Die Nintendo Switch ist die beliebteste Spielkonsole der Schweiz und für viele Kinder das erste eigene Spielgerät. Mit der kostenlosen Eltern-App "Nintendo Switch-Altersbeschränkungen" (iOS/Android) steuern Eltern Spielzeit, Altersfreigaben (PEGI), Kommunikation und Social-Media-Funktionen. Wichtig: Der Kaufschutz für den eShop läuft separat über die Nintendo-Account-Familiengruppe im Web, nicht über die App.
Nintendo Switch Altersbeschränkungen kindersicher einstellen
Was du vorher brauchst
- Ein Nintendo-Account für den Elternteil (kostenlos; für die Familiengruppen-Verwaltung muss der Account volljährig sein)
- Die App "Nintendo Switch-Altersbeschränkungen" auf dem Elterngerät (iOS oder Android), inklusive Internetverbindung der Konsole für die Verknüpfung
- Für den eShop-Kaufschutz zusätzlich: ein Kinder-Account in der Nintendo-Account-Familiengruppe, verwaltet über accounts.nintendo.com (Website, nicht die App)
- Ohne verknüpfte App gibt es keine Spielzeitlimits: Direkt an der Konsole lassen sich nur Inhalte und Funktionen beschränken, nicht die Spielzeit
Dein Einrichtungsplan
Öffne einen Schritt, stelle ihn ein und hake ihn danach ab. Danach öffnet sich automatisch der nächste Schritt.
1 Eltern-App installieren und mit der Konsole verknüpfen
Die Grundlage für alles Weitere. Erst die verknüpfte App ermöglicht Spielzeitlimits, Spielberichte und (auf Switch 2) die GameChat-Kontrollen.
Das brauchst du: Dein Smartphone (iOS oder Android) · Ein eigener Nintendo-Account · Die Konsole mit Internetverbindung
- Lade die App «Nintendo Switch-Altersbeschränkungen» aus dem App Store
- Öffne die App und wähle «Starten»
- Melde dich mit deinem eigenen Nintendo-Account an (oder erstelle einen)
- Lies den sechsstelligen Registrierungscode ab, den die App anzeigt
- Gib diesen Code an der Konsole ein (siehe Konsolen-Schritte)
- Lade die App «Nintendo Switch-Altersbeschränkungen» aus Google Play
- Öffne die App und wähle «Starten»
- Melde dich mit deinem eigenen Nintendo-Account an (oder erstelle einen)
- Lies den sechsstelligen Registrierungscode ab, den die App anzeigt
- Gib diesen Code an der Konsole ein (siehe Konsolen-Schritte)
- Öffne im HOME-Menü die «Systemeinstellungen»
- Scrolle zu «Altersbeschränkungen»
- Wähle «Einstellungen für die Altersbeschränkungen»
- Wähle «Wenn Sie die App bereits heruntergeladen haben»
- Bestätige mit «Über Smart-Gerät festlegen»
- Gib den sechsstelligen Registrierungscode aus der App ein
- Schliesse mit «Verknüpfen» ab
So prüfst du es: Die Konsole erscheint in der Eltern-App, und auf der Konsole ist das orange Symbol der Altersbeschränkungen sichtbar.
Eine App kann mehrere Konsolen verwalten, etwa bei Geschwistern mit eigener Switch. Das Kind sieht auf der Konsole ein oranges Symbol, die Aufsicht ist also transparent.
2 Geheimzahl (PIN) setzen und sicher verwahren
Die Geheimzahl schützt alle Beschränkungen davor, dass das Kind sie an der Konsole selbst ändert oder aufhebt.
Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App
- Öffne die Eltern-App
- Öffne «Konsoleneinstellungen» bzw. «Einstellungen»
- Wähle «Geheimzahl»
- Lege eine eigene vier- bis achtstellige Zahl fest
- Notiere die Geheimzahl und teile sie dem Kind nicht mit
- Öffne die Eltern-App
- Öffne «Konsoleneinstellungen» bzw. «Einstellungen»
- Wähle «Geheimzahl»
- Lege eine eigene vier- bis achtstellige Zahl fest
- Notiere die Geheimzahl und teile sie dem Kind nicht mit
So prüfst du es: Änderungen an den Beschränkungen an der Konsole verlangen jetzt die Geheimzahl.
Keine naheliegende Zahl wie den Geburtstag des Kindes wählen. Bei vergessener Geheimzahl hilft die App oder Nintendos Support-Seite weiter.
3 Beschränkungsstufe wählen: gesperrte Software nach PEGI-Alter
Sperrt Spiele über der gewählten Altersfreigabe. In der Schweiz gilt das PEGI-System, das seit 2025 auch gesetzlich verankert ist (JSFVG).
Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App (oder die Konsole selbst)
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»
- Öffne «Beschränkungsstufe»
- Wähle eine Voreinstellung («Kleinkind», «Kind» oder «Teenager») oder «Individuelle Einstellungen»
- Lege bei individuellen Einstellungen unter «Gesperrte Software» das Höchstalter gemäss PEGI fest (siehe Alterswerte-Tabelle)
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»
- Öffne «Beschränkungsstufe»
- Wähle eine Voreinstellung («Kleinkind», «Kind» oder «Teenager») oder «Individuelle Einstellungen»
- Lege bei individuellen Einstellungen unter «Gesperrte Software» das Höchstalter gemäss PEGI fest (siehe Alterswerte-Tabelle)
- Öffne «Systemeinstellungen»›«Altersbeschränkungen»›«Einstellungen für die Altersbeschränkungen»
- Wähle «Auf dieser Konsole», falls keine App genutzt wird
- Wähle die «Beschränkungsstufe»: eine Voreinstellung oder individuell die Altersgrenze für Software
So prüfst du es: Unter «Beschränkungsstufe» wird die gewählte Stufe angezeigt, und Spiele über der gesetzten Altersfreigabe lassen sich nicht mehr starten.
Über die Erlaubnisliste in der App lassen sich einzelne Titel gezielt freigeben, ohne die ganze Stufe zu lockern, etwa ein gemeinsam gespieltes Spiel knapp über der Grenze.
4 Kommunikation, Social-Media-Posts und Screenshot-Teilen beschränken
Unterbindet freie Kommunikation mit anderen Nutzern in Spielen, das Posten von Screenshots und Videos in soziale Netzwerke und andere Austauschfunktionen.
Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»›«Beschränkungsstufe»
- Öffne «Individuelle Einstellungen»
- Schränke «Kommunikation mit anderen» ein (bei Bedarf pro Spiel unterschiedlich zulassen)
- Schränke «Posten in sozialen Netzwerken» ein
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»›«Beschränkungsstufe»
- Öffne «Individuelle Einstellungen»
- Schränke «Kommunikation mit anderen» ein (bei Bedarf pro Spiel unterschiedlich zulassen)
- Schränke «Posten in sozialen Netzwerken» ein
So prüfst du es: In den individuellen Einstellungen werden «Kommunikation mit anderen» und «Posten in sozialen Netzwerken» als eingeschränkt angezeigt.
Die Voreinstellungen Kleinkind und Kind sperren Kommunikation und Social-Media-Posts bereits mit. Die Sperre wirkt auf die Switch-Funktionen; zusätzlich die spielinternen Chat-Einstellungen prüfen (siehe unsere Einträge zu Fortnite, Roblox und Minecraft).
5 Spielzeit-Limit, Gute-Nacht-Alarm und automatische Sperre
Begrenzt die tägliche Spielzeit der Konsole. Bei Erreichen des Limits erscheint ein Alarm; optional wird das Spiel automatisch unterbrochen.
Das brauchst du: Dein Smartphone mit der verknüpften Eltern-App
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»›«Spielzeit-Limit»
- Lege das Tageslimit fest (in Stufen bis maximal 6 Stunden)
- Setze mit «Tage individuell festlegen» bei Bedarf für jeden Wochentag eigene Zeiten
- Aktiviere optional den «Gute-Nacht-Alarm» und lege den Spielschluss zwischen 16:00 und 23:45 Uhr fest
- Aktiviere «Software unterbrechen», wenn die Konsole nach Ablauf wirklich sperren soll statt nur zu erinnern
- Öffne die Eltern-App
- Wähle «Konsoleneinstellungen»›«Spielzeit-Limit»
- Lege das Tageslimit fest (in Stufen bis maximal 6 Stunden)
- Setze mit «Tage individuell festlegen» bei Bedarf für jeden Wochentag eigene Zeiten
- Aktiviere optional den «Gute-Nacht-Alarm» und lege den Spielschluss zwischen 16:00 und 23:45 Uhr fest
- Aktiviere «Software unterbrechen», wenn die Konsole nach Ablauf wirklich sperren soll statt nur zu erinnern
So prüfst du es: In der App wird das gesetzte Tageslimit angezeigt, und bei Erreichen des Limits erscheint auf der Konsole der Alarm.
Ohne die Option Software unterbrechen zeigt die Konsole nur eine Meldung, das Kind kann weiterspielen. Die App zeigt zudem tägliche und monatliche Berichte, welche Spiele wie lange liefen.
6 eShop-Käufe über die Nintendo-Account-Familiengruppe sperren
Verhindert, dass das Kind im Nintendo eShop Spiele oder In-Game-Inhalte kauft. Läuft über die Website des Nintendo-Accounts, nicht über die Eltern-App.
Das brauchst du: Ein Browser für accounts.nintendo.com · Dein eigener (volljähriger) Nintendo-Account · Die Konsole, um das Kind mit dem Kinder-Account anzumelden
- Melde dich auf accounts.nintendo.com mit deinem Eltern-Account an
- Öffne die «Familiengruppe»
- Lege über «Kinder-Account erstellen» einen Account für das Kind an (Geburtsdatum ehrlich angeben; Accounts bis 15 Jahre sind automatisch beaufsichtigt)
- Melde das Kind auf der Konsole mit diesem Kinder-Account an (Nutzerprofil mit Nintendo-Account verknüpfen)
- Wähle in der Familiengruppe den Kinder-Account aus
- Öffne die Beschränkungen im Nintendo eShop
- Sperre die Käufe von Inhalten
- Begrenze die Anzeige von Inhalten auf die passende Altersfreigabe
So prüfst du es: In den eShop-Beschränkungen des Kinder-Accounts sind Käufe als gesperrt hinterlegt, und das Kind kann im eShop nichts mehr kaufen.
Ein festes Ausgabelimit pro Monat gibt es nicht. Wer dem Kind ein Budget geben will, sperrt Kreditkartenkäufe und lädt stattdessen einen bestimmten Betrag per eShop-Guthabenkarte auf den Kinder-Account.
7 GameChat auf der Switch 2 kontrollieren (Sprach- und Videochat)
Die Switch 2 hat mit GameChat erstmals einen eingebauten Sprach- und Videochat. Für Kinder unter 16 funktioniert er nur, wenn die Eltern-App verknüpft ist und die Eltern jeden Chat-Kontakt einzeln bestätigen.
Das brauchst du: Eine Nintendo Switch 2, bereits mit der Eltern-App verknüpft · Eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft (Standard-Stufe genügt)
- Öffne die Eltern-App
- Öffne die GameChat-Einstellungen für das Kind
- Prüfe die Anfragen des Kindes und bestätige jeden Freund einzeln, mit dem das Kind chatten darf
- Lege fest, ob Video-Chat erlaubt ist (die Freigabe kann pro Chat-Session erteilt oder widerrufen werden)
- Prüfe regelmässig den GameChat-Verlauf
- Öffne die Eltern-App
- Öffne die GameChat-Einstellungen für das Kind
- Prüfe die Anfragen des Kindes und bestätige jeden Freund einzeln, mit dem das Kind chatten darf
- Lege fest, ob Video-Chat erlaubt ist (die Freigabe kann pro Chat-Session erteilt oder widerrufen werden)
- Prüfe regelmässig den GameChat-Verlauf
So prüfst du es: In der Eltern-App sind die bestätigten Chat-Kontakte aufgeführt, und der GameChat-Verlauf zeigt, mit wem das Kind wie lange gechattet hat.
Gilt nur für die Nintendo Switch 2. Chat mit Fremden ist für beaufsichtigte Kinder nicht möglich, nur mit von den Eltern bestätigten Freunden. GameChat setzt seit dem Ende der Gratisphase am 31.03.2026 eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft voraus (Standard-Stufe genügt).
Empfohlene Werte nach Alter
Jede Altersangabe ist eine klare Untergrenze. So müsst ihr keine gemischten Altersgruppen innerhalb einer Tabellenspalte entschlüsseln.
| Einstellung | 6-8 | 9-12 | 13-15 |
|---|---|---|---|
| Gesperrte Software | 6 Jahre: PEGI 3. Ab 7: PEGI 7 | 9 bis 11 Jahre: PEGI 7. Ab 12: PEGI 12 | PEGI 12; PEGI 16 und 18 bleiben gesperrt |
| Kommunikation und Social-Media-Posts | Vollständig gesperrt (Voreinstellung Kind oder strenger) | Kommunikation nur in gemeinsam geprüften Spielen zulassen, Posten in soziale Netzwerke gesperrt | Nach Absprache zulassen, Regeln für das Teilen von Screenshots vereinbaren |
| Spielzeit-Limit | 30 bis 45 Minuten pro Tag, Software unterbrechen aktiv | 45 bis 60 Minuten an Schultagen, am Wochenende mehr, Gute-Nacht-Alarm ab ca. 20:00 Uhr | Limit lockern oder auf Alarm ohne automatische Sperre umstellen, Gute-Nacht-Alarm an Schultagen beibehalten |
| eShop | Käufe gesperrt, Auswahl neuer Spiele nur gemeinsam | Käufe gesperrt, Wunschspiele über Guthabenkarte mit fixem Budget | Eigenes Budget per Guthabenkarte, Kreditkarte bleibt gesperrt |
| GameChat (Switch 2) | Nicht freischalten | 9 bis 11 Jahre: nicht freischalten. Ab etwa 12: nur mit einzeln bestätigten, real bekannten Freunden; Video-Chat pro Sitzung freigeben | Mit bestätigten Freunden erlaubt, Chat-Verlauf gelegentlich gemeinsam anschauen |
Was ihr besprechen solltet
Gut zu wissen
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