit deinem Spotify-Konto als Verwalterin oder Verwalter des Abos
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Tippe auf «Dein Premium Abo»
- Wähle das Familienmitglied aus, für das die Sperre gelten soll
- Schalte unter «Wiedergabe verwalten» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte» aus
- Tippe für die Videos auf «Videos und Canvas» und schalte «Musikvideos», «Canvas» und «Andere Videos» nach Bedarf aus
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Tippe auf «Dein Premium Abo»
- Wähle das Familienmitglied aus, für das die Sperre gelten soll
- Schalte unter «Wiedergabe verwalten» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte» aus
- Tippe für die Videos auf «Videos und Canvas» und schalte «Musikvideos», «Canvas» und «Andere Videos» nach Bedarf aus
- Alternativ auf spotify.com/account/family anmelden und das Mitglied dort auswählen
So prüfst du es: Beim Mitglied steht der Schalter «Unangemessene Inhalte» auf Aus. Die Einstellung gilt pro Person, für jedes weitere Kind wiederholen.
Beim Mitglied steht unter «Konto» auch der «Kontotyp». In der Schweiz ist dort nur «Selbstverwaltet (hat Zugriff auf alle Spotify Inhalte)» möglich, verwaltete Kinderkonten gibt es hier nicht. Video Ads lassen sich laut Spotify nicht deaktivieren. Diese Steuerung gibt es nur im Premium Family, nicht im Duo Abo.
3 Canvas ausschalten Wichtig
Canvas sind kurze, sich wiederholende Videoschnipsel, die beim Abspielen eines Songs im Hintergrund laufen. Ohne sie bleibt Spotify ein reiner Audiodienst.
Das brauchst du: Das Gerät mit dem Konto, über das das Kind hört
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Inhalte und Darstellung»
- Schalte unter «Videos und Canvas» den Schalter bei «Canvas» aus
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Inhalte und Darstellung»
- Schalte unter «Videos und Canvas» den Schalter bei «Canvas» aus
- Nimm die Einstellung in der mobilen App vor
So prüfst du es: Beim Abspielen eines Songs läuft im Hintergrund kein bewegtes Bild mehr, sondern nur noch das Coverbild.
Im selben Bereich lassen sich «Musikvideos» und «Andere Videos» abschalten, letzteres betrifft auch Video-Podcasts. Video Ads lassen sich laut Spotify nicht deaktivieren. Änderungen können einen Moment dauern, bis sie greifen.
4 Höraktivität privat halten Wichtig
Verhindert, dass Höraktivität und Playlists öffentlich im Profil sichtbar sind.
Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind mit seinem Spotify-Konto angemeldet ist
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Datenschutz und soziale Funktionen»
- Schalte Optionen wie «Höraktivität teilen» und «Öffentliche Playlists» aus
- Starte bei Bedarf eine «Private Session» (endet nach etwa 6 Stunden oder beim Neustart)
- Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
- Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
- Wähle «Datenschutz und soziale Funktionen»
- Schalte Optionen wie «Höraktivität teilen» und «Öffentliche Playlists» aus
- Starte bei Bedarf eine «Private Session»
- Nimm die Einstellung am besten in der mobilen App vor
So prüfst du es: Unter «Datenschutz und soziale Funktionen» stehen die Teilen-Optionen auf Aus.
Betrifft das Konto, über das gehört wird. Hört das Kind über das Konto der Eltern, wird dessen Höraktivität privat gestellt.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzSpotify ist ein Streamingdienst für Musik, Podcasts und Hörbücher. Ein eigenes Konto setzt das Mindestalter voraus (13 Jahre, je nach Land abweichend). In anderen Ländern gibt es für jüngere Kinder zwei Wege: verwaltete Konten, die auf Musik beschränkt sind und von Eltern gesteuert werden, und die separate App Spotify Kids. Beides ist in der Schweiz nicht verfügbar. Für Kinder unter 13 bleibt hier nur das gemeinsame Hören über das Konto der Eltern.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung eines Musik-Streamingdienstes. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Spotify, keine Rechtsvorschrift.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung
Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) zielt auf Film- und Videospielangebote mit verpflichtender Alterskennzeichnung. Spotify ist primär ein Musik- und Audiodienst und führt teils auch Musikvideos und Video-Podcasts, jedoch keine klassische Alterskennzeichnung wie Filme oder Games. Eine direkte Anwendbarkeit auf das Musikangebot ist daher nicht gegeben; bei Videoinhalten ist die Einordnung offen und vorsichtig zu bewerten.