WhatsApp kindersicher einstellen

Messenger für Nachrichten und Anrufe, Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Meta Platforms (WhatsApp LLC) · iOS, Android, Web, Desktop
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 13 Unsere Empfehlung: Ab 10 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Soziale Netzwerke ab etwa 12 Jahren. WhatsApp als offener Messenger liegt im selben Bereich, daher die Schwellen unter 10 rot, ab 10 nur elternverwaltet, ab 13 begleitet.

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Pro Juventute

Das Mindestalter 13 ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Entwicklungsreife. Reife individuell einschätzen, datensparsame Alternativen wie Signal oder Threema erwägen.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

0 von 7 erledigt
1 Elternverwaltetes Konto einrichten (ab 10, unter 13) Wichtig

Von Eltern gesteuertes Konto. Eltern geben Kontakte und Gruppeneinladungen frei, eine sechsstellige PIN schützt alle Einstellungen. WhatsApp bleibt auf das Wesentliche reduziert (Nachrichten und Anrufe).

Das brauchst du: Das Gerät des Kindes · Dein eigenes Handy mit deinem WhatsApp-Konto · Eine sechsstellige PIN, die das Kind nicht kennt

  1. Installiere WhatsApp auf dem Gerät des Kindes
  2. Wähle bei der Einrichtung unter «weitere Optionen» den Punkt «Ein elternverwaltetes Konto erstellen»
  3. Verbinde Eltern- und Kindgerät miteinander
  4. Lege eine sechsstellige Eltern-PIN fest

So prüfst du es: Änderungen an den Einstellungen des Kinderkontos verlangen deine sechsstellige Eltern-PIN.

Eingeführt am 11.03.2026, wird schrittweise ausgerollt und ist eventuell noch nicht überall verfügbar. Deaktiviert sind Kanäle, Status, Meta-AI, Standortfreigabe, verschwindende Nachrichten, Chatsperre und verknüpfte Geräte. Nachrichten unbekannter Absender landen in einem versteckten, PIN-geschützten Ordner.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
2 Wer kann mich zu Gruppen hinzufügen einschränken Wichtig

Verhindert, dass Fremde das Kind in Gruppen ziehen, wo Telefonnummer, Name und Profilbild für alle Teilnehmenden sichtbar werden.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
  2. Tippe auf «Datenschutz»
  3. Tippe auf «Gruppen»
  4. Wähle «Meine Kontakte» oder «Meine Kontakte ausser» statt «Alle»

So prüfst du es: Unter «Gruppen» wird die gewählte Option («Meine Kontakte» oder «Meine Kontakte ausser») angezeigt.

Wer nicht in den Kontakten ist, kann das Kind dann nur per Einladungslink bitten beizutreten, statt es direkt hinzuzufügen.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
3 Sichtbarkeit von Profilbild, Info, Status und Zuletzt online beschränken Wichtig

Begrenzt, wer persönliche Angaben und Aktivität sehen kann, idealerweise nur bekannte Kontakte.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
  2. Tippe auf «Datenschutz»
  3. Öffne «Zuletzt online und Online»
  4. Wähle «Meine Kontakte» oder eine engere Option
  5. Gehe zurück und stelle auch «Profilbild», «Info» und «Status» auf «Meine Kontakte» oder enger

So prüfst du es: Unter «Datenschutz» steht bei «Zuletzt online und Online», «Profilbild», «Info» und «Status» jeweils die gewählte Option.

Optionen sind je Punkt Alle, Meine Kontakte, Meine Kontakte ausser oder Niemand. Bei elternverwalteten Konten gibt es ohnehin keinen Status.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
4 Zwei-Schritt-Verifizierung aktivieren Wichtig

Schützt das Konto mit einer zusätzlichen PIN davor, von Fremden übernommen zu werden.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes · Eine E-Mail-Adresse für die Wiederherstellung der PIN

  1. Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
  2. Tippe auf «Konto»
  3. Wähle «Zwei-Schritt-Verifizierung»
  4. Tippe auf «Aktivieren»
  5. Lege eine sechsstellige PIN fest

So prüfst du es: Unter «Zwei-Schritt-Verifizierung» wird die Funktion als aktiviert angezeigt.

Eine Wiederherstellungs-E-Mail hinterlegen, damit die PIN zurückgesetzt werden kann.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
5 Unbekannte Anrufer stummschalten und IP-Adresse schützen Wichtig

Reduziert Spam- und Betrugsanrufe von Fremden und verbirgt bei Anrufen die IP-Adresse (Standortschutz).

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
  2. Tippe auf «Datenschutz»
  3. Wähle «Anrufe»
  4. Aktiviere den Schalter bei «Unbekannte Anrufer stummschalten»
  5. Aktiviere unter «Erweitert» den Schalter bei «IP-Adresse bei Anrufen schützen»

So prüfst du es: Die Schalter bei «Unbekannte Anrufer stummschalten» und «IP-Adresse bei Anrufen schützen» stehen auf Ein.

Stummgeschaltete unbekannte Anrufe erscheinen weiterhin in der Anrufliste, klingeln aber nicht.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
6 Live-Standort kontrollieren (standardmässig aus) Wichtig

Stellt sicher, dass das Kind seinen Standort nicht laufend teilt.

Das brauchst du: Das Handy des Kindes

  1. Öffne in WhatsApp die «Einstellungen»
  2. Tippe auf «Datenschutz»
  3. Öffne «Live-Standort»

So prüfst du es: Unter «Live-Standort» ist kein Chat aufgeführt, der den Standort teilt.

Live-Standort ist standardmässig deaktiviert. Bei elternverwalteten Konten ist Standortfreigabe ganz gesperrt.

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026
7 Chatsperre für sensible Chats (optional) Wichtig

Legt einzelne Chats in einen separaten, mit Code oder Biometrie geschützten Ordner.

Das brauchst du: Das Handy mit dem betreffenden Chat

  1. Öffne den betreffenden Chat
  2. Tippe oben auf den Namen des Chats
  3. Wähle «Chat-Sperre»
  4. Aktiviere die Sperre

So prüfst du es: Der Chat erscheint nicht mehr in der normalen Chat-Übersicht, sondern nur noch im separaten, geschützten Ordner.

Bei elternverwalteten Konten nicht verfügbar (bewusst, damit nichts vor den Eltern verborgen wird).

Quelle: faq.whatsapp.com geprüft 17.06.2026

Was ihr besprechen solltet

Unter 13 bewusst entscheiden
13 ist die rechtliche Grenze, keine Reifeempfehlung. Vor einem eigenen Konto die Reife des Kindes einschätzen, wie es Pro Juventute empfiehlt.
Über Gruppen mit Fremden sprechen
In Gruppen sehen alle Teilnehmenden Telefonnummer, Name und Profilbild. Mit dem Kind vereinbaren, vor dem Beitritt zu unbekannten Gruppen oder Communities nachzufragen.
Über Kettenbriefe und Weiterleitungen sprechen
Falschmeldungen, Kettenbriefe und unangemessene Inhalte verbreiten sich schnell. Gemeinsam besprechen, was man nicht weiterleitet und wie man Inhalte einordnet.
Über Meta AI sprechen
Der KI-Chatbot ist fest in der App. Gemeinsam reflektieren, wie KI funktioniert, dass Antworten falsch sein können und dass man keine persönlichen Daten preisgibt.
Datenschutzfreundliche Alternativen erwägen
Pro Juventute nennt Signal und Threema als datensparsamere Messenger. Ein Wechsel klappt am besten gemeinsam im Freundeskreis, weil Kinder das nutzen, was ihre Freunde nutzen.

Gut zu wissen

Meta AI ist fest eingebaut
Seit 2025 steckt der KI-Assistent Meta AI (auf Basis von Llama) in WhatsApp, sichtbar in der Chat-Übersicht, und lässt sich in Einzel- und Gruppenchats mit @Meta ansprechen. Er kann nicht einfach entfernt werden.
Was tun: Mit dem Kind besprechen, dass Antworten falsch sein können und keine persönlichen Daten eingegeben werden. Bei elternverwalteten Konten ist Meta AI deaktiviert.
Kanäle und Communities
Über Kanäle (Channels) folgt man öffentlichen Absendern, über Communities werden viele Gruppen gebündelt. Beworbene Communities können unangemessene Inhalte enthalten, dort besteht auch ein Grooming-Risiko durch Fremde.
Was tun: Vereinbaren, dass das Kind vor dem Beitritt fragt. Bei elternverwalteten Konten sind Kanäle gesperrt.
Gruppen machen die Nummer sichtbar
Sobald ein Kind in einer Gruppe ist, sehen alle Teilnehmenden seine Telefonnummer, seinen Namen und sein Profilbild, auch unbekannte Personen.
Was tun: Wer mich zu Gruppen hinzufügen darf auf Meine Kontakte beschränken und das Profilbild auf Kontakte begrenzen.
Status-Updates
Über Status teilt man Bilder, Videos und Text für 24 Stunden. Je nach Einstellung sehen das auch Kontakte, die man nicht als enge Freunde meint.
Was tun: Unter Datenschutz, Status festlegen, wer den Status sehen darf. Bei elternverwalteten Konten gibt es keinen Status.
WhatsApp gehört zu Meta und sammelt viele Daten
Auch wenn Nachrichteninhalte verschlüsselt sind, sammelt WhatsApp viele Metadaten (wer mit wem, wann, wie oft) und teilt Daten mit Meta.
Was tun: Datensparsamere Alternativen wie Signal oder Threema als Familie erwägen, mindestens die Sichtbarkeits- und Gruppeneinstellungen eng setzen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

WhatsApp ist ein Messenger für Nachrichten, Anrufe und das Teilen von Medien, Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Ein eigenes Konto setzt mindestens 13 Jahre voraus, unter 18 mit Einwilligung der Eltern. Seit dem 11.03.2026 gibt es elternverwaltete Konten für Kinder ab 10 Jahren: Eltern richten sie ein, schützen alle Einstellungen mit einer sechsstelligen PIN und können Kontakte und Gruppeneinladungen freigeben. Bei elternverwalteten Konten sind Kanäle, Status, Meta-AI, Standortfreigabe, verschwindende Nachrichten, Chatsperre und verknüpfte Geräte deaktiviert.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Keines. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von Messengern oder sozialen Netzwerken. Die 13 Jahre sind das AGB-Mindestalter von WhatsApp, keine Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz) für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung

Das JSFVG (Jugendschutz bei Film und Videospielen, seit 2025) gilt hier nicht, da WhatsApp kein Film- oder Videospielangebot ist.