Xbox Family Settings kindersicher einstellen

Microsoft · Xbox Series X|S, Xbox One, Windows-PC (Xbox-App)

Die Xbox-Familieneinstellungen steuern, was ein Kind auf der Xbox spielen, kaufen und mit wem es kommunizieren darf. Grundlage ist ein Kinderkonto in der Microsoft-Familiengruppe; verwaltet wird per Xbox Family Settings App (iOS/Android), direkt an der Konsole oder im Web. Wichtiger Unterschied zu anderen Konsolen: Die Einstellungen hängen am Microsoft-Konto des Kindes und gelten damit auch beim Gaming am Windows-PC, beim Cloud Gaming und in Spielen wie Minecraft.

Xbox Family Settings App (iOS/Android) und Konsolen-Einstellungen · Stand Juli 2026 Zuletzt geprüft 14.07.2026

Was du vorher brauchst

Dein Einrichtungsplan

Öffne einen Schritt, stelle ihn ein und hake ihn danach ab. Danach öffnet sich automatisch der nächste Schritt.

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1 Kinderkonto erstellen und zur Familiengruppe hinzufügen

Die Grundlage für alles Weitere. Erst mit einem Kinderkonto in der Microsoft-Familiengruppe greifen Inhaltsfilter, Kaufschutz, Kommunikations- und Zeitlimits, auf der Konsole wie am PC.

Das brauchst du: Dein eigenes Microsoft-Konto als Organisator der Familiengruppe · Dein Handy oder ein Computer · Das echte Geburtsdatum des Kindes

  1. Lade die Xbox Family Settings App aus dem App Store und melde dich mit deinem eigenen Microsoft-Konto an
  2. Wähle «Mitglied hinzufügen» bzw. «Kind hinzufügen»
  3. Erstelle ein neues Kinderkonto mit ehrlichem Namen und Geburtsdatum oder lade ein bestehendes Konto des Kindes ein. Das Geburtsdatum steuert die Standard-Schutzstufen
  4. Bestätige die elterliche Zustimmung mit deinem eigenen Konto
  5. Melde das Kind auf der Xbox mit diesem Konto an

So prüfst du es: In der Familiengruppe wird das Kind als Mitglied angezeigt, und es kann sich auf der Xbox mit seinem eigenen Kinderkonto anmelden.

Ohne Kinderkonto gibt es keinen Schutz: Meldet sich das Kind mit einem Erwachsenenkonto oder als Gast an, greifen keine Beschränkungen. Das Geburtsdatum eines Kontos lässt sich später nur umständlich korrigieren, darum von Anfang an ehrlich angeben.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
2 Zugriff auf Inhalte: Altersgrenze für Spiele und Apps (PEGI)

Sperrt Spiele, Apps und Medien über der gewählten Altersfreigabe. In der Schweiz gilt für Games das PEGI-System, das seit 2025 auch gesetzlich verankert ist (JSFVG).

Das brauchst du: Ein Kinderkonto in deiner Microsoft-Familiengruppe · Dein Handy mit der Xbox Family Settings App oder die Konsole

  1. Öffne die Xbox Family Settings App und wähle das Kind aus
  2. Gehe zu den Inhaltseinstellungen bzw. Inhaltsbeschränkungen
  3. Wähle die Altersstufe des Kindes. Die App zeigt an, welche Inhalte damit zugänglich sind (siehe Alterswerte-Tabelle)
  4. Erteile bei Bedarf für einzelne Spiele eine Ausnahme, wenn das Kind eine Anfrage stellt

So prüfst du es: Beim Kind wird die gewählte Altersstufe samt den damit zugänglichen Inhalten angezeigt; Spiele über der Stufe lassen sich ohne deine Ausnahme-Freigabe nicht mehr starten.

Einzelne Titel knapp über der Grenze lassen sich gezielt als Ausnahme freigeben, ohne die ganze Stufe zu lockern. Der Filter wirkt auch im Microsoft Store und beim Cloud Gaming.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
3 Käufe absichern: Genehmigung für jeden Kauf verlangen

Verhindert, dass das Kind ohne Zustimmung Spiele, Erweiterungen oder In-Game-Inhalte im Microsoft Store kauft. Kaufanfragen erscheinen als Benachrichtigung bei den Eltern.

Das brauchst du: Ein Kinderkonto in deiner Microsoft-Familiengruppe · Dein Handy mit der Xbox Family Settings App oder die Konsole

  1. Öffne die Xbox Family Settings App und wähle das Kind aus
  2. Scrolle zum Bereich «Ausgaben verwalten»
  3. Aktiviere «Genehmigung für jeden Kauf anfordern»
  4. Lade bei Bedarf Guthaben auf das Microsoft-Konto des Kindes, statt eine Kreditkarte zu hinterlegen

So prüfst du es: «Genehmigung für jeden Kauf anfordern» ist aktiviert bzw. «Frag einen Elternteil» steht auf «Ein»; Kaufanfragen des Kindes erscheinen als Benachrichtigung bei dir.

Keine Kreditkarte im Kinderkonto hinterlegen. Wer dem Kind ein Budget geben will, lädt einen fixen Betrag als Guthaben auf, so ist der maximale Schaden begrenzt. Free-to-play-Titel wie Fortnite leben von In-Game-Käufen, gerade dort lohnt sich der Kaufschutz.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
4 Kommunikation, Multiplayer, Crossplay und Clubs einstellen

Legt fest, ob und mit wem das Kind per Sprach- und Textchat kommunizieren, online mitspielen, plattformübergreifend spielen (Crossplay) und Clubs beitreten darf.

Das brauchst du: Ein Kinderkonto in deiner Microsoft-Familiengruppe · Dein Handy mit der Xbox Family Settings App oder die Konsole

  1. Öffne die Xbox Family Settings App und wähle das Kind aus
  2. Gehe zu den Kommunikations- bzw. Multiplayer-Einstellungen
  3. Wähle bei der Kommunikation per Sprache und Text zwischen «Blockieren», «Nur Freunde» oder «Alle» (siehe Alterswerte-Tabelle)
  4. Lege fest, ob das Kind Multiplayer-Spielen beitreten darf
  5. Erlaube oder blockiere plattformübergreifendes Spielen (Crossplay) bewusst
  6. Lege fest, ob das Kind Clubs beitreten oder erstellen darf

So prüfst du es: Beim Kind stehen die Optionen für Kommunikation, Multiplayer, Crossplay und Clubs auf den gewählten Werten (z. B. Kommunikation auf «Blockieren» oder «Nur Freunde»).

Crossplay erlaubt das Mitspielen mit Spielern auf PlayStation, Switch oder PC, die Kommunikation mit diesen Plattformen ist eine separate Option. Die Xbox-Sperren ersetzen die spielinternen Chat-Einstellungen nicht, bei Fortnite, Roblox und Minecraft zusätzlich die Einstellungen im Spiel prüfen (siehe unsere App-Einträge).

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
5 Bildschirmzeit: Zeitpläne und Tageslimits festlegen

Begrenzt, wann und wie lange das Kind auf der Xbox (und optional am Windows-PC) spielen kann. Nach Ablauf wird das Konto gesperrt; das Kind kann per Anfrage um mehr Zeit bitten.

Das brauchst du: Ein Kinderkonto in deiner Microsoft-Familiengruppe · Dein Handy mit der Xbox Family Settings App oder ein Browser (family.microsoft.com)

  1. Öffne die Xbox Family Settings App und wähle das Kind aus
  2. Gehe zum Bereich «Bildschirmzeit»
  3. Lege pro Wochentag ein Zeitfenster und ein Stundenlimit fest, zum Beispiel Schultage kurz, Wochenende länger
  4. Stoppe die Spielzeit bei Bedarf sofort mit der Pause-Funktion
  5. Bewillige Anfragen des Kindes um Bonuszeit in der App oder lehne sie ab

So prüfst du es: Unter «Bildschirmzeit» werden die gesetzten Zeitfenster und Limits pro Wochentag angezeigt; nach Ablauf wird das Konto des Kindes gesperrt.

Die Zeit zählt, solange das Kind angemeldet ist, auch wenn es nicht aktiv spielt. Das Kind ans Abmelden erinnern. Xbox- und Windows-Zeit lassen sich getrennt oder kombiniert begrenzen.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026
6 Elternkonto mit Hauptschlüssel (PIN) schützen

Verhindert, dass das Kind sich am Elternprofil anmeldet, die Familieneinstellungen ändert oder über das Elternkonto einkauft.

Das brauchst du: Zugriff auf die Konsole · Dein Elternkonto auf der Konsole

Konsole
  1. Melde dich mit dem Elternkonto an und drücke die Xbox-Taste
  2. Gehe zu «Profil und System»«Einstellungen»«Konto»«Anmeldung, Sicherheit und Hauptschlüssel»
  3. Wähle «Hauptschlüssel erstellen» und lege eine sechsstellige Tastenkombination fest
  4. Lege fest, dass der Hauptschlüssel für die Anmeldung und für Käufe verlangt wird

So prüfst du es: Beim Anmelden am Elternprofil (und je nach Einstellung bei Käufen) verlangt die Konsole den Hauptschlüssel.

Keine naheliegende Kombination wählen und den Hauptschlüssel nicht vor dem Kind eingeben. Bei Vergessen dient das Microsoft-Kontopasswort als Rückfallebene.

Quelle: support.xbox.com geprüft 04.07.2026

Empfohlene Werte nach Alter

Jede Altersangabe ist eine klare Untergrenze. So müsst ihr keine gemischten Altersgruppen innerhalb einer Tabellenspalte entschlüsseln.

Einstellung 6-89-1213-15
Zugriff auf Inhalte 6 Jahre: PEGI 3. Ab 7: PEGI 79 bis 11 Jahre: PEGI 7. Ab 12: PEGI 12PEGI 12; PEGI 16 und 18 bleiben gesperrt
Kommunikation (Sprache und Text) BlockierenNur Freunde, Freundesliste gemeinsam pflegen (nur real bekannte Personen)Nur Freunde; Alle nur nach Absprache und mit klaren Regeln
Multiplayer und Crossplay Aus; offline oder gemeinsam auf dem Sofa spielenMultiplayer nach Absprache in gemeinsam geprüften Spielen, Crossplay nur wenn nötig (z. B. Minecraft mit Schulfreunden)Erlaubt, Clubs nur nach gemeinsamem Anschauen
Käufe Genehmigung für jeden Kauf, keine Kreditkarte hinterlegtGenehmigung für jeden Kauf, Wunschkäufe über fixes GuthabenGenehmigung für jeden Kauf bleibt aktiv, eigenes Budget per Guthaben
Bildschirmzeit 30 bis 45 Minuten pro Tag, feste Zeitfenster, abends gesperrt45 bis 60 Minuten an Schultagen, am Wochenende mehr, Zeitfenster endet vor dem SchlafengehenLimits lockern und gemeinsam vereinbaren, Nachtruhe an Schultagen beibehalten

Was ihr besprechen solltet

Regeln gemeinsam einrichten statt heimlich sperren
Das Kind merkt schnell, dass Beschränkungen aktiv sind, spätestens bei der ersten blockierten Anfrage. Filter, Zeiten und Kaufregeln zusammen einrichten und begründen. Anfragen (mehr Zeit, neues Spiel, Ausnahme) sind eine gute Gelegenheit für kurze Gespräche statt automatischer Ja/Nein-Klicks.
Sprachchat mit Fremden
In Online-Spielen wie Fortnite oder Roblox trifft das Kind auf Unbekannte, im Sprachchat auch auf rauen Ton und Beleidigungen. Besprechen, dass es keine persönlichen Daten (Name, Wohnort, Schule) preisgibt, niemandem in andere Chat-Dienste folgt und sich meldet, wenn etwas komisch ist. Melden und Blockieren gemeinsam einmal durchspielen.
In-Game-Käufe und Lootboxen verstehen
V-Bucks, Robux, FC-Points und Season-Pässe sind bewusst verlockend gestaltet, Ultimate Team in EA Sports FC enthält glücksspielähnliche Packs. Erklären, wie viel echtes Geld dahintersteckt, und ein fixes Guthaben-Budget vereinbaren statt spontaner Einzelkäufe.
Spielschluss ohne Streit
Die Sperre kann mitten in einer Online-Runde greifen, die sich nicht pausieren lässt. Vorher abmachen, dass rechtzeitig die letzte Runde beginnt, und das Zeitfenster so legen, dass ein Match fertig gespielt werden kann. Bonuszeit als bewusste Ausnahme, nicht als Regel.
Warum das eigene Konto wichtig ist
Dem Kind erklären, dass es sich immer mit dem eigenen Konto anmeldet, nicht nur wegen der Regeln, sondern weil Spielstände, Freunde und Erfolge daran hängen. Das macht das Kinderkonto attraktiv statt zur Strafe.

Gut zu wissen

Die Einstellungen hängen am Konto, nicht an der Konsole
Anders als bei der Nintendo Switch gelten die Xbox-Beschränkungen pro Kinderkonto. Geschwister mit unterschiedlichem Alter können an derselben Konsole unterschiedliche Regeln haben. Kehrseite: Meldet sich das Kind mit einem anderen Konto oder als Gast an, greifen die Regeln nicht.
Was tun: Jedes Kind bekommt ein eigenes Kinderkonto. Das Elternkonto mit dem Hauptschlüssel schützen, damit das Kind nicht darüber spielt.
Dieselben Einstellungen wirken auch am PC, beim Cloud Gaming und in Minecraft
Weil die Familieneinstellungen am Microsoft-Konto hängen, gelten Inhaltsfilter, Kauf- und Kommunikationsregeln auch in der Xbox-App auf dem Windows-PC, beim Cloud Gaming und in Minecraft (Multiplayer- und Chat-Freigaben laufen dort über das Microsoft-Konto).
Was tun: Das Kind auch am PC und in Minecraft mit demselben Kinderkonto anmelden lassen, dann muss nichts doppelt konfiguriert werden.
Zwei Microsoft-Apps mit ähnlichem Namen
Es gibt die Xbox Family Settings App (auf Gaming zugeschnitten) und die Microsoft Family Safety App (Windows, Edge-Webfilter, Standort). Im Verlauf von 2026 wurden die Xbox-Optionen gemäss Medienberichten aus der Family Safety App entfernt, für die Konsole ist die Xbox Family Settings App das richtige Werkzeug.
Was tun: Für die Xbox die Xbox Family Settings App nutzen; wer zusätzlich Windows-PC oder Edge-Browser des Kindes verwalten will, ergänzt Microsoft Family Safety bzw. family.microsoft.com.
Die Xbox-Sperren ersetzen die spielinternen Einstellungen nicht
Fortnite, Roblox und Minecraft haben eigene Konten- und Chat-Systeme mit eigenen Elterneinstellungen. Die Xbox-Kommunikationssperre wirkt auf Xbox-Funktionen, spielinterne Chats können eigene Regeln haben, besonders beim Crossplay mit anderen Plattformen.
Was tun: Für jedes Online-Spiel des Kindes zusätzlich die spielinternen Schutzeinstellungen setzen (siehe unsere Einträge zu Fortnite, Roblox, Minecraft und EA Sports FC).
PEGI ist in der Schweiz seit 2025 gesetzlich verankert
Das Jugendschutzgesetz JSFVG (in Kraft seit 1.1.2025) schreibt für Videospiele eine verbindliche Alterskennzeichnung und Alterskontrollen vor. Massgeblich ist das PEGI-System (3, 7, 12, 16, 18), das auch die Xbox für den Inhaltsfilter nutzt. PEGI bewertet nur Inhalte wie Gewalt und Sprache, nicht Chat-Risiken oder Kaufanreize.
Was tun: PEGI als Untergrenze nehmen und zusätzlich prüfen, ob das Spiel Online-Chat oder In-Game-Käufe enthält, dafür gibt es die PEGI-Inhaltsdeskriptoren und unsere App-Einträge.
Microsoft-Kinderkonto: In der Schweiz gilt die Zustimmungsgrenze 16
Gemäss Microsofts Länderliste liegt das Alter, ab dem ein Microsoft-Konto ohne elterliche Zustimmung eröffnet werden kann, in der Schweiz bei 16 Jahren. Jüngere brauchen die Bestätigung eines Elternteils. Das ist eine Anbieterregel auf Basis des Datenschutzrechts, kein Schweizer Verbot, Games zu spielen.
Was tun: Das Geburtsdatum ehrlich angeben und die Zustimmung als Elternteil selbst erteilen, so bleibt die Aufsicht bis zur Volljährigkeit sauber eingerichtet.

Diese Apps zusätzlich absichern

Geräteeinstellungen sind die Basis. Jede App bringt eigene Schutzeinstellungen mit.