Google Family Link (Android) kindersicher einstellen

Google · Android

Family Link ist Googles kostenlose Kindersicherung für Android-Geräte und Chromebooks. Eltern verwalten damit vom eigenen Smartphone aus (Android oder iPhone) die Bildschirmzeit, genehmigen App-Downloads, filtern Inhalte in Google Play, Chrome und der Google-Suche und sehen den Gerätestandort des Kindes.

Family Link App · Stand Juli 2026 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Was du vorher brauchst

Dein Einrichtungsplan

Öffne einen Schritt, stelle ihn ein und hake ihn danach ab. Danach öffnet sich automatisch der nächste Schritt.

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1 Google-Konto für das Kind erstellen und Gerät verknüpfen

Die Grundlage für alles Weitere. Das elternverwaltete Konto verbindet das Kindergerät mit der Family-Link-App der Eltern.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App (Android oder iPhone) · Das Android-Gerät des Kindes · Dein Google-Passwort und das echte Geburtsdatum des Kindes

Android
  1. Installiere «Google Family Link» aus dem Play Store bzw. App Store auf deinem Handy und öffne die App
  2. Tippe auf «Kind hinzufügen»
  3. Wähle «Konto für ein Kind erstellen»
  4. Gib Name und echtes Geburtsdatum ein. Das Geburtsdatum steuert die Schutzfunktionen
  5. Melde das Gerät des Kindes bei der Einrichtung mit diesem neuen Konto an
  6. Folge den Anweisungen zur Verknüpfung und bestätige die Elternaufsicht auf beiden Geräten

So prüfst du es: Family Link zeigt auf deinem Handy das Kind mit seinem Gerät an; auf dem Kindergerät steht in den Konto-Einstellungen, dass das Konto von einem Elternteil verwaltet wird.

Besitzt das Kind schon ein Google-Konto, lässt sich die Aufsicht nachträglich hinzufügen (Family Link > «Kind hinzufügen» > bestehendes Konto).

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
2 App-Downloads und Käufe genehmigen

Jede App aus Google Play braucht die Zustimmung der Eltern, bevor das Kind sie installieren kann. Käufe und In-App-Käufe ebenso.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf «Einstellungen»
  3. Wähle «Inhaltsbeschränkungen»«Google Play»
  4. Tippe auf «Kaufberechtigungen» und wähle «Für alle Inhalte»

So prüfst du es: Versucht das Kind, eine App zu laden, erscheint auf deinem Handy eine Genehmigungsanfrage, die du bewilligen oder ablehnen kannst.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
3 Inhaltsfilter für Google Play nach Alterskennzeichen

Blendet Apps, Spiele und Filme über der gewählten Altersstufe in Google Play aus. In der Schweiz zeigt Google Play für Spiele die PEGI-Alterskennzeichen.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf «Einstellungen»
  3. Wähle «Inhaltsbeschränkungen»«Google Play»
  4. Wähle bei «Apps und Spiele» die passende PEGI-Stufe (siehe Alterswerte-Tabelle)
  5. Wähle bei «Filme» die passende Altersfreigabe

So prüfst du es: Sucht das Kind in Google Play nach einem Spiel über der gesetzten Stufe, wird es nicht mehr angezeigt.

Der Filter wirkt nur in Google Play. Bereits installierte Apps bleiben nutzbar, bis sie entfernt oder blockiert werden.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
4 Tägliches Zeitlimit festlegen

Begrenzt die Nutzungsdauer des Geräts pro Tag. Nach Ablauf wird das Gerät gesperrt, Anrufe an die Eltern bleiben möglich.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe im Bereich «Bildschirmzeit» auf «Tageslimit»
  3. Aktiviere das Tageslimit
  4. Lege pro Wochentag die erlaubte Zeit fest

So prüfst du es: Family Link zeigt das Tageslimit beim Kind an; ist es aufgebraucht, sperrt sich das Kindergerät von selbst.

Bei Bedarf lässt sich im Alltag Bonuszeit direkt über die App hinzufügen.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
5 Ruhezeit (Schlafenszeit) einrichten

Sperrt das Gerät in einem festen Zeitfenster, zum Beispiel über Nacht, unabhängig vom Tageslimit.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe im Bereich «Bildschirmzeit» auf «Ruhezeit»
  3. Aktiviere die Ruhezeit
  4. Lege Beginn und Ende fest, zum Beispiel 19:30 bis 07:00
  5. Stelle pro Wochentag verschiedene Zeiten ein, etwa fürs Wochenende

So prüfst du es: Ab Beginn der Ruhezeit sperrt sich das Kindergerät von selbst; Family Link zeigt die aktiven Zeiten an.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
6 App-Limits und App-Sperren für einzelne Apps

Begrenzt einzelne Apps auf eine Tagesdauer oder blockiert sie ganz, zum Beispiel 30 Minuten YouTube, Spiele-App am Schulabend gesperrt.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf den Bereich «App-Aktivität» bzw. «Apps»
  3. Tippe auf die gewünschte App
  4. Wähle «Limit festlegen» oder «App blockieren»

So prüfst du es: Neben der App zeigt Family Link das gesetzte Limit oder «Blockiert» an.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
7 SafeSearch und Chrome-Filter aktivieren

Filtert anstössige Ergebnisse aus der Google-Suche und blockiert nicht jugendfreie Webseiten in Chrome.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf «Einstellungen» und wähle «Inhaltsbeschränkungen»
  3. Tippe auf «Google Suche» und aktiviere «SafeSearch»
  4. Gehe zurück und tippe auf «Google Chrome»
  5. Wähle «Nicht jugendfreie Websites blockieren», für jüngere Kinder «Nur bestimmte Websites zulassen»

So prüfst du es: Eine Testsuche nach einem heiklen Begriff auf dem Kindergerät liefert nur gefilterte Ergebnisse.

Bei elternverwalteten Konten unter 13 ist SafeSearch standardmässig aktiv. Kein Filter erkennt alles, gelegentlich gemeinsam hinschauen.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
8 YouTube-Einstellungen für das Kind wählen

Legt fest, ob das Kind die geschützte YouTube-Kids-App nutzt oder ein beaufsichtigtes YouTube-Konto mit gestuften Inhaltseinstellungen.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf «Einstellungen»
  3. Wähle «Inhaltsbeschränkungen»«YouTube»
  4. Wähle für jüngere Kinder «YouTube Kids» mit passender Altersstufe
  5. Wähle für ältere Kinder die beaufsichtigte Nutzung mit «Entdecken» (ab etwa 9), «Mehr entdecken» (ab etwa 13) oder «Fast alle Inhalte»

So prüfst du es: Öffnet das Kind YouTube bzw. YouTube Kids, gilt die gewählte Stufe; sie wird in den YouTube-Einstellungen des Kinderkontos angezeigt.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026
9 Standort des Kindergeräts sehen

Zeigt auf einer Karte, wo sich das Gerät des Kindes befindet, etwa auf dem Schulweg.

Das brauchst du: Dein Handy mit der Family-Link-App · Das Kindergerät ist eingeschaltet und online

Android
  1. Öffne Family Link auf deinem Handy und tippe auf das Kind
  2. Tippe auf den Bereich «Standort»
  3. Tippe auf «Standort teilen» und folge den Anweisungen

So prüfst du es: Family Link zeigt das Gerät des Kindes auf der Karte an.

Funktioniert nur, wenn das Gerät eingeschaltet und online ist. Standortüberwachung mit dem Kind besprechen, nicht heimlich aktivieren.

Quelle: support.google.com geprüft 03.07.2026

Empfohlene Werte nach Alter

Jede Altersangabe ist eine klare Untergrenze. So müsst ihr keine gemischten Altersgruppen innerhalb einer Tabellenspalte entschlüsseln.

Google Play (Apps und Spiele)

  • Bis 6 Jahre: PEGI 3
  • Ab 7 Jahren: PEGI 7
  • Ab 12 Jahren: PEGI 12
  • Ab 16 Jahren: PEGI 16

YouTube

  • 4 Jahre: YouTube Kids, Stufe Vorschulalter
  • 5 bis 8 Jahre: YouTube Kids, Stufe Jünger
  • 9 bis 12 Jahre: YouTube Kids, Stufe Älter, oder beaufsichtigt mit Entdecken
  • Ab 13 Jahren: beaufsichtigt mit Mehr entdecken

Chrome

  • Bis 8 Jahre: nur bestimmte Websites zulassen
  • Ab 9 Jahren: nicht jugendfreie Websites blockieren

Ruhezeit

  • Bis 9 Jahre: feste, kurze Nutzungszeiten und abends sperren
  • 10 bis 12 Jahre: zum Beispiel 20:30 bis 06:30
  • Ab 13 Jahren: Nachtruhe beibehalten, tagsüber mehr Eigenverantwortung

Was ihr besprechen solltet

Aufsicht offen ansprechen
Family Link zeigt dem Kind transparent, dass es beaufsichtigt wird. Das ist eine Stärke: gemeinsam einrichten und erklären, wozu jede Funktion dient.
Standort-Tracking gemeinsam abmachen
Klären, wann die Eltern nachschauen (Schulweg, Ausnahmefall) und wann nicht. Heimliches Tracken zerstört Vertrauen, wenn es auffliegt.
Den Übergang ab 13 vorbesprechen
Ab 13 kann das Kind die Aufsicht formell selbst beenden. Vorher besprechen, welche Regeln danach freiwillig weitergelten und welche Freiheiten dazukommen.

Gut zu wissen

Ab 13 ändert sich die Rechtslage im Konto
Mit 13 Jahren kann das Kind sein Google-Konto in ein normales Konto umwandeln und die Aufsicht beenden. Die Eltern werden benachrichtigt, verhindern lässt es sich nicht dauerhaft.
Was tun: Den Übergang rechtzeitig besprechen und Regeln vereinbaren, die nicht an der Technik hängen.
Ein iPhone des Kindes lässt sich nicht beaufsichtigen
Die Family-Link-Elternapp läuft auch auf dem iPhone der Eltern, aber beaufsichtigen kann Family Link nur Android-Geräte und Chromebooks. Für ein iPhone des Kindes braucht es Apples Bildschirmzeit.
Was tun: Bei gemischten Geräten beide Werkzeuge einrichten: Family Link für Android, Bildschirmzeit für iOS.
Filter wirken nur in Google-Diensten
SafeSearch, Chrome-Filter und Play-Filter greifen in Googles eigenen Apps. Ein alternativer Browser oder eine Suchmaschine ohne Filter umgeht sie, falls die App-Genehmigung das zulässt.
Was tun: App-Genehmigung aktiv lassen und neue Apps bewusst prüfen, statt alles durchzuwinken.
Schulgeräte sind oft ausgenommen
Von der Schule verwaltete Chromebooks oder Tablets laufen über die Schulverwaltung, dort greifen die Family-Link-Regeln nicht oder nur teilweise.
Was tun: Bei der Schule nachfragen, welche Schutzeinstellungen auf dem Schulgerät gelten.

Diese Apps zusätzlich absichern

Geräteeinstellungen sind die Basis. Jede App bringt eigene Schutzeinstellungen mit.