YouTube Kids kindersicher einstellen

Kinder-App von YouTube mit gefilterter Videoauswahl.

Google · iOS, Android, Web, Smart-TV
Auf einen Blick: ab welchem Alter?
AGB-Mindestalter: 0 Unsere Empfehlung: Ab 9 altersgerecht, ab 3 mit Begleitung Zuletzt geprüft 14.07.2026

Worauf sich unsere Empfehlung stützt

BAG und Jugend und Medien (3-6-9-12-Regel)

Unter 3 kein Bildschirm, im Vorschulalter nur kurze, begleitete Bildschirmzeiten, Internet ab etwa 9 und nur begleitet. YouTube Kids ist zwar eine geschützte Umgebung ohne Chat und Käufe, bleibt aber Videokonsum mit algorithmischem Feed. Darum unter 3 gar nicht, im Vorschul- und frühen Schulalter nur gemeinsam und eng eingestellt, ab etwa 9 zunehmend selbstständig mit Timer und Gesprächen.

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Pro Juventute (Digitale Medien im Vorschul- und Kindergartenalter)

Kleine Kinder sollen digitale Medien nur in Begleitung nutzen. Begleiten statt verbieten: gemeinsam schauen, über Inhalte sprechen und klare zeitliche Regeln vereinbaren. Das gilt besonders für Video-Apps, weil kleine Kinder Werbung und unpassende Inhalte noch nicht einordnen können.

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MIKE-Studie (ZHAW)

Die repräsentative Schweizer MIKE-Studie zeigt: YouTube gehört bei Primarschulkindern zu den beliebtesten Plattformen, rund zwei Drittel schauen mindestens wöchentlich Videos. Das Bedürfnis ist also da; YouTube Kids mit sauber gesetzten Einstellungen ist für Jüngere die deutlich bessere Umgebung als das offene YouTube.

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Einstellungen Schritt für Schritt

Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.

Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.

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1 Eigenen Sperrcode für den Elternbereich festlegen Wichtig

Grundlage für alle weiteren Einstellungen. Der Elternbereich der App ist standardmässig nur mit einer eingeblendeten Rechenaufgabe geschützt, die ältere Kinder schnell lösen können. Ein eigener Sperrcode verhindert, dass das Kind Altersstufe, Suche oder Timer selbst wieder ändert.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind YouTube Kids nutzt · Ein vierstelliger Code, den das Kind nicht kennt

  1. Öffne YouTube Kids und tippe unten rechts auf das Schloss-Symbol
  2. Löse die angezeigte Rechenaufgabe
  3. Wähle «Einstellungen»
  4. Gehe zum Punkt «Sperrcode»
  5. Lege einen vierstelligen Code fest, den das Kind nicht kennt

So prüfst du es: Beim nächsten Öffnen des Elternbereichs verlangt die App deinen Sperrcode statt nur der Rechenaufgabe.

Ohne eigenen Code schützt nur die Multiplikationsaufgabe, die Kinder ab dem Primarschulalter oft selbst lösen. Für Änderungen an den Profileinstellungen verlangt die App zusätzlich das Passwort des Eltern-Google-Kontos. Menübezeichnungen können je nach App-Version leicht abweichen, vor Veröffentlichung in der App gegenprüfen.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
2 Altersstufe für das Kinderprofil wählen Wichtig

Bestimmt, welche Inhalte dem Kind angezeigt und in der Suche gefunden werden. Es gibt drei Stufen: Vorschulalter (bis 4 Jahre, spielerisches Lernen), Jünger (5 bis 8, Lieder, Cartoons, Basteln) und Älter (9 bis 12, zusätzlich Gaming, Musikvideos, Wissenschaft).

Das brauchst du: Das Gerät mit YouTube Kids · Das Passwort deines Eltern-Google-Kontos

  1. Tippe auf das Schloss-Symbol
  2. Löse die Rechenaufgabe oder gib deinen Sperrcode ein
  3. Öffne die «Einstellungen»
  4. Tippe auf das Profil des Kindes
  5. Bestätige mit dem Passwort deines Eltern-Google-Kontos
  6. Wähle «Einstellungen bearbeiten»
  7. Wähle die passende Altersstufe: «Vorschulalter», «Jünger» oder «Älter»

So prüfst du es: Im Profil des Kindes wird die gewählte Altersstufe angezeigt.

Hat das Kind ein eigenes, mit Family Link verwaltetes Google-Konto, lässt sich die Altersstufe auch in der Family-Link-App ändern: Kind auswählen, Einstellungen, YouTube, dann bei den YouTube-Kids-Einstellungen auf Bearbeiten. Die Stufe eher konservativ wählen und mit dem Kind mitwachsen lassen.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
3 Nur selbst freigegebene Inhalte zulassen Wichtig

Die strengste und sicherste Stufe: Das Kind sieht ausschliesslich Videos, Kanäle und Sammlungen, die die Eltern einzeln freigegeben haben. Die Suchfunktion ist in diesem Modus automatisch deaktiviert. Damit umgeht man das Hauptrisiko der App, dass der automatische Filter unpassende Videos durchlässt.

Das brauchst du: Das Gerät mit YouTube Kids · Das Passwort deines Eltern-Google-Kontos · Etwas Zeit, um erste Videos, Kanäle oder Sammlungen freizugeben

  1. Tippe auf das Schloss-Symbol
  2. Löse die Rechenaufgabe oder gib deinen Sperrcode ein
  3. Öffne die «Einstellungen»
  4. Wähle das Profil des Kindes
  5. Bestätige mit dem Google-Passwort
  6. Wähle «Einstellungen bearbeiten»
  7. Aktiviere «Nur freigegebene Inhalte»
  8. Gib über das Plus-Symbol Videos, Kanäle oder von YouTube Kids kuratierte Sammlungen frei
  9. Passe die Liste später über «Verwalten» jederzeit an

So prüfst du es: Das Kind sieht in der App nur noch die freigegebenen Inhalte, und die Suchfunktion ist automatisch deaktiviert.

Für Vorschulkinder ist dieser Modus die klar empfohlene Einstellung. Der Aufwand hält sich in Grenzen, weil sich neben einzelnen Videos auch ganze Kanäle und thematische Sammlungen freigeben lassen. Nachteil: Das Kind kann nichts Neues entdecken, was ausserhalb der Freigaben liegt; dafür ist der Feed vollständig unter elterlicher Kontrolle.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
4 Suchfunktion deaktivieren Wichtig

Verhindert, dass das Kind aktiv nach Videos suchen kann. Das Kind sieht dann nur die Videos auf den Startbildschirmen der gewählten Altersstufe. Das reduziert das Risiko deutlich, über Suchbegriffe auf grenzwertige Inhalte zu stossen.

Das brauchst du: Das Gerät mit YouTube Kids · Das Passwort deines Eltern-Google-Kontos

  1. Tippe auf das Schloss-Symbol
  2. Löse die Rechenaufgabe oder gib deinen Sperrcode ein
  3. Öffne die «Einstellungen»
  4. Tippe auf das Profil des Kindes
  5. Bestätige mit dem Passwort deines Eltern-Google-Kontos
  6. Schiebe den Regler bei «Suche aktivieren» nach links auf Aus

So prüfst du es: Der Regler bei «Suche aktivieren» steht auf Aus, und das Kind kann in der App nicht mehr nach Videos suchen.

Wichtig zu wissen: Auch mit deaktivierter Suche empfiehlt der Feed weiter automatisch Videos. Die Suche auszuschalten ersetzt also weder Begleitung noch die Option Nur freigegebene Inhalte, ist aber für jüngere Kinder ein sinnvoller Standard.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
5 Timer für die Nutzungszeit setzen Wichtig

Begrenzt die Bildschirmzeit pro Sitzung. Nach Ablauf sperrt die App den Bildschirm mit einem freundlichen Hinweis, das Kind kann nicht weiterschauen, bis ein Elternteil entsperrt. Das nimmt Eltern die Rolle des Abbrechens ab und dämpft den Sog des endlosen Feeds.

Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind YouTube Kids schaut

  1. Tippe auf das Schloss-Symbol
  2. Löse die Rechenaufgabe oder gib deinen Sperrcode ein
  3. Wähle «Timer»
  4. Stelle mit dem Schieberegler die erlaubte Zeit ein (bis 60 Minuten)
  5. Wähle «Timer starten»

So prüfst du es: Nach Ablauf der eingestellten Zeit sperrt die App den Bildschirm mit einem Hinweis, und das Kind kann nicht weiterschauen.

Der Timer gilt pro Sitzung und muss bei jeder Nutzung neu gesetzt werden, er ist keine dauerhafte Tagesbegrenzung. Für ein festes Tageslimit zusätzlich die Bildschirmzeit von iOS oder Family Link auf Android nutzen und dort ein App-Limit für YouTube Kids setzen.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
6 Einzelne Videos und Kanäle blockieren und melden Wichtig

Entfernt unpassende Videos oder ganze Kanäle dauerhaft aus der App des Kindes und meldet sie an YouTube zur Prüfung. Wichtig als laufende Korrektur, weil der automatische Filter nicht alles erkennt.

Das brauchst du: Das Gerät mit YouTube Kids · Du bist in der App mit deinem Elternkonto angemeldet

  1. Tippe beim betreffenden Video auf das Dreipunkt-Menü (⋮ drei Punkte)
  2. Wähle «Blockieren»
  3. Wähle «Dieses Video blockieren» oder «Ganzen Kanal blockieren»
  4. Löse die Rechenaufgabe oder gib deinen Sperrcode ein
  5. Öffne zum Melden im Videoplayer das Dreipunkt-Menü und wähle «Melden»

So prüfst du es: Das blockierte Video oder der blockierte Kanal erscheint im Profil des Kindes nicht mehr.

Blockieren wirkt nur im jeweiligen Profil und setzt voraus, dass die Eltern in der App angemeldet sind. Dem Kind zusätzlich zeigen, wie es selbst ein komisches Video wegklicken und den Eltern melden kann.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026
7 YouTube Kids über Family Link und ein eigenes Google-Konto des Kindes verwalten Wichtig

Verbindet YouTube Kids mit einem über Family Link verwalteten Google-Konto des Kindes. Eltern können dann Altersstufe und Einstellungen zentral aus der Family-Link-App steuern, den Wiedergabeverlauf einsehen und löschen, und die Einstellungen gelten auf allen Geräten, auf denen sich das Kind anmeldet.

Das brauchst du: Dein Google-Konto und die Family-Link-App auf deinem Handy · Das Gerät des Kindes mit YouTube Kids

  1. Erstelle in der Family-Link-App ein Google-Konto für das Kind (falls noch nicht vorhanden)
  2. Öffne YouTube Kids
  3. Melde das Kind mit seinem Google-Konto im Profil an
  4. Wähle in Family Link das Kind aus
  5. Öffne die «Einstellungen»
  6. Tippe auf «YouTube»
  7. Tippe bei den YouTube-Kids-Einstellungen auf «Bearbeiten»
  8. Lege Altersstufe und weitere Optionen fest

So prüfst du es: In Family Link werden unter «YouTube» die YouTube-Kids-Einstellungen des Kindes angezeigt, und Änderungen dort gelten auf allen Geräten, auf denen sich das Kind anmeldet.

YouTube Kids funktioniert auch ohne Google-Konto des Kindes mit lokalen Profilen. Das Konto mit Family Link lohnt sich, wenn mehrere Geräte im Spiel sind oder man Verlauf und Einstellungen zentral verwalten will. Ab etwa 9 bis 12 Jahren ist über Family Link alternativ auch ein betreutes Konto auf dem normalen YouTube möglich (mit Inhaltsstufen); das ist der spätere Übergangspfad, wenn das Kind aus YouTube Kids herauswächst.

Quelle: support.google.com geprüft 04.07.2026

Was ihr besprechen solltet

Was tun, wenn ein komisches Video kommt
Trotz Filter rutschen vereinzelt verstörende oder unpassende Videos durch, auch solche, die kindlich aussehen. Mit dem Kind vereinbaren: wegklicken, Bescheid sagen, nichts ist peinlich. Gemeinsam zeigen, wie man Videos blockiert und meldet, und loben, wenn das Kind sich meldet.
Werbung erkennen lernen
In YouTube Kids gibt es Werbung, und viele Kindervideos sind faktisch Produktwerbung (Spielzeug-Unboxing, Marken-Kanäle). Mit dem Kind üben, den Unterschied zwischen Video und Werbung zu erkennen, und besprechen, dass Werbung Wünsche wecken will.
Aufhören, wenn der Timer klingelt
Der Feed schlägt immer das nächste Video vor, aufhören fällt schwer. Den Timer als neutrale Instanz nutzen, das Ende vorher ankündigen und ein Anschlussritual vereinbaren (Zvieri, rausgehen). Bei kleinen Kindern das Gerät nicht zur Beruhigung oder als Babysitter einsetzen.
Gemeinsam schauen und über Inhalte reden
Gerade im Vorschulalter gilt: zusammen schauen statt alleine lassen. Sich zeigen lassen, welche Kanäle das Kind mag, mitschauen und Fragen stellen. So merkt man früh, wenn Inhalte nicht passen, und das Kind lernt, über Gesehenes zu sprechen.
Den Übergang zum normalen YouTube planen
Spätestens gegen 11 bis 12 finden viele Kinder YouTube Kids zu kindlich. Den Wechsel nicht dem Zufall überlassen, sondern besprechen: zuerst ein betreutes YouTube-Konto über Family Link mit Inhaltsstufe, klare Regeln zu Kommentaren, Shorts und Empfehlungen.

Gut zu wissen

Filter ist automatisch, nicht von Menschen geprüft
Die Videoauswahl in YouTube Kids entsteht überwiegend durch automatische Systeme, nicht durch manuelle Prüfung jedes Videos. Google sagt selbst, dass kein System perfekt ist; immer wieder rutschen unpassende oder verstörende Videos durch, teils in kindlicher Aufmachung.
Was tun: Bei jüngeren Kindern Nur freigegebene Inhalte aktivieren, mitschauen und unpassende Videos sofort blockieren und melden. Dem Kind sagen, dass es sich melden soll, wenn etwas komisch ist.
Werbung gibt es trotzdem
In YouTube Kids wird keine personalisierte Werbung ausgespielt, Werbespots gibt es aber weiterhin. Dazu kommt versteckte Werbung in den Videos selbst, etwa Spielzeug-Unboxings und Marken-Kanäle, die von Kindern nicht als Werbung erkannt werden.
Was tun: Mit dem Kind Werbung erkennen üben. Wer Werbespots ganz vermeiden will, kann ein bezahltes YouTube-Premium-Abo prüfen; die Werbevideos im Feed verschwinden damit aber nicht.
Der Feed hört nicht von selbst auf
Wie beim grossen YouTube schlägt die App nach jedem Video weitere vor. Laut Google-Hilfe ist die automatische Wiedergabe (Autoplay) in YouTube Kids standardmässig deaktiviert, sie lässt sich aber im Player umschalten. Der Empfehlungs-Sog bleibt auch ohne Autoplay bestehen.
Was tun: Autoplay-Einstellung im Profil kontrollieren und ausgeschaltet lassen, Timer konsequent nutzen und feste Schauzeiten mit Anschlussritual vereinbaren.
Zwei Betriebsarten: lokales Profil oder Google-Konto mit Family Link
YouTube Kids funktioniert ohne Kinder-Google-Konto mit lokalen Profilen auf dem Gerät. Mit einem über Family Link verwalteten Google-Konto gelten die Einstellungen geräteübergreifend, und Eltern können den Verlauf einsehen und die App zentral steuern.
Was tun: Bei einem einzelnen Familiengerät reicht das lokale Profil. Sobald das Kind ein eigenes Gerät hat, das Google-Konto mit Family Link einrichten und YouTube Kids darüber verwalten.
YouTube Kids ist nicht das normale YouTube
Die Haupt-App von YouTube hat keine Kids-Filter: offene Suche, Kommentare, Shorts und Livestreams. Viele Kinder schauen YouTube über die normale App der Eltern oder den Smart-TV, dann greifen die Kids-Schutzmassnahmen nicht.
Was tun: Auf Kindergeräten nur YouTube Kids installieren und die normale YouTube-App sperren (iOS Bildschirmzeit, Family Link). Auf dem Smart-TV die YouTube-Kids-App oder ein eigenes Kinderprofil verwenden.
Sperrcode statt Rechenaufgabe
Der Elternbereich ist ohne eigenen Code nur durch eine Multiplikationsaufgabe geschützt. Primarschulkinder lösen die oft selbst und können dann Suche, Timer und Altersstufe ändern.
Was tun: Als Erstes einen eigenen vierstelligen Sperrcode festlegen und ihn nicht mit dem Kind teilen. Danach erst die übrigen Einstellungen setzen.

AGB und Rechtslage

Was der Anbieter vorgibt (AGB)

Regel des Anbieters, kein Gesetz

YouTube Kids ist die separate Kinder-App von Google mit einer gefilterten Auswahl an Videos, ohne Kommentare, ohne Chat und ohne Käufe. Eltern richten die App ein, wählen pro Kind eine Altersstufe (Vorschulalter bis 4, Jünger 5 bis 8, Älter 9 bis 12) oder geben Inhalte einzeln selbst frei. Es gilt kein eigenes Mindestalter für das Kind, die Nutzung setzt aber die Einrichtung und Zustimmung eines Elternteils voraus. Die Inhalte werden überwiegend automatisch gefiltert, nicht durchgehend von Menschen geprüft. Google weist selbst darauf hin, dass trotzdem einzelne unpassende Videos durchrutschen können.

Was das Schweizer Recht sagt

Rechtslage Schweiz

Gesetzliches Mindestalter: Kein gesetzliches Mindestalter in der Schweiz für die Nutzung von YouTube Kids. Auch das oft genannte Alter 13 beim normalen YouTube ist ein AGB-Mindestalter des Anbieters, keine Schweizer Rechtsvorschrift.

Relevante Gesetze
  • JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): erfasst neben Abrufdiensten auch Video-Plattformdienste mit nutzergenerierten Inhalten. Plattformen wie YouTube müssen unter anderem ein System zur elterlichen Kontrolle und eine Meldemöglichkeit für ungeeignete Inhalte anbieten. YouTube Kids ist faktisch ein solches Elternkontroll-Angebot von Google.
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023) für die Bearbeitung von Personendaten, relevant weil auch in der Kinder-App Nutzungsdaten erhoben werden.

Zwei Ebenen sauber trennen: Erstens die Rechtslage. Es gibt kein Gesetz, das Kindern YouTube oder YouTube Kids ab einem bestimmten Alter erlaubt oder verbietet; das JSFVG verpflichtet die Anbieter zu Schutzmassnahmen, schreibt Eltern aber nichts vor. Zweitens die Anbieterregeln: Google gestaltet YouTube Kids für Kinder bis 12 und verlangt die Einrichtung durch Eltern, während das normale YouTube laut AGB erst ab 13 (jünger nur mit Elternaufsicht) vorgesehen ist. Ab wann und wie ein Kind Videos schauen soll, ist eine Erziehungs- und Empfehlungsfrage, keine Rechtsfrage.