Internet ab etwa 9 Jahren, aber begleitet. Filterprogramme sind einzurichten, sobald Kinder unbeaufsichtigt ins Internet kommen, etwa wenn sie allein YouTube-Videos schauen. Daher: jüngere Kinder über YouTube Kids oder ein beaufsichtigtes Konto.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)YouTube kindersicher einstellen
Videoplattform zum Ansehen, Hochladen und Kommentieren.
Worauf sich unsere Empfehlung stützt
Ein eigenes Konto erst ab 13 mit Begleitung. Entscheidend ist, dass Erwachsene Kinder beim Erkunden des Internets begleiten, mit ihnen über Erfahrungen sprechen und ihnen Orientierung geben. YouTube bietet viel Lernmaterial und Tutorials, birgt aber durch Autoplay und Empfehlungen auch ein Sog-Risiko.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Das Anbieter-Mindestalter ist eine rechtliche Grenze, keine Empfehlung zur Reife. Den Medienkonsum begleiten, Inhalte gemeinsam einordnen und besprechen, ob Kinder eigene Inhalte veröffentlichen.
Quelle nachlesen (öffnet in neuem Fenster)Einstellungen Schritt für Schritt
Wähle ein Alter als Orientierung. Die wichtigen Einstellungen rücken nach oben, weitere bleiben sichtbar.
Zur Orientierung für diese App. Die Einstellungsübersicht berücksichtigt zusätzlich Gerät und weitere Apps.
1 Beaufsichtigtes Konto über Google Family Link einrichten (Kind unter 13) Wichtig
Statt YouTube Kids ein beaufsichtigtes normales YouTube-Konto für ältere Kinder unter 13. Eltern wählen eine von drei Inhaltseinstellungen und steuern Verlauf und weitere Funktionen über Family Link.
Das brauchst du: Ein über Family Link verwaltetes Google-Konto des Kindes · Dein Google-Elternkonto samt Passwort · Die Family-Link-App auf deinem Handy (oder ein Browser für families.google.com)
- Öffne die Family-Link-App
- Melde dich mit deinem Elternkonto an
- Wähle das Kinderkonto aus
- Wechsle zu «Einstellungen»›«YouTube»
- Tippe bei den YouTube-Einstellungen auf «Bearbeiten»
- Wähle eine Inhaltseinstellung: «Entdecken» (eher ab 9), «Mehr entdecken» (eher ab 13) oder «Die meisten Inhalte auf YouTube»
- Bestätige mit «Auswählen»
- Öffne die Family-Link-App
- Melde dich mit deinem Elternkonto an
- Wähle das Kinderkonto aus
- Wechsle zu «Einstellungen»›«YouTube»
- Tippe bei den YouTube-Einstellungen auf «Bearbeiten»
- Wähle eine Inhaltseinstellung: «Entdecken», «Mehr entdecken» oder «Die meisten Inhalte auf YouTube»
- Bestätige mit «Auswählen»
- Öffne families.google.com im Browser
- Melde dich mit deinem Elternkonto an
- Wähle das Kinderkonto aus
- Öffne die YouTube-Einstellungen
- Lege die Inhaltseinstellung fest
- Bestätige die Auswahl
So prüfst du es: In Family Link wird bei den YouTube-Einstellungen des Kindes die gewählte Inhaltseinstellung angezeigt.
Voraussetzung ist ein über Family Link verwaltetes Google-Konto des Kindes. Die drei Stufen sind grobe Filter, keine geprüfte Auswahl wie in YouTube Kids. Über Family Link lassen sich zusätzlich Wiedergabe- und Suchverlauf pausieren, Videos freigeben oder Blockierungen aufheben und die Bildschirmzeit am Gerät begrenzen. Ab 13 wechselt das Kind automatisch zu einem unbeaufsichtigten Konto, sofern nicht ein Teenagerkonto mit Elternaufsicht eingerichtet wird.
2 Eingeschränkten Modus aktivieren (Restricted Mode) Wichtig
Blendet potenziell nicht jugendfreie Inhalte aus. Sinnvoll auf Geräten ohne Kinderkonto, etwa einem geteilten Familiengerät, als zusätzliche Filterebene.
Das brauchst du: Das Gerät (und der Browser), auf dem der Filter gelten soll. Die Einstellung gilt nur dort
- Öffne die YouTube-App und tippe oben rechts auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Allgemein»
- Aktiviere «Eingeschränkter Modus»
- Öffne die YouTube-App und tippe oben rechts auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Allgemein»
- Aktiviere «Eingeschränkter Modus»
- Öffne youtube.com und klicke oben rechts auf das Profilbild
- Wähle unten im Menü «Eingeschränkter Modus»
- Aktiviere «Eingeschränkten Modus aktivieren»
So prüfst du es: Der Schalter bei «Eingeschränkter Modus» steht auf Ein.
Wichtig: Diese Einstellung gilt nur für den jeweiligen Browser, das jeweilige Gerät und Profil und wird nicht synchronisiert. Sie muss überall einzeln gesetzt werden. Der Filter ist nicht perfekt und kein Ersatz für ein Kinderkonto oder Begleitung.
3 Automatische Wiedergabe (Autoplay) abschalten Wichtig
Verhindert, dass nach einem Video automatisch das nächste startet. Reduziert den Sog, immer weiterzuschauen.
Das brauchst du: Das Gerät, auf dem das Kind YouTube schaut
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen»
- Wähle «Autoplay»
- Stelle den Schalter auf Aus
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Öffne die «Einstellungen»
- Wähle «Autoplay»
- Stelle den Schalter auf Aus
- Stelle in der Videowiedergabe unten im Player den Autoplay-Schalter auf Aus
So prüfst du es: Der Autoplay-Schalter steht auf Aus, und nach einem Video startet nicht mehr automatisch das nächste.
Bei beaufsichtigten Konten für Kinder unter 18 können Eltern die Autoplay-Steuerung über Family Link einschränken. Auf dem Smart-TV findet sich Autoplay ebenfalls unter Einstellungen.
4 Wiedergabeverlauf und Suchverlauf pausieren oder löschen Wichtig
Begrenzt, wie stark Empfehlungen und Werbung auf das Kind zugeschnitten werden, und löscht bereits gesammelte Daten.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem YouTube-Konto
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Verlauf verwalten»
- Wechsle zum Pausieren in den Bereich «Steuerung»
- Entferne das Häkchen bei «Angesehene YouTube-Videos speichern»
- Entferne das Häkchen bei «Suchanfragen bei YouTube speichern»
- Tippe zum Löschen einzelner Einträge auf das Symbol neben dem Eintrag
- Wähle zum Löschen ganzer Zeiträume den Button «Löschen» und über das Kalendersymbol einen Zeitraum
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Verlauf verwalten»
- Wechsle zum Pausieren in den Bereich «Steuerung»
- Entferne die Häkchen bei «Speichern»
- Lösche Einträge über das Symbol neben einem Eintrag oder den Button «Löschen»
- Öffne myactivity.google.com im Browser
- Öffne den YouTube-Verlauf
- Wähle «Verlauf verwalten»
- Pausiere im Bereich «Steuerung» mit «Deaktivieren» oder wähle unter «Automatisch löschen» einen Zeitraum (zum Beispiel 3, 18 oder 36 Monate)
So prüfst du es: Im Bereich «Steuerung» sind die Speichern-Häkchen entfernt beziehungsweise der gewählte Lösch-Zeitraum wird angezeigt.
Achtung: Löscht man in der App über den Button Löschen einen Zeitraum, betrifft das Wiedergabe- und Suchverlauf gemeinsam. Bei beaufsichtigten Kinderkonten können Eltern den Verlauf zusätzlich über Family Link pausieren.
5 Limit für den Shorts-Feed setzen oder Shorts ganz ausblenden Wichtig
Begrenzt die Zeit im endlosen Kurzvideo-Feed oder entfernt Shorts aus der Navigation. Wirkt dem starken Sog der Kurzvideos entgegen.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes mit angemeldetem YouTube-Konto
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild («Mein YouTube»)
- Öffne die «Einstellungen»
- Wähle «Zeitmanagement»
- Wähle «Limit für den Shorts-Feed»
- Wähle ein Zeitlimit aus der Liste, auch 0 Minuten sind möglich
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild («Mein YouTube»)
- Öffne die «Einstellungen»
- Wähle «Zeitmanagement»
- Wähle «Limit für den Shorts-Feed»
- Wähle ein Zeitlimit aus der Liste, auch 0 Minuten sind möglich
- Wähle auf der Startseite im Shorts-Bereich über das Dreipunkt-Menü «Weniger Shorts anzeigen» (⋮ drei Punkte)
- Nimm eine 0-Minuten-Begrenzung in der mobilen App vor. Im Browser wird sie primär nicht angeboten
So prüfst du es: Unter «Zeitmanagement» wird das gesetzte Shorts-Limit angezeigt; bei 0 Minuten verschwindet der Shorts-Tab aus der Navigation.
Bei 0 Minuten (so erweitert seit 15.04.2026) verschwindet der Shorts-Tab aus der Navigation, auf der Startseite erscheinen keine Shorts mehr und ein geöffneter Short lässt sich nicht weiterwischen. Eine vollständige, app-weite Entfernung von Shorts gibt es laut Hilfe aber nicht.
6 Benachrichtigungen reduzieren Wichtig
Weniger Push-Meldungen bedeutet weniger Anreiz, ständig zur App zurückzukehren.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Benachrichtigungen»
- Deaktiviere einzelne Typen wie «Empfohlene Videos»
- Öffne zum kompletten Abschalten die iOS-Einstellungen
- Wähle «Benachrichtigungen»›«YouTube»
- Deaktiviere «Mitteilungen erlauben»
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Benachrichtigungen»
- Deaktiviere einzelne Typen
- Öffne zum kompletten Abschalten die Geräte-Einstellungen
- Wähle «Benachrichtigungen»›«App-Benachrichtigungen»›«YouTube»
- Schalte die Benachrichtigungen für YouTube dort ab
- Klicke auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Benachrichtigungen»
- Passe die Bereiche «Allgemein» und «E-Mail-Benachrichtigungen» an
So prüfst du es: Unter «Benachrichtigungen» sind die abgewählten Typen deaktiviert; nach dem Abschalten auf Geräteebene sendet YouTube keine Push-Meldungen mehr.
In-App-Benachrichtigungen lassen sich nur steuern, wenn YouTube-Benachrichtigungen auf Geräteebene aktiviert sind. Pro Kanal lässt sich über das Glockensymbol zwischen Alle, Personalisiert und Keine wählen.
7 Pausen- und Schlafenszeit-Erinnerung aktivieren Wichtig
Erinnert ans Pausieren oder ans Aufhören zu einer festgelegten Zeit. Hilft, die Bildschirmzeit bewusst zu begrenzen.
Das brauchst du: Das Gerät des Kindes
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Allgemein»
- Aktiviere «Daran erinnern, eine Pause zu machen»
- Aktiviere für die Schlafenszeit «An Schlafenszeit erinnern»
- Lege Start- und Endzeit fest
- Tippe in der YouTube-App auf das Profilbild
- Wähle «Einstellungen»›«Allgemein»
- Aktiviere «Daran erinnern, eine Pause zu machen»
- Aktiviere für die Schlafenszeit «An Schlafenszeit erinnern»
- Lege Start- und Endzeit fest
- Bestätige mit «OK»
- Nimm die Einstellung in der mobilen App vor. Diese Erinnerungen sind primär dort verfügbar
So prüfst du es: Unter «Allgemein» stehen die Schalter bei «Daran erinnern, eine Pause zu machen» und «An Schlafenszeit erinnern» auf Ein.
Über das Profilbild gelangt man mit Wiedergabezeit zu einer Übersicht der eigenen Sehzeit. Bei Teenagerkonten mit Elternaufsicht können Eltern diese Wohlbefinden-Erinnerungen im Familiencenter mit anstossen.
8 Kommentare auf eigenen Videos einschränken (wenn das Kind selbst hochlädt) Wichtig
Schützt ein Kind, das selbst Videos veröffentlicht, vor unangemessenen oder verletzenden Kommentaren von Fremden.
Das brauchst du: Das Konto, mit dem das Kind Videos hochlädt
- Öffne das Video in der App
- Wähle unter dem Video «Kommentare»
- Passe über das Einstellungssymbol unter «Für dieses Video» die Kommentare an
- Öffne das Video in der App
- Wähle unter dem Video «Kommentare»
- Passe über das Einstellungssymbol die Kommentare an
- Öffne YouTube Studio (studio.youtube.com) im Browser
- Wähle links «Inhalte»
- Klicke das Video an
- Wähle «Mehr anzeigen»
- Stelle unter «Kommentare und Bewertungen» die Kommentarfunktion auf «An», «Pausieren» oder «Aus»
- Wähle die Moderation: «Keine», «Standard», «Streng» oder «Alle zurückhalten»
- Pflege kanalweit unter «Einstellungen»›«Community» gesperrte Wörter und ausgeblendete Nutzer
So prüfst du es: In den Video-Einstellungen wird die gewählte Kommentar-Option angezeigt.
Vor dem Veröffentlichen gemeinsam überlegen, ob ein Video wirklich öffentlich sein soll. Oft genügt die Sichtbarkeit Nicht gelistet oder Privat. Pro Juventute rät, das Veröffentlichen eigener Filme bewusst zu besprechen.
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
AGB und Rechtslage
Was der Anbieter vorgibt (AGB)
Regel des Anbieters, kein GesetzYouTube ist eine Videoplattform für Ansehen, Hochladen, Kommentieren und Livestreams, dazu gehören kurze Hochkant-Videos (Shorts). Ein eigenständiges Konto setzt das lokale Mindestalter voraus, in der Schweiz 13 Jahre. Für Jüngere gibt es YouTube Kids (eigene App mit Altersstufen und Elternbereich) sowie ein über Google Family Link beaufsichtigtes Konto mit drei Inhaltseinstellungen. Ab 13 kann zusätzlich ein Teenagerkonto mit Elternaufsicht eingerichtet werden, bei dem Eltern Aktivität und Wohlbefinden im Blick behalten, ohne die Inhalte vorzufiltern. YouTube finanziert sich über Werbung und empfiehlt Videos algorithmisch, was zu langen Sehzeiten verleiten kann.
Was das Schweizer Recht sagt
Rechtslage SchweizGesetzliches Mindestalter: Keines für die reine Nutzung. In der Schweiz gibt es kein allgemeines gesetzliches Mindestalter, um YouTube zu nutzen. Die 13 Jahre sind das Konto-Mindestalter von Google laut Nutzungsbedingungen, keine Rechtsvorschrift.
- JSFVG (Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele, in Kraft seit 1.1.2025): regelt Alterskennzeichnung und Alterskontrolle bei Filmen und Videospielen, auch auf Abruf- und Plattformdiensten. Für die laufend von Nutzern hochgeladenen YouTube-Videos greift es nur eingeschränkt; YouTube ist keine klassische Film- oder Spieleplattform mit Altersfreigaben pro Titel. Es zeigt aber die Richtung der Schweizer Jugendschutzpolitik: altersgerechte Inhalte und technische Schutzmassnahmen.
- revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz, seit 2023): für die Bearbeitung von Personendaten bei der Nutzung, besonders relevant bei Kindern.
Gesetz und Anbieter-AGB klar trennen: Die 13 Jahre sind eine Vorgabe von Google, kein Schweizer Gesetz. Das JSFVG verpflichtet Plattformen mit Filmen und Videospielen zu Alterskennzeichnung und Alterskontrolle, lässt sich auf das offene, von Nutzern befüllte YouTube-Angebot aber nur teilweise anwenden. Den Jugendschutz bei YouTube tragen daher vor allem die Werkzeuge des Anbieters (YouTube Kids, beaufsichtigte Konten, eingeschränkter Modus) und die Begleitung durch die Eltern.