Nintendo Switch Altersbeschränkungen kindersicher einstellen

Nintendo · Nintendo Switch, Nintendo Switch 2

Die Nintendo Switch ist die beliebteste Spielkonsole der Schweiz und für viele Kinder das erste eigene Spielgerät. Mit der kostenlosen Eltern-App "Nintendo Switch-Altersbeschränkungen" (iOS/Android) steuern Eltern Spielzeit, Altersfreigaben (PEGI), Kommunikation und Social-Media-Funktionen. Wichtig: Der Kaufschutz für den eShop läuft separat über die Nintendo-Account-Familiengruppe im Web, nicht über die App.

App "Nintendo Switch-Altersbeschränkungen" (iOS/Android) · Stand Juli 2026 · Switch und Switch 2 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Was du vorher brauchst

Dein Einrichtungsplan

Öffne einen Schritt, stelle ihn ein und hake ihn danach ab. Danach öffnet sich automatisch der nächste Schritt.

0 von 7 erledigt
1 Eltern-App installieren und mit der Konsole verknüpfen

Die Grundlage für alles Weitere. Erst die verknüpfte App ermöglicht Spielzeitlimits, Spielberichte und (auf Switch 2) die GameChat-Kontrollen.

Das brauchst du: Dein Smartphone (iOS oder Android) · Ein eigener Nintendo-Account · Die Konsole mit Internetverbindung

  1. Lade die App «Nintendo Switch-Altersbeschränkungen» aus dem App Store
  2. Öffne die App und wähle «Starten»
  3. Melde dich mit deinem eigenen Nintendo-Account an (oder erstelle einen)
  4. Lies den sechsstelligen Registrierungscode ab, den die App anzeigt
  5. Gib diesen Code an der Konsole ein (siehe Konsolen-Schritte)

So prüfst du es: Die Konsole erscheint in der Eltern-App, und auf der Konsole ist das orange Symbol der Altersbeschränkungen sichtbar.

Eine App kann mehrere Konsolen verwalten, etwa bei Geschwistern mit eigener Switch. Das Kind sieht auf der Konsole ein oranges Symbol, die Aufsicht ist also transparent.

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
2 Geheimzahl (PIN) setzen und sicher verwahren

Die Geheimzahl schützt alle Beschränkungen davor, dass das Kind sie an der Konsole selbst ändert oder aufhebt.

Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App

  1. Öffne die Eltern-App
  2. Öffne «Konsoleneinstellungen» bzw. «Einstellungen»
  3. Wähle «Geheimzahl»
  4. Lege eine eigene vier- bis achtstellige Zahl fest
  5. Notiere die Geheimzahl und teile sie dem Kind nicht mit

So prüfst du es: Änderungen an den Beschränkungen an der Konsole verlangen jetzt die Geheimzahl.

Keine naheliegende Zahl wie den Geburtstag des Kindes wählen. Bei vergessener Geheimzahl hilft die App oder Nintendos Support-Seite weiter.

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
3 Beschränkungsstufe wählen: gesperrte Software nach PEGI-Alter

Sperrt Spiele über der gewählten Altersfreigabe. In der Schweiz gilt das PEGI-System, das seit 2025 auch gesetzlich verankert ist (JSFVG).

Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App (oder die Konsole selbst)

  1. Öffne die Eltern-App
  2. Wähle «Konsoleneinstellungen»
  3. Öffne «Beschränkungsstufe»
  4. Wähle eine Voreinstellung («Kleinkind», «Kind» oder «Teenager») oder «Individuelle Einstellungen»
  5. Lege bei individuellen Einstellungen unter «Gesperrte Software» das Höchstalter gemäss PEGI fest (siehe Alterswerte-Tabelle)

So prüfst du es: Unter «Beschränkungsstufe» wird die gewählte Stufe angezeigt, und Spiele über der gesetzten Altersfreigabe lassen sich nicht mehr starten.

Über die Erlaubnisliste in der App lassen sich einzelne Titel gezielt freigeben, ohne die ganze Stufe zu lockern, etwa ein gemeinsam gespieltes Spiel knapp über der Grenze.

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
4 Kommunikation, Social-Media-Posts und Screenshot-Teilen beschränken

Unterbindet freie Kommunikation mit anderen Nutzern in Spielen, das Posten von Screenshots und Videos in soziale Netzwerke und andere Austauschfunktionen.

Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App

  1. Öffne die Eltern-App
  2. Wähle «Konsoleneinstellungen»«Beschränkungsstufe»
  3. Öffne «Individuelle Einstellungen»
  4. Schränke «Kommunikation mit anderen» ein (bei Bedarf pro Spiel unterschiedlich zulassen)
  5. Schränke «Posten in sozialen Netzwerken» ein

So prüfst du es: In den individuellen Einstellungen werden «Kommunikation mit anderen» und «Posten in sozialen Netzwerken» als eingeschränkt angezeigt.

Die Voreinstellungen Kleinkind und Kind sperren Kommunikation und Social-Media-Posts bereits mit. Die Sperre wirkt auf die Switch-Funktionen; zusätzlich die spielinternen Chat-Einstellungen prüfen (siehe unsere Einträge zu Fortnite, Roblox und Minecraft).

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
5 Spielzeit-Limit, Gute-Nacht-Alarm und automatische Sperre

Begrenzt die tägliche Spielzeit der Konsole. Bei Erreichen des Limits erscheint ein Alarm; optional wird das Spiel automatisch unterbrochen.

Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App

  1. Öffne die Eltern-App
  2. Wähle «Konsoleneinstellungen»«Spielzeit-Limit»
  3. Lege das Tageslimit fest (in Stufen bis maximal 6 Stunden)
  4. Setze mit «Tage individuell festlegen» bei Bedarf für jeden Wochentag eigene Zeiten
  5. Aktiviere optional den «Gute-Nacht-Alarm» und lege den Spielschluss zwischen 16:00 und 23:45 Uhr fest
  6. Aktiviere «Software unterbrechen», wenn die Konsole nach Ablauf wirklich sperren soll statt nur zu erinnern

So prüfst du es: In der App wird das gesetzte Tageslimit angezeigt, und bei Erreichen des Limits erscheint auf der Konsole der Alarm.

Ohne die Option Software unterbrechen zeigt die Konsole nur eine Meldung, das Kind kann weiterspielen. Die App zeigt zudem tägliche und monatliche Berichte, welche Spiele wie lange liefen.

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
6 eShop-Käufe über die Nintendo-Account-Familiengruppe sperren

Verhindert, dass das Kind im Nintendo eShop Spiele oder In-Game-Inhalte kauft. Läuft über die Website des Nintendo-Accounts, nicht über die Eltern-App.

Das brauchst du: Ein Browser für accounts.nintendo.com · Dein eigener (volljähriger) Nintendo-Account · Die Konsole, um das Kind mit dem Kinder-Account anzumelden

Web
  1. Melde dich auf accounts.nintendo.com mit deinem Eltern-Account an
  2. Öffne die «Familiengruppe»
  3. Lege über «Kinder-Account erstellen» einen Account für das Kind an (Geburtsdatum ehrlich angeben; Accounts bis 15 Jahre sind automatisch beaufsichtigt)
  4. Melde das Kind auf der Konsole mit diesem Kinder-Account an (Nutzerprofil mit Nintendo-Account verknüpfen)
  5. Wähle in der Familiengruppe den Kinder-Account aus
  6. Öffne die Beschränkungen im Nintendo eShop
  7. Sperre die Käufe von Inhalten
  8. Begrenze die Anzeige von Inhalten auf die passende Altersfreigabe

So prüfst du es: In den eShop-Beschränkungen des Kinder-Accounts sind Käufe als gesperrt hinterlegt, und das Kind kann im eShop nichts mehr kaufen.

Ein festes Ausgabelimit pro Monat gibt es nicht. Wer dem Kind ein Budget geben will, sperrt Kreditkartenkäufe und lädt stattdessen einen bestimmten Betrag per eShop-Guthabenkarte auf den Kinder-Account.

Quelle: www.nintendo.com geprüft 04.07.2026
7 GameChat auf der Switch 2 kontrollieren (Sprach- und Videochat)

Die Switch 2 hat mit GameChat erstmals einen eingebauten Sprach- und Videochat. Für Kinder unter 16 funktioniert er nur, wenn die Eltern-App verknüpft ist und die Eltern jeden Chat-Kontakt einzeln bestätigen.

Das brauchst du: Eine Nintendo Switch 2, bereits mit der Eltern-App verknüpft · Eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft (Standard-Stufe genügt)

  1. Öffne die Eltern-App
  2. Öffne die GameChat-Einstellungen für das Kind
  3. Prüfe die Anfragen des Kindes und bestätige jeden Freund einzeln, mit dem das Kind chatten darf
  4. Lege fest, ob Video-Chat erlaubt ist (die Freigabe kann pro Chat-Session erteilt oder widerrufen werden)
  5. Prüfe regelmässig den GameChat-Verlauf

So prüfst du es: In der Eltern-App sind die bestätigten Chat-Kontakte aufgeführt, und der GameChat-Verlauf zeigt, mit wem das Kind wie lange gechattet hat.

Gilt nur für die Nintendo Switch 2. Chat mit Fremden ist für beaufsichtigte Kinder nicht möglich, nur mit von den Eltern bestätigten Freunden. GameChat setzt seit dem Ende der Gratisphase am 31.03.2026 eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft voraus (Standard-Stufe genügt).

Quelle: www.nintendo.com geprüft 14.07.2026

Empfohlene Werte nach Alter

Jede Altersangabe ist eine klare Untergrenze. So müsst ihr keine gemischten Altersgruppen innerhalb einer Tabellenspalte entschlüsseln.

Einstellung 6-89-1213-15
Gesperrte Software 6 Jahre: PEGI 3. Ab 7: PEGI 79 bis 11 Jahre: PEGI 7. Ab 12: PEGI 12PEGI 12; PEGI 16 und 18 bleiben gesperrt
Kommunikation und Social-Media-Posts Vollständig gesperrt (Voreinstellung Kind oder strenger)Kommunikation nur in gemeinsam geprüften Spielen zulassen, Posten in soziale Netzwerke gesperrtNach Absprache zulassen, Regeln für das Teilen von Screenshots vereinbaren
Spielzeit-Limit 30 bis 45 Minuten pro Tag, Software unterbrechen aktiv45 bis 60 Minuten an Schultagen, am Wochenende mehr, Gute-Nacht-Alarm ab ca. 20:00 UhrLimit lockern oder auf Alarm ohne automatische Sperre umstellen, Gute-Nacht-Alarm an Schultagen beibehalten
eShop Käufe gesperrt, Auswahl neuer Spiele nur gemeinsamKäufe gesperrt, Wunschspiele über Guthabenkarte mit fixem BudgetEigenes Budget per Guthabenkarte, Kreditkarte bleibt gesperrt
GameChat (Switch 2) Nicht freischalten9 bis 11 Jahre: nicht freischalten. Ab etwa 12: nur mit einzeln bestätigten, real bekannten Freunden; Video-Chat pro Sitzung freigebenMit bestätigten Freunden erlaubt, Chat-Verlauf gelegentlich gemeinsam anschauen

Was ihr besprechen solltet

Regeln gemeinsam festlegen statt heimlich sperren
Das Kind sieht an der Konsole, dass Beschränkungen aktiv sind. Das ist eine Chance: Limits und Altersstufe zusammen einrichten und erklären, warum sie gelten. Heimliche Verschärfungen untergraben das Vertrauen.
Spielschluss ohne Streit
Die automatische Sperre kann mitten im Mario-Kart-Rennen oder vor dem Speicherpunkt zuschlagen. Vorher abmachen, dass der Alarm das Signal zum Abschliessen der Runde ist, und das Limit so wählen, dass ein Spielabschnitt fertig gespielt werden kann.
Online spielen mit Fremden
Viele Switch-Spiele wie Fortnite, Roblox oder Minecraft verbinden das Kind online mit Unbekannten. Besprechen, dass es keine persönlichen Daten teilt und sich meldet, wenn jemand komisch schreibt oder es zu einem anderen Chat-Dienst locken will.
Käufe und In-Game-Währungen verstehen
V-Bucks, Robux und Season-Pässe sind bewusst verlockend gestaltet. Erklären, wie viel echtes Geld dahintersteckt, und ein fixes Budget (z. B. Guthabenkarte zum Geburtstag) vereinbaren statt spontaner Einzelkäufe.

Gut zu wissen

eShop-Käufe lassen sich nicht über die Eltern-App begrenzen
Die App "Nintendo Switch-Altersbeschränkungen" steuert Spielzeit und Inhalte, aber keine Käufe. Der Kaufschutz läuft ausschliesslich über die Nintendo-Account-Familiengruppe auf accounts.nintendo.com. Wer nur die App einrichtet, hat den Geldhahn nicht zugedreht.
Was tun: Beides einrichten: die App für Zeit und Inhalte, die Familiengruppe im Web für den Kaufschutz.
Ohne App keine Spielzeitlimits
Direkt an der Konsole lassen sich nur Inhalte und Funktionen beschränken (Altersstufe, Kommunikation). Spielzeit-Limit, Alarm, automatische Sperre und Spielberichte gibt es nur über die verknüpfte Smartphone-App.
Was tun: Die App auch dann verknüpfen, wenn vorerst nur die Altersstufe wichtig scheint, das Zeitthema kommt bestimmt.
Die Beschränkungen gelten für die ganze Konsole, nicht pro Profil
Altersstufe, Kommunikationssperre und Spielzeitlimit lassen sich nicht pro Nutzerprofil einstellen. Sie treffen alle, die an derselben Switch spielen, also auch ältere Geschwister und Eltern.
Was tun: Eltern spielen nach PIN-Eingabe weiter (Beschränkung temporär aufheben). Bei Geschwistern mit grossem Altersunterschied die Erlaubnisliste für einzelne Titel nutzen oder eine strengere gemeinsame Stufe akzeptieren.
PEGI ist in der Schweiz seit 2025 gesetzlich verankert
Das Jugendschutzgesetz JSFVG (in Kraft seit 1.1.2025) schreibt für Videospiele eine verbindliche Alterskennzeichnung und Alterskontrollen beim Verkauf vor. Massgeblich ist das PEGI-System (3, 7, 12, 16, 18), das auch die Switch für gesperrte Software verwendet. Die PEGI-Zahl bewertet nur die Inhalte (Gewalt, Sprache), nicht die pädagogische Eignung oder Chat-Risiken.
Was tun: PEGI als Untergrenze nehmen und zusätzlich prüfen, ob das Spiel Online-Chat oder Käufe enthält, dafür gibt es die Inhaltsdeskriptoren und unsere App-Einträge.
Die Kommunikationssperre ersetzt die spielinternen Einstellungen nicht
Nintendos Sperre wirkt auf die Kommunikationsfunktionen der Switch. Spiele wie Fortnite, Roblox oder Minecraft haben eigene Konten- und Chat-Systeme mit eigenen Elterneinstellungen, die zusätzlich konfiguriert werden sollten.
Was tun: Für jedes Online-Spiel des Kindes auch die spielinternen Schutzeinstellungen setzen (siehe unsere Einträge zu Fortnite, Roblox und Minecraft).
Switch 2: GameChat bringt Video-Chat auf die Konsole
Die Switch 2 (2025) hat mit GameChat erstmals eingebauten Sprach- und Videochat samt Kamera-Unterstützung. Für unter 16-Jährige ist er nur mit verknüpfter Eltern-App nutzbar, jeder Chat-Kontakt braucht die Bestätigung der Eltern, einen Chat mit Fremden gibt es für beaufsichtigte Kinder nicht. Seit dem Ende der Gratisphase am 31.03.2026 ist GameChat an eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft gebunden (Standard-Stufe genügt).
Was tun: Beim Umstieg auf die Switch 2 die GameChat-Einstellungen in der Eltern-App bewusst durchgehen, bevor das Kind die Funktion entdeckt.

Diese Apps zusätzlich absichern

Geräteeinstellungen sind die Basis. Jede App bringt eigene Schutzeinstellungen mit.