Kein Bildschirm unter 3, Internet ab etwa 9 begleitet, soziale Netzwerke ab etwa 12. Teams als reines Schulwerkzeug ist kein soziales Netzwerk und wird von der Schule verwaltet, darum ist ein begleiteter Einsatz ab der Stufe, auf der die Schule es einführt (meist Mittelstufe/Sek I), vertretbar. Der Chat unter Schülerinnen und Schülern bringt aber Kontakt- und Mobbingdynamiken ins Spiel, die eine Begleitung nötig machen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Microsoft Teams (Schule) kindersicher einstellen
Kommunikations- und Unterrichtsplattform für die Schule.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Rund ein Drittel der 12- bis 19-Jährigen hat schon erlebt, dass jemand sie im Internet fertigmachen wollte. Klare Regeln, eine offene Gesprächskultur und verlässliche Meldewege helfen Betroffenen, sich früh zu melden. Genau diese Meldewege liegen bei Teams in der Schule (Klassenlehrperson, Schulleitung, schulische Meldestelle), nicht in der App selbst.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)educa hat den Rahmenvertrag mit Microsoft für Volksschulen und Sekundarstufe II abgeschlossen und führt Office 365 / Microsoft 365 Education im Navigator. Das stützt die Einordnung als schultaugliches, datenschutzrechtlich gerahmtes Werkzeug, ersetzt aber nicht die bewussten Einstellungen am Gerät des Kindes und das Gespräch über den Umgang mit Chat und Kamera.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Benachrichtigungen stummschalten und Ruhezeiten setzen Wichtig
Der wichtigste Hebel, den Eltern und Kind selbst in der Hand haben. Teams-Benachrichtigungen (Chatnachrichten, Erwähnungen, Kanalbeiträge) können abends, nachts und am Wochenende dauernd auf dem Handy aufpoppen und ziehen das Kind zurück in den Schulkontext. Über die Ruhezeit-Funktion der mobilen App lassen sich feste Stunden und Tage stummschalten. So bleibt Schule in der Schulzeit und die Freizeit ruhig.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes mit der Teams-App und angemeldetem Schulkonto
- Öffne die Teams-App
- Tippe oben links auf das Profilbild
- Wähle «Benachrichtigungen»
- Öffne unter «Benachrichtigungen blockieren» den Punkt «Während Ruhezeit blockieren»
- Schalte «Bestimmte Stunden» ein
- Wähle die Uhrzeiten, zu denen es still sein soll (z. B. 18 bis 8 Uhr)
- Schalte «Ganzer Tag» ein
- Wähle die Wochentage, an denen ganztags Ruhe gilt (z. B. Samstag und Sonntag)
- Öffne die Teams-App
- Tippe oben links auf das Profilbild
- Wähle «Benachrichtigungen»
- Öffne «Während Ruhezeit blockieren»
- Schalte «Bestimmte Stunden» ein
- Lege die stillen Uhrzeiten fest
- Schalte «Ganzer Tag» ein
- Lege die stillen Wochentage fest
- Öffne in Teams im Browser oben «Einstellungen und mehr» (… drei Punkte)
- Wähle «Einstellungen»
- Öffne «Benachrichtigungen und Aktivität»
- Lege fest, worüber informiert wird, und schalte Unwichtiges aus
- Öffne in Teams oben «Einstellungen und mehr» (… drei Punkte)
- Wähle «Einstellungen»
- Öffne «Benachrichtigungen und Aktivität»
- Lege einzeln fest, worüber überhaupt informiert wird (Chat, Erwähnungen, Kanäle), und stelle Unwichtiges auf «Aus»
- Entferne unter Anzeige das Häkchen «Benachrichtigungen während Anrufen und Besprechungen anzeigen»
- Wähle auf Windows bei Bedarf zusätzlich «Alle Benachrichtigungen deaktivieren» (ausser Anrufe/Besprechungen)
So prüfst du es: Unter «Während Ruhezeit blockieren» sind die gewählten Stunden und Tage eingetragen, und in dieser Zeit kommen keine Teams-Benachrichtigungen mehr aufs Handy.
Wichtig: Die eigentliche Ruhezeit-Funktion (feste stille Stunden und Tage) gibt es nur in der mobilen App (iOS und Android), nicht in der Desktop-Version. Am Desktop lassen sich Benachrichtigungen nur generell oder pro Kanal reduzieren. Die Ruhezeit ändert den Online-Status des Kindes nicht und informiert niemanden. Menü-Bezeichnungen können je nach Version abweichen und sind vor Veröffentlichung in der App gegenzuprüfen.
2 Kamera und Mikrofon beim Beitreten standardmässig ausschalten Wichtig
Beim Videounterricht schützt es die Privatsphäre, wenn Kamera und Mikrofon nicht automatisch angehen. Vor dem Beitritt zu einer Besprechung lassen sich beide auf dem Vorschaubildschirm ausschalten; Teams merkt sich diese Voreinstellung für die nächsten Besprechungen. So zeigt das Kind nicht ungewollt sein Zimmer oder Hintergrundgeräusche, sondern schaltet Kamera und Ton bewusst zu, wenn es passt.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto · Eine anstehende Besprechung, um die Voreinstellung zu setzen
- Tritt einer Besprechung bei, aber tippe auf dem Vorschaubildschirm noch nicht sofort auf «Beitreten»
- Stelle die Symbole für Kamera und Mikrofon so um, dass beide ausgeschaltet (durchgestrichen) sind
- Tritt erst dann der Besprechung bei
- Öffne die Besprechung über den Vorschaubildschirm
- Schalte dort Kamera und Mikrofon aus (durchgestrichen)
- Tritt dann bei
- Öffne die Besprechung im Browser
- Schalte auf dem Vorschaubildschirm Kamera und Mikrofon aus
- Tritt dann bei
- Öffne die Besprechung. Vor dem Beitritt erscheint der Vorschaubildschirm
- Schalte Kamera und Mikrofon aus
- Aktiviere optional das Weichzeichnen des Hintergrunds (Weichzeichnen/Blur), falls die Kamera doch gebraucht wird
- Tritt dann bei
So prüfst du es: Beim nächsten Beitritt sind Kamera und Mikrofon auf dem Vorschaubildschirm bereits ausgeschaltet (durchgestrichen). Teams übernimmt die Voreinstellung für künftige Besprechungen.
Ob im Unterricht die Kamera an sein muss, entscheidet die Lehrperson, nicht die App-Einstellung. Diese Voreinstellung sorgt nur dafür, dass nichts ungewollt automatisch startet. Bei manchen von der Schule konfigurierten Besprechungen können Kamera oder Mikrofon durch die Organisierenden ohnehin gesperrt sein.
3 Kanal- und Chat-Benachrichtigungen gezielt reduzieren Wichtig
Viele Klassen-Teams haben zahlreiche Kanäle, in denen ständig etwas geschrieben wird. Statt bei jeder Nachricht benachrichtigt zu werden, lassen sich einzelne Kanäle stummschalten oder auf «nur Erwähnungen» stellen. Das senkt den Druck, dauernd hineinzuschauen, ohne dass wichtige direkte Nachrichten der Lehrperson verloren gehen.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto
- Öffne den Kanal oder Chat beziehungsweise halte ihn in der Liste länger gedrückt
- Rufe die Benachrichtigungsoptionen auf («Kanalbenachrichtigungen») (… drei Punkte)
- Stelle auf «Aus» oder «nur Erwähnungen und Antworten»
- Halte den Kanal oder Chat länger gedrückt oder öffne die drei Punkte
- Wähle «Kanalbenachrichtigungen»
- Stelle auf «Aus» oder «nur Erwähnungen und Antworten»
- Fahre im Browser über den Kanalnamen und öffne die drei Punkte (… drei Punkte)
- Wähle «Kanalbenachrichtigungen»
- Wähle «Aus» oder «Erwähnungen und Antworten»
- Fahre mit der Maus über den Kanalnamen und klicke auf die drei Punkte (… drei Punkte)
- Wähle «Kanalbenachrichtigungen»
- Wähle zwischen «Alle Aktivitäten», «Erwähnungen und Antworten» oder «Aus»
- Nutze für alle Teams zugleich unter «Einstellungen»›«Benachrichtigungen und Aktivität» die Option «Benutzerdefiniert»
So prüfst du es: Bei den angepassten Kanälen steht die Benachrichtigung auf «Aus» bzw. «Erwähnungen und Antworten», und neue Kanalbeiträge lösen keine Meldung mehr aus.
Direkte Chatnachrichten (z. B. von der Lehrperson) und persönliche Erwähnungen bleiben sichtbar, auch wenn ein Kanal stummgeschaltet ist. Es geht nur um den Lärm aus vielen Kanalbeiträgen. Menü-Bezeichnungen vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.
4 Schulkonto vom Privatleben trennen Wichtig
Das Teams-Schulkonto ist ein von der Schule verwaltetes Arbeits-/Schulkonto und sollte nicht mit privaten Microsoft-Konten, Gaming (Xbox) oder privater Kommunikation vermischt werden. Eine saubere Trennung schützt die Privatsphäre des Kindes, verhindert versehentliches Teilen privater Inhalte im Schulkontext und macht klar: In Teams gelten Schulregeln.
Das brauchst du: Die Zugangsdaten des Schulkontos · Das Gerät, auf dem das Kind Teams nutzt
- Melde in der Teams-App nur das Schulkonto an
- Kopple kein privates Microsoft-Konto mit dem Schulkonto
- Verwende ein separates Nutzerprofil oder zumindest getrennte Apps/Anmeldungen, wenn dasselbe Handy privat und für die Schule genutzt wird
- Nutze Teams für die Schule am besten nur auf dem Schulgerät, falls die Schule eines stellt
- Melde in der Teams-App nur das Schulkonto an
- Kopple kein privates Microsoft-Konto
- Richte falls möglich ein separates Nutzerprofil auf dem Gerät für die Schule ein
- Melde das Schulkonto auf gemeinsam genutzten Geräten nach der Nutzung ab
- Öffne Teams im Browser mit dem Schulkonto in einem eigenen Browserprofil
- Mische Schul- und Privat-Logins nicht im selben Profil
- Melde dich auf gemeinsam genutzten Geräten nach der Nutzung ab
- Lege für die Schule ein eigenes Browserprofil (z. B. in Edge oder Chrome) an und melde dort das Schulkonto an
- Verwende private Logins und private Konten im Schulprofil nicht
- Achte in der Desktop-App darauf, dass nur das Schulkonto und keine privaten Konten hinterlegt sind
So prüfst du es: In Teams ist nur das Schulkonto angemeldet, und im Schul-Browserprofil sind keine privaten Konten hinterlegt.
Das Schulkonto gehört organisatorisch der Schule. Die Schule kann Inhalte und Kommunikation im Rahmen ihrer Regeln einsehen und protokollieren. Genau deshalb gehören private Chats, private Fotos und private Konten nicht ins Schulkonto.
5 Status, Profilbild und sichtbare Angaben bewusst setzen Wichtig
Was andere Klassenmitglieder sehen, lässt sich teils beeinflussen: Statusmeldung und, wo erlaubt, Profilbild. Ein neutrales Bild oder die Initialen und keine privaten Statusnachrichten reduzieren die Angriffsfläche für Hänseleien und geben weniger Privates preis.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem Teams-Schulkonto
- Tippe oben links auf das Profilbild
- Prüfe die Statusmeldung und entferne Privates
- Belasse beim Profilbild, falls die Schule das erlaubt, ein neutrales Bild oder die Initialen
- Tippe oben links auf das Profilbild
- Prüfe die Statusmeldung und entferne Privates
- Halte das Profilbild neutral, falls es änderbar ist
- Klicke oben rechts auf das Profilbild
- Prüfe die Statusmeldung und entferne Privates
- Halte das Profilbild neutral, falls es änderbar ist
- Klicke oben rechts auf das Profilbild
- Lege die Statusmeldung fest und lass Privates weg
- Prüfe über «Profil verwalten» das Bild, falls die Schule Änderungen zulässt
So prüfst du es: Statusmeldung und Profilbild zeigen nichts Privates mehr.
In vielen Schul-Umgebungen sperrt die Administration das Ändern des Profilbilds oder gibt es zentral vor. Dann ist nur die Statusmeldung beeinflussbar. Das ist normal und kein Fehler.
6 Kamera- und Mikrofon-Zugriff am Betriebssystem prüfen Wichtig
Zusätzlich zur Voreinstellung in Teams lässt sich am Gerät selbst steuern, ob und wie Teams auf Kamera und Mikrofon zugreifen darf. So behält das Kind (oder das Elternteil) die Kontrolle über Zugriffsrechte, unabhängig von der App.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes
- Öffne die Einstellungen des Geräts
- Scrolle zu Teams
- Prüfe, für welche Zwecke Kamera und Mikrofon freigegeben sind
- Belasse den Zugriff nur, wenn Teams für den Videounterricht wirklich genutzt wird
- Öffne in den Geräte-Einstellungen «Apps»›«Teams»›«Berechtigungen»
- Prüfe die Kamera- und Mikrofon-Berechtigung
- Stelle sie falls gewünscht auf «Nur bei Nutzung der App» oder «Jedes Mal fragen»
- Öffne in den System-Einstellungen (Windows: Datenschutz und Sicherheit; macOS: Datenschutz und Sicherheit) die Bereiche Kamera und Mikrofon
- Prüfe, ob Teams Zugriff hat
- Aktiviere die Option «Vor dem Zugriff fragen», wo verfügbar
So prüfst du es: In den Geräte-Einstellungen stehen Kamera und Mikrofon für Teams auf der gewählten Stufe (z. B. «Nur bei Nutzung der App» oder «Jedes Mal fragen»).
Wird der Zugriff ganz entzogen, funktioniert der Videounterricht nicht mehr. Sinnvoll ist meist «Nur bei Nutzung der App» oder «Jedes Mal fragen», damit nicht im Hintergrund zugegriffen werden kann.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzMicrosoft Teams (Schule) ist die Kommunikations- und Unterrichtsplattform innerhalb von Microsoft 365 Education. An vielen Deutschschweizer Schulen (vor allem Sekundarstufe I, teils Mittelstufe) läuft darüber der Unterricht, das Verteilen und Abgeben von Hausaufgaben (Aufgaben/Assignments), der Videounterricht und der Chat zwischen Lehrpersonen und Klasse. Wichtig für Eltern: Es gibt in Teams keine Elternkonten und keine Elternkontrollen. Wer den Chat ein- oder ausschaltet, ob Chats beaufsichtigt werden (Supervised Chat), wer wem schreiben darf und welche Besprechungsregeln gelten, entscheidet allein die IT-Administration der Schule. Eltern können am Gerät des Kindes praktisch nur die Benachrichtigungen, Ruhezeiten und die Kamera-/Mikrofon-Voreinstellung steuern sowie darauf achten, dass das Schulkonto vom Privatleben getrennt bleibt. Die frühere School-Connection-App, mit der Eltern den Lernstand einsehen konnten, wurde per 30. April 2025 eingestellt; die Schule kann stattdessen einen wöchentlichen E-Mail-Bericht (Guardian Digest) an Eltern senden, wenn die Administration dies aktiviert.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung einer schulischen Lern- und Kommunikationsplattform. Das Konto stellt die Schule; ob und ab welcher Stufe Teams eingesetzt wird, entscheidet die Schule beziehungsweise der Kanton, nicht die Eltern und nicht der Anbieter.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): relevant, weil Teams Kommunikations-, Nutzungs- und Diagnosedaten von Kindern verarbeitet und der Anbieter Microsoft im Ausland sitzt (Datenspeicherung laut educa-Rahmenvertrag in der EU).
- Kantonale Datenschutzgesetze bei Nutzung durch die Volksschule und Sekundarstufe: Für Schulen gilt kantonales Recht. Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hat einen Leitfaden 'Microsoft 365 im Bildungsbereich' herausgegeben, der Vorabklärungen und Massnahmen (u. a. zur Begrenzung der Diagnosedaten) für einen datenschutzkonformen Einsatz vorschreibt. Eine direkte Selbstanmeldung von Schülerinnen und Schülern ohne unterzeichnete Verträge gilt als nicht datenschutzkonform.
Das JSFVG (Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, seit 1.1.2025) ist hier nach unserer Einschätzung nicht einschlägig: Teams ist keine Film- oder Videospielplattform mit Alterskennzeichnungspflicht, sondern ein schulisches Kommunikationswerkzeug. Rechtlich zentral ist der Datenschutz (revDSG plus kantonales Recht). Für Eltern ebenso wichtig: Die Schutzeinstellungen im Kern (Chat, Beaufsichtigung, wer wem schreiben darf) liegen bei der Schul-Administration, nicht bei den Eltern.