Spotify kindersicher einstellen

Streamingdienst für Musik, Podcasts und Hörbücher.

Spotify AB · iOS, Android, Web, Desktop, Konsole
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 altersgerecht, ab 8 mit Begleitung Zuletzt geprüft 07.08.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Internet ab etwa 9 begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Spotify ist ein Audiodienst mit offenen Social- und Teilfunktionen; begleitetes Hören eignet sich früher, ein eigenes Konto erst mit dem AGB-Mindestalter und Begleitung. Da Spotify in der Schweiz kein Kinderangebot führt, heisst begleitet hier: über das Konto der Eltern.

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Pro Juventute

Mediennutzung an Reife und Begleitung knüpfen, nicht allein am Alter. Inhalte und Funktionen mit dem Kind gemeinsam einordnen, datensparsam und kontrolliert beginnen.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 4 erledigt
1 Explizite Inhalte sperren Wichtig

Mit E markierte Titel (anstössige Inhalte) werden blockiert und in Playlists ausgegraut.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Konto, über das das Kind hört (bei jüngeren Kindern das Konto der Eltern)

  1. Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
  2. Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
  3. Wähle «Inhalte und Darstellung»
  4. Schalte unter «Inhaltseinstellungen» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte erlauben» aus

So prüfst du es: Der Schalter bei «Unangemessene Inhalte erlauben» steht auf Aus; mit E markierte Titel werden übersprungen und lassen sich nicht abspielen.

Die Einstellung gilt für alle Geräte des Kontos. Hört das Kind über das Konto der Eltern, gilt die Sperre also auch für sie selbst. Der Menüweg wurde am 07.08.2026 auf iOS nachvollzogen; auf Android können die Bezeichnungen leicht abweichen.

Quelle: support.spotify.com geprüft 07.08.2026
2 Explizite Inhalte für ein Family-Mitglied sperren Wichtig

Als Verwalterin oder Verwalter des Premium Family Abos sperrst du explizite Inhalte für das Konto des Kindes. Anders als den Schalter im Konto selbst kann das Kind diese Sperre nicht eigenständig aufheben.

Das brauchst du: Ein Premium Family Abo · Das Kind ist mit einem eigenen Konto Mitglied des Abos, was das Mindestalter von 13 voraussetzt · Dein Gerät mit deinem Spotify-Konto als Verwalterin oder Verwalter des Abos

  1. Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
  2. Tippe auf «Dein Premium Abo»
  3. Wähle das Familienmitglied aus, für das die Sperre gelten soll
  4. Schalte unter «Wiedergabe verwalten» den Schalter bei «Unangemessene Inhalte» aus
  5. Tippe für die Videos auf «Videos und Canvas» und schalte «Musikvideos», «Canvas» und «Andere Videos» nach Bedarf aus

So prüfst du es: Beim Mitglied steht der Schalter «Unangemessene Inhalte» auf Aus. Die Einstellung gilt pro Person, für jedes weitere Kind wiederholen.

Beim Mitglied steht unter «Konto» auch der «Kontotyp». In der Schweiz ist dort nur «Selbstverwaltet (hat Zugriff auf alle Spotify Inhalte)» möglich, verwaltete Kinderkonten gibt es hier nicht. Video Ads lassen sich laut Spotify nicht deaktivieren. Diese Steuerung gibt es nur im Premium Family, nicht im Duo Abo.

Quelle: support.spotify.com geprüft 07.08.2026
3 Canvas ausschalten Wichtig

Canvas sind kurze, sich wiederholende Videoschnipsel, die beim Abspielen eines Songs im Hintergrund laufen. Ohne sie bleibt Spotify ein reiner Audiodienst.

Das brauchst du: Das Gerät mit dem Konto, über das das Kind hört

  1. Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
  2. Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
  3. Wähle «Inhalte und Darstellung»
  4. Schalte unter «Videos und Canvas» den Schalter bei «Canvas» aus

So prüfst du es: Beim Abspielen eines Songs läuft im Hintergrund kein bewegtes Bild mehr, sondern nur noch das Coverbild.

Im selben Bereich lassen sich «Musikvideos» und «Andere Videos» abschalten, letzteres betrifft auch Video-Podcasts. Video Ads lassen sich laut Spotify nicht deaktivieren. Änderungen können einen Moment dauern, bis sie greifen.

Quelle: support.spotify.com geprüft 07.08.2026
4 Höraktivität privat halten Wichtig

Verhindert, dass Höraktivität und Playlists öffentlich im Profil sichtbar sind.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind mit seinem Spotify-Konto angemeldet ist

  1. Öffne Spotify und tippe oben auf das Profilsymbol
  2. Öffne «Einstellungen und Datenschutz»
  3. Wähle «Datenschutz und soziale Funktionen»
  4. Schalte Optionen wie «Höraktivität teilen» und «Öffentliche Playlists» aus
  5. Starte bei Bedarf eine «Private Session» (endet nach etwa 6 Stunden oder beim Neustart)

So prüfst du es: Unter «Datenschutz und soziale Funktionen» stehen die Teilen-Optionen auf Aus.

Betrifft das Konto, über das gehört wird. Hört das Kind über das Konto der Eltern, wird dessen Höraktivität privat gestellt.

Quelle: www.spotify.com geprüft 17.06.2026

Was ihr besprechen solltet

Über das Teilen von Jam-Links sprechen
Damit nicht Fremde über einen weitergegebenen Link in einer Session mithören.
Über öffentliches Profil und Teilen sprechen
Was teilt man, und wer sieht Playlists und Höraktivität.
Podcasts gemeinsam auswählen
Podcasts und Hörbücher sind nicht wie Songs gekennzeichnet, Inhalte gemeinsam einordnen.

Gut zu wissen

Spotify hat einen Chat
Mit Spotify Messages kann man direkt in der App mit anderen chatten und Songs, Podcasts und Hörbücher teilen. Verfügbar ab 16 Jahren, die Ausrollung erfolgt auch in der EU.
Was tun: In den Nachrichten-Einstellungen festlegen, wer schreiben darf, die Funktion bei Bedarf ganz deaktivieren, Kontakte blockieren und Nachrichten melden (Nachricht gedrückt halten). Schreiben können ohnehin nur Personen, mit denen man schon geteilt hat.
Spotify zeigt auch Videos
Spotify spielt nicht nur Audio, sondern auch vollwertige Musikvideos (für Premium, in der Schweiz verfügbar), vertikal scrollende Videos, Video-Podcasts sowie kurze Canvas-Clips zu Songs.
Was tun: Alle drei Arten sitzen unter «Einstellungen und Datenschutz», «Inhalte und Darstellung», Abschnitt «Videos und Canvas». Dort «Musikvideos», «Canvas» und «Andere Videos» ausschalten. Video Ads lassen sich laut Spotify nicht deaktivieren.
Podcasts können Video haben
Manche Podcasts starten automatisch mit Video. Podcasts und Hörbücher sind nicht wie Songs mit E gekennzeichnet und können beliebige Erwachseneninhalte enthalten.
Was tun: Es gibt keinen Schalter, der Podcasts ausblendet. Inhalte gemeinsam auswählen und besprechen, gerade wenn das Kind über das Konto der Eltern hört und dort alles offensteht.
Gemeinsam hören mit Fremden möglich
Mit Jam kann man in Echtzeit zusammen hören. Eingeladen wird per QR-Code, Bluetooth oder Link, und Teilnehmende können Songs beisteuern.
Was tun: Mit dem Kind über das Teilen von Jam-Links sprechen, damit nicht Fremde über einen weitergegebenen Link teilnehmen.
Spotify hat in der Schweiz kein Kinderangebot
In anderen Ländern gibt es zwei Wege für Kinder unter 13: die separate App Spotify Kids und verwaltete Kinderkonten, die Eltern steuern. Beides bietet Spotify in der Schweiz nicht an. Die Kids-App fehlt im Schweizer App Store, und auf der Schweizer Support-Seite zum Premium Family Abo kommen verwaltete Konten nicht vor, während sie auf der deutschen Fassung derselben Seite beschrieben sind. Deutsche Ratgeber empfehlen beides trotzdem regelmässig. Was es in der Schweiz gibt, ist die Steuerung für Mitglieder eines Premium Family Abos, die aber ein eigenes Konto voraussetzt und damit erst ab 13 greift.
Was tun: Nicht nach einem Kinderkonto suchen. Für Kinder unter 13 bleibt in der Schweiz das gemeinsame Hören über das Konto der Eltern, mit gesperrten expliziten Inhalten und eigenen Playlists. Kein Konto mit falschem Geburtsdatum anlegen, das nimmt dem Kind jeden Schutz.
Profil und Höraktivität können öffentlich sein
Normale Profile sind auffindbar, Playlists und die Höraktivität können für andere sichtbar sein.
Was tun: Höraktivität im Bereich Sozial privat halten, auch im Konto der Eltern, wenn das Kind darüber hört.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Spotify ist ein Streamingdienst für Musik, Podcasts und Hörbücher. Ein eigenes Konto setzt das Mindestalter voraus (13 Jahre, je nach Land abweichend). In anderen Ländern gibt es für jüngere Kinder zwei Wege: verwaltete Konten, die auf Musik beschränkt sind und von Eltern gesteuert werden, und die separate App Spotify Kids. Beides ist in der Schweiz nicht verfügbar. Für Kinder unter 13 bleibt hier nur das gemeinsame Hören über das Konto der Eltern.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung eines Musik-Streamingdienstes. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von Spotify, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) zielt auf Film- und Videospielangebote mit verpflichtender Alterskennzeichnung. Spotify ist primär ein Musik- und Audiodienst und führt teils auch Musikvideos und Video-Podcasts, jedoch keine klassische Alterskennzeichnung wie Filme oder Games. Eine direkte Anwendbarkeit auf das Musikangebot ist daher nicht gegeben; bei Videoinhalten ist die Einordnung offen und vorsichtig zu bewerten.