Microsoft Teams (Schule) kindersicher einstellen

Kommunikations- und Unterrichtsplattform für die Schule.

Microsoft · iOS, Android, Web, Desktop
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 0 Unsere Empfehlung: Ab 12 altersgerecht, ab 9 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Kein Bildschirm unter 3, Internet ab etwa 9 begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Teams als reines Schulwerkzeug ist kein soziales Netzwerk und wird von der Schule verwaltet, darum ist ein begleiteter Einsatz ab der Stufe, auf der die Schule es einführt (meist Mittelstufe/Sek I), vertretbar. Der Chat unter Schülerinnen und Schülern bringt aber Kontakt- und Mobbingdynamiken ins Spiel, die eine Begleitung nötig machen.

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Jugend und Medien (Cybermobbing)

Rund ein Drittel der 12- bis 19-Jährigen hat schon erlebt, dass jemand sie im Internet fertigmachen wollte. Klare Regeln, eine offene Gesprächskultur und verlässliche Meldewege helfen Betroffenen, sich früh zu melden. Genau diese Meldewege liegen bei Teams in der Schule (Klassenlehrperson, Schulleitung, schulische Meldestelle), nicht in der App selbst.

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educa (Fachagentur des Bundes und der Kantone fuer den digitalen Bildungsraum)

educa hat den Rahmenvertrag mit Microsoft für Volksschulen und Sekundarstufe II abgeschlossen und führt Office 365 / Microsoft 365 Education im Navigator. Das stützt die Einordnung als schultaugliches, datenschutzrechtlich gerahmtes Werkzeug, ersetzt aber nicht die bewussten Einstellungen am Gerät des Kindes und das Gespräch über den Umgang mit Chat und Kamera.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Benachrichtigungen stummschalten und Ruhezeiten setzen Wichtig

Der wichtigste Hebel, den Eltern und Kind selbst in der Hand haben. Teams-Benachrichtigungen (Chatnachrichten, Erwähnungen, Kanalbeiträge) können abends, nachts und am Wochenende dauernd auf dem Handy aufpoppen und ziehen das Kind zurück in den Schulkontext. Über die Ruhezeit-Funktion der mobilen App lassen sich feste Stunden und Tage stummschalten. So bleibt Schule in der Schulzeit und die Freizeit ruhig.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit der Teams-App und angemeldetem Schulkonto

  1. Öffne die Teams-App
  2. Tippe oben links auf das Profilbild
  3. Wähle «Benachrichtigungen»
  4. Öffne unter «Benachrichtigungen blockieren» den Punkt «Während Ruhezeit blockieren»
  5. Schalte «Bestimmte Stunden» ein
  6. Wähle die Uhrzeiten, zu denen es still sein soll (z. B. 18 bis 8 Uhr)
  7. Schalte «Ganzer Tag» ein
  8. Wähle die Wochentage, an denen ganztags Ruhe gilt (z. B. Samstag und Sonntag)

So prüfst du es: Unter «Während Ruhezeit blockieren» sind die gewählten Stunden und Tage eingetragen, und in dieser Zeit kommen keine Teams-Benachrichtigungen mehr aufs Handy.

Wichtig: Die eigentliche Ruhezeit-Funktion (feste stille Stunden und Tage) gibt es nur in der mobilen App (iOS und Android), nicht in der Desktop-Version. Am Desktop lassen sich Benachrichtigungen nur generell oder pro Kanal reduzieren. Die Ruhezeit ändert den Online-Status des Kindes nicht und informiert niemanden. Menü-Bezeichnungen können je nach Version abweichen und sind vor Veröffentlichung in der App gegenzuprüfen.

2 Kamera und Mikrofon beim Beitreten standardmässig ausschalten Wichtig

Beim Videounterricht schützt es die Privatsphäre, wenn Kamera und Mikrofon nicht automatisch angehen. Vor dem Beitritt zu einer Besprechung lassen sich beide auf dem Vorschaubildschirm ausschalten; Teams merkt sich diese Voreinstellung für die nächsten Besprechungen. So zeigt das Kind nicht ungewollt sein Zimmer oder Hintergrundgeräusche, sondern schaltet Kamera und Ton bewusst zu, wenn es passt.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto · Eine anstehende Besprechung, um die Voreinstellung zu setzen

  1. Tritt einer Besprechung bei, aber tippe auf dem Vorschaubildschirm noch nicht sofort auf «Beitreten»
  2. Stelle die Symbole für Kamera und Mikrofon so um, dass beide ausgeschaltet (durchgestrichen) sind
  3. Tritt erst dann der Besprechung bei

So prüfst du es: Beim nächsten Beitritt sind Kamera und Mikrofon auf dem Vorschaubildschirm bereits ausgeschaltet (durchgestrichen). Teams übernimmt die Voreinstellung für künftige Besprechungen.

Ob im Unterricht die Kamera an sein muss, entscheidet die Lehrperson, nicht die App-Einstellung. Diese Voreinstellung sorgt nur dafür, dass nichts ungewollt automatisch startet. Bei manchen von der Schule konfigurierten Besprechungen können Kamera oder Mikrofon durch die Organisierenden ohnehin gesperrt sein.

3 Kanal- und Chat-Benachrichtigungen gezielt reduzieren Wichtig

Viele Klassen-Teams haben zahlreiche Kanäle, in denen ständig etwas geschrieben wird. Statt bei jeder Nachricht benachrichtigt zu werden, lassen sich einzelne Kanäle stummschalten oder auf «nur Erwähnungen» stellen. Das senkt den Druck, dauernd hineinzuschauen, ohne dass wichtige direkte Nachrichten der Lehrperson verloren gehen.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto

  1. Öffne den Kanal oder Chat beziehungsweise halte ihn in der Liste länger gedrückt
  2. Rufe die Benachrichtigungsoptionen auf («Kanalbenachrichtigungen») (… drei Punkte)
  3. Stelle auf «Aus» oder «nur Erwähnungen und Antworten»

So prüfst du es: Bei den angepassten Kanälen steht die Benachrichtigung auf «Aus» bzw. «Erwähnungen und Antworten», und neue Kanalbeiträge lösen keine Meldung mehr aus.

Direkte Chatnachrichten (z. B. von der Lehrperson) und persönliche Erwähnungen bleiben sichtbar, auch wenn ein Kanal stummgeschaltet ist. Es geht nur um den Lärm aus vielen Kanalbeiträgen. Menü-Bezeichnungen vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.

4 Schulkonto vom Privatleben trennen Wichtig

Das Teams-Schulkonto ist ein von der Schule verwaltetes Arbeits-/Schulkonto und sollte nicht mit privaten Microsoft-Konten, Gaming (Xbox) oder privater Kommunikation vermischt werden. Eine saubere Trennung schützt die Privatsphäre des Kindes, verhindert versehentliches Teilen privater Inhalte im Schulkontext und macht klar: In Teams gelten Schulregeln.

Das brauchst du: Die Zugangsdaten des Schulkontos · Das Gerät, auf dem das Kind Teams nutzt

  1. Melde in der Teams-App nur das Schulkonto an
  2. Kopple kein privates Microsoft-Konto mit dem Schulkonto
  3. Verwende ein separates Nutzerprofil oder zumindest getrennte Apps/Anmeldungen, wenn dasselbe Handy privat und für die Schule genutzt wird
  4. Nutze Teams für die Schule am besten nur auf dem Schulgerät, falls die Schule eines stellt

So prüfst du es: In Teams ist nur das Schulkonto angemeldet, und im Schul-Browserprofil sind keine privaten Konten hinterlegt.

Das Schulkonto gehört organisatorisch der Schule. Die Schule kann Inhalte und Kommunikation im Rahmen ihrer Regeln einsehen und protokollieren. Genau deshalb gehören private Chats, private Fotos und private Konten nicht ins Schulkonto.

5 Status, Profilbild und sichtbare Angaben bewusst setzen Wichtig

Was andere Klassenmitglieder sehen, lässt sich teils beeinflussen: Statusmeldung und, wo erlaubt, Profilbild. Ein neutrales Bild oder die Initialen und keine privaten Statusnachrichten reduzieren die Angriffsfläche für Hänseleien und geben weniger Privates preis.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto

  1. Tippe oben links auf das Profilbild
  2. Prüfe die Statusmeldung und entferne Privates
  3. Belasse beim Profilbild, falls die Schule das erlaubt, ein neutrales Bild oder die Initialen

So prüfst du es: Statusmeldung und Profilbild zeigen nichts Privates mehr.

In vielen Schul-Umgebungen sperrt die Administration das Ändern des Profilbilds oder gibt es zentral vor. Dann ist nur die Statusmeldung beeinflussbar. Das ist normal und kein Fehler.

6 Kamera- und Mikrofon-Zugriff am Betriebssystem prüfen Wichtig

Zusätzlich zur Voreinstellung in Teams lässt sich am Gerät selbst steuern, ob und wie Teams auf Kamera und Mikrofon zugreifen darf. So behält das Kind (oder das Elternteil) die Kontrolle über Zugriffsrechte, unabhängig von der App.

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes

  1. Öffne die Einstellungen des Geräts
  2. Scrolle zu Teams
  3. Prüfe, für welche Zwecke Kamera und Mikrofon freigegeben sind
  4. Belasse den Zugriff nur, wenn Teams für den Videounterricht wirklich genutzt wird

So prüfst du es: In den Geräte-Einstellungen stehen Kamera und Mikrofon für Teams auf der gewählten Stufe (z. B. «Nur bei Nutzung der App» oder «Jedes Mal fragen»).

Wird der Zugriff ganz entzogen, funktioniert der Videounterricht nicht mehr. Sinnvoll ist meist «Nur bei Nutzung der App» oder «Jedes Mal fragen», damit nicht im Hintergrund zugegriffen werden kann.

Was ihr besprechen solltet

Chat unter Schülern und Mobbing: Meldewege gehen über die Schule
Der Teams-Chat kann zwischen Klassenkolleginnen und -kollegen für Hänseleien oder Ausgrenzung missbraucht werden. Wichtig zu wissen: Eltern können in Teams selbst nichts sperren oder melden. Der Meldeweg läuft über die Schule (Klassenlehrperson, Schulleitung, schulische Meldestelle) und, bei schwerem Cybermobbing, über Beratungsstellen wie Pro Juventute (147) oder die Kantonspolizei. Mit dem Kind vereinbaren, Screenshots als Beweis zu sichern und früh eine Vertrauensperson einzubeziehen.
Das Schulkonto ist kein Privataccount
Alles, was im Teams-Schulkonto passiert, gehört in den Schulkontext und kann von der Schule im Rahmen ihrer Regeln eingesehen und protokolliert werden. Mit dem Kind besprechen, dass private Chats, private Fotos, Gaming und private Logins nicht ins Schulkonto gehören, sondern getrennt bleiben.
Kamera an oder aus im Videounterricht
Beim Videounterricht ist es normal, die Kamera nicht immer anzuhaben. Gemeinsam klären, wann die Lehrperson die Kamera verlangt und wie das Kind seinen Hintergrund schützt (aufgeräumte Ecke, Hintergrund weichzeichnen). Standardmässig Kamera und Mikrofon aus, bewusst zuschalten.
Benachrichtigungen und Lernzeit von Freizeit trennen
Weil Teams aussieht wie Schule, kann es rund um die Uhr Nachrichten liefern und die Freizeit auffressen. Zusammen feste Ruhezeiten in der App einrichten und vereinbaren, dass abends und am Wochenende nicht ständig hineingeschaut werden muss. Schule bleibt in der Schulzeit.
Was die Schule sieht und einstellt
Anders als bei privaten Apps hat hier die Schul-Administration die Hand drauf: Sie entscheidet über Chat ein/aus, beaufsichtigte Chats, wer wem schreiben darf und die Besprechungsregeln. Dem Kind offen erklären, dass die Schule mitlesen und Einstellungen zentral vorgeben kann, und bei Fragen (z. B. zu Diagnosedaten oder Chat-Regeln) die Schule ansprechen.

Gut zu wissen

Eltern haben keine eigenen Kontrollen: alles läuft über die Schul-Administration
Teams für die Schule kennt keine Elternkonten und keine Kindersicherung. Ob der Chat an oder aus ist, ob Chats beaufsichtigt werden, wer wem schreiben darf und welche Besprechungsregeln gelten, legt die IT-Administration der Schule zentral fest. Eltern können am Gerät praktisch nur Benachrichtigungen, Ruhezeiten und die Kamera-/Mikrofon-Voreinstellung steuern.
Was tun: Nicht in der App nach Elternkontrollen suchen, sondern bei der Schule nachfragen, wie Chat, Beaufsichtigung und Meldewege geregelt sind. Am Gerät die steuerbaren Punkte (Benachrichtigungen, Ruhezeiten, Kamera aus, Konto-Trennung) einrichten.
Der Chat kann von der Schule ein-, ausgeschaltet oder beaufsichtigt werden
Microsoft bietet für Schulen unter anderem 'Supervised Chat' an: Nur Lehrpersonen können Chats starten, Schülerinnen und Schüler können nicht unbeaufsichtigt untereinander neue Chats eröffnen, und Aufsichtspersonen können unangemessene Nachrichten löschen. Viele Schulen schalten den Schüler-Chat auch ganz aus oder beschränken, wer wen anschreiben kann.
Was tun: Bei der Schule erfragen, ob und wie der Chat begrenzt oder beaufsichtigt ist. Wenn der Chat offen ist, mit dem Kind Umgangsregeln und Meldewege besprechen.
educa-Rahmenvertrag: Daten in der EU, Schweizer Recht
Für Schweizer Schulen (Volksschule, Sekundarstufe II) hat die Fachagentur educa einen Rahmenvertrag mit Microsoft abgeschlossen. Er sieht Datenspeicherung in EU-Rechenzentren (Irland, Niederlande), anwendbares Schweizer Recht und Schweizer Gerichtsstand vor und entspricht den Cloud-Bedingungen der kantonalen Datenschutzbeauftragten (privatim).
Was tun: Darauf achten, dass die Schule dem Rahmenvertrag beigetreten ist (Beitritt über einen Microsoft-Volumenlizenzvertrag). Bei Zweifeln die Schule oder die kantonale Datenschutzstelle fragen.
School-Connection-App eingestellt: Eltern-Einblick nur noch per E-Mail-Bericht
Die frühere School-Connection-App, mit der Eltern den Lernfortschritt im Consumer-Teams verfolgen konnten, wurde per 30. April 2025 eingestellt. Stattdessen kann die Schule einen wöchentlichen E-Mail-Bericht (Guardian Digest) über Aufgaben an Eltern senden, wenn die Administration diese Funktion aktiviert.
Was tun: Nicht auf eine Eltern-App warten. Bei Interesse am Lernstand die Schule fragen, ob der wöchentliche Guardian-E-Mail-Bericht aktiviert ist.
Diagnosedaten und Telemetrie: ein Konfigurationsthema der Schule
Microsoft 365 sendet standardmässig Diagnose- und Nutzungsdaten. Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hat einen Leitfaden 'Microsoft 365 im Bildungsbereich' veröffentlicht, der beschreibt, welche Einstellungen die Schule treffen muss, damit möglichst keine unnötigen Diagnosedaten an Microsoft fliessen. Eltern können diese Konfiguration nicht selbst vornehmen.
Was tun: Bei Bedenken die Schule fragen, ob sie den kantonalen Leitfaden zur Begrenzung der Diagnosedaten umgesetzt hat.
Ruhezeiten gibt es nur in der Handy-App
Die feste Ruhezeit-Funktion (stille Stunden und Tage) ist nur in der mobilen Teams-App (iOS/Android) verfügbar, nicht in der Desktop-Version. Am Desktop lassen sich Benachrichtigungen nur generell oder pro Kanal reduzieren.
Was tun: Ruhezeiten auf dem Handy des Kindes einrichten und am Computer zusätzlich die Benachrichtigungen während Besprechungen und für unwichtige Kanäle ausschalten.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

Microsoft Teams (Schule) ist die Kommunikations- und Unterrichtsplattform innerhalb von Microsoft 365 Education. An vielen Deutschschweizer Schulen (vor allem Sekundarstufe I, teils Mittelstufe) läuft darüber der Unterricht, das Verteilen und Abgeben von Hausaufgaben (Aufgaben/Assignments), der Videounterricht und der Chat zwischen Lehrpersonen und Klasse. Wichtig für Eltern: Es gibt in Teams keine Elternkonten und keine Elternkontrollen. Wer den Chat ein- oder ausschaltet, ob Chats beaufsichtigt werden (Supervised Chat), wer wem schreiben darf und welche Besprechungsregeln gelten, entscheidet allein die IT-Administration der Schule. Eltern können am Gerät des Kindes praktisch nur die Benachrichtigungen, Ruhezeiten und die Kamera-/Mikrofon-Voreinstellung steuern sowie darauf achten, dass das Schulkonto vom Privatleben getrennt bleibt. Die frühere School-Connection-App, mit der Eltern den Lernstand einsehen konnten, wurde per 30. April 2025 eingestellt; die Schule kann stattdessen einen wöchentlichen E-Mail-Bericht (Guardian Digest) an Eltern senden, wenn die Administration dies aktiviert.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung einer schulischen Lern- und Kommunikationsplattform. Das Konto stellt die Schule; ob und ab welcher Stufe Teams eingesetzt wird, entscheidet die Schule beziehungsweise der Kanton, nicht die Eltern und nicht der Anbieter.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): relevant, weil Teams Kommunikations-, Nutzungs- und Diagnosedaten von Kindern verarbeitet und der Anbieter Microsoft im Ausland sitzt (Datenspeicherung laut educa-Rahmenvertrag in der EU).
  • Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule und Sekundarstufe: Für Schulen gilt kantonales Recht. Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hat einen Leitfaden 'Microsoft 365 im Bildungsbereich' herausgegeben, der Vorabklärungen und Massnahmen (u. a. zur Begrenzung der Diagnosedaten) für einen datenschutzkonformen Einsatz vorschreibt. Eine direkte Selbstanmeldung von Schülerinnen und Schülern ohne unterzeichnete Verträge gilt als nicht datenschutzkonform.

Das JSFVG (Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, seit 1.1.2025) ist hier nach unserer Einschätzung nicht einschlägig: Teams ist keine Film- oder Videospielplattform mit Alterskennzeichnungspflicht, sondern ein schulisches Kommunikationswerkzeug. Rechtlich zentral ist der Datenschutz (revDSG plus kantonales Recht). Für Eltern ebenso wichtig: Die Schutzeinstellungen im Kern (Chat, Beaufsichtigung, wer wem schreiben darf) liegen bei der Schul-Administration, nicht bei den Eltern.