TikTok kindersicher einstellen

Kurzvideo-Plattform mit stark personalisiertem Feed.

TikTok (ByteDance) · iOS, Android, Web
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 13 mit Begleitung, ohne Begleitung ab 18 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. TikTok als Social-Media-Plattform liegt in diesem Bereich, das AGB-Mindestalter von 13 fällt damit zusammen. Wegen des stark personalisierten Feeds und der Kontaktrisiken setzen wir die Schwellen streng: unter 13 rot, ab 13 nur mit Begleitetem Modus.

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Pro Juventute

Das Mindestalter ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, TikTok bewusst begleiten und über Inhalte, Kontakt durch Fremde und Geld sprechen.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 5 erledigt
1 Begleiteter Modus (Family Pairing) aktivieren Wichtig

Eltern verknüpfen ihr Konto mit dem des Kindes und steuern Bildschirmzeit, Direktnachrichten, Suche und Inhalte.

Das brauchst du: Beide Handys zur Hand · TikTok mit eigenem Konto auf deinem Handy · Das Kind hat sein echtes Geburtsdatum im Konto

  1. Öffne TikTok und tippe unten rechts auf «Profil»
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Wähle «Einstellungen und Datenschutz»
  4. Tippe im Abschnitt «Familie» auf «Begleiteter Modus»
  5. Wähle «Elternteil» und tippe auf «Weiter». Es erscheint ein QR-Code
  6. Öffne auf dem Handy des Kindes denselben Weg: «Profil»Menü«Einstellungen und Datenschutz»«Begleiteter Modus»
  7. Wähle dort «Teenager» und scanne den QR-Code auf deinem Handy
  8. Bestätige die Verknüpfung auf beiden Geräten
  9. Lege danach in deiner App unter «Begleiteter Modus» Bildschirmzeit, Nachrichten, Suche und Inhalte fest

So prüfst du es: In deiner TikTok-App steht unter «Begleiteter Modus» das Konto deines Kindes, und du kannst dort die Beschränkungen anpassen.

Setzt voraus, dass das Kind das echte Alter angegeben hat.

Quelle: newsroom.tiktok.com geprüft 17.06.2026
2 Eingeschränkten Modus aktivieren Wichtig

Filtert Inhalte, die für Jüngere unangemessen sein könnten.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes (oder dein Handy, falls der Begleitete Modus aktiv ist) · Ein Code, den das Kind nicht kennt

  1. Öffne TikTok und tippe unten rechts auf «Profil»
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Wähle «Einstellungen und Datenschutz»
  4. Tippe auf «Inhaltseinstellungen»
  5. Wähle «Eingeschränkter Modus»
  6. Tippe auf «Aktivieren» und sichere die Einstellung mit einem Code

So prüfst du es: Unter «Inhaltseinstellungen» steht der Eingeschränkte Modus auf «Ein» und lässt sich ohne deinen Code nicht ausschalten.

Filter ist nicht perfekt, ersetzt keine Begleitung.

Quelle: www.tiktok.com geprüft 17.06.2026
3 Konto auf privat stellen Wichtig

Nur bestätigte Follower sehen die Videos.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne TikTok und tippe unten rechts auf «Profil»
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Wähle «Einstellungen und Datenschutz»
  4. Tippe auf «Datenschutz»
  5. Aktiviere den Schalter bei «Privates Konto»

So prüfst du es: Wer dem Kind nicht folgt, sieht auf dem Profil keine Videos mehr, sondern nur noch Name und Profilbild.

Bei unter 16-Jährigen standardmässig privat, kann aber vom Kind aufgehoben werden, wenn nicht im Begleiteten Modus gesperrt.

Quelle: www.tiktok.com geprüft 17.06.2026
4 Bildschirmzeitlimit setzen Wichtig

Begrenzt die tägliche Nutzungsdauer.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes (oder dein Handy, falls der Begleitete Modus aktiv ist)

  1. Öffne TikTok und tippe unten rechts auf «Profil»
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Wähle «Einstellungen und Datenschutz»
  4. Tippe auf «Bildschirmzeit»
  5. Wähle «Tägliche Bildschirmzeit» und lege das Limit fest

So prüfst du es: Unter «Bildschirmzeit» wird das gesetzte Tageslimit angezeigt; nach Ablauf verlangt TikTok einen Code.

Unter 18 standardmässig 60 Minuten, aber mit Code umgehbar. Im Begleiteten Modus fester einstellbar.

Quelle: www.tiktok.com geprüft 17.06.2026
5 Direktnachrichten und Interaktion beschränken Wichtig

Steuert, wer schreiben, kommentieren, duetten oder stitchen darf.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes (oder dein Handy, falls der Begleitete Modus aktiv ist)

  1. Öffne TikTok und tippe unten rechts auf «Profil»
  2. Tippe oben rechts auf das Menü (☰ drei Striche)
  3. Wähle «Einstellungen und Datenschutz»
  4. Tippe auf «Datenschutz»
  5. Wähle im Abschnitt «Interaktionen» den Punkt «Direktnachrichten»
  6. Wähle «Freunde» oder «Niemand»
  7. Gehe zurück und stelle auch «Kommentare», «Duett» und «Stitch» auf «Freunde» oder «Niemand»

So prüfst du es: Unter «Datenschutz» steht neben «Direktnachrichten» die gewählte Einschränkung.

Direktnachrichten sind unter 16 ohnehin gesperrt. Duette von unter 16-Jährigen sind eingeschränkt.

Quelle: www.tiktok.com geprüft 17.06.2026

Was ihr besprechen solltet

Bei unter 13 bewusst Nein sagen
Es gibt keine zugelassene Kinder-Variante. Kein falsches Geburtsdatum eintragen.
Echtes Alter gemeinsam eintragen
Nur dann greifen Privatkonto, Zeitlimit und die Nachrichten-Sperre.
Über Kontakt durch Fremde sprechen
Grooming-Risiko über Kommentare und ab 16 über Direktnachrichten.
Über Geld und Geschenke sprechen
Live-Geschenke (Coins) und In-App-Käufe, am Gerät Käufe sperren.
Über die TikTok-KI sprechen
TikTok bietet KI-Funktionen wie den Chat-Assistenten und KI-generierte Videos. Gemeinsam reflektieren, dass Antworten falsch sein können, KI-Inhalte nicht echt sein müssen und keine persönlichen Daten preisgegeben werden.

Gut zu wissen

Kein zugelassenes Kinderkonto
Anders als Spotify bietet TikTok in der Schweiz keine legale Variante für unter 13-Jährige. Wer jünger ist, sollte gar nicht hier sein.
Was tun: Bei jüngeren Kindern bewusst Nein sagen und Alternativen anbieten. Falsches Geburtsdatum vermeiden, sonst greifen die Jugendschutz-Defaults nicht.
Falsche Altersangabe hebelt den Schutz aus
Die Alterskontrolle beruht auf der Eingabe. Gibt das Kind ein zu hohes Alter an, fallen Privatkonto, Zeitlimit und Nachrichten-Sperre weg.
Was tun: Gemeinsam das echte Geburtsdatum eintragen und den Begleiteten Modus nutzen.
Der For-You-Feed ist schwer zu steuern
Der Algorithmus liefert endlos personalisierte Videos. Inhalte können schnell ungeeignet werden, auch wenn man harmlos startet.
Was tun: Eingeschränkten Modus aktivieren, gemeinsam schauen und über Inhalte sprechen. Unpassendes melden und Nicht-interessiert wählen.
Direktnachrichten und Kontakt durch Fremde
Ab 16 sind Direktnachrichten möglich. Über Kommentare und Nachrichten können Fremde Kontakt aufnehmen (Grooming-Risiko).
Was tun: Nachrichten und Kommentare einschränken, Konto privat halten, mit dem Kind über Kontakt durch Fremde sprechen.
Live und Geld-Geschenke
Ab 18 kann man live gehen und in Livestreams echte Geld-Geschenke (Coins) senden und empfangen. Es gibt In-App-Käufe.
Was tun: Bezahlfunktionen und In-App-Käufe am Gerät sperren, über Geld und Geschenke sprechen.
Das 60-Minuten-Limit ist freiwillig
Das Standard-Zeitlimit für unter 18-Jährige lässt sich mit einem Code umgehen und stoppt die App nicht hart.
Was tun: Im Begleiteten Modus ein festes Limit setzen und zusätzlich die Bildschirmzeit am Gerät (iOS oder Android) nutzen.
TikTok-eigene KI-Funktionen
TikTok integriert KI-Funktionen, etwa einen Chat-Assistenten und Werkzeuge für KI-generierte Videos und Effekte. KI-Inhalte sind nicht immer als solche erkennbar und Antworten können falsch sein.
Was tun: Mit dem Kind besprechen, dass KI-Inhalte nicht echt sein müssen, dass Antworten Fehler enthalten können und dass keine persönlichen Daten in KI-Chats eingegeben werden.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

TikTok ist eine Kurzvideo-Plattform mit stark personalisiertem Feed (For You). Mindestalter 13. Konten von unter 16-Jährigen sind standardmässig privat, Direktnachrichten sind erst ab 16 möglich, Live-Videos erst ab 18. Für alle unter 18 gilt ein Standard-Zeitlimit von 60 Minuten pro Tag. Über den Begleiteten Modus (Family Pairing) können Eltern ihr Konto mit dem des Kindes verknüpfen und Zeit, Nachrichten, Suche und Inhalte steuern.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von sozialen Netzwerken oder Videoplattformen. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von TikTok, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht direkt, da TikTok ein soziales Netzwerk und keine Film- oder Videospielplattform im Sinne des Gesetzes ist. Massgeblich für TikTok sind die AGB des Anbieters und der Datenschutz.