Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. WhatsApp als offener Messenger liegt im selben Bereich, daher die Schwellen unter 10 rot, ab 10 nur elternverwaltet, ab 13 begleitet.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)WhatsApp kindersicher einstellen
Messenger für Nachrichten und Anrufe, Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, datensparsame Alternativen wie Signal oder Threema erwägen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Elternverwaltetes Konto einrichten (ab 10, unter 13) Wichtig
Von Eltern gesteuertes Konto. Eltern geben Kontakte und Gruppeneinladungen frei, eine sechsstellige PIN schützt alle Einstellungen. WhatsApp bleibt auf das Wesentliche reduziert (Nachrichten und Anrufe).
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes · Dein eigenes Handy mit deinem WhatsApp-Konto · Eine sechsstellige PIN, die das Kind nicht kennt
- Installiere WhatsApp auf dem Gerät des Kindes
- Wähle bei der Einrichtung unter «weitere Optionen» den Punkt «Ein elternverwaltetes Konto erstellen»
- Verbinde Eltern- und Kindgerät miteinander
- Lege eine sechsstellige Eltern-PIN fest
- Installiere WhatsApp auf dem Gerät des Kindes
- Wähle bei der Einrichtung unter «weitere Optionen» den Punkt «Ein elternverwaltetes Konto erstellen»
- Verbinde Eltern- und Kindgerät miteinander
- Lege eine sechsstellige Eltern-PIN fest
So prüfst du es: Änderungen an den Einstellungen des Kinderkontos verlangen deine sechsstellige Eltern-PIN.
Eingeführt am 11.03.2026, wird schrittweise ausgerollt und ist eventuell noch nicht überall verfügbar. Deaktiviert sind Kanäle, Status, Meta-AI, Standortfreigabe, verschwindende Nachrichten, Chatsperre und verknüpfte Geräte. Nachrichten unbekannter Absender landen in einem versteckten, PIN-geschützten Ordner.
2 Wer kann mich zu Gruppen hinzufügen einschränken Wichtig
Verhindert, dass Fremde das Kind in Gruppen ziehen, wo Telefonnummer, Name und Profilbild für alle Teilnehmenden sichtbar werden.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Tippe auf «Gruppen»
- Wähle «Meine Kontakte» oder «Meine Kontakte ausser» statt «Alle»
- Tippe in WhatsApp auf das Drei-Punkte-Menü (⋮ drei Punkte)
- Wähle «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Tippe auf «Gruppen»
- Wähle «Meine Kontakte» oder «Meine Kontakte ausser» statt «Alle»
So prüfst du es: Unter «Gruppen» wird die gewählte Option («Meine Kontakte» oder «Meine Kontakte ausser») angezeigt.
Wer nicht in den Kontakten ist, kann das Kind dann nur per Einladungslink bitten beizutreten, statt es direkt hinzuzufügen.
3 Sichtbarkeit von Profilbild, Info, Status und Zuletzt online beschränken Wichtig
Begrenzt, wer persönliche Angaben und Aktivität sehen kann, idealerweise nur bekannte Kontakte.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Öffne «Zuletzt online und Online»
- Wähle «Meine Kontakte» oder eine engere Option
- Gehe zurück und stelle auch «Profilbild», «Info» und «Status» auf «Meine Kontakte» oder enger
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Öffne «Zuletzt online und Online»
- Wähle «Meine Kontakte» oder eine engere Option
- Gehe zurück und stelle auch «Profilbild», «Info» und «Status» auf «Meine Kontakte» oder enger
So prüfst du es: Unter «Datenschutz» steht bei «Zuletzt online und Online», «Profilbild», «Info» und «Status» jeweils die gewählte Option.
Optionen sind je Punkt Alle, Meine Kontakte, Meine Kontakte ausser oder Niemand. Bei elternverwalteten Konten gibt es ohnehin keinen Status.
4 Zwei-Schritt-Verifizierung aktivieren Wichtig
Schützt das Konto mit einer zusätzlichen PIN davor, von Fremden übernommen zu werden.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes · Eine E-Mail-Adresse für die Wiederherstellung der PIN
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Konto»
- Wähle «Zwei-Schritt-Verifizierung»
- Tippe auf «Aktivieren»
- Lege eine sechsstellige PIN fest
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Konto»
- Wähle «Zwei-Schritt-Verifizierung»
- Tippe auf «Aktivieren»
- Lege eine sechsstellige PIN fest
So prüfst du es: Unter «Zwei-Schritt-Verifizierung» wird die Funktion als aktiviert angezeigt.
Eine Wiederherstellungs-E-Mail hinterlegen, damit die PIN zurückgesetzt werden kann.
5 Unbekannte Anrufer stummschalten und IP-Adresse schützen Wichtig
Reduziert Spam- und Betrugsanrufe von Fremden und verbirgt bei Anrufen die IP-Adresse (Standortschutz).
Das brauchst du: Das Handy des Kindes
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Wähle «Anrufe»
- Aktiviere den Schalter bei «Unbekannte Anrufer stummschalten»
- Aktiviere unter «Erweitert» den Schalter bei «IP-Adresse bei Anrufen schützen»
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Wähle «Anrufe»
- Aktiviere den Schalter bei «Unbekannte Anrufer stummschalten»
- Aktiviere unter «Erweitert» den Schalter bei «IP-Adresse bei Anrufen schützen»
So prüfst du es: Die Schalter bei «Unbekannte Anrufer stummschalten» und «IP-Adresse bei Anrufen schützen» stehen auf Ein.
Stummgeschaltete unbekannte Anrufe erscheinen weiterhin in der Anrufliste, klingeln aber nicht.
6 Live-Standort kontrollieren (standardmässig aus) Wichtig
Stellt sicher, dass das Kind seinen Standort nicht laufend teilt.
Das brauchst du: Das Handy des Kindes
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Öffne «Live-Standort»
- Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
- Tippe auf «Datenschutz»
- Öffne «Live-Standort»
So prüfst du es: Unter «Live-Standort» ist kein Chat aufgeführt, der den Standort teilt.
Live-Standort ist standardmässig deaktiviert. Bei elternverwalteten Konten ist Standortfreigabe ganz gesperrt.
7 Chatsperre für sensible Chats (optional) Wichtig
Legt einzelne Chats in einen separaten, mit Code oder Biometrie geschützten Ordner.
Das brauchst du: Das Handy mit dem betreffenden Chat
- Öffne den betreffenden Chat
- Tippe oben auf den Namen des Chats
- Wähle «Chat-Sperre»
- Aktiviere die Sperre
- Öffne den betreffenden Chat
- Tippe oben auf den Namen des Chats
- Wähle «Chat-Sperre»
- Aktiviere die Sperre
So prüfst du es: Der Chat erscheint nicht mehr in der normalen Chat-Übersicht, sondern nur noch im separaten, geschützten Ordner.
Bei elternverwalteten Konten nicht verfügbar (bewusst, damit nichts vor den Eltern verborgen wird).
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzWhatsApp ist ein Messenger für Nachrichten, Anrufe und das Teilen von Medien, Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Ein eigenes Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus, unter 18 mit Einwilligung der Eltern. Seit dem 11.03.2026 gibt es elternverwaltete Konten für Kinder ab 10 Jahren: Eltern richten sie ein, schützen alle Einstellungen mit einer sechsstelligen PIN und können Kontakte und Gruppeneinladungen freigeben. Bei elternverwalteten Konten sind Kanäle, Status, Meta-AI, Standortfreigabe, verschwindende Nachrichten, Chatsperre und verknüpfte Geräte deaktiviert.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von Messengern oder sozialen Netzwerken. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von WhatsApp, keine Rechtsvorschrift.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung
Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht, da WhatsApp kein Film- oder Videospielangebot ist.