Unter 3 kein Bildschirm, im Vorschulalter nur kurze, begleitete Bildschirmzeiten, Internet ab etwa 9 und begleitet. SRF Kids ist werbefrei und redaktionell kuratiert und damit eine deutlich ruhigere Umgebung als kommerzielle Video-Plattformen. Trotzdem bleibt es Bildschirmkonsum: darum unter 3 gar nicht, im Vorschul- und frühen Schulalter nur gemeinsam und kurz, ab etwa 9 zunehmend selbstständig mit Zeitregeln.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)SRF Kids / Play SRF (Kinderangebot) kindersicher einstellen
Werbefreies Kinderangebot des Schweizer Fernsehens SRF.
- bis 2 Jahre Nicht empfohlen Was passt mit 3?
- ab 3 Jahre Nur mit Begleitung Was passt mit 3?
- ab 6 Jahre Altersgerecht Was passt mit 6?
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Kleine Kinder sollen digitale Medien nur in Begleitung nutzen, und werbefreie, altersgerecht kuratierte Angebote sind kommerziellen Plattformen vorzuziehen. Genau das leistet SRF Kids: keine Werbung, kein personalisierter Empfehlungs-Sog. Begleiten statt verbieten heisst gemeinsam schauen, über Inhalte sprechen und klare zeitliche Regeln vereinbaren.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Die repräsentative Schweizer MIKE-Studie (6- bis 13-Jährige) zeigt, dass Videoplattformen wie YouTube fest zum Alltag von Primarschulkindern gehören. Das Bedürfnis nach Videos ist da; ein werbefreies, kuratiertes Schweizer Angebot wie SRF Kids ist für Jüngere die klar bessere Umgebung als das offene YouTube, weil Chat, Kommentare, personalisierte Werbung und algorithmischer Endlos-Feed fehlen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 srfkids.ch bzw. den Kids-Bereich von Play SRF als sichere Startseite einrichten Wichtig
Wichtigster Schritt, weil es keine abgeschottete Kinder-App mit Kinderprofil gibt. Wer das Kind direkt auf srfkids.ch oder im Kids-Bereich von Play SRF starten lässt, hält es in der kuratierten, werbefreien Umgebung, statt in der offenen Play-SRF-App (mit News und Filmen) oder im YouTube-Feed. Ein Lesezeichen oder ein Symbol auf dem Startbildschirm macht den Zugang für das Kind einfach und für die Eltern kontrollierbar.
Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind schaut
- Öffne in Safari srfkids.ch (oder wähle in Play SRF unten den Bereich Kids)
- Tippe in Safari auf das Teilen-Symbol (Viereck mit Pfeil nach oben)
- Wähle «Zum Home-Bildschirm»
- Gib dem Symbol einen Namen (zum Beispiel SRF Kids)
- Tippe auf «Hinzufügen»
- Lass das Kind künftig über dieses Symbol starten, nicht über die offene Play-SRF-App
- Öffne in Chrome srfkids.ch (oder wähle in Play SRF unten den Bereich Kids)
- Öffne das Chrome-Menü (⋮ drei Punkte)
- Wähle «Zum Startbildschirm hinzufügen»
- Bestätige den Namen
- Tippe auf «Hinzufügen»
- Lass das Kind künftig über dieses Symbol starten
- Öffne srfkids.ch im Browser und setze die Seite als Lesezeichen oder Startseite
- Öffne alternativ in Play SRF (srf.ch/play/tv) den Themenbereich Kids und speichere ihn als Lesezeichen
- Steuere auf dem Smart-TV in der Play-SRF-App den Bereich Kids an
So prüfst du es: Auf dem Startbildschirm des Kindergeräts liegt das neue Symbol, und ein Tipp darauf führt direkt in die Kids-Umgebung.
Der Kids-Bereich ist eine redaktionelle Auswahl, aber kein technischer Käfig: In der offenen Play-SRF-App kann das Kind von dort zu allen SRF-Inhalten navigieren. Darum den Zugang zusätzlich über die Kindersicherung des Geräts begrenzen (siehe die beiden Geräteweg-Einträge am Schluss). Die Beschriftungen von Safari und Chrome ändern sich mit den Browser-Versionen und stehen nicht auf der SRF-Seite.
2 Personalisierung in Play SRF ausschalten Wichtig
Play SRF merkt sich, was auf dem Gerät angeschaut wurde, und leitet daraus Vorschläge auf der Startseite ab. Der Schalter «Personalisierung» auf der Einstellungsseite schaltet das ab: Favoriten, die Liste der für später markierten Videos, der Wiedergabeverlauf und die daraus abgeleiteten Vorschläge fallen weg. Für ein Kind heisst das weniger Sog zum Weiterschauen, und auf einem Familiengerät bleibt keine Spur der letzten Sitzung liegen.
Das brauchst du: Der Browser oder das Gerät, in dem das Kind Play SRF nutzt
- Öffne srf.ch/play/tv/einstellungen in dem Browser, den das Kind nutzt
- Suche den Abschnitt «Cookiebasierte Funktionen»
- Schalte den Schalter «Personalisierung» aus
So prüfst du es: Der Schalter «Personalisierung» steht auf aus, und auf der Startseite von Play SRF erscheinen keine angefangenen Videos und keine daraus abgeleiteten Vorschläge mehr.
Der Schalter ist standardmässig eingeschaltet. Die Einstellung hängt am Gerät und am Browser: Play SRF speichert sie laut eigener Angabe per Cookie auf dem verwendeten Gerät. Du setzt sie also auf jedem Gerät und in jedem Browser einzeln, und sie geht verloren, wenn jemand die Cookies löscht. Nachgesehen ist der Schalter in der Web-Fassung auf srf.ch/play; in den Play-SRF-Apps für iOS, Android und Smart-TV kann er anders heissen oder an anderer Stelle liegen.
3 Fortlaufende Wiedergabe im Player von Play SRF ausschalten Wichtig
Der Player hängt am Ende einer Sendung von selbst die nächste an, und das Kind schaut weiter, ohne sich je neu zu entscheiden. Dieses automatische Weiterlaufen ist bei Kindern der grösste Zeitfresser. Play SRF lässt sich das im Player abschalten; danach endet jede Sendung mit einem Halt, und das Kind wählt selbst, ob es weitermacht.
Das brauchst du: Der Browser oder das Gerät, in dem das Kind Play SRF nutzt
- Starte auf srf.ch/play/tv ein beliebiges Video
- Öffne die Einstellungen des Players in der rechten unteren Ecke (Zahnrad)
- Schalte dort die fortlaufende Wiedergabe aus
So prüfst du es: Am Ende einer Sendung startet kein weiteres Video von selbst, und der Player bleibt stehen.
Die Hilfe von Play SRF beschreibt den Weg so: ein Video starten, die Einstellungen beim Zahnrad-Symbol in der rechten unteren Ecke öffnen, dort die fortlaufende Wiedergabe ausschalten. Wie der Schalter im Player genau beschriftet ist, steht dort nicht, darum nennt diese Anleitung keine Beschriftung. Die Einstellung gilt für den Player auf dem verwendeten Gerät; in den Apps und auf dem Smart-TV kann sie anders liegen. Das ist die wirksamste einzelne Einstellung, die SRF selbst anbietet, ersetzt aber kein Zeitlimit auf Geräteebene.
4 Alterskennzeichnung auf der Webseite von Play SRF verstehen und beachten Wichtig
Weil Play SRF keine geschlossene Kinderumgebung ist, ist die Kennzeichnung der Inhalte die zentrale Orientierung, allerdings nur auf der Webseite. Dort sind für unter 12-Jährige unbedenkliche Inhalte jederzeit verfügbar und ohne Symbol, potenziell gefährdende Inhalte tragen ein gelbes Warnsymbol mit einer Empfehlung zur Begleitung, und Inhalte ab 14 oder 16 einen roten Balken mit einem Hinweis auf die verstörende Wirkung. Angebote ab 16 sind nur zwischen 20 und 6 Uhr abrufbar. In den Apps von SRF gibt es diese Kennzeichnung laut den eigenen Richtlinien in der Regel nicht, darum steht hier nur der Weg über den Browser.
Das brauchst du: Ein Browser mit Zugriff auf srf.ch/play/tv
- Öffne srf.ch/play/tv im Browser
- Achte bei einer Sendung auf ein gelbes Warnsymbol mit dem Hinweis «Begleitung durch Erwachsene empfohlen»
- Achte auf einen roten Balken mit dem Hinweis «Dieses Programm kann verstörend wirken und ist für Kinder nicht geeignet»
- Vereinbare mit dem Kind, dass rot gekennzeichnete Inhalte tabu sind
- Halte jüngere Kinder im Kids-Bereich, wo nur unbedenkliche Inhalte erscheinen
So prüfst du es: Das Kind kann erklären, was das gelbe Warnsymbol und was der rote Balken bedeutet, und die Regel, dass Rot tabu ist, ist vereinbart.
Die Kennzeichnung ist eine Orientierungshilfe, keine Sperre: Gelb markierte Inhalte lassen sich jederzeit abspielen. Sie gilt zudem nicht überall. Die SRF Kinder- und Jugendmedienschutzrichtlinien halten fest: «Apps von SRF richten sich grundsätzlich an ein Publikum ab 12 Jahren, weshalb in der Regel keine spezifischen Jugendschutz-Massnahmen vorgenommen werden.» In der Play-SRF-App auf Handy, Tablet und Smart-TV darfst du dich also nicht auf gelbe und rote Hinweise verlassen; dort setzt SRF nach eigener Angabe höchstens in begründeten Ausnahmefällen eine Triggerwarnung. Zu den Zeitfenstern widerspricht sich SRF selbst: Die Richtlinien nennen für Angebote ab 16 die Zeit zwischen 20 und 6 Uhr und für Angebote ab 18 zwischen 22 und 5 Uhr, die Hilfeseite von Play SRF dagegen 23 bis 5 Uhr. Dieser Widerspruch steht so beim Anbieter und ist hier nicht aufgelöst.
5 Werbefreie SRF-Kanäle statt YouTube-Kanal bevorzugen Wichtig
SRF Kids ist auch als YouTube-Kanal verfügbar. Auf YouTube gelten aber dessen Werbung, Empfehlungen und der algorithmische Feed, der zu fremden Videos weiterleitet. Über srfkids.ch und Play SRF laufen dieselben Inhalte werbefrei und ohne Empfehlungs-Sog. Wer den Konsum dorthin lenkt, nutzt den eigentlichen Vorteil des Service public.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes
- Verwende statt des YouTube-Kanals SRF Kids die Verknüpfung zu srfkids.ch oder den Kids-Bereich von Play SRF
- Schränke die YouTube-App auf Kindergeräten über die Bildschirmzeit ein oder blende sie aus
- Verwende statt des YouTube-Kanals SRF Kids die Verknüpfung zu srfkids.ch oder den Kids-Bereich von Play SRF
- Schränke die YouTube-App auf Kindergeräten über Family Link ein oder blende sie aus
- Setze das Lesezeichen auf srfkids.ch statt auf den YouTube-Kanal
- Nutze auf dem Smart-TV die Play-SRF-App statt der YouTube-App für SRF-Kids-Inhalte
So prüfst du es: Das Kind startet SRF-Kids-Inhalte über srfkids.ch oder Play SRF, und beim Schauen erscheint keine Werbung.
Für die Video-Wiedergabe auf srfkids.ch und in Play SRF ist kein Konto nötig, sie ist werbefrei. Der YouTube-Kanal kann als Entdeckungsweg praktisch sein, führt aber in die YouTube-Umgebung mit Werbung und Empfehlungen; für jüngere Kinder ist die werbefreie SRF-Umgebung vorzuziehen.
6 Play SRF ohne Konto nutzen und keine Anmeldung anlegen Wichtig
Für Videos und Hörspiele von SRF Kids braucht es kein Konto, und für die persönlichen Listen in Play SRF ebenfalls keines: Favoriten, die Markierung für später und der Wiedergabeverlauf laufen laut Play SRF über Cookies auf dem verwendeten Gerät. Ein Konto verlangt bei SRF nur der «Treff», und das ist ein eigenes. Wer sonst nirgends ein Konto anlegt, hinterlässt am wenigsten Daten.
Das brauchst du: Der Browser oder das Gerät, in dem das Kind Play SRF nutzt
- Nutze srfkids.ch und den Kids-Bereich von Play SRF ohne Anmeldung
- Lege für Play SRF kein Konto an, das Anschauen verlangt keines
- Lösche im Browser die gespeicherten Cookies von srf.ch, wenn die bisherigen Listen verschwinden sollen
So prüfst du es: Kids-Videos und Hörspiele laufen, ohne dass irgendwo eine Anmeldung verlangt wird.
Die Listen von Play SRF hängen am Gerät, nicht an einer Person: Wer denselben Browser nutzt, sieht dieselben Listen. Auf einem Familiengerät sieht dein Kind also, was du geschaut hast, und umgekehrt. Ein übergreifendes SRG-Login für die Unternehmenseinheiten der SRG gibt es, für srfkids.ch und Play SRF ist es aber nicht nötig; beim Nachsehen auf srf.ch/play stand kein Anmeldeknopf auf der Seite. Wofür die SRG dieses Login sonst verlangt und welche Daten sie dabei bearbeitet, ist hier unbelegt: Die Datenschutzseite der SRG beantwortet Abrufe mit einer Sperrmeldung.
7 Geräteweg Apple: Bildschirmzeit und App-Limits auf dem iPhone oder iPad setzen Wichtig
Diese Einstellung liegt nicht bei SRF, sondern bei Apple. Play SRF hat keine Kindersicherung, kein Kinderprofil und keinen Timer in der App. Eine zeitliche Begrenzung kommt darum vom Betriebssystem: Die Bildschirmzeit von Apple begrenzt, wie lange das Kind Play SRF nutzt, und blockiert die App, wenn das Limit erreicht ist.
Das brauchst du: Das iPhone oder iPad des Kindes · Ein Bildschirmzeit-Code, den das Kind nicht kennt
- Öffne auf dem Gerät die Einstellungen-App
- Scrolle nach unten und tippe auf «Bildschirmzeit»
- Tippe unter «Familie» auf den Namen deines Kindes
- Tippe auf «App-Limits»
- Lege ein Zeitlimit für Play SRF oder für die Kategorie Unterhaltung fest
- Sichere die Einstellungen mit einem Bildschirmzeit-Code, den das Kind nicht kennt
- Beschränke bei jüngeren Kindern zusätzlich unter «Beschränkungen für Inhalte und Datenschutz» die erlaubten Inhalte
So prüfst du es: Nach Ablauf des gesetzten Limits blockiert das Gerät Play SRF, und die App lässt sich ohne deinen Bildschirmzeit-Code nicht weiter öffnen.
Das ist ein Geräteweg, keine SRF-Einstellung: Die Bildschirmzeit von Apple wirkt für alle Apps, nicht nur für Play SRF. Die Menüwege ändern sich mit jeder grossen iOS-Version, und je nach Land und Alter des Kindes sind einzelne Kindersicherungen bereits voreingestellt. Für den Browser auf dem Familiencomputer legst du stattdessen einen eigenen Kinder- oder Gastnutzer an, auf dem Smart-TV nutzt du die Kindersicherung des Herstellers; beide Wege sind je nach Programm und Marke verschieden und hier nicht Schritt für Schritt belegt.
8 Geräteweg Google: Nutzungszeit für Play SRF in Family Link begrenzen Wichtig
Diese Einstellung liegt nicht bei SRF, sondern bei Google. Weil Play SRF keinen eigenen Timer hat, begrenzt auf Android-Geräten Family Link die Zeit: entweder als Tageslimit für das ganze Gerät oder als eigenes Limit für Play SRF.
Das brauchst du: Das Android-Gerät des Kindes, mit Family Link verknüpft · Die Family-Link-App auf deinem eigenen Handy und dein Eltern-Zugangscode
- Öffne auf deinem Handy die App «Family Link»
- Wähle das Kind aus
- Tippe links unten auf «Bildschirmzeit»
- Tippe auf «Zeitlimits»
- Aktiviere «Tageslimit»
- Gib die maximale Bildschirmzeit für den Tag ein
- Setze unter «App-Limits» zusätzlich ein eigenes Limit für Play SRF
So prüfst du es: Nach Ablauf des Limits sperrt das Gerät beziehungsweise Play SRF, und ohne deinen Eltern-Zugangscode lässt sich nichts daran ändern.
Das ist ein Geräteweg, keine SRF-Einstellung. Ein Tageslimit gilt laut Google für jedes Android-Gerät und Chromebook, das dein Kind nutzt, nicht nur für ein einzelnes. Die Beschriftungen unterscheiden sich je nach Android-Version und Hersteller. Für den Browser auf dem Familiencomputer und für den Smart-TV gelten eigene Wege, die hier nicht belegt sind.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzSRF Kids ist das werbefreie, redaktionell kuratierte Kinderangebot des öffentlich-rechtlichen Schweizer Radio und Fernsehen (SRG). Es bündelt Videos, Hörspiele und Podcasts für Kinder von etwa 3 bis 12 Jahren, ausgespielt über die Webseite srfkids.ch, den Kids-Bereich der App Play SRF und den YouTube-Kanal SRF Kids. Anders als eine reine Kinder-App ist Play SRF eine allgemeine Streaming-App für das ganze SRF-Programm (auch News und Filme) und laut SRF auf ein Publikum ab 12 ausgerichtet; ein abgeschottetes Kinderprofil mit PIN gibt es nicht. Auf der Webseite von Play SRF weist SRF auf heikle Inhalte hin: für unter 12-Jährige unbedenkliche Inhalte tragen kein Symbol und sind jederzeit verfügbar, potenziell gefährdende Inhalte ein gelbes Warnsymbol mit dem Hinweis «Begleitung durch Erwachsene empfohlen», Inhalte ab 14 oder 16 einen roten Balken mit dem Hinweis «Dieses Programm kann verstörend wirken und ist für Kinder nicht geeignet». Angebote ab 16 sind nur zwischen 20 und 6 Uhr abrufbar, Angebote ab 18 nur in Ausnahmefällen und nur zwischen 22 und 5 Uhr. In den Apps von SRF entfällt das laut den eigenen Richtlinien in der Regel, weil sie sich an ein Publikum ab 12 richten. Das Streaming über die SRG-Plattformen ist werbefrei und verlangt kein Konto.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung von SRF Kids oder Play SRF.
- JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): verpflichtet Anbieter von Abruf- und Plattformdiensten zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle. Für SRF gilt es nach dessen eigener Darstellung nicht. Die SRF Kinder- und Jugendmedienschutzrichtlinien halten wörtlich fest: «Das neue Bundesgesetz gilt nicht direkt für konzessionierte Tätigkeiten der SRG, ist für SRF also keine Pflicht. SRF wird dennoch ein ähnlich hohes Schutzniveau gewährleisten.» Kennzeichnung und Zeitfenster in Play SRF sind damit eine freiwillige Selbstbindung von SRF und keine Umsetzung des JSFVG.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023) für die Bearbeitung von Personendaten, besonders relevant bei der «Treff»-Community, wo zur Altersprüfung Kontaktdaten von Kindern und Eltern bearbeitet werden. Für das blosse Anschauen von Play SRF ist kein Konto nötig.
- RTVG (Radio- und Fernsehgesetz) und RTVV: SRF ist als Teil der SRG ein gebührenfinanzierter Service public. Art. 5 RTVG verpflichtet Programmveranstalter, durch die Wahl der Sendezeit oder andere Massnahmen dafür zu sorgen, dass Minderjährige nicht mit gefährdenden Sendungen konfrontiert werden. Daraus folgen die Zeitfenster im Fernsehprogramm, das werbefreie Streaming der eigenen Online-Plattformen und ein redaktioneller Programmauftrag, was das Kinderangebot von kommerziellen Video-Plattformen unterscheidet.
Zwei Ebenen sauber trennen: Erstens die Rechtslage. Kein Gesetz erlaubt oder verbietet Kindern SRF Kids ab einem bestimmten Alter. Das JSFVG, das andere Abrufdienste zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle verpflichtet, gilt laut den SRF-Richtlinien für die konzessionierten Tätigkeiten der SRG nicht direkt und ist für SRF keine Pflicht; verbindlich sind für SRF das RTVG und die RTVV. Zweitens die Regeln des Anbieters: SRF konzipiert SRF Kids für Kinder von etwa 3 bis 12 Jahren, richtet die allgemeine App Play SRF an ein Publikum ab 12 und kennzeichnet Inhalte auf der Webseite von Play SRF freiwillig. Für Eltern heisst das: Der Schutz bei Play SRF beruht auf einer Selbstverpflichtung von SRF, nicht auf einer gesetzlichen Pflicht, und ab wann und wie ein Kind das Angebot nutzt, bleibt eine Erziehungsfrage.