Unter 3 kein Bildschirm, im Vorschulalter nur kurze, begleitete Bildschirmzeiten, Internet ab etwa 9 und begleitet. SRF Kids ist werbefrei und redaktionell kuratiert und damit eine deutlich ruhigere Umgebung als kommerzielle Video-Plattformen. Trotzdem bleibt es Bildschirmkonsum: darum unter 3 gar nicht, im Vorschul- und frühen Schulalter nur gemeinsam und kurz, ab etwa 9 zunehmend selbstständig mit Zeitregeln.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)«Treff» von SRF Kids kindersicher einstellen
Moderierte Chat- und Blog-Community für Kinder von 6 bis 14, betrieben von SRF Kids.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Kleine Kinder sollen digitale Medien nur in Begleitung nutzen, und werbefreie, altersgerecht kuratierte Angebote sind kommerziellen Plattformen vorzuziehen. Genau das leistet SRF Kids: keine Werbung, kein personalisierter Empfehlungs-Sog. Begleiten statt verbieten heisst gemeinsam schauen, über Inhalte sprechen und klare zeitliche Regeln vereinbaren.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Die repräsentative Schweizer MIKE-Studie (6- bis 13-Jährige) zeigt, dass Videoplattformen wie YouTube fest zum Alltag von Primarschulkindern gehören. Das Bedürfnis nach Videos ist da; ein werbefreies, kuratiertes Schweizer Angebot wie SRF Kids ist für Jüngere die klar bessere Umgebung als das offene YouTube, weil Chat, Kommentare, personalisierte Werbung und algorithmischer Endlos-Feed fehlen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Anmeldung in der Community «Treff» bewusst begleiten und den Ehrenkodex besprechen Wichtig
Der «Treff» ist die soziale Komponente von SRF Kids: 6- bis 14-Jährige können ein Profil erstellen, Texte und Fotos hochladen und mit anderen Kindern chatten. Er ist stark geschützt (echte Moderation, telefonische Altersprüfung, Avatar statt Foto), verlangt aber wie jede Social-Media-Umgebung Begleitung. Eltern geben die Einwilligung bewusst und besprechen mit dem Kind die Regeln.
Das brauchst du: Das Kind ist 6 bis 14 Jahre alt · Deine Einwilligung als Elternteil und deine telefonische Erreichbarkeit für den Verifizierungsanruf · Zeit, um die Anmeldung gemeinsam mit dem Kind zu machen
- Öffne auf srfkids.ch den Bereich «Treff»
- Starte die Registrierung
- Bestätige als Elternteil die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbestimmungen für das Kind
- Warte den telefonischen Verifizierungsanruf des SRF-Kids-Teams ab (Alters- und Identitätsprüfung)
- Wähle mit dem Kind einen Avatar statt eines echten Fotos
- Lege einen Nutzernamen ohne echten Namen fest
- Lies den Ehrenkodex gemeinsam durch (kein Nachname, keine Adresse, keine Schule nennen; nur eigene Bilder; eigene Texte)
- Öffne auf srfkids.ch den Bereich «Treff»
- Starte die Registrierung
- Bestätige als Elternteil die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbestimmungen
- Warte den telefonischen Verifizierungsanruf ab
- Wähle mit dem Kind einen Avatar statt eines Fotos
- Lege einen Nutzernamen ohne echten Namen fest
- Lies den Ehrenkodex gemeinsam durch und besprich ihn
- Öffne srfkids.ch/treff im Browser
- Starte die Registrierung
- Bestätige als Elternteil die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbestimmungen
- Warte die telefonische Verifizierung durch das SRF-Kids-Team ab
- Wähle mit dem Kind einen Avatar statt eines Fotos
- Geh den Ehrenkodex gemeinsam mit dem Kind durch
So prüfst du es: Nach der telefonischen Verifizierung ist das Treff-Profil des Kindes aktiv und zeigt einen Avatar und einen Nutzernamen ohne echten Namen.
Der «Treff» ging aus dem früheren Zambo-Treff hervor und läuft in einer eigenen Anwendung mit eigenem Konto, nicht über ein SRG-Login. SRF moderiert öffentliche Beiträge, weist auf Verstösse gegen den Ehrenkodex hin und löscht Beiträge bei Bedarf. Laut SRF ist eine Anmeldung nur mit Einwilligung der Eltern möglich, und die Eltern bestätigen dabei Datenschutzerklärung und Nutzungsbestimmungen für ihr Kind. Trotzdem bleibt es ein Ort, an dem Kinder selbst posten und mit anderen chatten: über Privatsphäre, fremde Kontakte und den Umgang mit Konflikten sprechen.
2 Im «Treff» Passwort, Avatar und die Melde-Funktion mit dem Kind einrichten Wichtig
Der «Treff» ist eine eigene Anwendung mit einem eigenen Konto: Das Kind meldet sich mit seinem «Treff»-Namen und einem Passwort an. Alles, was sich dort einstellen lässt, liegt im Profil des Kindes. Drei Dinge zählen: ein Passwort, das nur das Kind kennt, ein Avatar statt eines Fotos, und dass das Kind weiss, wo es einen Beitrag melden kann.
Das brauchst du: Ein bestehendes Profil des Kindes im «Treff» · Das Kind sitzt dabei, denn es meldet sich selbst an
- Lass das Kind sich im «Treff» anmelden
- Klickt gemeinsam oben rechts auf das Profil (kleiner Kreis mit dem Avatar)
- Wählt dort einen Avatar, mit dem sich das Kind zeigen mag
- Klickt im Profil auf «Einstellungen»
- Ändert dort das Passwort in eines, das nur das Kind kennt
- Zeigt dem Kind den Knopf «Melden» mit dem Polizei-Symbol
- Besprecht, dass ein Chat erst läuft, wenn eine Freundschaftsanfrage angenommen ist
So prüfst du es: Das Kind meldet sich mit dem neuen Passwort an, im Profil steht ein Avatar statt eines Fotos, und das Kind zeigt dir von selbst, wo «Melden» steht.
Den Namen im «Treff» kann das Kind nicht selbst ändern; SRF ändert ihn nur auf Anfrage per E-Mail an die Redaktion. Im Privatchat lassen sich laut SRF keine Fotos verschicken, und Gruppenchats gibt es bewusst nicht, damit niemand ausgeschlossen wird. Der «Treff» hängt nicht an den Einstellungen von Play SRF und verlangt kein SRG-Login. Die genannten Beschriftungen stammen aus der Anleitung von SRF Kids für die Web-Fassung; richtet ihr den «Treff» wie eine App auf dem Handy ein, kann die Anordnung abweichen.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzDer «Treff» ist die Online-Community von SRF Kids: Kinder erstellen ein Profil, schreiben Blogs, laden Fotos hoch und chatten miteinander und mit dem SRF-Kids-Team. Er ging aus dem früheren Zambo-Treff hervor. Geschützt ist er ungewöhnlich gut: echte Moderation durch die Redaktion, telefonische Alters- und Identitätsprüfung bei der Anmeldung, Avatar statt Foto, ein verbindlicher Ehrenkodex, keine Fotos im Privatchat und bewusst keine Gruppenchats. SRF schreibt, im «Treff» seien Kinder aus der ganzen Schweiz dabei - das Angebot gilt also national, läuft aber nur auf Deutsch.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung des «Treff». Die Altersspanne 6 bis 14 und die Grenze ab dem fünfzehnten Geburtstag sind Regeln des Anbieters, keine Vorschrift.
- JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): verpflichtet Anbieter von Abruf- und Plattformdiensten zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle. Für SRF gilt es nach dessen eigener Darstellung nicht. Die SRF Kinder- und Jugendmedienschutzrichtlinien halten wörtlich fest: «Das neue Bundesgesetz gilt nicht direkt für konzessionierte Tätigkeiten der SRG, ist für SRF also keine Pflicht. SRF wird dennoch ein ähnlich hohes Schutzniveau gewährleisten.» Kennzeichnung und Zeitfenster in Play SRF sind damit eine freiwillige Selbstbindung von SRF und keine Umsetzung des JSFVG.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023) für die Bearbeitung von Personendaten, besonders relevant bei der «Treff»-Community, wo zur Altersprüfung Kontaktdaten von Kindern und Eltern bearbeitet werden. Für das blosse Anschauen von Play SRF ist kein Konto nötig.
- RTVG (Radio- und Fernsehgesetz) und RTVV: SRF ist als Teil der SRG ein gebührenfinanzierter Service public. Art. 5 RTVG verpflichtet Programmveranstalter, durch die Wahl der Sendezeit oder andere Massnahmen dafür zu sorgen, dass Minderjährige nicht mit gefährdenden Sendungen konfrontiert werden. Daraus folgen die Zeitfenster im Fernsehprogramm, das werbefreie Streaming der eigenen Online-Plattformen und ein redaktioneller Programmauftrag, was das Kinderangebot von kommerziellen Video-Plattformen unterscheidet.
Zwei Ebenen auseinanderhalten. Erstens die Rechtslage: Das JSFVG, das andere Abrufdienste zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle verpflichtet, gilt laut den SRF-Richtlinien für die konzessionierte Tätigkeit der SRG nicht unmittelbar; für die SRG sind RTVG und RTVV verbindlich. Für die Verarbeitung der Kontaktdaten bei der telefonischen Altersprüfung ist das revidierte DSG einschlägig. Zweitens die Regeln des Anbieters: SRF lässt den «Treff» nur für 6- bis 14-Jährige zu, verlangt die Einwilligung der Eltern und prüft telefonisch nach. Für Eltern heisst das: Der Schutz beruht hier auf einer freiwilligen und ungewöhnlich gründlichen Selbstbindung von SRF, nicht auf einer gesetzlichen Pflicht.